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Der Effekt von
Arginin auf den Blutdruck
Aufgrund verschiedener Studienergebnisse bestehen konkrete Hinweise, dass
Arginin einen blutdrucksenkenden Effekt hat. Einige Studien wurden mit nur
einer geringen Zahl von Patienten durchgeführt - mit dadurch begrenzter
statistischer Aussagekraft. Aus diesem Grund führten chinesische
Wissenschaftler eine Metaanalyse von randomisierten, placebokontrollierten
Doppelblindstudien durch. In die Metaanalyse konnten 11 dieser Studien
einbezogen werden. Es zeigte sich eindeutig, dass eine
Argininsupplementierung signifikant sowohl den systolischen als auch den
diastolischen Blutdruck senkt. Durchschnittlich wurde der systolische
Blutdruck um 5,39 mm Hg und der diastolische Blutdruck um 2,66 mm Hg
gesenkt.
Referenz:
Dong JY et al.: Effect of oral l-arginine supplementation on blood pressure:
A meta-analysis of randomized, double-blind, placebo-controlled trials; Am
Heart J. 2011 Dec; 162(6): 95965
| Dezember, Nr. 89 |
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Stickoxid und
Endothelfunktion
Bekanntlich ist Stickoxid ein lösliches Gas, das kontinuierlich aus der
Aminosäure Arginin in den Endothelzellen der Gefäße gebildet wird. Dieses
Gas hat ein breites Spektrum an Eigenschaften: Aufrechterhaltung der
vaskulären Homöostase einschließlich Gefäßtonus, Zellwachstum, Schutz der
Blutgefäße vor Verletzungen etc. Eine ganze Reihe von Erkrankungen sind ein
Risikofaktor für die Arteriosklerose, z.B. arterielle Hypertonie,
Hypercholestrinämie, Rauchen, Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz. Diese
Erkrankungen sind mit einer verminderten Freisetzung von Stickoxid aus der
Gefäßwand verbunden. Entweder wird Stickoxid in vermindertem Umfang gebildet
oder beschleunigt abgebaut. Ein wichtiger therapeutischer Ansatz bei der
endothelialen Dysfunktion ist also eine Verbesserung der Freisetzung von
Stickoxid durch das Gefäßendothel.
Referenz:
Tousoulis D et al.: The role of nitric oxide on endothelial function; Curr
Vasc Pharmacol. 2011 Nov 21
| Dezember, Nr. 88 |
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Glutamin und Molkeprotein
verbessern intestinale Permeabilität
In einer Studie indischer Wissenschaftler wurde der Effekt einer
Glutaminsupplementierung auf die intestinale Permeabilität (Durchlässigkeit
der Darmwand) bei Patienten mit Morbus Crohn untersucht. Die Teilnehmer der
Studie erhielten entweder 0,5 g Glutamin pro Kilogramm Körpergewicht oder
ein Molkeproteinpräparat. Sowohl Glutamin wie auch Molkeprotein verbesserten
bei den Patienten signifikant die intestinale Permeabilität.
Referenz:
Benjamin J et al.: Glutamine and whey proteine improve intestinal
permeability and morphology in patients with Crohn´s disease: A randomized
controlled trial; Dig Dis Sci, 2011 Oct 26
| Dezember, Nr. 87 |
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Medizinische Anwendung von
Lysin
In einer Übersichtsarbeit indischer Wissenschaftler wurden die medizinischen
Anwendungen von Lysin dargestellt. Lysin ist eine essentielle Aminosäure und
muss deshalb in ausreichender Menge über die Nahrung zugeführt werden.
Bezüglich der klinischen Bedeutung von Lysin gibt es mehrere
Anwendungsgebiete.
Bereits Ende der achtziger Jahre wurde publiziert, dass Lysin einen
präventiven und therapeutischen Effekt auf Herpes-Simplex-Virus-Infektionen
hat. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Vermehrung der Viren durch
Arginin gefördert und durch Lysin gehemmt werden kann. Eine erhöhte Zufuhr
von Lysin kann deshalb das Schädlichkeitspotential von Herpes Simplex Viren
verhindern. Lysin scheint als „Antimetabolit“ zu wirken, der die Aufnahme
von Arginin in Zellen und Gewebe vermindert. Die Wirksamkeit einer
Lysinsupplementierung bei Herpes-Simplex- Infektionen wurde auch in Studien
untersucht. 52 Studienteilnehmer, bei denen wiederholt Herpesbläschen
auftraten, erhielten drei Gramm Lysin über einen Zeitraum von sechs Monaten,
wodurch sich das Auftreten der Lippenbläschen im Vergleich zur
Kontrollgruppe um das 2,4-fache verminderte. Lysin hat auch eine mögliche
Bedeutung zur Prävention der Osteoporose. Lysin verbessert die
Calciumabsorption und vermindert die Calciumausscheidung über den Urin. Eine
Kombination aus Lysin und Arginin verbesserte in einer Studie die Aktivität
der Osteoblasten und erhöhte die Kollagenproduktion.
Eine weitere interessante therapeutische Option hat Lysin bei der Behandlung
von Angststörungen. Eine unzureichende Lysinzufuhr über die Nahrung führt zu
einer erhöhten psychovegetativen Labilität und Stresstoleranz. Mehrfach
konnte durch die Supplementierung von Lysin eine Verbesserung der
Ängstlichkeit-Scores nachgewiesen werden. Man vermutet, dass Lysin als ein
5-HT4-Rezeptor-Antagonist und als Benzodiazepin-Agonist wirkt. Der
5-HT4-Rezeptor gehört zu der Gruppe der Serotoninrezeptoren. Durch die
Lysinwirkung an den genannten Rezeptoren kommt es zu einer psychovegetativen
Stabilisierung.
Ein weiteres Anwendungsgebiet von Lysin ist Haarverlust. Lysin spielt auch
eine wichtige Rolle für die Kollagensynthese, so dass durch eine vermehrte
Lysinzufuhr Reparaturvorgänge gefördert werden, z.B. bei Athleten.
Möglicherweise hat Lysin auch für die Vorbeugung der Alzheimererkrankung
eine Bedeutung, da der Herpes-Simplex-Typ1-Virus an der Entwicklung der
Alzheimererkrankung eventuell beteiligt ist. Allerdings ist diese Wirkung
noch nicht in prospektiven Langzeitstudien nachgewiesen worden.
Referenz:
Meenu Singh et al.: Medicinal uses of L-Lysine: Past and future; Int. J.
Res. Pharm. Sci., 2(4), 2011, 637-642
| Dezember, Nr. 86 |
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Vitamin-C-Spiegel und Herzerkrankungen
Niedrige Vitamin-C-Spiegel waren in einer
Studie mit erhöhten hs-CRP-Konzentrationen bei Herzpatienten assoziiert.
Patienten mit Herzinsuffizienz, die am wenigsten Vitamin C zu sich nahmen,
hatten 2,4 mal häufiger erhöhte hs-CRP-Konzentrationen. Eine ausreichende
Zufuhr von Vitamin C war in der koreanischen Studie mit einer längeren
Überlebenszeit bei Herzinsuffizienz-Patienten assoziiert. Die erhöhte
hs-CRP-Konzentration ist ein Faktor, der die Symptomatik einer
Herzinsuffizienz verschlechtert. Eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr
vermindert das Risiko für kardiale Ereignisse.
Referenz:
ScienceDaily, 13. Nov. 2011: Low vitamin C levels may raise heart failure
patients´risk
| Dezember, Nr. 85 |
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Mikronährstofftherapien bei PMS
Das Krankheitsbild eines prämenstruellen Syndroms kann sich sehr
unterschiedlich darstellen: Die Frauen leiden z.B. an Übelkeit,
Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit, depressiver Verstimmung,
Bauchschmerzen, Brustspannen, Wassereinlagerungen etc. Die Beschwerden
treten in der Luteal-Phase auf, der Zyklusphase zwischen Eisprung und
Menstruation.
Es gibt einige Mikronährstoffe, die bei der Behandlung des PMS helfen
können:
Calcium zum Beispiel ist ein altbewährter Mineralstoff, der schon in den
`30er- Jahren routinemäßig zur Behandlung von Menstruationszyklusbeschwerden
eingesetzt wurde. Seine positive Wirkung in Bezug auf PMS wurde in
klinischen Studien nachgewiesen.
Die Columbia Universität in New York führte dazu eine Untersuchung durch.
Frauen bekamen über 3 Monatszyklen ein Calciumpräparat.
Die PMS-bezogenen Symptome reduzierten sich daraufhin um 48 Prozent.
Eine weitere Studie zeigte, dass Calcium in Verbindung mit Vitamin D zu
einer enormen Besserung der psychischen und körperlichen Symptome von PMS
führt.
Bei Magnesium verhält es sich ähnlich. In verschiedenen Studien wurde ein
positiver Effekt auf des prämenstruelle Syndrom beschrieben. Magnesium hat
zahlreiche Funktionen und spielt z.B. bei der Hormonproduktion und
Nebenschilddrüsenfunktion eine Rolle.
Texanische Forscher vom Baylor College in Houston fanden heraus, dass bei
PMS-Patienten während der Lutealphase die Zinkkonzentration niedriger und
die Kupferkonzentration höher lag als bei Gesunden. Wegen des hohen
Kupferspiegels kann es zu einer reduzierten Zinkverfügbarkeit kommen, so die
Schlussfolgerung der Forscher.
Im May 1999 wurde eine Placebo-Kontroll-Studie durchgeführt, um die
Wirksamkeit von Vitamin B6 beim PMS zu untersuchen. 940 Patienten mit
prämenstruellem Syndrom nahmen daran teil. Die Studie zeigte auf, dass eine
Supplementierung mit Vitamin B6 positive Effekte erzielen kann.
Eine weitere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Vitamin B6 vegetative
Beschwerden des PMS bessern kann.
Es gibt noch weitere Mikronährstoffe, die sich günstig auf das PMS auswirken
können, z.B. Vitamin E, Vitamin B1, B2, essentielle Fettsäuren, Aminosäuren
wie Tryptophan etc.
Einer Mikronährstoffsupplementierung sollte jedoch immer eine
Mirkonährstoffanalyse vorangehen. Durch eine Blutuntersuchung kann genau
festgestellt werden, wo die Defizite liegen, so dass eine gezielte Therapie
erfolgen kann.
Referenz:
Life Extension: Premenstrual Syndrome, lef.org/protocols/female_reproductive/premenstrual_syndrome_01.htm
| Dezember, Nr. 84 |
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Vitamin-D-Mangel
verschlechtert Stimmung
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| Bild: Gerd
Altmann, pixelio.de |
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In Litauen wurde bei jungen gesunden Männern der Vitamin-D-Spiegel
während der Wintermonate bestimmt; parallel dazu führten die
Wissenschaftler auch verschiedene Tests zur Stimmungslage und zur
kognitiven Leistungsfähigkeit durch. Von den 130 Testpersonen erreichten
nur zwei Personen die empfohlene Vitamin-D-Aufnahme, nahezu die Hälfte
wies einen Vitamin-D-Mangel auf. Außerdem zeigte sich, dass niedrige
Vitamin-D-Konzentrationen mit einem schlechteren emotionalen Status
assoziiert sind. |
Referenz:
Lina Lasaite et al.: Vitamin D deficiency is related to worse emotional
state; Central European Journal of Medicine; Volume 6, Number 5, 558-566
| November, Nr. 83 |
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Vitamin D und
Neuropathie
Wissenschaftler aus Kuwait untersuchten bei Typ-2-Diabetes-Patienten mit
und ohne Polyneuropathie den Vitamin-D-Status. Die mittlere
Vitamin-D-Konzentration war bei den Patienten mit Polyneuropathie
signifikant niedriger als bei den Patienten ohne Polyneuropathie. Bei
81,5 Prozent der Patienten mit Polyneuropathie wurde ein
Vitamin-D-Mangel festgestellt, 60,4 Prozent der Diabetiker ohne
Polyneuropathie hatten ebenfalls ein Vitamin-D-Defizit. Statistisch gab
es eine signifikante Assoziation zwischen Vitamin-D-Mangel und der
diabetischen Polyneuropathie. Daraus kann geschlossen werden, dass ein
Vitamin-D-Mangel einen unabhängigen Risikofaktor für die diabetische
Polyneuropathie darstellt. In weiteren Studien sollte geklärt werden,
inwieweit eine Supplementierung von Vitamin D eine Polyneuropathie
verhindern oder aufhalten kann.
Referenz:
D. Shehab et al.: Does Vitamin D deficiency play a role in peripheral
neuropathy in type 2 diabetes? Journal compilation, 2011 Diabetes UK,
DOI: 10.1111/j.1464-5491.03510
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Bild: Yuri Arcurs,
fotolia.de
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| November, Nr. 82 |
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Vitamin D und Depressionen
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| Bild: Gerd
Altmann, pixelio.de |
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US-Wissenschaftler des Southwestern Medical Center in Dallas
untersuchten bei 12.954 Patienten die Serumkonzentration von Vitamin D
(25-OH-D3). Außerdem wurden bei den Patienten Symptome einer Depressione
mittels eines Fragebogens abgefragt. Insgesamt waren höhere
Vitamin-D-Konentrationen mit einem signifikant verminderten
Depressionsrisiko assoziiert. Dieser Zusammenhang war bei den Patienten
mit einer Vorgeschichte von Depressionen stärker als bei jenen, die noch
nie an Depressionen erkrankt waren. Daraus schlossen die Autoren, dass
insbesonders Patienten mit Depressionen in der Vorgeschichte auf den
Vitamin-D-Status untersucht werden sollten. |
Referenz:
MinhTu T et al.: Association between low serum 25-Hydroxyvitamin D and
depression in a large sample of healthy adults: The cooper center
longitudinal study; Mayo Clinic Proceedings, Nov 2011 vol. 86 no. 11,
1050-1055
| November, Nr. 81 |
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Neuropathie bei
Morbus Parkinson und Vitamin B12
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| Bild Uwe Duwald,
pixelio.de |
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Forscher der University of Leicester konnten nachweisen, dass bei
Patienten mit Morbus Parkinson häufiger eine Polyneuropathie vorliegt
als bei Kontrollpersonen. Im Vergleich zu anderen Patienten mit
Polyneuropathie hatten die Parkinsonpatienten signifikant niedrigere
Vitamin-B12-Spiegel. Man kann also davon ausgehen, dass der
Vitamin-B12-Mangel bei Parkinson-Patienten wesentlich zur Entstehung der
Polyneuropathie beiträgt.
Es ist schon länger bekannt, dass bei Parkinsonpatienten unter der
Medikation von L-Dopa Störungen des B12-Matabolismus auftreten.
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Referenz:
Yusuf A et al.: Neuropathy in parkinson disease; neurology.org; Nov 2, 2011
| November, Nr. 80 |
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Vitamin D und
Persönlichkeitsmerkmale
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| Bild: Benjamin
Thorn, pixelio.de |
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In verschiedenen Studien wurden Zusammenhänge zwischen der
Vitamin-D-Konzentration und verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen
bzw. der Hirnleistungsfähigkeit festgestellt. Wissenschaftler der
Universität von Tübingen und der Charité in Berlin untersuchten bei 206
gesunden Versuchspersonen die 1,25-Vitamin-D3-Konzentration. Parallel
dazu füllten die Patienten einen Persönlichkeitsfragebogen (NEO-FFI)
aus. Es zeigte sich, dass die Konzentration von 1,25-OH-D3 mit den
Persönlichkeitsmerkmalen Offenheiten und Extraversion korrelierte. Die
Vitamin-D3-Konzentration scheint also ein extravertiertes und offenes
Verhalten zu fördern. |
Referenz:
Andrea Ubbenhorst et al.: Exploring the relationship between vitamin D and
basic personality traits; Psychopharmacology (2011) 215: 733-737
| November, Nr. 79 |
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Vitamin-B1-Behandlung bei
Angsterkrankungen
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Forscher der Vietnamese American Medical research Foundation der USA
untersuchten bei neun Patienten mit generalisierter Angsterkrankung auch
die Vitamin-B1-Spiegel. Bei den Patienten war kein Alkoholabusus
bekannt, allerdings bestanden niedrige Vitamin-B1-Konzentrationen. Es
wurde nun eine parenterale Vitamin-B1-Therapie durchgeführt: Sie
erhielten 100 mg Vitamin B1 intramuskulär über einen Zeitraum von zwei
bis vier Wochen. Durch diese Therapie kam es zu einer deutlichen
Besserung der Angstsymptomatik, zu einer verminderten Müdigkeit und
einem besseren Allgemeinbefinden. Interessanterweise konnten die
Patienten auch Anxiolytika und Betablocker absetzen. Eine wichtige
Erkenntnis dieser Studie ist, dass eine parenterale Verabreichung von
Vitamin B1 ganz offensichtlich deutlich besser wirkt als eine orale
Gabe. Mehrfach wurde schon darüber berichtet, dass nur durch eine
parenterale Therapie Thiamin-Defizite ausgeglichen werden konnten.
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| Bild: Rainer
Sturm, pixelio.de |
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Referenz:
Khanh vinh quoc Lurong et al.: The impact of thiamine treatment on
generalized anxiety disorder; International Journal of Clinical Medicine,
2011, 2, 439-443
| November, Nr. 78 |
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Vitamin C bei Herzpatienten
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| Bild:
Meier-Sander, pixelio.de |
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Auf einer Tagung der American Heart Association wurde eine Studie
vorgestellt, in der die Vitamin-C-Konzentrationen bei Herzpatienten
bestimmt wurden. Eine niedrige Vitamin-C-Konzentration war mit einem
höheren hs-CRP-Spiegel assoziiert. Die Herzpatienten mit der niedrigsten
Vitamin-C-Aufnahme über Nahrungsmittel hatten ein 2,4-fach erhöhtes
Risiko für höhere hs-CRP-Konzentrationen.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass
bei 39 Prozent der Herzpatienten eine unzureichende Vitamin C Zufuhr
vorlag - nach US-amerikanischen |
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Zufuhrempfehlungen. Tenor der Studie war,
dass erhöhte hs-CRP-Spiegel eine Verschlechterung der Herzerkrankung mit
sich brachten. Ein adäquater Spiegel von Vitamin C ist mit niedrigeren
hs-CRP-Konzentrationen assoziiert. |
Referenz:
Medicalnewstoday.com: Low Vitamin C levels may raise heart failure
patients`risk; 14.11.2011
| November, Nr. 77 |
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Vitamin-C-Konzentration und körperliche Fitness bei Senioren
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| Bild: Rainer
Sturm, pixelio.de |
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Der Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit spielt eine wichtige
Rolle für die Lebensqualität im Alter. Japanische Wissenschafter
untersuchten in einer Studie den Zusammenhang zwischen der
Vitamin-C-Konzentration im Plasma und der körperlichen
Leistungsfähigkeit älterer Frauen in Japan, die in Seniorenheimen
lebten. An der Studie nahmen 655 Personen teil.
Es zeigte sich ein positiver
Zusammenhang zwischen der Vitamin-C-Konzentration und verschiedenen
körperlichen Fitnesskriterien wie Gehgeschwindigkeit, Stärke des
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Händedrucks und Stehen auf einem Bein. Die
Vitamin-C-Konzentration war invers mit dem BMI assoziiert. Vitamin C
spielt also eine wichtige Rolle für die Muskelstärke und die körperliche
Leistungsfähigkeit bei älteren Frauen. |
Referenz:
Saito K et al: A significant relationship between plasma vitamin c
concentration and physical performance among japanese elderly women; J.
Gerontol A Biol Sci Med Sci.,20.09.2011
| November, Nr. 76 |
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Vitamin B2 und hs-CRP
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| Bild: Bengelsdorf,
pixelio.de |
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Iranische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang
zwischen der Aufnahme und dem Blutspiegel von Vitamin B2 und der
Prävalenz einer systemischen Entzündung bei depressiven und nicht
depressiven Krankenschwestern. Bei den depressiven
Studienteilnehmerinnen wurde häufiger ein grenzwertiger
Vitamin-B2-Mangel nachgewiesen. Es zeigte sich aber kein Zusammenhang
zur hs-CRP-Konzentration. |
Referenz:
Naghashpour M et al: Riboflavin status an ist association with serum hs-CRP
levels among clinical nurses with depression; Jondi-Shapour University,
30.10.2011
| November, Nr. 75 |
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Vitamin B1 bei
chronischen Herzpatienten
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| Bild: Gerd
Altmann, pixelio.de |
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Die Einnahme von Diuretika bei Herzerkrankungen kann zu einer vermehrten
Ausscheidung von Vitamin B1 führen, mit möglichen nachteiligen Effekten
auf die Herzfunktion. Wissenschaftler der Universität Bern untersuchten
die Wirksamkeit einer hochdosierten Vitamin-B1-Supplementierung bei
Herzpatienten. Unter der Vitamin-B1-Therapie kam es zu einer
signifikanten Verbesserung der Auswurffraktion des linken Ventrikels.
Die Studie gibt konkrete Hinweise, dass eine Supplementierung von
Vitamin B1 bei Herzpatienten unter Diuretika-Therapie von Vorteil ist.
Ein subklinischer Vitamin-B1-Mangel ist wahrscheinlich ein
unterschätzter Faktor bei diesen Patienten. |
Referenz:
Schoenenberger AW et al: Thiamine supplementation in symptomatic chronic
heart failure: a randomized, double-blind, placebo-controlled, cross-over
pilot study; Universität Bern, 5.11.2011
| November, Nr. 74 |
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Mikronährstoffe bei Stress
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| Bild: Gerd
Altmann, pixelio.de |
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Von der Universität Mainz wurde die Wirksamkeit eines
Mikronährstoff-Kombinations-Präparates unter Stressbedingungen getestet.
An der Methode nahmen 40 Studenten teil, die Examensstress ausgesetzt
waren. Die hälfte der Studenten erhielt ein Mikronährstoffpräparat über
einen Zeitraum von 3 Monaten, die andere Hälfte diente als
Kontrollgruppe. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden verschiedene
Untersuchungen durchgeführt, unter anderem auch die Bestimmung 10
peridontaler Pathogene sowie die Bestimmung von Speichel- und
Blutparametern. |
Die Blutanalyse zeigte in der Verumgruppe
einen Anstieg der Vitamine C und E und von Zink sowie einen niedrigen
Anstieg von CRP im Vergleich zu der Placebo-Gruppe. In der Verumgruppe
zeigten sich auch weniger Anzeichen einer Zahnfleischentzündung im Vergleich
zur Kontrollgruppe. Bei den männlichen Versuchspersonen kam es zu einer
Verminderung der Serumkonzentrationen von LDL und Triglyceriden. Diese
Pilotstudie zeigte also, dass Mikronährstoffe in Stresszuständen einen
günstigen Effekt auf Entzündungsprozesse und Plasmalipide haben.
Referenz:
Willershausen B et al: The influence of micronutrients on oral and general
health; Johannes-Gutenberg Universität Mainz, 10.11.2011
| November, Nr. 73 |
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Glutamin und
Neurotransmission
Glutamin findet sich in größeren Mengen im zentralen Nervensystem, wo es an
einer ganzen Reihe von Stoffwechselreaktionen teilnimmt. Die Hauptrolle von
Glutamin im Gehirn ist die Funktion als Vorstufe für die Bildung von
Neurotransmittern, z.B. der exzitatorischen Aminosäuren Glutamat und
Aspartat und der inhibitorischen Aminosäure GABA. Die Neurotransmitterpools
von Glutamat, Aspartat und GABA stammen zu einem erheblichen Anteil aus
Glutamin. Die Glutaminaufnahme in das zentrale Nervensystem wird durch die
hohe Glutaminkonzentration außerhalb erleichtert. Es gibt inzwischen auch
Hinweise, dass Glutamin die Neurotransmission direkt über die
NMDA-Rezeptoren beeinflusst und über die Veränderungen der Membranpolarität.
Glutamin scheint auch die Bildung von Stickstoffmonoxid zu modulieren, indem
es die Versorgung der Nervenzellen mit Arginin kontrolliert.
Referenz:
Albrecht J. et al.: Roles of glutamine in neurotransmission; Neuron Glia
Biol. 2011 Oct 21: 1 – 14
| November, Nr. 72 |
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Glutaminstoffwechsel
und Viren
Das menschliche Cytomegalievirus (HCMV) kann in erheblichem Umfang den
Zellstoffwechsel verändern. Das Virus tut dies, um seinen Energiebedarf für
die Vermehrung zu decken. Man kann davon ausgehen, dass das HCMV
Zellsignalprozesse verändert. Der Zellstoffwechsel wird dahingehend
beeinflusst, dass die Glucose zur Bildung von Fettsäuren und Fetten
verwendet wird. Glucose wird dadurch vom Citratzyklus abgezogen, weshalb der
Stoffwechel vermehrt auf Glutamin als Energieträger zurückgreifen muss. Eine
Infektion mit dem HCMV erhöht also sehr stark den Glutaminbedarf und
–verbrauch.
Referenz:
Yu Y. et al.: Viruses and metabolism alterations of glucose and glutamine
metabolism mediated by human cytomegalovirus; Adv Virus Rs. 2011; 80-49-67
| November, Nr. 71 |
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Zusammenhang zwischen
B-Vitaminen und prämenstruellem Syndrom
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| Bild: Siegfried
Fries, pixelio.de |
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Bei der Entstehung des prämenstruellen Syndroms werden verschiedene
Faktoren diskutiert, wie z.B. hormonelle Schwankungen, Stress, Ernährung
etc. Eine Dysregulation im Hirnstoffwechsel kann ebenfalls eine mögliche
Ursache für die Entstehung des prämenstruellen Syndroms sein.
Die Gruppe der B-Vitamine, also B1, B2,
B3, B6, B12 und Folsäure, ist ja bekanntlich bei der Bildung von
Nervenbotenstoffen erforderlich. In einer amerikanischen Studie wurde
nun geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den B-Vitaminen - über
die Nahrung oder als Nahrungsergänzungsmittel - und der |
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Entstehung des prämenstruellen Syndroms
gibt. Die Fall-Kontroll-Studie lief über 10 Jahre lang. |
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die
Aufnahme von Vitamin B1 und Vitamin B2 der Entstehung eines prämenstruellen
Syndroms entgegenwirken kann. Zum Beispiel war bei den Frauen mit der
höchsten Vitamin-B2-Aufnahme das Risiko für die Entstehung des
prämenstruellen Syndroms um 35 Prozent vermindert; die Einnahme von Niacin,
B6, Folsäure und B12 zeigte jedoch keine signifikanten Effekte. Weitere
Forschungen sind notwendig, um die Wirkung der B-Vitamine eingehender zu
untersuchen.
Referenzen:
Patricia O Chocano-Bedoya et al.: Dietary B vitamin intake and incident
premenstrual syndrome. American Society for Nutrition, 04.02.2011
Dr. med Alexander Arlit: Prämenstruelles Syndrom (PMS); netdoktor.de,
06.04.2011
| Oktober, Nr. 70 |
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Biotin und
DNA-Schäden
Bekanntlich ist Biotin ein Coenzym bei fünf Carboxylasen. Biotin wird aber
auch an bestimmte Histone gebunden und spielt damit auch eine Rolle für die
Regulierung der Genaktivität. Der genaue Biotinbedarf des Menschen ist nicht
bekannt, die Empfehlung für eine adäquate Biotinzufuhr basiert auf der
typischen Biotinaufnahme von anscheinend gesunden Personen. Wichtig ist,
dass die Zufuhrempfehlungen nicht beachten, dass ein Biotinmangel die
Stabilität des Genoms beeinträchtigen kann. Verschiedene Studien neueren
Datums lassen die Vermutung zu, dass ein Biotinmangel eine Instabilität des
Genoms hervorruft. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass diese durch einen
Verlust von biotinulierten Histonen hervorgerufen wird. Neuere Daten jedoch
geben einen Hinweis darauf, dass die Holocarboxylase-Synthetase mit
Methylierungsreaktionen interagiert. Diese Wirkung von Biotin auf die
epigenetische Regulierung könnte eine Erklärung für verschiedene
Geburtsdefekte sein, die man bei Tieren mit Biotinmangel festgestellt hat.
Referenz:
Zemplini J et al.: Biotin requirements for DANN damage prevention; Mutat
Res. 2011 Aur 17.
| Oktober, Nr. 69 |
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Verlust des
Geschmacks wurde durch Biotinbehandlung gebessert
Wissenschaftler der Louisiana State University berichteten von zwei
Patienten, bei denen durch eine hochdosierte Biotintherapie ein Verlust des
Geschmacksinns rückgängig gemacht werden konnte. Ein Patient nahm u.a. ein
Präparat mit dem Wirkstoff Alpha-Liponsäure ein. Es ist bekannt, dass
Alpha-Liponsäure an den Biotintransporter gebunden wird. Durch 10 mg Biotin
pro Tag kam es zu einem Rückgang des Geschmackverlustes.
Bei dem zweiten Patienten war eine Operation zur Magenverkleinerung
durchgeführt worden, nachdem es zu einem Verlust des Geschmacksinns gekommen
war. 20 mg Biotin pro Tag führten zu einer Rückkehr des Geschmacksinns, bei
fünf mg Biotin pro Tag konnte kein Effekt festgestellt werden. Biotindosen
bis zu 40 mg gelten als sicher, so dass diese Form der
Hochdosis-Biotin-Therapie bei Geschmacksverlust erprobt werden sollte.
Referenz:
Greenway FL et al.: Loss of taste responds to high-dose biotin treatment; J
Am Coll Nutr. 2011 Jun; 30(3): 178-81
| Oktober, Nr. 68 |
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Zink und Depressionen
Die Depression wird sich nach Angaben der WHO bis zum Jahr 2020 zur
zweithäufigsten Erkrankung weltweit entwickeln.
Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten jetzt einen möglichen
Zusammenhang zwischen der Zinkaufnahme und Depressionen bei
postgraduierten Studenten. Letztere stellen eine Risikopopulation für
depressive Erkrankungen dar, z.B. durch häufigen Prüfungsstress. Bei 402
Studienteilnehmern im Durchschnittsalter von 32 Jahren wurde untersucht,
inwieweit die Aufnahme von Zink mit Depressionen zusammenhängt.
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| Bild: Luise,
pixelio.de |
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Dabei zeigte sich, dass ein inverser
Zusammenhang zwischen der Zinkaufnahme und Depressionen bestand.
Aufgrund dieser Studie kann man davon ausgehen, dass durch eine
längerfristige Einnahme von Zink die Symptome einer Depression
verbessert werden können. |
Referenz:
Yary T, Aazami S et al.: Dietary intake of zinc was inversely associated
with depression; Biol trace Elem Res. 2011 Sept 20
| Oktober, Nr. 67 |
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Ferritin und ADHS
Chinesische Wissenschaftler führten eine Metaanalyse zur Beurteilung eines
möglichen Zusammenhangs zwischen den Ferritinspiegeln und der
Empfänglichkeit für das ADHS-Syndrom durch. In die Metaanalyse wurden fünf
kontrollierte Studien mit 258 ADHS-Patienten und 138 Kontrollpersonen
einbezogen.
Es zeigte sich eine deutliche Assoziation zwischen den Ferritinspiegeln und
der Anfälligkeit für eine ADHS-Symptomatik.
Referenz:
Zhengzhou Li-Na et al.: Relationship between serum ferritin levels and
susceptibility to attention deficit hyperactivity disorder in children: a
meta analysis; Clinical research 2011, Vol 13, Issue (9): 722-724
| Oktober, Nr. 66 |
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Vitamin-B12-Mangel erhöht
Demenzrisiko
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Es ist schon länger bekannt, dass ein Vitamin-B12-Mangel zu
Konzentrationsstörungen und zu demenzähnlichen Symptomen führen kann. In
einer Studie an 121 älteren Menschen konnten US-Wissenschaftler vom Rush
University Medical Center in Chicago nachweisen, dass ein
Vitamin-B12-Mangel tatsächlich Demenzen fördert. In ihrer Studie hatten
die Wissenschaftler die Senioren im Laufe von viereinhalb Jahren
mehrfach untersucht. Dabei wurden sowohl Vitamin B12 wie auch
verschiedene Parameter des B12-Metabolismus gemessen. Studienteilnehmer,
bei denen vier von fünf Markern eines B12-Mangels erhöht waren, wiesen
bei entsprechenden Hirnleistungstests deutlich schlechtere
Testergebnisse auf. |
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| Bild: Gerd
Altmann, pixelio.de |
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Eine Zunahme der Homocysteinkonzentration
führte konzentrationsabhängig zu einer entsprechenden Verschlechterung
der Testleistung. Zudem zeigten sich bei den Patienten mit
längerfristigem B12-Mangel ein im Durchschnitt kleineres Gehirnvolumen
und Anzeichen für Abbauprozesse. |
Referenz:
scinexx.de, 27.09.2011: Vitamin B12-Mangel erhöht Demenzrisiko
| Oktober, Nr. 65 |
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Antioxidantien und
kognitiver Abbau
Im Rahmen der französischen SU.VI.MAX-Studie wurde bei 4447 französischen
Studienteilnehmern im Alter zwischen 45 und 60 Jahren untersucht, inwieweit
sich die Supplementierung von Antioxidantien (Vitamin C, Beta-Carotin,
Vitamin E, Selen und Zink) auf die kognitiven Funktionen auswirkte. Die
Studienteilnehmer, die Antioxidantien erhielten, hatten ein besseres
episodisches Gedächtnis. Vor allen Dingen erwies sich ein ausreichender
Antioxidantienstatus als wichtig für den Erhalt des verbalen Gedächtnisses.
Referenz:
Kesse-Guyot E et al.: French adults`cognitive performance after daily
supplementation with antioxidant vitamins and minerals at nutritional doses:
a post hoc analysis of the supplementation in vitamins and mineral
antioxidants (SU.VI.MAX) trial. Am J Clin Nutr. August 2011.
| Oktober, Nr. 64 |
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Serotoninmangel
verschlechtert emotionale Kontrolle bei Ärger
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| Bild: Elke Handke,
pixelio.de |
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In einer aktuell veröffentlichten Studie der Cambridge University
England wurde nachgewiesen, dass Serotonin an der Regulierung von
Emotionen in Folge von Ärger beteiligt ist. Die Wissenschaftler fanden
heraus, dass es bei niedrigen Serotoninspiegeln schwieriger ist, die
emotionalen Reaktionen auf Ärger zu kontrollieren. Die Studie wurde in
der Fachzeitung Biological Psychiatry publiziert.
Gesunde Versuchspersonen erhielten ein tryptophanfreies
Aminosäuren-Getränk, wodurch sich die Serotoninbildung im Gehirn
verminderte. Den Probanden wurden verschiedene Gesichter mit Ärger und
neutraler Mimik gezeigt. |
|
Parallel dazu scannten die Wissenschaftler die Gehirne der
Versuchspersonen.mittels funktioneller Kernspintomographie. Bei einem
experimentell erzeugten Serotoninmangel war, bei diesen Probanden, im
Vergleich zu Kontrollpersonen, die Kommunikation zwischen dem Mandelkern
und dem Frontallappen schwächer. Bei den Personen, die zu Aggressivität
neigten, war die Kommunikation zwischen dem Mandelkern und dem
Präfontalkortex ebenfalls schwächer. |
Referenz:
Thomas Reuters: Biological Psychiatry, online September 13, 2011
Kommentar:
Wieder einmal zeigt sich, dass der Tryptophanstoffwechsel auch in
erheblichem Umfang die psychische Befindlichkeit des Menschen beeinflusst.
Die Serotoninbildung im Gehirn ist aber nicht nur vom Tryptophanangebot
abhängig, sondern vor allen Dingen auch vom Verhältnis der Aminosäure
Tryptophan zu den neutralen Aminosäuren im Blutserum. Außerdem sind am
Tryptophan-/ Serotoninstoffwechsel auch verschiedene andere Mikronährstoffe
beteiligt, z.B. Vitamin B6, Vitamin B2, Kupfer und Eisen. Zur Beurteilung
des Tryptophanstoffwechsels sollten auch die Cofaktoren mitbestimmt werden.
| September, Nr. 63 |
 |
Eisen- und Vitamin-D-Mangel
bei Heranwachsenden mit chronischer Müdigkeit und Kreislaufproblemen
 |
| Bild: Andreas
Reuter, pixelio.de |
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Mehr als 10 Prozent der Heranwachsenden klagen über schwere Müdigkeit
und/ oder Kreislaufprobleme. Studien bei Erwachsenen zeigten
Zusammenhänge zwischen einem Eisenmangel und Müdigkeit und eine
Korrelation zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und Schmerzzuständen.
US-Wissenschaftler untersuchten jetzt in einer Studie mit 188
Heranwachsenden den Zusammenhang zwischen Eisenstoffwechsel,
Vitamin-D-Spiegel und Kreislaufproblemen/ Müdigkeit. Dabei wurde ein
signifikanter Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegel und
Kreislaufproblemen festgestellt. Außerdem wurden relativ häufig niedrige
Ferritinspiegeln gemessen. |
Referenz:
Antiel RM et al.: Iron insufficiency and hypovitaminosis d in adolescents
with chronic fatique and orthostatic intolerance; South Med. J 2011 Aug;
104(8): 609-11
| September, Nr. 62 |
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Wirkung essentieller
Fettsäuren beim prämenstruellen Syndrom
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| Bild: Inessa
Podushko, pixelio.de |
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In einer Doppelblind-Studie wurde der Einfluss von ungesättigten
Fettsäuren bei PMS geprüft. Dazu wurden 120 Frauen, die an einem
prämenstruellen Syndrom litten, in drei Gruppen unterteilt. Je nach
Gruppe bekamen die Studienteilnehmer entweder ein Placebopräparat oder 1
g oder 2 g des Medikaments täglich zum Einnehmen. Über 6 Monate wurden
die Symptome dokumentiert.
Das Ergebnis verdeutlicht Folgendes:
Bei der Placebogruppe verminderten sich zwar anfangs die Symptome,
stagnierten dann aber. In den beiden Gruppen mit 1 g und 2 g des
Medikaments gab |
|
es eine signifikante Verbesserung der
Symptomatik, wobei die Wirksamkeit des Medikaments bei der 2-g-Gruppe
höher lag. Die Studie zeigt, dass
sich ungesättigte Fettsäuren positiv auf eine prämenstruelle Symptomatik
auswirken. |
Referenz:
Edilberto A Rocha Filho et al.: Essential Fatty acids for premenstrual
syndrome and their effect on prolactin and total cholesterol levels: a
randomized, double blind, placebo-controlled study. Reproductive Health
Journal, 17.01.2011
| September, Nr. 61 |
 |
Vitamin D und
prämenstruelles Syndrom
Vitamin D ist ein Mikronährstoff mit sehr vielseitigen Eigenschaften und hat
zahlreiche Funktionen im Stoffwechsel inne. Wegen seiner Wirkung auf den
Calciumspiegel und auf die zyklusabhängigen Hormonschwankungen und wegen
seines Einflusses auf den Neurotransmitterstoffwechsel geht man davon aus,
dass eine hohe Vitamin-D-Zufuhr sich positiv auf das Risiko eines
prämenstruellen Syndroms auswirken kann.
In einer US-amerikanischen Studie mit 186 jungen Erwachsene zwischen 18 und
30 Jahren wurde nun ein möglicher Zusammenhang untersucht. Anhand von
Fragebögen wurden verschiedene Daten erfasst wie Ernährung,
Gesundheitsfaktoren, Menstruationsbeschwerden und andere Lifestyle-Faktoren.
Die Auswertung der Studie zeigt, dass es einen inversen Zusammenhang
zwischen der täglichen Vitamin-D-Aufnahme und dem prämenstruellen Syndrom
gibt. Je schwerer die Symptome des PMS auftaten (eingeteilt in: schwer/
mäßig, mild oder minimal/ keine), desto niedriger war die tägliche
Vitamin-D-Zufuhr.
Fazit:
Patienten mit prämenstruellen Beschwerden ist die Bestimmung von Vitamin D3
im Blutserum zu empfehlen. Anhand des Analyseergebnisses kann der
Vitamin-D-Status beurteilt und eine Therapie individuell angepasst werden.
Referenz:
Elizabeth R. Bertone-Johnson et al.: Dietary vitamin D intake,
25-hydroxyvitamin D3 levels and premenstrual syndrome in a college-aged
population. The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, July
2010, Volume 121, Issues 1-2, 434-437
| September, Nr. 60 |
 |
Vitamin C ist nützlich für Kinder mit Asthma
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| Bild:
Frühlingsduft, VK, pixelio.de |
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Wissenschaftler der Universität von Helsinki analysierten den Effekt von
200 mg Vitamin C pro Tag auf die Asthmasymptomatik bei 60 Kindern im
Alter zwischen sieben und zehn Jahren. Die höchste Wirksamkeit zeigte
Vitamin C bei jüngeren Kindern (7 – 8,2 Jahre) mit leichten
Asthmasymptomen. Bei älteren Kindern mit schweren Asthmasymptomen war
der Nutzen der Vitamin-C-Supplementierung geringer.
Referenz:
Medical News Doday, 31.08.2011: Vitamin C may be beneficial for
asthmatic children
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| September, Nr. 59 |
 |
Mikronährstoffe
reduzieren Stress und Ängstlichkeit
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| Bild: Marshi, the
grudge, aboutpixel.de |
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In Neuseeland wurde eine Studie durchgeführt, in der ein
Mikronährstoffpräparat für die Behandlung von ADHS bei Erwachsenen
getestet wurde. Während der Studie ereignete sich ein schweres Erdbeben
der Stärke 7,1, so dass sich plötzlich die Möglichkeit ergab, den
Einfluss der Mikronährstoffe auf die Stresstoleranz und psychische
Belastbarkeit zu untersuchen. 16 Studienteilnehmer nahmen während des
Erdbebens Mikronährstoffe ein, 17 Studienteilnehmer nicht. Die
Teilnehmer der Mikronährstoffgruppe berichteten über signifikant weniger
Ängstlichkeits- und Stresssymptome als die Kontrollpersonen. Die
Ergebnisse der Studie legen |
|
nahe, dass Mikronährstoffe die
Stresstoleranz bei Katastrophen signifikant zu steigern vermögen. |
Referenz:
Rucklidge J et al: Micronutrients reduce stress and anxiety in adults with
attention-deficit/ hyperactivity disorder following a 7.1 earthqake;
psychiatry Res 2011 Jul 29
| September, Nr. 58 |
 |
Weniger Schmerzmittel durch
B-Vitamine
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| Bild: Klicker,
pixelio.de |
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Es ist schon länger bekannt, dass Vitamine der B-Gruppe die
Schmerzmitteltoleranz vermindern können, z.B. können B-Vitamine die
Dauer einer erforderlichen Diclofenac-Therapie herabsetzen und die
erforderliche Dosis reduzieren.
Russische Wissenschaftler untersuchten nun, wie dieser Effekt zu
erklären ist. U.a. wurde auch der Einfluss der B-Vitamine auf die
Aktivität von Cytochrom P450 3A4 untersucht, einem Enzymkomplex, der für
den Diclofenac-Abbau zuständig ist. Dabei erwies sich Vitamin B2 als der
effektivste Inhibitor des Diclofenac-Abbaus. Die Ergebnisse dieser
Studie zeigen auf, wie der Abbau von Medikamenten durch Vitamine der
B-gruppe moduliert werden kann. |
Referenz:
Biomed Khim. 2011 May – Jun; 57(3): 343-54: The influence of vitamin B group
on monooxygenase activity of cytochrome P450 3A4: pharmacokinetics and
electro analysis of catalytik properties
| September, Nr. 57 |
 |
Schlechte Zinkversorgung
fördert Insulinresistenz
|
Zink spielt eine zentrale Rolle für die Bildung und Wirkung von Insulin.
Bei 357 spanischen Schulkindern wurde untersucht, ob eine schlechte
Zinkversorgung mit Insulinresistenz assoziiert ist. Die Kinder mit
niedrigen Zinkkonzentrationen hatten höher HOMA-Werte im Vergleich zu
den Kindern mit zufriedenstellendem Zinkstatus. HOMA ist ein bewährter
Parameter zur Beurteilung der Insulinresistenz. Bemerkenswert bei dieser
Studie war auch die Feststellung, dass die Zinkaufnahme bei 89,4 Prozent
der Kinder unter den Zufuhrempfehlungen lag. |
|
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| Bild: Gerd
Altmann/ Anja Wichmann, pixelio.de |
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Referenz:
R.M. Ortega et al.: Poor zinc status is associated with increased risk of
insulin resistance in Spanish children; British Journal of Nutrition, First
View Article, published online: 20 July 2011
| September, Nr. 56 |
 |
Magnesium und anabole
Hormone
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| Bild: Rainer
Sturm, pixelio.de |
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Wichtige Determinanten des Alterungsprozesses sind Hormonstatus und die
Ernährungssituation. Mit zunehmendem Lebensalter kommt es zu einem
Abfall anaboler Hormone wie Testosteron und IGF-1. Von der Konzentration
dieser Hormone ist auch das Risiko für das metabolische Syndrom, für
Diabetes sowie die Sterblichkeit bei älteren Männern abhängig. In einer
Studie an 399 älteren Männern über 65 Jahre wurden verschiedene Hormone
sowie die Magnesiumspiegel untersucht. Es zeigte sich, dass die
Magnesiumspiegel sehr stark mit der Konzentration der anabolen Hormone
Testosteron und IGF-1 assoziiert waren. |
Referenz:
Maggio M et al.: Magnesium and anabolic hormones in older men; Int J Androl.
2011 Jun 15
| September, Nr. 55 |
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Selen und
Schilddrüsenerkrankung
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Italienische Wissenschaftler untersuchten in einer Studie den Effekt
einer Selentherapie auf Symptome des Morbus Basedow. 159 Patienten mit
milden Symptomen des Morbus Basedow erhielten entweder 2 x 100 µg Selen
oder 2 x 800 mg Pentoxifyllin oder ein Placebopräparat über einen
Zeitraum von acht Monaten. Die Selentherapie führte zu einer
signifikanten Verbesserung der Lebensqualität, reduzierte die
Augensymptome und verlangsamte die Entwicklung dieser Erkrankung.
Pentoxifyllin zeigte hingegen keine signifikante Wirksamkeit. |
 |
| Bild:
Rainer Sturm, pixelio.de |
|
Referenz:
Claudio Marcocci et al.: Selenium and the course of mild graves`orbitopathy;
N Engl J Med 2011; 364: 1920-1931, May 19, 2011-08-31
| September, Nr. 54 |
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Arginin und
Bauchspeicheldrüse
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Irische Forscher untersuchten in einem Zellversuch den Effekt von
Arginin auf Stoffwechselparameter von pankreatischen Beta-Zellen. Ziel
der Untersuchung war die Klärung der Frage, inwieweit Arginin, das einen
bekannten insulinotropen Effekt besitzt, auf den Antioxidantienstatus
und die Funktionsfähigkeit der Beta-Zellen Einfluss nimmt. Die Zugabe
von Arginin hatte zahlreiche Effekte. Die Insulinsekretion wurde durch
Arginin stimuliert; Arginin erhöhte die zellulären Glutathion- und
Glutamatspiegel und verminderte das GSSG/ GSH-Verhältnis. Durch Arginin
konnten auch die Effekte von proinflammatorischen Zytokinen auf die
Pankreaszellen abgemildert werden. Der Glucoseverbrauch und der
Intermediärstoffwechsel wurden durch Arginin gesteigert. |
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| Bild: Michael
Buehrke, pixelio.de |
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Referenz:
Krause M et al.: L-arginine is essential for pancreatic beta-cell functional
integrity, metabolism and defence from inflammatory challenge; J Endocrinol.
2011 Jul 22
| September, Nr. 53 |
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Selenkonzentration
und Granulozytenfunktion
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In einer japanischen Studie wurde bei 800 Versuchspersonen untersucht,
wie sich die Selenkonzentration im Serum auf die Aktivität neutrophiler
Granulozyten auswirkt. Das Ergebnis der Studie zeigte, dass
Versuchspersonen mit niedrigen Selenkonzentrationen einem größeren
oxidativen Stress durch neutrophile Granulozyten ausgesetzt sind.
Darüber hinaus fanden die Wissenschaftler, dass hauptsächlich Frauen von
einer Selentherapie gegen oxidativen Stress profitieren dürften. |
|
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| Bild:
www.foto-fine-art.de, pixelio.de |
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Referenz:
Lee S et al.: The relationship between serum selenium concentration and
neutrophil function in peripheral blood; Biol Trace Elem Res. 2011 Jun 21
| September, Nr. 52 |
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Zink und Depressionen
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| Bild: Gerd
Altmann, pixelio.de |
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Wissenschaftler der Universität New Castle, Australien, untersuchten die
Effektivität einer Zinksupplementierung bei Depressionen. In die
Untersuchung wurden vier randomisierte kontrollierte Studien einbezogen.
Es zeigte sich, dass Zink als Begleittherapie zu Antidepressiva die
Depressionsymptome bei depressiven Patienten signifikant verbesserte.
Weniger klar war die Effektivität einer Zinksupplementierung bei
gesunden Probanden bezüglich depressiver Symptome. Es ist hinlänglich
evident, dass die Einnahme von Zink als Monotherapie oder als adjuvante
Therapie bei depressiven Patienten von Vorteil ist. |
Referenz:
Lai J et al.: The efficacy of zinc supplementation in depression: Systematic
review of randomised controlled trials; J Affect Disord. 2011 Jul 26
| August, Nr. 51 |
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Fast-Food und
Depressionen
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Im Rahmen des SUN-Projektes wurde der Einfluss von
Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko von Depressionen untersucht. An
der Kohortenstudie nahmen 8964 Personen teil. Der Verzehr von Fast-Food
war mit einem höheren Risiko für Depressionen assoziiert. Zwischen dem
Verzehr von Backwaren und Depressionen zeigte sich kein linearer
Zusammenhang, allerdings hatten die Personen mit der niedrigsten
Verzehrmenge (unteres Fünftel) ein geringeres Despressionsrisiko.
|
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Bild: Thomas
Siepmann, pixelio.de |
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Referenz:
Sánchez-Villegas A et al.: Fast-food and commercial baked goods consumption
and the risk of depression; Public Health Nutr. 2011 Aug 11: 1 – 9
| August, Nr. 50 |
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Antioxidativer Status bei
stationären Alzheimerpatienten
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| Bild: Helmut
Stierle, abpoutpixel.de |
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Italienische Wissenschaftler untersuchten den antioxidativen Status von
stationären Alzheimerpatienten und verglichen diesen mit dem
antioxidativen Stress gesunder Kontrollpersonen. Die
Plasmakonzentrationen von Lutein, Zeaxanthin, Lykopen, Vitamin E und
Vitamin C waren bei den Alzheimerpatienten signifikant niedriger,
genauso wie die Konzentrationen der Superoxiddismutase und der
Glutathionperoxidase. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass
der Antioxidantienspiegel und die Antioxidantienaktivitäten bei M.
Alzheimer vermindert sind und als ein Marker für einen frühen kognitiven
Abbau angesehen werden können. |
Referenz:
Giovanna Turconi et al.: Nutritional and plasma antioxidant status
assessment in an group of old Alzheimer`s inpatients; Turconi et al. J Nutr
Food Sci 2011, 1:1
| August, Nr. 49 |
 |
Folsäure und
Hirnleistungsfähigkeit
 |
| Bild: Gerd
Altmann, pixelio.de |
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Schwedische Wissenschaftler der Universität Örebro untersuchten die
Folsäurekonzentrationen bei 386 Jugendlichen im Alter von 15 Jahren und
verglichen die Werte mit den Schulleistungen. Die Forscher fanden
heraus, dass die Jugendlichen, die die höchsten Folsäurespiegel
aufwiesen, auch die besten Noten hatten. Der sozioökonomische Status war
hier nicht wesentlich. Es ist schon länger bekannt, dass Folsäure eine
kritische Rolle bei der Hirnentwicklung und Hirnfunktion spielt. Bei
jungen Kindern können Folsäuredefizite zu einer schlechteren
neurokognitiven Entwicklung und Funktion führen. Wie das Ergebnis der
Studie zeigt, sollte bei Jugendlichen stärker als |
|
bisher auf eine gute Folsäureversorgung
geachtet werden. |
Referenz:
Medline Plus, July 11,2011: Higher folic acid levels in teens tied to
academic success
| August, Nr. 48 |
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Homocystein und
Demenz
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| Bild: Markus
Vogelbacher, pixelio.de |
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Wissenschaftler der Queens Mary University of London untersuchten
mittels Daten von acht Kohortenstudien, inwieweit die
Homocysteinkonzentration im Serum die Inzidenz von Demenzerkrankungen
beeinflusst. Es zeigte sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang
zwischen der Serum-Homocysteinkonzentration und der Inzidenz von
Demenzerkrankungen. Pro fünf Mikromol pro Liter Anstieg der
Homocysteinkonzentration erhöhte sich das Demenzrisiko um 35 bis 50
Prozent. Obwohl die Resultate dieser Studie keinen Beweis für Ursache
und Wirkung liefern, so zeigen sie doch, dass durch eine Behandlung mit
Vitamin B12 und Folsäure das Demenzrisiko ungefähr um 20 Prozent
reduziert werden könnte. |
Referenz:
Wald DS et al.: Serum homocysteine and dementia: Meta-analysis of eight
cohort studies including 8669 participants; Alzheimer Dement. 2011 Jul;
7(4): 412-7
| August, Nr. 47 |
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Vitamin C und
Blutdruck
 |
| Bild: Rainer
Sturm, Pixelio.de |
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Im Rahmen der EPIC-Studie wurde untersucht, wie sich die
Vitamin-C-Aufnahme auf den Blutdruck auswirkt. An der Studie nahmen
20.926 Personen teil. Dabei zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit für
arterielle Hypertonie bei den Personen mit den höchsten
Vitamin-C-Spiegeln um 22 Prozent niedriger lag.
Referenz:
Myint PK et al.: Association between plasma vitamin C concentrations and
blood pressure in the European Prospective Investigation Into
Cancer-Norfolk Population-Based Study; Hypertension. 2011 Jul 18 |
| Juli 2011, Nr. 46 |
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Vitamin C ist für
Netzhautfunktion wichtig
 |
Bild: Alexandra
H., Pixelio.de
|
|
Wissenschaftler aus Südamerika konnten nachweisen, dass Vitamin C für
die Funktionsfähigkeit der Netzhautzellen eine wichtige Rolle spielt.
Vitamin C wird für die GABA-Rezeptoren der Netzhaut benötigt. Da die
Retina ein zentraler Teil des Nervensystems ist, gehen die
Wissenschaftler davon aus, dass Vitamin C wahrscheinlich auch im übrigen
ZNS für die Funktion der GABA-Rezeptoren gebraucht wird.
Referenz:
Medical News Today, 18 Jul 2011: In a surprising finding, vitamin C is
found to prolong proper functioning of retinal cells |
| Juli 2011, Nr. 46 |
 |
Vitamin E schützt gegen
Cholesterin-Schäden
Die Hypercholesterinämie ist ein Hauptrisikofaktor für altersabhängige
Erkrankungen wie Atherosklerose und M. Alzheimer. Eine Anhäufung von
Cholesterin in den Blutgefäßen führt zu Atherosklerose. Ein
Cholesterinüberschuss im Gehirn ist mit einer vermehrten Bildung von
Amyloid-Beta-Peptiden assoziiert, die als Vorstufe der Alzheimer-Plaques
gelten. Epidemiologische Studien konnten eine Assoziation zwischen einer
hohen Aufnahme bzw. einer hohen Serumkonzentration von Vitamin E und einem
niedrigen Risiko für ischämische Herzerkrankungen nachweisen. Es ist auch
bekannt, dass Vitamin E die Muskelzellproliferation in den Blutgefäßen
hemmt. Auf der Basis dieser Erkenntnisse ist Vitamin E als ein wichtiger
Schutzfaktor gegen altersassoziierte Erkrankungen anzusehen, die mit einer
Hypercholesterinämie einhergehen.
Referenz:
Catalgol B, Ozer NK et al.: Protective effects of vitamin E against
hypercholesterolemia-induced age-related diseases; Genes Nutr. 2011 May 18
| Juli 2011, Nr. 45 |
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Vitamin E bei
Fettleber
Die Fettleber ist die häufigste chronische Lebererkrankung bei Kindern in
den Vereinigten Staaten. US-Wissenschaftler untersuchten deshalb den
Einfluss von Ernährungsfaktoren auf die Entstehung dieser Erkrankung. Es
konnte nachgewiesen werden, dass die Vitamin-E-Aufnahme bei den Kindern
nicht den Zufuhrempfehlungen entsprach. Die Vitamin-E-Aufnahme war umso
niedriger, je stärker das Ausmaß der Fettleberbildung war. Es konnte auch
nachgewiesen werden, dass bei Fettleberpatienten häufig eine Erhöhung der
Harnsäure vorlag, die als Maß für die Fruktoseaufnahme zu werten ist.
Referenz:
Vos MB et al.: Correlation of Vitamin E, Uric acid and diet composition with
histologic features of pediatric nonalcoholic fatty liver disease; J Pediatr
Gastroenterol Nutr. 2011 Jun 21
| Juli 2011, Nr. 44 |
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Eisenmangel als
Risikofaktor für Fieberkrämpfe
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Bild: BeKo,
pixelio.de |
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Wissenschaftler in Indien untersuchten
einen möglichen Zusammenhang zwischen Eisenmangel und dem Auftreten von
Fieberkrämpfen in einer Kinderklinik. Ein Eisenmangel wurde definiert als
ein Hämoglobinwert kleiner als 11 g% und einer Serumferritinkonzentration
kleiner als 12 ng/ ml. Bei Kindern zwischen 6 Monaten und drei Jahren wurde
eine hochsignifikante Assoziation zwischen Eisenmangel und Fieberkrämpfen
gefunden.
Referenz:
Kumari PL et al.: Iron deficiency as a risk factor for simple febrile
seizures; case control study; Indian Pediatr. 2011 May 30
| Juli 2011, Nr. 43 |
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Eisenmangel bei
Herzinsuffizienz
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| Bild: Gerd
Altmann/PhotoshopGraphics/pixelio.de |
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Wissenschaftler aus New York untersuchten anhand von Daten von NHANES
III bei 574 Erwachsenen mit Herzinsuffizienz den Zusammenhang zwischen
Eisenmangel, Hämoglobinkonzentration, CRP und der Sterblichkeit an
Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Eisenmangel wurde definiert als eine
Ferritinkonzentration kleiner als 100 µg/ l oder zwischen 100 und 299
µg/ l, wenn die Transferrinsättigung niedriger als 20 Prozent war. 61,3
Prozent der Studienteilnehmer wiesen einen Eisenmangel auf. |
Die Patienten wurden über einen Zeitraum
von 6,7 Jahren beobachtet. 193 von Ihnen starben an einer
Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die Auswertung der Daten zeigt, dass bei der
Herzinsuffizienz ein Eisenmangel sehr häufig vorkommt - in Verbindung mit
einer verminderten Hämoglobinkonzentration und einem erhöhten CRP. Das
Hämoglobin war mit der Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen
assoziiert, CRP ging sowohl mit der Gesamtsterblichkeit wie auch mit der
kardiovaskulären Mortalität einher.
Referenz:
Parikh A et al.: Iron deficiency in community-dwelling U.S. adults with
self-reported heart failure in NHANES III: Prevalence and associations with
anemia and inflammation; Circ Heart Fail 2011 Jun 24
| Juli 2011, Nr. 42 |
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Eisenmangel und
Bleibelastung
In Brasilien wurde die Bleibelastung bei 384 Kindern untersucht, die in der
Nähe von bleiverarbeitenden Industriebetrieben wohnten. Erwartungsgemäß nahm
die Vollblutkonzentration mit wachsender Distanz von den Industriebetrieben
ab. Höhere Ferritinkonzentrationen waren mit niedrigeren Bleikonzentrationen
assoziiert.
Referenz:
Rondó PH et al.: Iron deficiency anaemia and blood lead concentrations in
brazilian children; Trans RSoc Trop Med Hyg 2011 Jul 8
| Juli 2011, Nr. 41 |
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Intravenöse Eisengabe zur
Behandlung von Müdigkeit
In einer Studie der Universität Zürich wurde die Wirksamkeit einer
intravenösen Eisengabe bei der Behandlung von Müdigkeit bei nicht-anämischen
Patienten mit niedrigem Serum-Ferritin untersucht. An der Studie nahmen 90
prämenopausale Frauen teil, die weniger als 50 µg/ l Ferritin aufwiesen, bei
einem Hämoglobinwert größer als 12 g/ dl. Die intravenöse Gabe von Eisen
zeigte eine gute Wirksamkeit gegen das Müdigkeitssyndrom bei Frauen mit
einer Ferritinkonzentration kleiner als 15 ng/ ml. Die intravenöse
Verabreichung erwies sich als gut verträglich.
Referenz:
Krayenbuehl PA et al.: Intravenous iron for the treatment of fatigue in
non-anemic, premenopausal women with low serum ferritin concentration; Blood,
2011 Jun 24
| Juli 2011, Nr. 40 |
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Spezielle Aminosäure
und Vitamine
vermindern Schwangerschaftsbeschwerden
In etwa fünf bis sieben Prozent der Schwangerschaften gibt es Komplikationen
bis hin zu Früh- oder Fehlgeburten. Forscher aus Mexiko und den USA haben
jetzt herausgefunden, dass die Einnahme einer speziellen Aminosäure in
Kombination mit antioxidativen Vitaminen bei durch Präeklampsie verursachten
Schwangerschaftsbeschwerden helfen soll.
An einer Studie nahmen 672 Schwangere teil, bei denen bereits Frühsymptome
einer Präeklampsie festgestellt worden waren bzw. das Risiko für die
Erkrankung aus der Krankheitsgeschichte hervorging. Die Schwangeren wurden
in drei Vergleichsgruppen eingeteilt. Ab der 20. Schwangerschaftswoche
bekamen die Frauen einen Energie-Riegel. Je ca. 220 Schwangere bekamen
entweder einen Riegel ohne Zusätze, einen mit Vitaminen bzw. einen Riegel
mit der Aminosäure L-Arginin und Vitaminen.
In der ersten Gruppe – ohne jeglichen Zusatz – erkrankten 30 Prozent der
Frauen, bei der zweiten Gruppe – mit dem Vitaminriegel - lag die
Erkrankungsrate bei 23 Prozent. Die dritte Gruppe, die sowohl Vitamine als
auch die Aminosäure L-Arginin supplementierte, erzielte das beste Ergebnis:
Nur bei 13 Prozent zeigten sich Präeklampsiesymptome.
Die Studie weist nach, dass durch eine spezielle Ernährung das
Präeklampsie-Risiko vermindert werden kann. Außerdem konnten die Forscher
nachweisen, dass die Aminosäure L-Arginin einen positiven Effekt auf den
Blutfluss hat. Die Forscher berichteten im „British Medical Journal“, dass
die Einnahme dieser Aminosäure gemeinsam mit Vitaminen sich nicht nur
positiv auf die Präeklampsie-Erkrankung auswirkte, sondern auch die Anzahl
der Frühgeburten senkte.
Referenz:
Schwangerschaft: Aminosäure und Vitamine lindern Beschwerden,
1a-krankenversicherung.de, 24.05.2011-06-20
| Juli 2011, Nr.
39 |
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Vitamin B1 und Hirnleistung
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| Bild: S.
Hofschlaeger, pixelio.de |
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Israelische Wissenschaftler untersuchten die kognitive
Leistungsfähigkeit bei Kindern im Alter von 5 bis 7 Jahren, die während
ihres ersten Lebensjahrs eine Vitamin-B1-arme Milchersatzernährung
erhielten. Die Ergebnisse der Studienteilnehmer verglichen die
Wissenschaftler mit denen entsprechender Kontrollpersonen, die als
Säugling entweder mit Muttermilch oder mit anderen Milcharten ernährt
worden waren. Die Forscher führten bei den Kindern mehrere Testverfahren
durch. Es zeigte sich, dass die Kinder mit einer
Vitamin-B1-Mangelernährung eine hohe Rate an verschiedenen kognitiven
Defiziten |
|
aufwiesen, z.B. litten sie häufiger an
Sprachstörungen als die anderen Studienteilnehmer. Außerdem wurde ein
Stillstand in der Sprachentwicklung festgestellt. Die Erkenntnisse
dieser Studie zeigen, dass ein B1-Mangel in der frühesten Kindheit
schwere und langanhaltende Sprachstörungen verursacht und dass die
Ernährung einer der Hauptverursacher dieser Sprachprobleme sein kann. |
Referenz:
Iris Fattal et al.: The crucial role of thiamine in the development of
syntax and lexical retrieval: a study of infantile thiamine deficiency;
Brain (2011) 134(6): 1577-1579 doi:10.1093/brain/awr116
| Juni
2011, Nr. 38 |
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Erhöhte
Homocysteinkonzentrationen begünstigen Hirnatrophie
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| Bild: Kurt Michel,
pixelio.de |
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Britische Wissenschaftler untersuchten mittels Kernspintomographie die
Zusammenhänge zwischen Hirnläsionen und Homocysteinspiegeln bei älteren
Patienten mit arterieller Hypertonie. Die Hirnatrophieraten waren
signifikant mit der Homocysteinkonzentration assoziiert. Es zeigte sich
aber kein Zusammenhang zwischen der Homocysteinkonzentration und
Läsionen der weißen Hirnsubstanz. |
Referenz:
Sunil K et al.: Elevated plasma homocysteine is associated with incrased
brain atrophy rates in older subjects with mild hypertension; Dementia and
Geriatric Cognitive Disorders; Vol. 31, No. 5, 2011
| Juni
2011, Nr. 37 |
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Vitamin D und
Schuppenflechte
Schuppenflechte ist eine chronische und entzündliche Hauterkrankung in deren
Verlauf es zu einer Immunreaktion gegen die Zellen der Oberhaut kommt. Ein
Schlüsselmolekül für die Entzündungsreaktion bei der Schuppenflechte ist das
Signalmolekül Interleukin 1 Beta, das allerdings erst durch so genannte
Inflammasome aus einem Vorläuferprotein gebildet werden muss. Inflammasome
sind Proteinkomplexe die bei Gefahr in der Zelle erzeugt werden. Bei
Psoriasispatienten konnte jetzt nachgewiesen werden, dass ein Inflammasom in
besonderem Maße aktiviert wird, worauf sich die Produktion von IL 1 Beta
erhöht. Interessanterweise konnte jetzt nachgewiesen werden, dass bestimmte
antimikrobielle Eiweiße, nämlich Cathelicidine, die Aktivierung des
Inflammasoms verhindern können. Vitamin D steigert die Produktion der
Cathelicidine in der Haut. Dieser neu entdeckte Entzündungsmechanismus
dürfte auch die Erklärung dafür sein, dass Vitamin D bei Schuppenflechte
hilft.
Referenz:
Der Standard.at: Neuer Entzündungs-Mechanismus bei Schuppenflechte
entdeckt, 14.05.2011
| Juni
2011, Nr. 36 |
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Vitamin-D-Mangel sehr
häufig bei Rheumapatienten
Wissenschaftler der Universität Lausanne untersuchten die
Vitamin-D-Konzentrationen bei ambulanten Patienten mit Osteoporose und
rheumatischen Erkrankungen. Insgesamt zeigte sich, dass bei 86 Prozent der
272 Patienten die Vitamin-D-Konzentrationen unter 30 µg/ l lagen, also in
einem Bereich der als defizitär oder insuffizient eingestuft werden kann.
Besonders niedrig lag der durchschnittliche Vitamin-D-Spiegel bei den
Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Eine weitere wichtige
Erkenntnis der Studie war, dass trotz oraler Supplementierung nur ein
Viertel der Patienten normale Vitamin-D-Konzentrationen erreichten.
Referenz:
Stoll D. et al.: High prevalence of hypovitaminosis D in a Swiss
rheumatology outpatient population, Swiss Med Wkly. 27.05.2011
| Juni
2011, Nr. 35 |
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Vitamin-D-Konzentration
beeinflusst kardio-metabolische Risikofaktoren
Wissenschaftler der University of California untersuchten bei 292
postmenopausalen Frauen die Zusammenhänge der Vitamin-D-Konzentration mit
verschiedenen Parametern wie BMI, Taillenumfang, Triglyceride,
LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, HOMA-IR etc. Es zeigte sich, dass höhere
Vitamin-D-Konzentrationen invers mit Übergewicht, Triglyceriden und dem
metabolischen Syndorm assoziiert waren. Die Vitamin-D-Konzentration hatte
aber keinen Einfluss auf LDL- und HDL-Cholesterin, HOMA-IR, Glucose etc.
Referenz:
Chacko SA et al.: Serum 25-hydroxyvitamin D concentrations in relation to
cardiometabolic risk factors and metabolic syndrome in postmenopausal women.
Am J Clin Nutr. 25.05.2011
| Juni
2011, Nr. 34 |
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Vitamin D bei
Schmerzsyndromen
Im Vorwort des israelischen Ärzteblattes wird die Frage gestellt, ob Vitamin
D eine neue therapeutische Substanz bei Schmerzsyndromen sein könnte. Es ist
bekannt, dass Vitamin D die Konzentration des proinflammatorischen Zytokins
IL-17 senkt. Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis konnte nachgewiesen
werden, dass unzureichende Vitamin-D-Spiegel mit höherer Wahrscheinlichkeit
erhöhte Titer von Antikörpern gegen citrullinierte Peptide verursachen. Es
konnte eine starke Assoziation zwischen Vitamin-D-Mangel und chronischen
Schmerzen nachgewiesen werden. Bei Patienten mit unspezifischen Schmerzen im
Skelettbereich lagen signifikant häufiger Vitamin-D-Defizite vor als bei
entsprechenden Kontrollpersonen. An norwegischen Patienten, die an
chronischen Schmerzsyndromen, Arthrosen oder rheumatoider Arthritis litten,
konnte gezeigt werden, dass höhere Vitamin-D-Spiegel die Schmerzen im
Bereich des Bewegungsapparates und den Schweregrad der Erkrankung
verminderten. Die israelischen Autoren erwähnen in ihrem Artikel, dass auch
in einem sonnenverwöhnten Land wie Israel ein Vitamin-D-Mangel weit
verbreitet ist. Aufgrund der derzeitigen Datenlage sollten unbedingt weitere
Studien durchgeführt werden, inwieweit eine Vitamin-D-Therapie bei
entzündlichen-rheumatischen Erkrankungen von Vorteil ist.
Referenz:
Yoav Arnson MD and Howard Amital MD MHA: Is Vitamin D a new therapeutic
agent in autoinflammatory and pain syndromes?, IMAJ – Vol 13, April 2011
| Juni
2011, Nr. 33 |
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Lithium senkt
Selbstmordrate
Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien bestätigten, dass Lithium
einen positiven Effekt auf die Psyche ausübt und sogar die Selbstmordrate
senken kann.
Das geht aus einer Studie hervor, die im Mai 2011 im „British Journal of
Psychiatry“ veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler konnten nachweisen,
dass bereits geringe Konzentrationen dieses Spurenelements messbare Effekte
auf die Gesundheit haben könnte.
Die Wissenschafter um Nestor Kapusta nahmen 6460 Trinkwasserproben aus 99
österreichischen Bezirken und verglichen die Lithiumwerte mit den dortigen
Suizidraten. Sie kamen zu folgendem Ergebnis: „Je höher der Lithiumwert im
Trinkwasser ist, desto niedriger ist die Suizidrate.“
Kommentar:
Nach unserer Laborerfahrungen sind bei den meisten Patienten zu niedrige
Lithiumkonzentrationen im Blut nachweisbar. Wir empfehlen insbesondere
allen, die unter psychischen Befindlichkeitsstörungen leiden, den
Lithiumgehalt im Blut einmal testen zu lassen, um dann eine gezielte
Therapie mit diesem Spurenelement durchführen zu können.
Referenz:
Wienerzeitung.at, 01.06.2011: Lithium senkt Selbstmordrate
| Juni
2011, Nr. 32 |
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Vitamin B2-Mangel und hämatologischer
Status
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Bild: S. Hofschläger, pixelio.de |
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In bestimmten Bevölkerungsgruppen kann ein moderater Vitamin-B2-Mangel
auftreten, wobei die funktionelle Signifikanz dieses Mangels noch unklar
ist. Britische Wissenschaftler untersuchten bei einer Gruppe von Frauen
im Alter von 19 bis 25 Jahren mit einem leichten Vitamin-B2-Mangel den
Effekt einer Riboflavin-Supplementierung auf den hämatologischen Status.
An der Studie nahmen 123 Frauen teil. Die Studienteilnehmerinnen
erhielten über einen Zeitraum von acht Wochen entweder zwei oder vier
Milligramm Riboflavin oder ein Placebopräparat. Vor und nach der
Supplementierung wurde der hämatologische |
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Status überprüft. Erwartungsgemäß bewirkte
die Vitamin-B2-Supplementierung eine deutliche Verbesserung des
Riboflavinstatus. Bei den Frauen mit dem niedrigsten Riboflavinstatus zu
Beginn der Studie kam es zu einem signifikant höheren Anstieg des
Hämoglobinstatus im Vergleich zu den Frauen mit ausreichender
Vitamin-B2-Versorgung. |
Die Eisenaufnahme und die Eisenabsorption
änderte sich nicht im Verlauf der Studie. Es bleibt also festzuhalten, dass
eine schlechte Versorgung mit Vitamin B2 auch den Eisenstatus negativ
beeinflusst. Je niedriger der Riboflavinstatus, desto deutlicher zeigten
sich die hämatologischen Vorteile durch eine Supplementierung.
Referenz:
Powers HJ et al.: Correcting a marginal riboflavin deficiency improves
hematologic status in young women in the United Kingdom (RIBOFEM); Am J Clin
Nutr. 2011 Apr 27
| Mai
2011, Nr. 31 |
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Geringere Antioxidantienspiegel bei NASH
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Bild: Peter Röhl, pixelio.de |
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Bei der Pathogenese der Nichtalkoholischen Steatohepatitis (NASH) dürfte der
oxidative Stress eine bedeutende Rolle spielen. Wissenschaftler der
Universität Düsseldorf untersuchten bei Patienten mit NASH die Plasmaspiegel
verschiedener Carotinoide und Tocopherole. An der Studie nahmen 47 Patienten
mit NASH und 40 gesunde Kontrollpersonen teil. Die Spiegel von
Alpha-Tocopherol, Lutein, Zeaxanthin, Alpha-Carotin und Beta-Carotin waren
bei den NASH-Patienten signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen.
Die Leberwerte korrelierten nicht mit den Plasmakonzentrationen der
gemessenen Substanzen. Die Supplementierung lipophiler Antioxidantien könnte
eine sinnvolle Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit NASH sein.
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Referenz:
Erhardt A et al.: Plasma levels of vitamin E and carotenoids are decreased
in patients with Nonalcoholic Steatohepathitis (NASH); Eur J Med Rs. 2011
Feb 24; 16(2): 76-8
| Mai
2011, Nr. 30 |
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Vitamin C und Endothelfunktion
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| Bild: vwi12,
pixelio.de |
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Bei normalgewichtigen und übergewichtigen Männern im Collegealter wurde
untersucht, wie sich der Vitamin-C-Status auf die Endothelfunktion und
auf Entzündungsmarker auswirkt. Bei den Versuchsteilnehmern wurden
Vitamin C, Vitamin E und Thiole, CRP, MPO und verschiedene Zytokine
bestimmt. Die Endothelfunktion wurde mittels FMD bestimmt.
Übergewichtige Männer hatten im Vergleich zu normalgewichtigen Personen
eine deutlich niedrigere FMD, außerdem lagen ihre Vitamin C-Aufnahme um
51 Prozent und die Plasmakonzentrationen um 28 Prozent niedriger.
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Es wurden auch deutlich höhere
Konzentrationen von Entzündungsmarkern nachgewiesen.
Die
Konzentrationen von CRP und MPO korrelierten invers mit dem
Vitamin-C-Spiegeln. Ein niedriger Vitamin-C-Status ist also mit einer
höheren Entzündungsbereitschaft und einer gestörten Endothelfunktion
assoziiert – sowohl bei normalgewichtigen als auch bei übergewichtigen
Männern.
Referenz:
Mah E et a.: Vitamin C status is related to proinflammatory responses and
impaired vascular endothelial function in healthy, college-aged lean and
obese men; J Am Diet Assoc. 2011 May; 111(5): 737-43
| Mai
2011, Nr. 29 |
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Vitamin-E-Konzentration und Regeneration nach Hüftfraktur
Ein schlechter Ernährungszustand nach einer Hüftfraktur kann zu einem
körperlichen Abbau beitragen. Es wurde nachgewiesen, dass die
Vitamin-E-Konzentration mit der körperlichen Fitness bei älteren Menschen
zusammenhängt. US-Wissenschaftler untersuchten, wie sich die Konzentrationen
von Alpha- und Gamma-Tocopherol auf die Regeneration nach Hüftfrakturen bei
Frauen über 65 Jahren auswirkte. Dazu wurden verschiedene Tests
durchgeführt. Insgesamt zeigte sich, dass höhere Konzentrationen von Alpha-
und Gamma-Tocopherol mit einem besseren körperlichen Zustand und schnellerer
Regeneration nach Hüftfraktur verbunden waren.
Referenz:
D´Adamo CR et al.: Serum vitamin E concentrations and recovery of physical
function during the year after hip fracture; J Gerontol A Biol Sci Med Sci.
2011 Apr.
| Mai
2011, Nr. 28 |
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Q10-Mangel bei Kindern mit
Nahrungsmittelallergien
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In einer kleinen Studie der University of Cincinnaty wurde untersucht,
inwieweit bei Kindern Nahrungsmittelintoleranzen und
Nahrungsmittelallergien mit einer mitochondrialen Dysfunktion verbunden
sind. Zur Bestimmung der Q10-Spiegel wurden Muskelbiopsien durchgeführt.
Die Q10-Konzentrationen in der Muskulatur waren signifikant mit der
Dauer der Nahrungsmittelintoleranzen und Allergien assoziiert. Man kann
also davon ausgehen, dass Kinder mit diesen Krankheitsbildern im Laufe
der Zeit einen Q10-Mangel entwickeln.
Referenz:
Miles MV et al.: Acquired coenzyme Q10 deficiency in children with
recurrent food intolerance and allergies; Mitochondrion. 2011 Jan;
11(1): 127-35 |
| April
2011, Nr. 27 |
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Homocystein und diabetische
Polyneuropathie
Chinesische Wissenschaftler untersuchten bei Typ-2-Diabetikern den Einfluss
der Homocysteinkonzentration auf die Entwicklung einer diabetischen
Neuropathie. Bei den Diabetikern mit Neuropathien waren die
Homocysteinspiegel höher als bei Diabetikern ohne Neuropathie. Dabei bestand
die Assoziation der Homocysteinkonzentration mit der diabetischen
Neuropathie unabhängig von anderen Risikofaktoren für die Neuropathie, z.B.
der Dauer des Diabetes oder des HbA1c-Wertes.
Der Zusammenhang zwischen der Homocysteinkonzentration und Neuropathien
sollte in weiteren Untersuchungen noch weiter abgeklärt werden.
Referenz:
Jianbo L et al.: Association of homocysteine with peripheral neuropathy in
chinese patients with type 2 diabetes; Diabetes Res Clin Pract. 2011 Apr 8
| April
2011, Nr. 26 |
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Chronischer Alkoholkonsum
stört Wiederaufnahme von Biotin
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In einem Zellkulturversuch konnte nachgewiesen werden, dass Alkohol zu
einer deutlichen Verminderung der Biotinaufnahme in Zellen führte.
Dieser Alkohol scheint diesen Effekt durch Veränderungen der
Genregulierung des Biotintransporters auszulösen.
Referenz:
Veedamali S et al.: Chronic alcohol exposure negatively impacts the
physiological and molecular parameters of the renal biotin reabsorption
process; ajprenal.physiology.ort; 8 Dec. 2010 |
| April
2011, Nr. 25 |
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Vitamin K schützt Neuronen
Vitamin K hat einen protektiven Effekt auf Nervenzellen. Methylquecksilber
ist ein Neurotoxin, das direkt den neuronalen Tod induziert. Wissenschaftler
aus Japan untersuchten jetzt in einer Zellkultur, inwieweit Vitamin K die
Toxizität von Methylquecksilber beeinflusst. Erwartungsgemäß verhinderte
Vitamin K den Tod der Neuronen. Bemerkenswert war, dass Vitamin K auch dann
einen protektiven Effekt entfaltete, wenn eine Glutathiondepletion
herbeigeführt wurde. Bekanntlich ist die Glutathiondepletion ein typischer
Effekt des Methylquecksilbers. Vitamin K besitzt also einen Schutzeffekt
gegen die Zytotoxizität von Methylquecksilber, ohne dabei aber die
GSH-Spiegel anzuheben.
Referenz:
Sakaue M et al.: Vitamin K has the potential to protect neurons from
methylmercury-induced cell death in vitro; J Neurosci Res. 2011 Apr 12
| April
2011, Nr. 24 |
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Vitamin-D-Status bei
Kindern
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Bild: Albrecht B.
Arnold, pixelio.de
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In einer Studie dänischer Wissenschaftler wurde bei neun Monate alten
Kleinkindern die Vitamin-D-Konzentration bestimmt und mit dem
Lipidstatus, dem Bodymass-Index und dem Taillenumfang in Relation
gesetzt. Zwischen der Vitamin-D-Konzentration und den Glucose- und
Insulinspiegeln zeigte sich keine Assoziation. Eine negative Assoziation
wurde aber zwischen dem Vitamin-D-Status und Cholesterin, Triglycerin,
Body-Mass-Index und Taillenumfang nachgewiesen.
Referenz:
Arnberg K et al.: Associations between vitamin D status in infants and
blood lipids, body mass index and waist circumference; Acta Paediatr.
2011 Mar 18 |
| März
2011, Nr. 23 |
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Carnitin schützt gegen die
Neurotoxizität von Nickel
Nickel wirkt dadurch neurotoxisch, dass es die Mitochondrienfunktion stört.
In einer chinesischen Studie wurde untersucht, inwieweit Carnitin
Nervenzellen vor der Nickeltoxizität schützen kann. Nickel führte sowohl zur
Bildung von ROS sowie erhöhten Malondialdehydspiegeln wie auch zu einer
deutlichen Funktionsstörung und Schädigung der Mitochondrien. Alle diese
zytotoxischen Effekte, die durch Nickel ausgelöst wurden, konnten durch
Zugabe von Carnitin in die Zellkultur wirksam vermindert werden.
Referenz:
He MD et al.: L-carnitine protects against nickel-induced neurotoxicity by
maintaining mitochondrial function in neuro-2a cells; Toxicol Appl Pharmacol.
2011 Mar 23
| März
2011, Nr. 22 |
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Fünf Aminosäuren
können Diabetes voraussagen
Schon seit einiger Zeit sind Bestrebungen im Gange, Stoffwechselprodukte zu
finden, die für eine Erkrankung charakteristisch sind. Wissenschaftler aus
Boston untersuchten bei 2.422 Teilnehmern der Framingham Offspring Study
solche Metabolite. Ein großer Teil der Studienteilnehmer war 12 Jahre später
an Typ-2-Diabetes erkrankt. Als die Wissenschaftler die
Aminosäurenkonzentratrionen in den ursprünglichen Blutproben der
Diabetespatienten mit jenen der Teilnehmer verglichen, die nicht an Diabetes
erkrankten, machten sie eine bemerkenswerte Entdeckung. Die Werte von
Isoleucin, Leucin, Valin, Tyrosin und Phenylalanin zeigten ein deutliches
Risiko für einen späteren Diabetes mellitus Typ 2. Von besonderer
Aussagekraft ist die gleichzeitige Veränderung mehrerer Aminosäuren. Der
Leiter der Studie Robert Gerszten hält es für möglich, dass die Bedeutung
eines gestörten Aminosäurenstoffwechsels in der Frühphase des Typ-2-Diabetes
bislang unterschätzt wurde.
Referenz:
Aerzteblatt.de, 21.03.2011
| März
2011, Nr. 21 |
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Taurin vermindert
oxidativen Stress nach starker Muskelbelastung
Eine Überanstrengung der Muskulatur kann einen oxidativen Stress hervorrufen
und das Muskelgewebe schädigen. Die Taurinkonzentration der Muskulatur ist
relativ hoch und könnte gegen Zellschäden durch freie Radikale schützen. In
einer Studie brasilianischer Forscher wurde untersucht, welchen Einfluss
eine Taurinsupplementierung auf Muskelstoffwechselparameter nach starker
Belastung hatte. Eine Taurinsupplementierung verminderte die Bildung von
Superoxidanionen der Kreatinkinase und der Lipidperoxidation und erhöhte den
Thiolgehalt in der Skelettmuskulatur. Das Ergebnis der Studie lässt den
Schluss zu, dass Taurin die Muskelaktivität dadurch beeinflusst, dass es den
oxidativen Stress vermindert und die Bildung von Superoxidanionen reduziert.
Referenz:
Silva LA et al.: Taurine supplementation decreases oxidative stress in
skeletal muscle after eccentric exercise; Cell Biochem Funct. 2010 Dec 27
| März
2011, Nr. 20 |
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Taurin verbessert
Leistungsfähigkeit bei Herzinsuffizienz
Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten die Wirkung einer
Taurinsupplementierung auf die Belastungskapazität bei Patienten mit
Herzinsuffizienz. 29 Patienten nahmen an der Studie teil, wovon 15 Patienten
3 mal 500 mg Taurin zu ihrer Standardmedikation erhielten. 14 Patienten
erhielten ein entsprechendes Placebopräparat über einen Zeitraum von vier
Wochen. Alle Patienten führten einen Leistungstest vor und nach der
Studienphase durch. Es zeigte sich, dass bei den Patienten, die Taurin
erhalten hatten, die Belastungszeit und die Belastungsdistanz deutlich
größer wurden. Eine Taurinsupplementierung zusätzlich zur kardiologischen
Standardmedikation kann also die Leistungsfähigkeit deutlich verbessern.
Referenz:
Beyranvand MR et al.: Effect of taurine supplementation on exercise capacity
of patients with heart failure; J cardiol. 2011 Feb.
| März
2011, Nr. 19 |
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Blei fördert
Arthrose-Risiko
Wer einer zu starken Belastung mit Blei ausgesetzt ist, trägt ein erhöhtes
Risiko für eine Kniegelenkarthrose. Das haben jetzt Wissenschaftler nach der
Auswertung von Daten aus dem „Johnston County Osteoarthritis Project“
festgestellt.
In dieser Studie wurden die Bleiwerte im Blut von 1669 Teilnehmern
ausgewertet und die Kniegelenke der Probanden radiologisch untersucht. Dabei
stellten die Forscher bei den Studienteilnehmern, die einen erhöhten
Bleigehalt im Blut aufwiesen, ein signifikant erhöhtes Risiko für eine
Kniegelenkarthrose fest. Je höher der Bleigehalt im Blut war, desto höher
lag das Risiko für diese Erkrankung, und nicht nur das: Es bestand auch eine
Korrelation zwischen dem Bleigehalt und einer schweren symptomatischen
Arthrose sowie einer bilateralen Arthrose.
Referenz:
Ärzte Zeitung, 21.03.2011: Blei-Exposition erhöht das Arthrose-Risiko
| März
2011, Nr. 18 |
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Vitamin D und
Persönlichkeit
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Bild: Hangu, pixelio.de |
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Wissenschaftler der Universität Tübingen
untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen der
Vitamin-D-Konzentration und Persönlichkeitsmerkmalen. Dazu führten 206
gesunde Versuchsteilnehmer einen Persönlichkeitstest durch. Bei den
Studienteilnehmern wurde auch die Konzentration von
1,25-Dihydroxy-Vitamin-D bestimmt. Es zeigte sich eine signifikante
Korrelation zwischen der Vitamin-D-Konzentration und den
Persönlichkeitsfaktoren „Offenheit“ und „Extrovertiertheit“. Die
Wissenschaftler gehen davon aus, dass Vitamin D über verschiedene
Mechanismen Stimmung und Verhalten beeinflussen kann, z.B. durch
Calciumsignalwege, die antioxidative Kapazität, die Bildung von
Neurotrophinen und anderem. |
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Referenz:
Ubbenhorst A. et al.: Exploring the relationship between vitamin D and basic
personality traits, Psychopharmacology, 29.01.2011
| März
2011, Nr. 17 |
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Vitamin
D und Gelenkschmerzen
Niedrige Konzentrationen von 25-Hydroxy-Vitamin-D wurden in einigen
Untersuchungen mit einer radiologischen Verschlechterung von Arthrosen in
Verbindung gebracht. US-Forscher aus Los Angeles untersuchten, inwieweit die
Vitamin-D-Konzentration Gelenkschmerzen und Gelenkschwellungen beeinflusst.
An der Studie nahmen 1993 post-menopausale Frauen teil. 53 Prozent der
Studienteilnehmerinnen hatten Vitamin-D-Konzentrationen unter 20 ng/ ml, nur
17 Prozent wiesen ausreichende Vitamin-D-Konzentrationen auf (größer als 28
ng/ ml). 74 Prozent der Frauen klagten über Gelenkschmerzen. 34 Prozent über
Schwellungen an den Gelenken. Es zeigte sich, dass niedrige
Vitamin-D-Konzentrationen mit höheren Schmerz-Scores assoziiert waren, wobei
die Schmerzen bei den Frauen mit den niedrigsten Vitamin-D-Spiegeln am
ausgeprägtesten waren.
Referenz:
Chlebowski RT et al.: 25-Hydroxyvitamin D concentration, vitamin D intake
and joint symptoms in postmenopausal women, Maturitas, 17.11.2010
| März
2011, Nr. 16 |
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Vitamin D und
Schilddrüsenerkrankungen
Seit einigen Jahren ist bekannt, dass Vitamin D auch eine Funktion als
Immunmodulator hat. Niedrige Vitamin-D-Spiegel wurden bei verschiedenen
Autoimmunerkrankungen beobachtet, einschließlich Multipler Sklerose und
Lupus erythematosus. Wissenschaftler aus Israel gingen der Frage nach, ob
die Vitamin-D-Spiegel auch bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen der
Schilddrüse verändert sind. Dazu verglichen sie Patienten mit
Schilddrüsen-Autoimmunerkrankungen mit Patienten, die andere
Schilddrüsenerkrankungen aufwiesen und mit gesunden Versuchspersonen. Als
Vitamin-D-Mangel wurde eine Konzentration unter 10 ng/ ml festgelegt. Bei
allen Studienteilnehmern wurden Schilddrüsenantikörper, die
Schilddrüsenfunktion sowie demographische Parameter erhoben. Bei den
Patienten mit Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bestand signifikant
häufiger ein Vitamin-D-Mangel. Patienten mit der Hashimoto-Thyreoiditis
wiesen im Vergleich zu den Patienten mit anderen Schilddrüsenerkrankungen
ebenfalls signifikant häufiger einen Vitamin-D-Mangel auf. Der
Vitamin-D-Mangel korrelierte auch mit den Schilddrüsenantikörpern und
abnormalen Schilddrüsenfunktionsparametern. Das Ergebnis der Studie legt
also den Schluss nahe, dass Vitamin D an der Pathogenese von
Schilddrüsenautoimmunerkrankungen beteiligt ist.
Referenz:
Kivity S. et al.: Vitamin D and autoimmune thyroid diseases, Cell Mol
Immunol, 31.01.2011
| März
2011, Nr. 15 |
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Niedrige Vitamin-D-Spiegel
begünstigen Diabetes und Bluthochdruck
Unter Verwendung von Daten von NHANES (2001-2006) wurde untersucht, welchen
Effekt niedrige Vitamin-D-Spiegel auf das Risiko für Prädiabetes und
Grenzwerthypertonie bei symptomfreien Erwachsenen hatten. Als
Grenzwerthypertonie wurde ein systolischer Blutdruck von 120-139 und ein
diastolischer Blutdruck von 80-89 mmhg festgelegt. Blutzuckerkonzentrationen
von 100 –125 mg/ dl wurden als prädiabetische Stoffwechsellage eingestuft.
Es zeigte sich eindeutig, dass niedrige Vitamin-D-Konzentrationen das Risiko
für Diabetes und arterielle Hypertonie im Frühstadium erhöhen.
Referenz:
Gupta AK et al.: Prediabetes and prehypertension in healthy adults are
associated with low vitmain D levels, Diabetes Care, 31.01.2011
| März
2011, Nr. 14 |
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Vitamin D und endotheliale
Dysfunktion
US-Wissenschaftler testeten die Hypothese, dass die Endothelfunktion mit der
Vitamin-D-Konzentration im Serum zusammenhängt, und prüften, ob diese mit
der Entzündungsaktivität verbunden ist. Die flussvermittelte Vasodilatation
der Arteria brachialis war bei den Versuchspersonen mit niedrigen
Vitamin-D-Konzentrationen signifikant niedriger. Die flussvermittelte
Vasodilatation ist ein Maß für die Endothelfunktion. Es zeigte sich, dass
die Expression des Transkriptionsfaktors NF-KAPPA-B bei den
Vitamin-D-Mangel-Personen deutlich größer war als bei den Versuchspersonen
mit einem ausreichenden Vitamin-D-Spiegel. Auch die Expression von
Interleukin 6 als Entzündungsmarker war bei den Vitamin-D-Mangel-Probanden
größer als bei den Versuchsteilnehmern mit einem ausreichenden
Vitamin-D-Spiegel. Eine unzureichende Versorgung mit 25(OH)D ist also mit
einer endothelialen Dysfunktion bei gesunden Erwachsenen assoziiert. Die
endotheliale Dysfunktion kann zumindest teilweise durch eine erhöhte
Entzündungsaktivität erklärt werden.
Referenz:
Jablonski KL et al.: 25-Hydroxyvitamin D deficiency is associated with
inflammation-linked vascular endothelial dysfunction in middle-aged and
older adults. Hypertension, 2011 Jan, 57(1):63-9. Epub 2010 Nov. 29
| März
2011, Nr. 13 |
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Allergien bei Kindern
und Vitaminmangel
Eine Studie vom Einstein College of Medicine in New York untersuchte an über
3100 Kindern den Zusammenhang eines niedrigen Vitamin-D-Spiegels mit der
Anfälligkeit für Allergien bei Kindern. Die Studie wurde im Journal of
Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht.
Die Forscher kamen zu folgendem Ergebnis:
Die Wahrscheinlichkeit, an einer Allergie zu leiden, war bei Kindern mit
niedrigen Vitamin-D-Konzentrationen im Blut zwei- bis dreifach erhöht. Die
Forscher vermuten, dass Vitamin D entzündungshemmend wirkt und deswegen
einen positiven Einfluss auf die Allergieanfälligkeit haben kann.
Referenz:
Online-presseportal.com, 01.03.2011
| März
2011, Nr. 12 |
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Taurin verbessert
Herzleistung
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Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten in einer placebokontrollierten
Studie bei 29 Patienten mit Herzinsuffizienz den möglichen Nutzen einer
Taurinsupplementierung. 15 Patienten erhielten 3 x 500 mg Taurin täglich, 14
Patienten ein Placebopräparat über einen Zeitraum von zwei Wochen. Die
Patienten mussten vor und nach der Studie körperliche Belastungstests
durchführen. Bei den Taurinpatienten kam es zu einer deutlichen Verbesserung
verschiedener Leistungsparameter, so dass die Autoren der Studie zu dem
Schluss kamen, dass durch die Einnahme dieser Aminosäure die körperliche
Belastbarkeit deutlich verbessert wird. |
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Bild: Rainer Sturm, pixelio.de |
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Referenz:
Beyranvan MR et al.: Effect of taurine supplementation on exercise capacity
of patients with heart failure; J Cardiol. 2011 Feb 18
| März
2011, Nr. 11 |
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Citrullinspiegel bei
Zöliakie
Zu den Stoffwechselfunktionen des Dünndarms gehört die Bildung von Citrullin.
Im European Journal of Gastroenterology & Hepatology wurde eine Studie
publiziert, in der bei 20 Kindern mit Zöliakie die Citrullinkonzentrationen
beobachtet wurden. Die Plasmacitrullinkonzentration war bei Zöliakie
vermindert, ein Hinweis also auf eine Beteiligung des Dünndarms.
Eine glutenfreie Ernährung führte schnell zu einem Anstieg der
Citrullinkonzentrationen. Nach drei Monaten glutenfreier Ernährung waren
keine Unterschiede mehr zu gesunden Kontrollpersonen nachweisbar. Die
Citrullinkonzentration ist somit ein sensitiver Marker für Reparaturprozesse
im Darm.Referenz:
Ioannou Harikleia P et al.: Plasma citrulline levels in paediatric patients
with celiac disease and the effect of a gluten-free diet; European Journal
of Gastroenterology & Hepatology; March 2011, Volume 23, Issue 3, p 245-249
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März 2011, Nr. 10 |
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Glykämischer Index und
Tryptophanverfügbarkeit
Ernährung mit hohem glykämischen Index und hoher glykämischer Last erhöht
die Tryptophanverfügbarkeit bei gesunden Versuchspersonen.
Wissenschaftler aus Australien untersuchten, wie sich der glykämische Index
und die glykämische Last auf das Verhältnis von Tryptophan (TRP) zu anderen
neutralen Aminosäuren (LNAA) auswirkte.
Eine Ernährung mit hohem glykämischen Index führte zu einem stärkeren
Anstieg von TRP im Verhältnis zu LNAA als eine Ernährung mit niedrigem
glykämischen Index.
Kommentar:
Das dürfte auch der Grund sein, warum man bei schlechter Laune gerne
Süßigkeiten zu Stimmungsverbesserungen isst.
Referenz:
Herrera CP et al.: High-glycaemic index and -glycaemic load meals increase
the availability of tryptophan in healthy volunteers; Br J Nutr. 2011 Feb
24: 1-7
| März
2011, Nr. 9 |
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Lithium als Jungbrunnen
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Lithium ist ein Spurenelement, das sich
hauptsächlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln und in Trinkwasser
befindet. Das Vorkommen von Lithium in der Umwelt sowie die
Lithiumaufnahme unterscheiden sich oft erheblich von Region zu Region.
Das Spurenelement Lithium ist typischerweise in allen menschlichen
Organen und Geweben vorhanden, eine Essentialität von Lithium ist aber
noch nicht nachgewiesen. Es ist bekannt, dass ein Lithiummangel bei
Ratten zu abnormalem Verhalten führt. Es gibt auch verschiedene Hinweise
aus Studien, dass eine niedrige Lithiumaufnahme eine Verschlechterung
der psychischen Grundstimmung und eine erhöhtes Suizidrisiko bei
Menschen bewirkt. In Kooperation mit japanischen Wissenschaftlern haben
jetzt Ernährungswissenschaftler aus Jena die Sterberate in 18
japanischen Gemeinden untersucht und diese in Beziehung zum jeweiligen
Lithiumgehalt des Leitungswassers gesetzt. |
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Bild: Markus Hein, pixelio.de |
Die Daten wurden in der Oita Präfektur in
Japan erhoben. Es hat sich gezeigt, dass die Sterberate in all jenen
Gemeinden deutlich geringer ausfällt, in denen mehr Lithium im
Leitungswasser vorkommt. Das ist die zentrale Aussage dieser Studie. Auch
unter Berücksichtigung der Selbstmordfälle korrelierte die generelle
Sterblichkeit invers mit der Lithiumkonzentration des Leitungswassers. Die
Lithiumkonzentration im Trinkwasser lag in dem Bereich zwischen 0,7 und 59
µg/ l.
In einem zweiten Experiment haben die Jenaer Forscher genau diesen
Konzentrationsbereich am Fadenwurm (C. elegans) untersucht. Aus früheren
Untersuchungen war nämlich bekannt, dass hohe Lithiumkonzentrationen bei
dieser Lebensform lebensverlängernd wirken. Auch bei den relativ geringen
Konzentrationen, wie sie im Leitungswasser gemessen wurden, konnte eine
Lebensverlängerung bei den Fadenwürmern nachgewiesen werden.
Zu den Ergebnissen dieser Studie muss bemerkt werden, dass die Erkenntnisse
bezüglich Menschen bislang nur Beobachtungen sind, und man sollte nicht
voreilig einen Kausalzusammenhang zwischen einer hohen Lithiumzufuhr und
einer verminderten Sterblichkeit als gesichert ansehen. Bemerkenswert ist
aber schon, dass die Ergebnisse beim Menschen auch im „Tierversuch“ eine
Bestätigung gefunden haben.
Referenz:
Kim Zarse et al.: Low-dose lithium uptake promotes longevity in humans and
metazoans; Eur J Nutr, accepted: 21 January 2011
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Februar 2011, Nr. 8 |
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Homocysteinspiegel ist mit
Hippocampusvolumen assoziiert
Japanische
Wissenschaftler untersuchten die Hypothese, dass erhöhte
Homocysteinkonzentrationen mit dem Hypocampusvolumen und der
Insulinresistenz bei Typ-2-Diabetikern korrelieren. An der Studie nahmen 43
nichtdemente Patienten mit Typ-2-Diabetes teil. Bei den Patienten mit hohen
Homocysteinkonzentrationen fanden sich auch höhere Glucose- und
Insulinspiegel sowie ein erhöhter Homa-Index. Die Ergebnisse der Studie
zeigten, dass hohe Homocysteinspiegel bei Diabetespatienten mit einer
Hippocampus-Atrophie und einer Insulinresistenz assoziiert sind.
Referenz:
Shimomura T et al.: Homocysteine levels are associated with hippocampus
volume in type 2 diabetic patients; Eur J Clin Invest. 2011 Jan 20
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Februar 2011, Nr. 7 |
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Vitamin D3 verbessert
Endothelfunktion
Wissenschaftler der University of Colorado untersuchten, inwieweit die
Endothelfunktion bei Erwachsenen mittleren Alters von der
Vitamin-D3-Konzentration abhängt. Dazu bestimmten sie die flussvermittelte
Dilatation als Maßstab für die Endothelfunktion. Außerdem wurde der
Entzündungsmarker NF-Kappa-B bestimmt. Die flussbedingte Dilatation war umso
schlechter, je niedriger der Vitamin-D-Spiegel lag. Außerdem wiesen die
Versuchsteilnehmer mit einem Vitamin-D-Mangel eine erhöhte Expression von
NF-Kappa-B auf. Die Blockade von NF-Kappa-B bei den Personen mit hohen
Vitamin-D-Spiegeln führte zu einer deutlich besseren flussbedingten
Dilatation. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass eine
unzureichende Vitamin-D-Versorgung mit einer endothelialen Dysfunktion
verbunden ist und dass diese zumindest teilweise durch eine NF-Kappa-B
bedingte Entzündungsreaktion zustande kommt.
Referenz:
Jablonski KL et al.: 25-Hydroxyvitamin D deficiency is associated with
inflammation-linked vascular endothelial dysfunction in middle-aged and
older adults; Hypertension. 2010 Nov 29
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Januar 2011, Nr. 6 |
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Erniedrigte
Vitamin-D-Spiegel bei Kindern mit Mandeloperation
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Neuseeländische Forscher untersuchten bei 33 Kindern, die einer
Mandeloperation unterzogen worden waren, die Vitamin-D3-Spiegel.
78 Prozent der Kinder hatten eine
25-OH-Vitamin-D3-Konzentration kleiner als 30 ng/ ml - ein
Konzentrationsbereich, in dem vermehrt Atemwegsinfekte auftreten.
Niedrige Vitamin-D-Konzentrationen waren auch mit der Hautfarbe, mit
einem erhöhten BMI und mit größeren Gaumenmandeln assoziiert.
Referenz:
Reid D et al.: Vitamin D and tonsil disease – preliminary observations;
Int J Pediatr Otorhinolaryngol 2010 Dec 3
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Januar 2011, Nr. 5 |
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Metabolisches Syndrom stört
Vasodilatation
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Bekanntlich kommt es im Rahmen des
metabolischen Syndroms auch zu Störungen der Gefäßregulation, da
offensichtlich die dilatatorische Insulinwirkung beeinträchtigt ist.
Wissenschaftler der Universität Rom untersuchten jetzt die genauen
Mechanismen dieses Phänomens. Erwartungsgemäß zeigten Patienten mit
einem metabolischen Syndrom bei Gabe von Acetylcholin, Verapamil und
ähnlichen Wirkstoffen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe deutliche
Störungen der Gefäßdilatation
Interessanterweise führte die Zugabe von Vitamin C zu einer
signifikanten Verbesserung der Vasodilatation. Die Wissenschaftler kamen
zu dem Ergebnis, dass Insulin generell die Reaktivität der Blutgefäße
erhöht, dass dieser Effekt aber beim metabolischen Syndrom gestört ist,
weil hier ein oxidativer Stress vorliegt. |
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Bild: Colros on Flickr, eberystockphoto |
Referenz:
Schinzari F et al.: Generalized impairment of vasodilator reactivity during
hyperinsulinemia in patients with obesity-related metabolic syndrome; Am J
Physiol Endocrinol Metab. 2010 Dec; 299 (6): E947-52
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Januar 2011, Nr. 4 |
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Verzweigtkettige
Aminosäuren und Körpergewicht
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Im Rahmen der Intermap-Studie wurde
untersucht, inwieweit die Aufnahme der verzweigtkettigen Aminosäuren
Isoleucin, Leucin und Valin mit dem BMI korreliert. An der Studie nahmen
4.429 Männer und Frauen aus China, Japan, Großbritannien und den USA im
Alter von 40 bis 59 Jahren teil. Es zeigte sich, dass eine hohe Aufnahme
von verzweigtkettigen Aminosäuren mit einem niedrigeren BMI und einem
geringeren Auftreten von Übergewicht/ Adipositas assoziiert war.
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Bild: Dieter Schütz, pixelio.de |
Referenz:
Qin LQ et al.: Higher branched-chain amino acid intake is associated with a
lower prevalence of being overweigth or obese in middle-aded east asian and
western adults; J Nutr. 2010 Dec 15
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Januar 2011, Nr. 3 |
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Tryptophan bei
Tumorpatienten
Ein Grund für die Entwicklung einer Depression bei Tumorerkrankungen dürfte
der verstärkte Tryptophanabbau bei diesen Patienten sein. Im Rahmen einer
TH1-Immunantwort wird das Enzym IDO induziert, das die essentielle
Aminosäure Tryptophan zu Kynurenin-Derivaten abbaut. Die Aktivierung von IDO
führt zu einer Anreicherung neurotoxischer Metabolite, die vermutlich
depressives Verhalten auslösen. Außerdem wird durch den verstärkten
Tryptophanabbau die Serotoninsynthese beeinträchtigt, was ebenfalls die
Entstehung einer Depression fördert.
Referenz:
Kurz K et al.: Association between increased tryptophan degradation and
depression in cancer patients; Curr Opin Clin Nutr. Metab Care, 2010 Oct 30
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Januar 2011, Nr. 2 |
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Tryptophan und
Melatonin helfen bei Steatohepatitis
Die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH)ist eine häufige
Lebererkrankung. Oxidativer Stress sowie der Untergang von Hepatozyten sind
an der Pathogenese von NASH beteiligt. Polnische Wissenschaftler
verabreichten das Präparat „Essentiale forte“ dreimal täglich an 45
Patienten mit NASH. Die Studienteilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt.
Gruppe eins erhielt neben „Essentiale forte“ noch zweimal fünf Milligramm
Melatonin, Gruppe zwei „Essentiale forte“ plus 2 x 500 Milligramm Tryptophan,
Gruppe drei „Essentiale forte“ Placebo.
Die Studie erstreckte sich über einen Zeitraum von vier Wochen. Die
Plasmaspiegel von Melatonin stiegen bei Tryptophan- und
Melatoninsupplementierung signifikant an. In der Tryptophan- und
Melatoningruppe kam es zu einer signifikanten Verbesserung der Spiegel von
Triglyceriden, vom GTP und von proinflammatorischen Zytokinen.
Die Ergebnisse der Studie lassen den Schluss zu, dass Melatonin und
Tryptophan offensichtlich die Plasmaspiegel proinflammatorischer Zytokine
senken können und deshalb bei der Behandlung von NASH-Patienten von Nutzen
sind.
Referenz:
Cichoz-Lach H. et al.: The effects of l-tryptophan and melatonin on selected
biochemical parameters in patients with steatohepatits; J Physol Pharmacol
2010 Oct; 61(5): 577-580
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Januar 2011, Nr. 1 |
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