Chinesische Wissenschaftler führten bei 100 übergewichtigen Frauen im Alter von 33 bis 51 Jahren mit einem BMI größer 28 eine kontrollierte Doppelblindstudie durch. Die Frauen erhielten über einen Zeitraum von 12 Wochen entweder vier Gramm Histidin pro Tag oder ein entsprechendes Placebopräparat. Vor Beginn und nach Beendigung der Studie wurden verschiedene Parameter bestimmt: Histidin im Serum, HOMA-IR, BMI, Taillenumfang und Fettmasse sowie Parameter bezüglich Entzündungsaktivität und oxidativem Stresses. In der Histidingruppe kam es nach 12 Wochen zu einer signifikanten Verminderung von HOMA-IR, BMI, Taillenumfang und Fettmasse. Auch die Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine sowie Marker des oxidativen Stresses waren vermindert.

Die Histidinkonzentration korrelierte signifikant mit der Insulinresistenz und den entsprechenden Risikofaktoren. Nachteilige Effekte traten während der Studie nicht auf. Eine in-Vitro-Untersuchung zeigte, dass Histidin die Expression von Interleukin-6 und Tumornekrosefaktor unterdrückte sowie die Bildung von NF-Kappa-B. Eine Histidinsupplementierung kann die Insulinresistenz verbessern, den BMI reduzieren und unterdrückt die Entzündungsbereitschaft und den oxidativen Stress bei übergewichtigen Frauen mit metabolischem Syndrom.

Referenz:
Fent RN et al.: Histidine supplementation improves insulin resistance through suppressed inflammation in obese women with the metabolic syndrome: a randomised controlled trial; Diabetologia. 2013 Jan 30

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