Magersucht 300Anorexia nervosa oder psychogene Magersucht ist ein absichtlich herbeigeführtes Untergewicht. Das Krankheitsbild tritt bei Jugendlichen mit einer Häufigkeit von einem Prozent auf, wobei Mädchen zehn Mal häufiger betroffen sind als Jungen. Zu den klinischen Symptomen gehört neben einer Einschränkung der Nahrungsaufnahme auch eine fehlende Krankheitseinsicht mit einer Körperschemastörung. Anorexiapatienten haben häufig einen gesteigerten Bewegungsdrang und nehmen eventuell Appetitzügler oder Abführmittel ein. Außerdem wird häufig ein selbst induziertes Erbrechen herbeigeführt.

Das Untergewicht bedingt im Laufe der Zeit eine Vielzahl körperlicher Symptome wie Muskelatrophie, Haarausfall, Herzrhythmusstörungen, orthostatische Dysregulation, Blutbildveränderungen, Elektrolytverschiebungen und vieles mehr. Meist besteht eine endokrine Störungen auf der Hypothalamus-Hypohysen-Gonaden-Achse, wodurch es bei Mädchen dann typischerweise zu einem Ausbleiben der Regelblutung kommt.

Bei Anorexia nervosa wurden auch verschiedentlich Mikronährstoffmängel oder Probleme mit der Mikronährstoffversorgung festgestellt. Dazu einige Studien:

Anorexia 426Anorexia nervosa: Magersucht mit zum Teil gravierenden Mikronährstoffmängeln und entsprechenden Folgen

Bei Anorexia nervosa sind häufig Mikronährstoffmängel anzutreffen, da sowohl die Nahrungsmenge wie auch die Nahrungsmittelauswahl stark eingeschränkt sind.
Die Folgen einer Magersucht sind z. B. Herzrhythmusstörungen, eine Einschränkung der Nierenfunktion, Durchblutungsstörungen, Veränderungen der Knochensubstanz und der Sexualhormone etc.

 

Auch die Psyche leidet bei Anorexia nervosa 

Durch die Mangelernährung kommt es meist zu einer verminderten Aufnahme von Aminosäuren und von anderen Mikronährstoffen, die unter anderem auch für den Botenstoffwechsel erforderlich sind. Die Folgen für Anorexia-Patienten können sein: Depressionen, Leistungsabfall, Hirnleistungsstörungen, Konzentrationsstörungen und nicht zu letzt auch eine eingeschränkte Beurteilungsfähigkeit des Gewichts- bzw. des Gesundheitszustandes.

 

Eine Mikronährstoffanalyse bei Anorexia nervosa ist sinnvoll

Aufgrund der zum Teil schwerwiegenden Mikronährstoffmängel bei Anorexia nervosa, ist die Durchführung einer umfassenden Mikronährstoffanalyse sinnvoll, wie das DCMS-Stoffwechsel-Profil. Noch aussagekräftiger ist die Vitalstoffanalyse „exklusiv“.

Empfehlenswert ist deshalb eine Bestimmung der Mikronährstoffe, um bestehende Mängel aufzudecken und zu beheben.

 

Parkinson Mikronhrstoffe 320Der Morbus Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung, von der etwa ein Prozent der über 60-Jährigen betroffen sind. Charakteristisch für den Morbus Parkinson ist eine Degeneration der dopaminergen Neurone in der Substantia Nigra.

2016 erschien in zweiter Auflage ein US-amerikanisches Sachbuch mit dem Titel „Herbs and Nutrients for Neurologic Disorders“. Ein Neurologe und eine Neurowissenschaftlerin beschäftigen sich ausführlich mit den pathologischen Veränderungen, die häufig neurologischen Erkrankungen zugrunde liegen, nämlich: Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Schlaganfälle, Multiple Sklerose, Migräne, Anfallsleiden. Obwohl es sich hier um völlig unterschiedliche Krankheitsbilder handelt, liegen doch häufig sehr ähnliche oder identische pathobiochemische Störungen zugrunde. Die Autoren des Sachbuchs beschreiben auch ausführlich die Möglichkeiten der Mikronährstoffmedizin und der Pflanzenheilkunde bei der Behandlung der erwähnten Erkrankungen. Im Folgenden werden die Ansatzpunkte einer Mikronährstofftherapie bei Morbus Parkinson vorgestellt.

Kopf GeraltEs ist länger bekannt, dass Depressionen auch mit Entzündungsreaktionen im Gehirn einhergehen. Das Wissensmagazin scinexx.de berichtete am 27.02.2018 über Erkenntnisse kanadischer Wissenschaftler, die mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) nachweisen konnten, dass das Gehirn depressiver Probanden eine höhere Entzündungsaktiviät aufwies als das der Gesunden. Wichtig war auch die Erkenntnis, dass die Entzündungswerte mit der Dauer der Erkrankung zunahmen, besonders dann, wenn längere Zeit keine Medikamente gegen Depressionen eingenommen worden waren. Eine länger als ein Jahrzehnt andauernde unbehandelte Depression geht offensichtlich in eine neue Phase über, die durch stärkere Entzündung im Gehirn gekennzeichnet ist. Die Autoren der Studie vermuteten, dass Depressionen in einem fortgeschrittenen Stadium auch anders behandelt werden müssten, z. B. mit Medikamenten mit antientzündlicher Wirkung.

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