Im Februar 2013 wurde im American Journal of Clinical Nutrition eine Studie publiziert, die zeigte, dass hohe Spiegel der Aminosäure Cystein einen protektiven Effekt gegen das kolorektale Karzinom haben. An der Studien nahmen 989 Frauen teil, bei denen ein kolorektales Karzinom diagnostiziert wurde. Den Patientinnen wurden entsprechende Kontrollpersonen zugeordnet. Bei den Frauen, bei denen die Cysteinspiegel im obersten Viertel lagen, war das Risiko für das kolorektale Karzinom 43 Prozent kleiner als bei den Frauen, deren Spiegel im unteren Viertel lagen. Die Frauen mit der höchsten Homocysteinkonzentration hatten ein 46 Prozent erhöhtes Risiko für das kolorektale Karzinom. Homocystein spielt eine Rolle bei Entzündungsprozessen, die das Karzinomrisiko erhöhen könnten, während Cystein ein Vorläufer für das intrazelluläre Antioxidans Glutathion darstellt, das den oxidativen Stress vermindert.

Referenz:
Miller JW et al.: Homocysteine, cysteine, and risk of incident colorectal cancer in the Women´s Health Initiative observational cohort; AM J clin Nutr. 2013; 97(4): 827-34

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