Mikronhrstoffe 425

Die Nahrung des Menschen besteht aus Makro- und Mikronährstoffen. Zu den Makronährstoffen gehören Fette, Kohlenhydrate und Proteine. Proteine dienen in erster Linie dem Aufbau der Körpergewebe. Kohlenhydrate und Fette sind hauptsächlich Energielieferanten für den Organismus. Mikronährstoffe sind keine Energielieferanten. Mikronährstoffe sind aber an allen Stoffwechselreaktionen beteiligt und somit essenziell für die Gesundheit des Körpers.

 

Zu den Mikronährstoffen gehören:

  • Vitamine
  •  Mineralstoffe
  •  Spurenelemente
  • Aminosäuren
  • Fettsäuren

 

Mikronährstoffe sind lebensnotwendig

Mikronährstoffe haben lebenswichtige Funktionen und müssen in ausreichender Menge dem Organismus zur Verfügung stehen. Da die Mikronährstoffe spezifische Funktionen haben, ist ein Mikronährstoff auch nicht ohne Weiteres durch einen anderen Mikronährstoff ersetzbar.

Zu den Mikronährstoffen werden häufig auch Biomoleküle gezählt, die zwar vom Organismus in einem gewissen Umfang gebildet werden, aber dennoch häufig in der Mikronährstoffmedizin supplementiert werden, z. B. Carnitin, Coenzym Q10, Cholin, Alpha-Liponsäure und vieles mehr.

 

Alle Mikronährstoffe müssen dem Stoffwechsel ausreichend zur Verfügung stehen

Bereits eine suboptimale Mikronährstoffversorgung kann zu komplexen Störungen des Stoffwechsels führen, woraus sich dann im Laufe der Zeit verschiedene Krankheiten entwickeln können.

Viele Menschen sind der Ansicht, dass es angesichts der riesigen Lebensmittelauswahl gar nicht zu Mikronährstoffmängeln kommen könne. Dies ist allerdings ein Trugschluss. Bereits vor 10 Jahren wurde die Nationale Verzehrsstudie II veröffentlicht, die gezeigt hat, dass in bestimmten Bevölkerungsgruppen teilweise eine erhebliche Unterversorgung mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen besteht.

Die ersten Anzeichen eines Mikronährstoffmangels sind oftmals sehr unspezifisch und zeigen sich in Symptomen wie Antriebslosigkeit, Müdigkeit Infektanfälligkeit, psychischen Befindlichkeitsstörungen und Hirnleistungsstörungen. Auch so manche Beschwerden, die dem Alter zugesprochen werden, beruhen in Wirklichkeit auf einer unzureichenden Versorgung mit Mikronährstoffen.

Grundsätzlich ist also eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen eine unabdingbare Grundvoraussetzung für die Gesunderhaltung des Organismus. Viele Erkrankungen stehen mit Mikronährstoffmängeln in Zusammenhang oder können durch eine geeignete Supplementierung von Mikronährstoffen gebessert werden.

Obwohl heute viele der klassischen Vitamin-Mangelerkrankungen, zumindest in Industriestaaten, selten sind, gibt es immer noch sehr weit verbreitete Mikronährstoff-Mangelerkrankungen, wie z. B. die Eisenmangelanämie.

 

Mikronährstoffe als Arzneimittel

Über ihre rein biochemische Funktion hinaus haben Mikronährstoffe häufig auch einen pharmakologischen Effekt in höherer Dosierung und können in dieser Funktion Krankheitssymptome beeinflussen. Ein Beispiel ist der Einsatz hoch dosierter B-Vitamine bei Nervenschmerzen, Neuropathien etc. Ein wichtiges Einsatzgebiet der Mikronährstoffmedizin in der heutigen Zeit ist auch der Ausgleich von Mikronährstoffmängeln, die durch die Einnahme von Medikamenten verursacht werden. Häufig eingesetzte Medikamente, wie z. B. Medformin oder Protonenpumpenhemmer, verursachen regelmäßig einen Vitamin B12-Mangel.

Mit Hilfe von Mikronährstoffen lässt sich oftmals auch die Dosis von Medikamenten reduzieren. Inwieweit das möglich ist, ist aber immer im Einzelfall abzuklären. Mikronährstoffe können die Entgiftungskapazität des Organismus verbessern und beschleunigen auch die Ausscheidung von toxischen Metallen.

 

Den Individuellen Bedarf an Mikronährstoffen ermitteln

Für eine gute körperliche und mentale Gesundheit ist eine Minimalversorgung mit Mikronährstoffen häufig nicht ausreichend. Generell kann man davon ausgehen, dass jeder einen individuellen Mikronährstoffbedarf hat. Krankheiten, Stress und andere Lebensstilfaktoren bedingen häufig einen Mehrverbrauch und Mehrbedarf an Mikronährstoffen.

 

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