Glukose – ein unentbehrlicher Energieträger

Für alle Stoffwechselfunktionen, sei es für den Stoffaustausch, die Organfunktionen oder die Erzeugung von Wärme, braucht der Körper Energie, die er aus Kohlenhydraten, Fett oder Eiweiß bilden kann. Kohlenhydrate sind die Energielieferanten schlechthin, da sie schneller als Fett in verfügbare Energie umgewandelt werden können. In den Muskelzellen wird Glukose in Form von Glykogen als Energiereserve gespeichert,aber auch in der Leber, um das Gehirn kontinuierlich mit Energie zu versorgen. Immerhin werden ca. 20 % der Glukose, die der Mensch aufnimmt, allein für die Aufrechterhaltung der Gehirnfunktion benötigt. Einfachzucker wie z.B. Traubenzucker gelangt sehr schnell über den Darm in die Blutbahn. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel sehr rasch an. Auch der übliche Haushaltszucker wird innerhalb kurzer Zeit resorbiert.

So genannte komplexe Kohlenhydrate, wie z.B. Vollkornreis, Vollkornbrot etc., werden im Verdauungstrakt nicht so schnell abgebaut - entsprechend steigt auch der Blutzuckerspiegel langsam an, bleibt aber längere Zeit stabil. Insulin bringt die Nährstoffe, aber auch die Fettmoleküle in die Zellen. Dieses lebenswichtige Hormon wird bei einem Glukoseanstieg von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet. Einer seiner wichtigen Aufgaben ist es, die Glukose und andere wichtige Nährstoffe in die Zellen zu befördern. Die „Einlasspforten“ dazu bilden so genannte Insulinrezeptoren an den Zellmembranen. In der Zelle regt das Insulin die Zuckerverbrennung (Glykolyse) an. Insulin sorgt auch dafür, dass aus überschüssigem Zucker Speicherfett gebildet wird. Insulin ist aber auch die „Einlasspforte“ für das Fett in die Zellen; dieses wird, wenn es nicht verstoffwechselt wird, ebenfalls gespeichert (Fettzellen).


Zuviel essen ist ungesund

Hier ein kleines knuspriges Baguette, da eine Portion Pommes mit viel leckerem Ketchup, vielleicht zum Nachtisch noch ein Eis...  Dann fühlen wir uns gleich wieder besser, sind satt und haben wieder Energie. Leider aber nur kurze Zeit. Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index lassen zwar den Blutzuckerspiegel rapide ansteigen, genauso schnell sinkt er aber auch wieder aufgrund einer raschen Insulinantwort. Die Folge ist eine Unterzuckerung. Wir haben wieder Hunger, sind müde und energielos, bis wir wieder etwas zwischen die Zähne bekommen. In diesem Karussell von Hunger und Essen nehmen wir immer mehr an Gewicht zu, weil wir einfach zu viele Fett- und Kohlenhydratkalorien zu uns nehmen, und steuern direkt in Richtung Zuckerkrankheit. Die Laborwerte zeigen auf einmal erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte sowie Harnsäurespiegel, die weit über dem Normbereich liegen. Die Depots für Fett und Zucker sind das Fettgewebe und für die Harnsäure das Bindegewebe und die Gelenke. Das Cholesterin lagert sich bevorzugt in den Blutgefäßen und in der Gallenblase ab (Gallensteine). Aber auch die Zelle ist ein idealer Speicher für Stoffwechselendprodukte. Dadurch ist es wahrscheinlich, dass die Zelle vorzeitig altert.


 
Ständiges Naschen – für die Zelle bedeutet dies „Dauerstress“

Bei ständig hohen Blutzuckerwerten, z.B. aufgrund des häufigen Verzehrs von Naschereien wie Schokolade, Eiscremes, Keksen etc., ist die Insulinausschüttung entsprechend größer. Schließlich soll die Glukose ja in die Zellen befördert werden. Irgendwann ist das Maß voll, weil die Zelle keine weitere Glukose mehr aufnehmen kann, und es setzt eine Art Schutzmechanismus ein: Die Insulinrezeptoren an den Zellmembranen werden weniger empfindlich, man nennt dies „Insulinresistenz“.

Die Bauchspeicheldrüse versucht diesen Mechanismus auszutricksen. Sie produziert  daraufhin noch mehr Insulin (Hyperinsulinismus), um den Blutzuckerspiegel partout konstant zu halten und den Zucker doch noch in die Zellen zu quetschen, was auch eine Zeitlang gelingt. Die Person, die bisher alles Mögliche in sich hineingefuttert hat, merkt unter Umständen gar nichts von diesen Vorgängen. Schließlich ist ja der Blutzuckerspiegel aufgrund der vermehrten Insulinausschüttung konstant - aber wie lange? Eine ständige Überernährung ist die Voraussetzung für den Typ 2-Diabetes.

 
Diagnose: Diabetes mellitus Typ 2

Aufgrund der ständig hohen Insulinproduktion ist die Bauchspeicheldrüse irgendwann erschöpft und schüttet nur noch wenig Insulin aus. Man ist auf einmal zuckerkrank mit all den Folgeerkrankungen. Unter Umständen bleibt nur noch der Griff zur Spritze, um dem Körper fehlendes Insulin zuzuführen. Diabetes mellitus kann zu schwerwiegenden Komplikationen füh­ren. Betroffen sind häufig die Blutgefäße. Diabetiker haben im Vergleich zur Normalbevölkerung ein 3 - 6fach höheres Risiko, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben. Man schätzt, dass ca. 70 % aller Diabetiker an den Folgen einer Atherosklerose sterben.

Viele erkranken an einer diabetischen Nephropathie (Nierenfunktionsstörung) bis hin zum totalen Ausfall der Nierenleistungen. Bei einem Großteil der Diabetiker treten Störungen im Nervensystem auf. Sie leiden an Neuropathien mit einem veränderten Vibrationsempfinden, Nervenleitungsstörungen oder Verlust der Muskelreflexe. Der „diabetische Fuß“ ist eine weitere Folge dieser pathologischen Stoffwechselvorgänge. Eine andere Begleiterscheinung, von der ca. 80 % der Diabetiker betroffen sind, ist eine Beeinträchtigung des Sehvermögens durch eine Erkrankung der Netzhaut (diabetische Retinopathie), die bis zur Erblindung führen kann. Bei vielen bildet sich auch der Graue Star (Katarakt) aufgrund des erhöhten Blutdrucks und einer Ablagerung von Sorbitol in der Linse.

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