Autismus 100Das Asperger-Syndrom ist eine Unterform des Autismus. Gegenüber dem frühkindlichen Autismus entsteht keine Sprachentwicklungs- verzögerung; die Erkrankung tritt in einem späteren Alter auf. Die betroffenen Kinder zeigen eine normale bis überdurchschnittliche Intelligenz. Etwa zwei bis drei pro 10.000 Kinder sind am Asperger-Syndrom erkrankt.

Sowohl beim frühkindlichen Autismus als auch beim Asperger-Syndrom kommen Verhaltenstherapie und Elterntraining zum Einsatz, gegebenenfalls mit unterstützender Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Im Einzelfall kann auch eine Therapie mit atypischen Antipsychotika in Frage kommen.

Autistische Störungen gelten als überwiegend genetisch bedingt, was aber durch neuere Studien zumindest relativiert wird. In einer schwedischen Studie, in die zwei Mio. Kinder einbezogen wurden, zeigte sich, dass autistische Störungen zu etwa 50 Prozent erblich sind. US-Wissenschaftler publizierten 2014, dass bei der Entstehung von Erkrankungen des autistischen Spektrums komplexe Interaktionen zwischen genetischen Faktoren und Umweltfaktoren, insbesondere Umweltgiften, in Frage kommen...weiter

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