Der Typ-2-Diabetes hat inzwischen die Dimension einer Epidemie erreicht. Derzeit dürften über 150 Millionen Menschen weltweit betroffen sein. Diese Zahl verdoppelt sich voraussichtlich bis 2025. Der Typ-2-Diabetes ist eine multifaktorielle Erkrankung, die durch chronische Hyperglykämie, veränderte Insulinsekretion und Insulinresistenz gekennzeichnet ist. Bei der Insulinresistenz besteht ein vermindertes Ansprechen auf normale Insulinkonzentrationen.

Die klinischen Komplikationen des Typ-2-Diabetes umfassen mikrovaskuläre Erkrankungen wie z.B. Retinopathie, Nephropathie und Neuropathie sowie makrovaskuläre Komplikationen wie z.B. Herzinfarkt und periphere arterielle Verschlusserkrankungen. Es gibt zunehmend Hinweise, dass eine chronische Entzündung bei der Pathogenese der Insulinresistenz und bei der Entwicklung des Typ-2-Diabetes eine Rolle spielt. Die Entzündung ist das Resultat einer Akutphasenreaktion, eines systemischen Prozesses, bei dem verschiedene entzündungsfördernde Zytokine freigesetzt werden. Diese Zytokine erhöhen die Insulinresistenz in Fettzellen, Muskel- und Leberzellen und führen zu einer verminderten Insulinsensitivität und einer gestörten Glukosehomöostase.

Eine chronische Entzündung ist eng mit oxidativem Stress assoziiert. Oxidativer Stress entsteht entweder durch eine hohe Bildung freier Radikale oder eine Verminderung der antioxidativen Schutzmöglichkeiten oder durch eine Kombination beider Faktoren. Eine Hyperglykämie, eine Hyperinsulinämie sowie erhöhte Spiegel freier Fettsäuren können mit einer erhöhten Bildung von freien Radikalen verbunden sein. Freie Radikale wiederum aktivieren den Transkriptionsfaktor NF-Cappa-B, der als Auslöser der Entzündungsreaktion hauptverantwortlich ist.

Eine Verminderung des oxidativen Stresses und der Entzündungsaktivität könnte eine sinnvolle Maßnahme sein, um das Risiko der Entstehung des Typ-2-Diabetes zu vermindern. Eine ganze Anzahl von Studien hat gezeigt, dass beim Typ-2-Diabetes verschiedene Marker des oxidativen Stresses erhöht sind. Auch bei gesunden Probanden konnte nachgewiesen werden, dass eine Hyperglykämie mit oxidativem Stress assoziiert ist. Die Effekte freier Radikale können durch eine Verbesserung der antioxidativen Kapazität gemindert werden, wobei zu den antioxidativen Mikronährstoffen verschiedene Vitamine wie A, C , E und Folsäure sowie Mineralstoffe wie Magnesium und Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Selen gehören. Dazu zählen noch weitere Mikronährstoffe wie Glutathion, Coenzym Q10 und Alpha-Liponsäure.

Eine Supplementierung mit Mikronährstoffen kann den oxidativen Stress und die Entzündungsaktivität modifizieren. Bei vielen Mikronährstoffen sind die antientzündlichen oder immunmodulierenden Funktionen gut charakterisiert. Die Vitamine C und E zeigten in mehreren - allerdings nicht allen - Studien einen günstigen Effekt bei verschiedenen Laborparametern, die mit Diabetes assoziiert waren.

In den letzten Jahren rückt auch das Vitamin D zunehmend in den Blickpunkt der Prävention und Behandlung des Typ-2-Diabetes. Die Bedeutung des Vitamins D bei dieser Erkrankung kann zum einen daraus abgeleitet werden, dass in den Betazellen des Pankreas Vitamin-D-Rezeptoren vorhanden sind, zum anderen hat Vitamin D auch einen antientzündlichen Effekt. Vitamin D kann NF-Cappa-B inaktivieren, wodurch z.B. der Selbstmord der Beta-Zellen verhindert werden kann. Vitamin D verbessert also die Insulinsensitivität auch dadurch, dass es eine exzessive Bildung von Entzündungsmediatoren verhindert.

Hinsichtlich der Prävention des Typ-2-Diabetes könnte also eine Verbesserung des Lebensstils in Kombination mit einer Mikronährstofftherapie eine erfolgreiche Strategie darstellen.

 

Referenz:
Bibiana Garcia-Bailo et al.: Vitamins D, C and E in the prevention of type 2 diabetes mellitus: modulation of inflammation and oxidative stress. Biologics: Targets & Therapy 1/2011: 5, 7-19
 
 

Beim Diabetiker ist die Verfügbarkeit aller Mikronährstoffe von großer Bedeutung

Mikronährstoffmängel treten beim Diabetes mellitus sehr häufig auf. Gleichzeitig ist aber der Organismus des Diabetikers in besonderem Maße auf eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen angewiesen, wegen seiner vielfältigen biochemischen Fehlfunktionen wie z.B. Insulinmangel, oxidativer Stress, Sorbitolbilung, Proteinglykosylierung etc. Gerade der oxidative Stress ist der Hauptgrund für viele schwerwiegende diabetische Folgeschäden. Oxidativer Stress kann nur durch eine erhöhte Zufuhr an antioxidativen Vitalstoffen abgebaut werden. Dadurch könnten viele Begleiterscheinungen des Diabetes mellitus gemildert oder verhindert werden.

 

Häufige Vorboten für den Diabetes mellitus:

  •     Müdigkeit, Verwirrtheit, Sehstörungen
  •     Übelkeit, Durst
  •     Gefäßerkrankungen, Koronare Herzerkrankungen
  •     Muskelbeschwerden
  •     Wundheilungsstörungen, Ekzeme
  •     Nierenfunktionsstörungen, häufig Harnwegsinfekte

 

Welche Vitalstoffe in welcher Menge tatsächlich fehlen, ist nur aufgrund einer Blutanalyse feststellbar

Wir empfehlen bei Diabetes mellitus die Durchführung des DCMS-Stoffwechsel-Profils oder der Vitalstoffanalyse "exklusiv". Diese Mikronährstoffanalysen bilden dann die Basis für eine gezielte und effektive Mikronährstoffmedizin.

 

 

DCMS-Stoffwechsel-Profil

DCMS Stoffwechsel Profil 150Nahezu alle Stoffwechselabläufe sind Mikronährstoff-abhängig. Die Mikronährtsoffanalyse ist insbesondere sinnvoll bei allen schwerwiegenden Erkrankungen und Stoffwechselstörungen wie z.B. Krebserkrankungen, Diabetes. Adipositas, Schilddrüsenerkrankungen uvm...
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Vitalstoffanalyse "exklusiv"

Vitalstoff Analyse 150Umfassendste und dadurch aussagefähigste Mikronährstoffdiagnostik. Bestimmt werden neben Vitaminen, Vitaminoden, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und Fettsäuren die wichtigsten Eisenparameter und auch Risikofaktoren wie CRP und Homocystein oder Lipoprotein(a)...weiterlesen

 

 

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