kopftuch 320Viele Krebspatienten berichten nach einer überstandenen Chemotherapie über das Auftreten verschiedener Hirnleistungsstörungen wie z. B. verminderte Merkfähigkeit, Gedächtnislücken, eingeschränkte Fähigkeit zum Multi-Tasking, Wortfindungsstörungen, Verlangsamung des Denkens und vieles mehr. Dieser Symptomkomplex wird als „Chemobrain“ bezeichnet. In der medizinischen Fachliteratur auch als „Chemotherapy-related cognitive impairment“ (CICI). „Chemobrain“ tritt sehr häufig auf, wobei die Zahlen erheblich schwanken. Bei Brustkrebspatientinnen wurden in 17 bis 75 Prozent der Fälle nach Chemotherapie neurokognitive Störungen nachgewiesen. Diese Beeinträchtigung kann auch längere Zeit anhalten. Es gibt Zahlen, die von fünf bis zehn Jahren sprechen, andere sogar von mehr als zwanzig Jahren.

Es gibt derzeit noch kein allgemein akzeptiertes Erklärungsmodell für „Chemobrain“ aber bereits zahlreiche neuroradiologische sowie pathobiochemische Erkenntnisse. Mithilfe bildgebender Verfahren wurde nachgewiesen, dass bei Patienten nach Chemotherapie eine Verminderung der Aktivierungsmuster des Gehirns bei Gedächtnisübungen auftrat. Es zeigte sich auch eine Verlangsamung der Hirnaktivität im Präfrontalhirn und im Frontalhirn, außerdem wurden Veränderungen des Glucosestoffwechsels nach Chemotherapie festgestellt.

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