In den letzten Jahrzehnten ist ein weltweiter Anstieg bei neurologischen Auffälligkeiten wie Autismus, ADHS oder anderen kognitiven Störungen zu beobachten. Die Zahl der Chemikalien, die als neurotoxisch erkannt und eingestuft wurden, hat sich von 2006 bis 2013 verdoppelt. Es gibt zahlreiche Hinweise dafür, dass bekannte Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Arsen in bedeutendem Umfang zu neurologischen Entwicklungsstörungen beitragen. Besonders anfällig für Störungen der Hirnentwicklung sind ungeborene Kinder sowie kleine Kinder. In dieser Phase können neurotoxische Chemikalien in Konzentrationen, die für Erwachsene kaum schädlich sind, schwere und bleibende Hirnschäden verursachen. In vielen Studien hat sich gezeigt, dass der Kontakt mit Schwermetallen bereits im Mutterleib zu kognitiven Defiziten und zu schlechteren Hirnleistungen führt.

 

Es existiert keine sichere Konzentration für Blei

Der Kontakt mit Methylquecksilber im Mutterleib kann diffuse neurologische Schäden hervorrufen, aber auch neurologische Schäden, die das ganze Hirn betreffen und diese bereits bei niedrigen Konzentrationen. Für Kinder ist Methylquecksilber bereits in sehr viel niedrigeren Konzentrationen toxisch als für Erwachsene.  Möglicherweise sind Blei und Methylquecksilber auch bei der Entwicklung von Autismus beteiligt. Diesbezüglich gibt es für Cadmium nur wenig Informationen. Autistische Kinder haben eine verminderte Fähigkeit, toxische Metalle auszuscheiden. Die verminderte Ausscheidung, kombiniert mit einer relativ langen Halbwertszeit, führt zu einer Anreicherung der Schwermetalle in den Geweben. Außerdem ist der Spiegel der toxischen Metalle mit dem Schweregrad autistischer Symptome assoziiert. Die molekularen Mechanismen der Schwermetallschädigung sind noch nicht genau bekannt. Grundsätzlich ist eine hohe Belastung mit toxischen Metallen bei autistischen Patienten mit oxidativem Stress und einem erhöhten Verhältnis von GSSG und GSH assoziiert.



Jungen scheinen eine höhere Empfindlichkeit für Schwermetalle zu haben als Mädchen

Einige Autoren konnten nachweisen, dass Metalle wie Blei, Quecksilber und Cadmium die physiologischen Konzentrationen der Schilddrüsenhormone stören. Die meisten wissenschaftlichen Publikationen berichten über einen Zusammenhang zwischen einer frühkindlichen Schwermetallbelastung bzw. einer Belastung bereits im Mutterleib und einem erhöhten Autismus-Risiko.


Referenz:
Francesca Gorini et al.: The role of heavy metal pollution in neurobehavioral disorders: a focus on autism; Rev J Autism Dev Disord, published online: 27 Jund 2014

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