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Tryptophan bei Tumorpatienten
Ein Grund für die Entwicklung einer Depression bei Tumorerkrankungen dürfte
der verstärkte Tryptophanabbau bei diesen Patienten sein. Im Rahmen einer
TH1-Immunantwort wird das Enzym IDO induziert, das die essentielle
Aminosäure Tryptophan zu Kynurenin-Derivaten abbaut. Die Aktivierung von IDO
führt zu einer Anreicherung neurotoxischer Metabolite, die vermutlich
depressives Verhalten auslösen. Außerdem wird durch den verstärkten
Tryptophanabbau die Serotoninsynthese beeinträchtigt, was ebenfalls die
Entstehung einer Depression fördert.
Referenz:
Kurz K et al.: Association between increased tryptophan degradation and
depression in cancer patients; Curr Opin Clin Nutr. Metab Care, 2010 Oct 30
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Dezember 2010, Nr. 95 |
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Verzweigtkettige Aminosäuren und Körpergewicht
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Im Rahmen der Intermap-Studie wurde
untersucht, inwieweit die Aufnahme der verzweigtkettigen Aminosäuren
Isoleucin, Leucin und Valin mit dem BMI korreliert. An der Studie nahmen
4.429 Männer und Frauen aus China, Japan, Großbritanninen und den USA im
Alter von 40 bis 59 Jahren teil. Es zeigte sich, dass eine hohe Aufnahme
von verzweigtkettigen Aminosäuren mit einem niedrigeren BMI und einem
geringeren Auftreten von Übergewicht/ Adipositas assoziiert war. |
| Bild:
Andreas Morolok, Aboutpixel.de |
Referenz:
Qin LQ et al.: Higher branched-chain amino acid intake is associated with a
lower prevalence of being overweigth or obese in middle-aded east asian and
western adults; J Nutr. 2010 Dec 15
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Dezember 2010, Nr. 94 |
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Tryptophan und Melatonin helfen bei Steatohepatitis
Die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH)ist eine häufige
Lebererkrankung. Oxidativer Stress sowie der Untergang von Hepatozyten sind
an der Pathogenese von NASH beteiligt. Polnische Wissenschaftler
verabreichten das Präparat „Essentiale forte“ dreimal täglich an 45
Patienten mit NASH. Die Studienteilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt.
Gruppe eins erhielt neben „Essentiale forte“ noch zweimal fünf Milligramm
Melatonin, Gruppe zwei essentiale forte plus 2 x 500 Milligramm Tryptophan,
Gruppe drei essentiale forte plus Placebo.
Die Studie erstreckte sich über einen Zeitraum von vier Wochen. Die
Plasmaspiegel von Melatonin stiegen bei Tryptophan- und
Melatoninsupplementierung signifikant an. In der Tryptophan- und
Melatoningruppe kam es zu einer signifikanten Verbesserung der Triglyceride,
GTP und der Spiegel proinflammatorischer Zytokine.
Die Ergebnisse der Studie lassen den Schluss zu, dass Melatonin und
Tryptophan offensichtlich die Plasmaspiegel proinflammatorischer Zytokine
senken können und deshalb bei der Behandlung von NASH-Patienten von Nutzen
sind.
Referenz:
Cichoz-Lach H. et al.: The effects of l-tryptophan and melatonin on selected
biochemical parameters in patients with steatohepatits; J Physol Pharmacol
2010 Oct; 61(5): 577-580
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Dezember 2010, Nr. 93 |
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Folsäure und altersbedingter Hörverlust
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Wissenschaftler aus Nigeria untersuchten,
inwieweit die Konzentrationen von Vitamin B12 und Folsäure einen
Einfluss auf den altersbedingten Hörverlust haben. Eine niedrige
Folsäurekonzentration erwies sich in der Studie als signifikanter Faktor
für altersbedingten Hörverslust – besonders für die Wahrnehmung höherer
Frequenzen.
Referenz:
Lasisi AO et al: Age-related hearing loss, vitamin B12, and folate in
the elderly; Otolaryngol Head Neck Surg. 2010 Dec; 143(6): 826-30 |
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Bild: Hans Snoek, pixelio.de |
Dezember 2010, Nr. 92 |
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Langjährige Mikronährstoffeinnahme erhält Hirnleistungsfähigkeit
Französische Wissenschaftler untersuchten, inwieweit eine regelmäßige
Mikronährstoffsupplementierung die kognitive Leistungsfähigkeit beeinflusst.
Bei 2135 Teilnehmern der SU.VI.MAX-Studie wurden die Hirnleistungsfähigkeit
in den Jahren 2007 bis 2009 mit Hilfe von vier neuropsychologischen Tests
untersucht oder abgeklärt. Dabei erwies sich besonders ein Faktor als
auffällig, nämlich das verbale Gedächtnis.
Bei den Personen, die die Ernährungsempfehlungen am besten eingehalten
hatten, konnten bezüglich des verbalen Gedächtnisses deutlich bessere
Resultate festgestellt werden. Man kann daraus schließen, dass die strikte
Einhaltung von Ernährungsempfehlungen in mittleren Lebensjahren einen
günstigen Effekt auf die Gedächtnisleistung im späteren Lebensalter hat.
Gerade das verbale Gedächtnis ist ein besonders sensibler Faktor, der schon
recht früh bei krankhaften Alterungsprozessen und bei der
Alzheimererkrankung ungünstig verändert ist.
Referenz:
Kesse-Guyot E et al: Adherence to nutritional recommendations and subsequent
cognitive performance: findings from the prospective supplementation with
antioxidant vitamins and minerals 2 (SU.VI.MAX 2) study; Am J Clin Nutr.
2010 Nov 24
| Dezember 2010, Nr.
91 |
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Antioxidative Vitamine und Homocysteinkonzentration
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Von der Universität Gießen wurde der
Einfluss antioxidativer Vitamine auf die Homocysteinkonzentration
untersucht. Dabei erwiesen sich die Serum-Folsäure-Konzentration und die
Plasma-Vitamin-C-Konzentration sowie die glomeruläre Filtrationsrate als
Einflussfaktoren auf die Homocysteinkonzentration. Vitamin C könnte also
auch für die Homocysteinkonzentration eine wichtige Rolle spielen und
sollte bei therapeutischen Maßnahmen zur Homocysteinsenkung
mitberücksichtigt werden.
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Bild: JMG, pixelio.de |
Referenz:
Breilmann J et al: Effect of antioxidant vitamins on the plasma homocysteine
level in a free-living elderly population; Ann Nutr. Metab. 2010 Nov 17;
57(3-4)
| Dezember 2010, Nr.
90 |
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Ängstliche Frauen leiden vermehrt unter oxidativem Stress
Japanischen Forscher bestimmten bei College-Studenten jeweils die
Ängstlichkeits-Levels mittels standardisierter Fragebögen und bestimmten
außerden Parameter des oxidativen Stresses sowie die antioxidative
Kapazität. Bei den weiblichen Studenten zeigte sich ein klarer Zusammenhang
zwischen oxidativem Stress und erhöhten Ängstlichkeitslevels. Bei männlichen
College-Studenten konnte dieser Zusammenhang nicht festgestellt werden.
Referenz:
Masateru Matsushita MSc et al: Anxiety, neuroticism and oxidative stress:
Cross-sectional study in non-smoking college students; 23 Jul 2010
| Dezember 2010, Nr. 89 |
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Vitamin D und Kognition bei älteren
Frauen
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In einer französischen Studie mit knapp 5.600 älteren Frauen im
Durchschnittsalter von 80,5 Jahren wurde überprüft, inwieweit die
wöchentliche Aufnahme von Vitamin D mit der Hirnleistungsfähigkeit
korreliert. Die wöchentliche Vitamin-D-Aufnahme wurde mittels eines
Fragebogens festgehalten. Zur Beurteilung von Hirnleistungsstörungen
diente ein standardisierter Fragebogen. Es zeigte sich, dass die Frauen
mit einer unzureichenden wöchentlichen Vitamin-D-Aufnahme deutlich
häufiger Hirnleistungsstörungen aufwiesen als diejenigen, die die
empfohlene wöchentliche Vitamin-D-Aufnahme erfüllten. Die
Wissenschaftler konnten für die Frauen mit einer unzureichenden
Vitamin-D-Zufuhr ein 1,3- bis 1,4-fach erhöhtes Risiko für
Hirnleistungsstörungen nachweisen. |
Referenz:
Annweiler C et al.: Dietary intake of vitamin D and cognition in older women:
A large population-based study; Neurology. 2010 Nov 16; 75(20): 1810-6
| Dezember 2010, Nr. 88 |
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Serum-Vitamin-D-Konzentrationen und Depressionen bei jungen Erwachsenen
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Bisher war nur unzureichend bekannt, inwieweit der Vitamin-D-Status mit
Depressionen bei jungen Erwachsenen korreliert. Zur Klärung dieser Frage
verwendeten US-Wissenschaftler Daten von NHANES III. In die Studie waren
7.970 US-Bürger im Alter von 15 bis 39 Jahren einbezogen. Zur Diagnose
einer Depression wurde ein diagnostisches Interview-Schema verwendet,
das vom National Institute of Mental Health entwickelt worden war. Man
konnte feststellen, dass insbesondere Frauen, Menschen mit schwarzer
Hautfarbe, Menschen unter der Armutsgrenze oder mit hohem BMI etc.
häufiger einen Vitamin-D-Mangel aufwiesen als andere Versuchsteilnehmer.
Auffällig war auch, dass die Vitamin-D-Konzentration signifikant mit
Depressionen korrelierte. In dieser großen Studie war die
Wahrscheinlichkeit, an einer Depressionen zu erkranken, bei Personen mit
einem Vitamin-D-Mangel signifikant höher als bei Personen mit
ausreichender Vitamin-D-Versorgung. |
Referenz:
Vijay Ganji et al.: Serum vitamin D concentrations are related to depression
in young adult US population: the Third National Health and Nutrition
Examination Survey; International Archives of Medicine, 11.11.2010
| November 2010, Nr. 87 |
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Vitamin-D-Mangel fördert psychotische Symptome bei Heranwachsenden
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Auf der diesjährigen Jahresversammlung der amerikanischen Akademie für
Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde eine Studie der University of
Rochester vorgestellt, die mit 77 Jugendlichen durchgeführt worden war.
Die Studienteilnehmer wurden stationär in einer Kinder- und
Jugendpsychiatrischen Klinik behandelt. Es wurde untersucht, inwieweit
die Vitamin-Konzentration mit dem Auftreten psychotischer Symptome wie
Halluzinationen, Paranoia und Wahnvorstellungen korrelierte. 40 Prozent
der Jugendlichen wiesen einen Vitamin-D-Mangel, d.h.
Vitamin-D-Konzentrationen < 20 ng/ ml, auf. Bei 42 Prozent dieser
Jugendlichen wurde ein Auftreten psychotischer Symptome festgestellt.
Bei den 20 Jugendlichen mit normalen Vitamin-D-Spiegeln (> 30 ng/ ml)
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zeigten nur noch 15 Prozent psychotische
Symptome. Die statistische Auswertung ergab, dass Jugendliche mit einem
Vitamin-D-Mangel ein vierfach höheres Risiko für Psychosen aufwiesen als
Patienten mit normalen Vitamin-D-Spiegeln. |
Referenz:
Mitchell L Zoler: Vitamin D deficiency linked to psychotic Symptoms in
Adolescents; Internal Medicine News, 18.11.2010
| November 2010, Nr. 86 |
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Keine Vitamin-D-Bildung in den
Wintermonaten
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Zur Anregung der körpereigenen
Vitamin-D-Bildung in der Haut ist eine UV-B-Bestrahlung von mindestens
18 mJ/ cm2 erforderlich; manche Autoren sprechen sogar von 20 mJ/ cm2.
Diese UV-B-Stärke wird z.B. in den USA nördlich des vierzigsten
Breitengrades im Winter nicht mehr erreicht. In dem kürzlich
erschienenen Buch „The Vitamin D Solution“ hat der renommierte
Vitamin-D-Forscher Michael F. Holick auch verschiedene Tabellen
publiziert, aus denen hervorgeht, wie lange man für eine ausreichende
Vitamin-D-Bildung in der Sonne sein muss. Zwischen dem 35. bis 50.
Breitengrad findet in den Monaten November bis Februar keine
Vitamin-D-Bildung über die Haut statt. Nördlich des 50. Breitengrades
gibt Holick die Monate Oktober bis März als Vitamin-D-Wintermonate an.
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Bild: Gerd Altmann,
pixelio.de |
Deutschland liegt zwischen dem 47. und 52.
Breitengrad; ab dem Ruhrgebiet Richtung Norden beginnt der Vitamin-D-Winter
also schon im Oktober. Dies sollte man wissen, auch wenn in manchen
Publikationen der letzten Wochen behauptet wird, mit der Herbstsonne könne
man die Vitamin-D-Speicher für die Wintersaison auffüllen.
Referenz:
Michael F. Holick, Ph.D.; M.D.: The Vitamin D Solution; Hudson Street Press
2010
Bruce W. Hollis: Symposium: Vitamin D insufficiency: a significant risk
factor in chronic diseases and potential disease-specific biomarkers of
vitamin D sufficiency; JN The Journal of Nutrition, 2005
| November 2010, Nr. 85 |
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Eisen
und Restless-Legs-Syndrome
Wissenschaftler der University of Alabama untersuchten bei 48 Patienten mit
RLS-Syndrom die Zusammenhänge zwischen der Eisenkonzentration und
verschiedenen Parametern wie Schlafqualität, Depressiosneigung, Müdigkeit,
Lebensqualität etc. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass bei
RLS-Patienten niedrige Eisenspiegel mit Depressionen und mit Müdigkeit
korrelierten. Höhere Eisenspiegel wiederum waren mit weniger Schlaflosigkeit
assoziiert. Es stellte sich heraud, dass eine Eisensupplementierung bei
RLS-Patienten nicht nur motorische und sensorische Symptome bessern kann,
sondern auch einen Einfluss auf Parameter wie Schlafqualität, Schläfrigkeit,
Müdigkeit und Lebensqualität hat.
Referenz:
Cuellar NG et al.: The relationship with iron and health outcomes in persons
with restless legs syndrome; Clin Nurs Res. 2010 Nov1
| November 2010, Nr. 84 |
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Zinksupplementierung hat günstigen Effekt bei Kindern mit metabolischem
Syndrom
Wissenschaftler der Isfahan University im Iran untersuchten in einer
randomisierten placebokontrollierten Crossover-Studie den Effekt einer
Zinksupplementierung auf verschiedene Stoffwechselparameter bei
übergewichtigen Kindern. Nach der Zinkgabe kam es bei den
Versuchsteilnehmern zu einer deutlichen Verbesserung von OX-LDL,
Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, Malondialdehyd und anderer
Stoffwechselparameter. Während der Zinktherapie wurde auch eine deutliche
Verminderung von hsCRP und Markern der Insulinresistenz beobachtet. In der
Phase der Zinksupplementierung wurde auch eine Verminderung des
Körpergewichts und des BMI festgestellt, wo hingegen in der Placebophase es
zu einem Gewichtsanstieg kam. Die Ergebnisse der Studie sind besonders
bedeutend im Hinblick auf die sehr ungünstigen Stoffwechselfolgen, die
Übergewicht in der Kindheit mit sich bringen. Die iranischen Wissenschaftler
empfehlen deshalb weitere Studien zur klinischen Applikation von Zink bei
Kindern mit Übergewicht.
Referenz:
Kelishadi R et al.: Effect of Zinc supplementation on markers of insulin
resistance, oxidative stress, and inflammation among prepubescent children
with metabolic syndrome; Metab Sydr Relat Disord. 2010 Oct 28
| November 2010, Nr. 83 |
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Selensupplementierung sinnvoll bei Behandlung der Hashimoto Thyreoiditis
In einer Metaanalyse untersuchten griechische Forscher den Effekt einer
adjuvanten Selentherapie bei der Behandlung der Hashimoto Thyreoiditis
(HT). In die Metaanalyse wurden vier Studien einbezogen. Patienten mit HT,
die über einen Zeitraum von drei Monaten eine Selentherapie erhalten hatten,
wiesen im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant niedrigere
TPO-Antikörper auf. Außerdem führte die Selentherapie auch zu einer
Verbesserung von Stimmung und Wohlbefinden.
Referenz:
Toulis KA et al.: Selenium supplementation in the treatment of hashimoto´s
thyroiditis: a systematic review and a meta-analysis; Thyroid. 2010 Oct;
20(10=: 1163-73
| November 2010, Nr. 82 |
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Vitamin-D-Mangel häufig bei Frauen
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Wissenschaftler der Universitätsklinik Heidelberg haben während einer
Wintersaison zwischen Ende Oktober und Anfang April bei 209 Patientinnen
die Konzentration von 25-OH-D3 bestimmt. Die Frauen waren zwischen 14
und 86 Jahre alt und überwiegend wegen gynäkologischer Fragestellungen
in die Ambulanz der Uni gekommen. 75 Prozent aller untersuchten Frauen
hatten einen Vitamin-D-Mangel, d.h. eine Serumkonzentration von unter 30
ng/ ml. Nahezu jede dritte Frau wies einen schweren Vitamin-D-Mangel mit
Werten unter 10 ng/ ml auf. Im Mittel lagen die Konzentrationen bei 14,9
ng/ ml. |
Referenz:
Ärzte Zeitung online, 08.10.2010
| Oktober 2010, Nr. 81 |
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Vitamin
D und kognitive Störungen
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Unter Verwendung von Daten aus N-HANES wurde bei 3325 Erwachsenen mit
einem Mindestalter von 65 Jahren untersucht, in wieweit der
Vitamin-D-Spiegel mit der kognitiven Leistungsfähigkeit assoziiert ist.
Kognitive Störungen wurden mittels verschiedener Testverfahren
betreffend Wortgedächtnis, Orientierung und Aufmerksamkeit bestimmt. Es
zeigte sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und
einem erhöhten Risiko für kognitive Störungen bei den älteren
US-Bürgern. Je niedriger die Vitamin-D-Konzentrationen lagen, desto
ausgeprägter traten die kognitiven Störungen auf.
Referenz:
Llevellyn DJ et al.: Vitamin D and cognitive impairment in the elderly
U.S. population; J Gerontol A Biol Sci. 2010 Nov 1
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| Oktober 2010, Nr. 80 |
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Vitamin-D-Mangel sehr häufig bei Patienten in orthopädischer Klinik
Forscher des Hospital for Special Surgery in New York City untersuchten die
Vitamin-D-Konzentrationen bei Patienten, die für orthopädische Operationen
stationär aufgenommen worden waren. Ungefähr 50 Prozent der Patienten wiesen
Vitamin-D-Konzentrationen unter 20 ng/ ml auf: Mängel, die durchaus zu einer
Beeinträchtigung der Knochenheilung und der Muskelfunktion führen können.
Dadurch ist möglicherweise auch die Erholung der Patienten beeinträchtigt.
Die Autoren der Studien kommen zu dem Schluss, dass vor einem orthopädischen
Eingriff unbedingt ein Vitamin-D-Mangel korrigiert werden sollte, weil
dadurch schnellere und bessere Resultate erzielt werden könnten.
Referenz:
ScienceDaily, Oct. 7, 2010
Pyridoxin und Pyridostigmin bei Neuropathien
Diese Vitamin-B6-Abkömmlinge wurden erfolgreich bei vier Kindern mit einer
Vincristin-induzierten Neuropathie eingesetzt. Die Kinder erhielten die
Chemotherapie aufgrund der Diagnose einer akuten lymphoplastischen Leukämie.
Bei allen vier untersuchten Patienten konnte durch eine Therapie mit
Pyridoxin und Pyridostigmin eine vollständige Remission der Polyneuropathie
erzielt werden.
Referenz:
Akbayram S. et al.: Use of pyridoxine and pyridostigmine in children with
vincristine-induced neuropathy; Indian J Pediatr. 2010 Jun; 77(6): 681-3.
| Oktober 2010, Nr.
78 |
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Folsäure,
Vitamin B12, Homocystein und depressive Symptome
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An 2524 Teilnehmern der US-amerikanischen NHANES-Studie 2005/ 2006
wurden Zusammenhänge zwischen den Konzentrationen von Folsäure, Vitamin
B12, Homocystein und depressiven Symptomen untersucht. Die depressiven
Symptome wurden mittels eines Patientenfragebogens ermittelt.
Grundsätzlich ergab die Untersuchung, dass die Depressiv-Symtpome-Scores
bei Frauen signifikant höher waren als bei Männern. Erhöhte
Depressionsneigung war invers mit dem Folsäurestatus assoziiert
besonders bei den weiblichen Studienteilnehmern. Mit der Homocystein-
und Vitamin-B12-Konzentration bestand kein signifikanter Zusammenhang.
Bei älteren Erwachsenen (> = 50 Jahre) war die Homocysteinkonzentration
bei beiden Geschlechtern mit der Depressionsneigung assoziiert.
|
Referenz:
Beydoun MA et al.: Serum Folate, Vitamin B-12, and Homocysteine and their
association with depressive symptoms among U.A. adults.
| Oktober 2010, Nr.
77 |
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Depressionen und Sterblichkeitsrisiko
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Britische Wissenschaftler untersuchten an
1007 älteren Menschen im Durchschnittsalter von 76 Jahren den
Zusammenhang zwischen Depressionen und Sterblichkeit. Die
Studienteilnehmer wurden über einen Zeitraum von 9,2 Jahren beobachtet.
Zu Beginn der Studie zeigten 20,9 Prozent der Studienteilnehmer eine
depressive Symptomatik; ihre Sterblichkeit lag während der kommenden
Jahre deutlich höher als bei den nichtdepressiven Senioren. Bei der
Auswertung der Studie zeigte sich auch, dass eine „Low Grade
Inflammation“ und niedrige Vitamin-C-Spiegel unabhängig voneinander mit
Depressionen und Sterblichkeit assoziiert waren. |
|
Bild: macke, aboutpixel.de |
Referenz:
Hamer M et al.: Depression, physical function, and risk of mortality:
national diet and nutrition survey in adults older than 65 years; Am J
Geriar Psychiatry. 2010 Apr 27
| Oktober 2010, Nr.
76 |
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Zink und psychische Störungen
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In einem Übersichtsartikel wurden die
Ergebnisse der von Forschern der Florida State University angestellten
Untersuchungen zur Bedeutung von Zink bei neuropsychiatrischen Störungen
publiziert.
Verschiedene klinische Studien haben
einen Zusammenhang zwischen dem Zinkstatus und neuropsychiatrischen
Störungen wie Depressionen und Angsterkrankungen aufgezeigt. Ein
Zinkmangel kann depressionsähnliche Symptome und auch Ängstlichkeit
hervorrufen. Eine Zinksupplementierung wurde als Behandlung bei
depressiven Episoden eingesetzt. |
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Bild: Walter Dannehl, aboutpixel.de |
Die Verabreichung von
Zink verbessert die Effektivität von Antidepressiva und könnte besonders bei
therapieresistenten Patienten sehr bedeutsam sein. Für die Wirkung von Zink
dürften verschiedene Mechanismen eine Rolle spielen, z.B. die Regulierung
von Neurotransmittersystemen und antioxidativen Prozessen, neurotrophen
Faktoren und den neuronalen Vorläuferzellen.
Referenz:
Cope EC et al.: Role of zinc in the development and treatment of mood
disorders; Curr opin clin Nutr. Metab Care. 2010 Nov
| Oktober 2010, Nr.
75 |
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Aminosäuren bei Angsterkrankungen
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Im Nutritional Journal wurde eine große
Übersichtsarbeit über die Behandlungsmöglichkeiten von Angsterkrankungen
mit pflanzlichen Medikamenten und Mikronährstoffen publiziert. Bei
Angsterkrankungen hat sich eine Arginin-/ Lysinkombination in zwei
Doppelblindstudien als wirksam erwiesen. Es ist bekannt, dass Lysin als
ein partieller Serotoninrezeptor-4-Antagonist wirkt, dadurch die
Gehirn-/ Darmantwort auf Stress vermindert und den Blutcortisolspiegel
senkt. Die erste der klinischen Studien wurde an gesunden männlichen
Versuchspersonen mit hoher Ängstlichkeit durchgeführt. |
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Bild: Schemmi, pixelio.de |
Die Supplementierung von Lysin und Arginin
verbesserte die Fähigkeit der Studienteilnehmer, mit Stress umzugehen, indem
ein Anstieg des Cortisolspiegels nachgewiesen wurde.
Die Autoren dieser Studie hielten es für
wahrscheinlich, dass bei den ängstlichen Versuchspersonen ein
Stresshormon-Regulations-Defizit vorlag, das durch Arginin/ Lysin gebessert
wurde. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt konnte nämlich gezeigt werden,
dass bei sehr ängstlichen Personen auf einen Stressreiz kein oder nur ein
sehr geringer Cortisolanstieg erfolgte. Diese Dysregulation der
Cortisolantwort könnte zu dem stärksten Ängstlichkeitsgefühl führen, wenn
Stress ausgelöst wird.
Die zweite Studie wurde an 108 gesunden Versuchspersonen aus Japan
durchgeführt. Durch die Supplementierung von Lysin und Arginin kam es bei
den männlichen Versuchspersonen zu einer Verminderung der Cortisolspiegel im
Speichel, außerdem wurde eine signifiante Verminderung von Stress- und
Spannungszuständen erreicht. Die Wissenschaftler der Global Neuroscience
Initiative Foundation, Los Angeles, die die Übersichtsarbeit publizierten,
bewerteten die Kombination aus Lysin und Arginin als effektiv zur
Verminderung von Ängstlichkeitssymptomen ohne bekannte Nebenwirkungen.
Aminosäurensupplemente können auch mithelfen, die Cortisolspiegel bei Stress
ins Gleichgewicht zu bringen.
Referenz:
Shaheen E Lakhan, Karen F Vieira et al.: Nutritional and herbal supplements
for anxiety and anxiety-related disorders: systematic review; Lakhan and
Vieira Nutrition Journal 2010, 9: 42
| Oktober 2010, Nr.
74 |
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Citrullin senkt den Blutdruck und verbessert die Blutgefäße
In einer Pilotstudie der Florida State University wurde die
gesundheitliche Wirkung der Wassermelone näher untersucht. Im Focus
hierbei stand die Aminosäure Citrullin, die reichlich in der
Wassermelone enthalten ist und der ein präventiver Effekt gegen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachgesagt wird.
Citrullin wird im Stoffwechsel in Arginin umgewandelt, eine Aminosäure,
die für die Blutgefäße wichtig ist. Aus Arginin entsteht nämlich
Stickstoffmonoxid (NO), das die Gefäßregulation wesentlich mitbestimmt. |
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Bild: ad, pixelio.de |
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In der Studie mit vier Männern und fünf postmenopausalen Frauen im Alter
zwischen 51 und 57 Jahren wurde täglich ein Extrakt der Wassermelone mit
etwa sechs Gramm Citrullin verabreicht.
Bei allen Probanden verbesserten sich die arteriellen Funktionen und der
Blutdruck. Die Forscher schließen daraus, dass dieses „Functional food“
einen gefäßerweiternden und blutdrucksenkenden Effekt aufweist und damit
auch Prozessen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen kann.
Dieses erfolgsversprechende Ergebnis gibt Anlass zu weiteren
Untersuchungen.
Referenz:
sciencedaily.com, Oct. 14, 2010
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| Oktober 2010, Nr.
73 |
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Vitamin D wirkt auf zahlreiche Gene
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Immer wieder ist es erstaunlich, welch vielfältige Wirkungen dem Vitamin
D zukommen. Britische und kanadische Wissenschaftler konnten jetzt
nachweisen, dass mehr als 200 Gene im menschlichen Genom durch Vitamin D
gesteuert werden. Insgesamt fanden die Forscher 2776 Bindungsstellen des
Vitamin-D-Rezeptors im Bereich von 229 Genen. Viele dieser Gene
beeinflussen das Risiko von Autoimmunerkrankungen. Ein Mangel an Vitamin
D kann möglicherweise die Bindung des Rezeptors an die Gene schwächen
und dadurch solche Krankheiten begünstigen.
Referenz:
wissenachaft-aktuell.de, 25. August 2010: Vitamin D wirkt auf zahlreiche
Gene |
| Oktober 2010, Nr.
72 |
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Vitamin D beeinflusst Erscheinungsbild der Haut
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Amerikanische Dermatologen untersuchten einen möglichen Zusammenhang
zwischen der Vitamin-D-Konzentration und Hautschäden, Faltenbildung etc.
im Gesicht. Die Untersuchung wurde an 45 Frauen, die älter als 40 Jahre
waren, durchgeführt. Die Frauen mit den größten Hautschäden hatten ein
fünffach erhöhtes Risiko für einen Vitamin-D-Mangel. Auch einzelne
Schädigungsparameter wie Hyperpigmentation, Faltenbildung,
Teleangiektasien etc. waren mit dem Vitamin-D-Spiegeln assoziiert.
Referenz:
Chang AL et al.: Association of facial skin aging and vitamin D levels
in middle-aged white women; Cancer Causes Control. 2010 Sep 30
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| Oktober 2010, Nr.
71 |
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Luftverschmutzung beeinflusst Vitamin-D-Status
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Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten
die Vitamin-D-Konzentrationen von 200 Hausfrauen zwischen 20 und 55
Jahren. Ein Teil der Studienteilnehmerinnen stammte aus Teheran, einer
Region mit hoher Luftverschmutzung, der andere Teil aus Ghazvin, einer
Region mit geringer Luftverschmutzung. Die Intensität der UV-B-Strahlung
wurde mit einem Messgerät registriert. Bei den Frauen in Ghazvin waren
die Vitamin-D-Konzentrationen deutlich höher als bei den Frauen in
Teheran. Außerdem hatten die Teheran-Frauen signifikant häufiger erhöhte
Konzentrationen des Parathormons. Die Autoren der Studie kommen zu dem
Schluss, dass der Wohnort doch eine erhebliche Rolle für die
Vitamin-D-Versorgung spielt. |
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Bild: Klaus Stevers, Pixelio.de |
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Referenz:
Hosseinpanah F et al.: The effects of air pollution on vitamin D status in
healthy women: A cross sectional study; BMC Public Health. 2010 Aug 29;
10(1)519
| Oktober 2010, Nr.
70 |
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Vitamin-D und rheumatoide Arthritis
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Wissenschaftler der John Hopkins
University School of Medicine, Baltimore, untersuchten bei Patienten mit
rheumatoider Arthritis die Vitamin-D-Spiegel sowie verschiedene Marker
der Krankheitsaktivität. Außerdem wurden die Beschwerden mit
verschiedenen Fragebögen erfasst. An der Studie nahmen 62
Rheumapatienten teil, die in einer Arthritis-Klinik behandelt wurden. 61
Prozent der Rheumapatienten hatten eine Vitamin-D-Konzentration unter 30
ng/ ml, die als Vitamin-D-Mangel eingestuft wurde. Bei den
Rheumapatienten war in einem aktiven Krankheitsschub die
Vitamin-D-Konzentration invers mit dem Schweregrad der Schmerzen und
Behinderung assoziiert. |
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Bild: Berwis, Pixelio.de |
Patienten, die einen
akuten Rheumaschub durchmachten und einen Vitamin-D-Mangel aufwiesen, hatten
ein sechsfach erhöhtes Risiko für eine moderate oder schwere körperliche
Beeinträchtigung. Die Autoren der Studie empfehlen, dass bei Rheumapatienten
in nördlichen Ländern der Vitamin-D-Status routinemäßig überprüft werden
sollte.
Referenz:
Haque UJ, Bartlett SJ: Relationships among vitamin D, disease activity, pain
and disability in rheumatoid arthritis; Clin Exp Rheumatol. 2010 Sep 24
| Oktober 2010, Nr. 69 |
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B-Vitamine verhindern Hirnatrophie bei MCI
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In einer
randomisierten klinischen Studie im Rahmen des OPTIMA-Projekts konnte
nachgewiesen werden, dass eine hochdosierte Therapie mit Folsäure,
Vitamin B6 und Vitamin B12 das Voranschreiten einer Hirnatrophie bei
älteren Menschen mit milder kognitiver Einschränkung (MCI) verzögerte.
Grundsätzlich kommt
es im Alter zu einer Abnahme des Hirnvolumens; diese ist aber bei
Patienten mit MCI beschleunigt. Die Studie wurde an 271 Personen
durchgeführt, die die Einschlusskriterien einer MCI erfüllten.
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Die Probanden erhielten
entweder eine Kombination von 0,8 mg Folsäure, 0,5 mg Vitamin B12 und 20 mg
Vitamin B6 täglich oder ein Placebo über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Mittels Kernspintomographie wurde die Veränderung des Hirnvolumens bestimmt.
Unter der Behandlung mit den B-Vitaminen kam es tatsächlich zu einer
Reduktion der Hirnatrophie um 30 Prozent. Die Forscher sind sich noch im
Unklaren darüber, ob dieser eine klinische Bedeutung zukommt. Zur Klärung
sollen noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden.
Referenz:
aerzteblatt.de, 09.10.2010
spiegel-online, 09.10.2010
| September 2010, Nr. 68 |
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Multivitaminpräparat verbessert kognitive
Funktionen und vermindert Ermüdung bei Multitasking
In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie wurde der Effekt eines
Multivitamin-/ Spurenelementpräparates bei 216 Frauen zwischen 25 und 50
Jahren untersucht.
Die Studienteilnehmerinnen mussten zu Beginn der Studie und neun Wochen
später einen Multitaskingtest durchführen, bei dem sowohl die kognitiven
Funktionen als auch die Stimmungslage und Ermüdung registriert wurden. Bei
den Studienteilnehmerinnen mit dem Multivitaminpräparat konnte eine
verminderte Ermüdbarkeit durch den Test festgestellt werden, außerdem war
die Genauigkeit bei verschiedenen Tests besser. Darüberhinaus zeigte sich
eine Verminderung der Homocysteinkonzentrationen. Die Ergebnisse der Studie
lassen den Schluss zu, dass offensichtlich auch gesunde Menschen durch eine
vermehrte Zufuhr von Vitaminen und Mineralien profitieren.
Referenz:
Haskell CF et al.: Effects of a multi-vitamin/ mineral supplement on
cognitive function and fatique during extended multi-tasking; Hum
Psychopharmacol 2010 aug; 25(6): 448-61
| August 2010, Nr. 67 |
 |
B-Vitamine und Risiko für das kolorektale Karzinom
Im Rahmen der EPIC-Studie wurde untersucht, welchen Einfluss die
Plasmakonzentrationen der Vitamine B2, B6 und B12 auf das Risiko für das
kolorektale Karzinom haben. Dabei zeigte sich, dass höhere
Plasmakonzentrationen der Vitamine B2 und B6 mit einem verminderten
Darmkrebsrisiko assoziiert waren.
Referenz:
Eussen SJ et al.: Plasma vitamins B2, B6, B12, and related genetic variants
as predictors of colorectal cancer risk; Cancer Epidemiol Biomarkers Prev.
2010 Sep 2
| August 2010, Nr. 66 |
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Bessere
Gesundheit durch Lysin
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Es ist schon länger
bekannt, dass Lysin durch Effekte auf Serotoninrezeptoren Diarrhoen und
Ängstlichkeit vermindert. Außerdem verbessert Lysin die
Regenerationsfähigkeit des Darms. In einer randomisierten
Doppelblindstudie wurde der Effekt einer Lysinsupplementierung von einem
Gramm täglich bei zwei Gruppen von Männern, Frauen und Kindern in
unmittelbarer Umgebung von Accra (Ghana) untersucht. Dazu wurden
verschiedene Laborwerte bestimmt, u.a. C3-Komplement, CRP, Cortisol,
Transferrin und Ferritin; außerdem wurde die Morbidität
(Krankheitshäufigkeit) für Diarrhoen, Atemwegserkrankungen und
Ängstlichkeit beurteilt. |
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Bild: Rolf von
Melis, pixelio.de |
Die
Lysinsupplementierung verminderte signifikant die Morbidität für Diarrhoeen
bei Kindern und für Atemwegswerkrankungen bei Männern. Die Konzentrationen
von Ferritin und CRP reduzierte sich bei den lysinsupplementierten Frauen,
während sie bei der Placebogruppe anstieg.
Referenz:
Shibani Ghosh et al.: Effect of lysin supplementation on health and morbility
in subjects belonging to poor peri-urban households in Accra, Ghana; Am J
Clin Nutr., Aug. 18, 2010
| August 2010, Nr. 65 |
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Zinkpartikel gehen durch die Haut
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Bisher wurde
ausgeschlossen, dass Nanopartikel aus Metalloxiden durch die Haut
penetrieren können. Zinkoxidpartikel werden in größerem Umfang in
Sonnenschutzmitteln verwendet. In einer Studie der australischen
Macquarie University wurde nun an Versuchspersonen untersucht, ob Zink
aus Sonnenschutzmitteln die gesunde Haut penetrieren kann. Dazu wurden
zwei verschiedene Arten von Sonnencremes mit einem radioaktiven
Zinkisotop versehen. Es konnte nachgewiesen werden, das der ganz
überwiegende Teil von Zink nicht durch die Haut geht.
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Bild: Oliver Haja,
pixelio.de |
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Ungeachtet dessen konnte das radioakive Zink aber im Blut nachgewiesen
werden und stieg mit Dauer der Anwendung der Sonnencreme an. Bei der
Sonnencreme mit den kleineren Zinkpartikeln wurde eine größere Aufnahmerate
festgestellt, besonders bei den weiblichen Versuchspersonen.
Referenz:
Gulson B et al.: Small amounts of zinc from zinc oxide particles in
sunscreens applied outdoors are absorbed through human skin; Toxicol Sci.
2010 Aug 12
Kommentar:
Die wichtigste Aussage dieser Studie ist, dass Nanopartikel unzweifelhaft
durch die Haut gehen können. Dies mag im Fall von Zink harmlos und
medizinisch unbedeutend sein, allerdings wirft das die Frage auf, welche
anderen Nanopartikeln noch über die Haut aufgenommen werden und ob dies dann
wirklich gesundheitlich unbedenklich ist.
| August 2010, Nr. 64 |
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Vitamin C verbessert Stimmung
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Bei Krankenhauspatienten ist häufig
eine Hypovitaminose als Folge eines Mangels an Vitamin C und E
nachweisbar. Kanadische Wissenschaftler untersuchten in einer
Doppelblindstudie den Effekt von 2 x 500 mg Vitamin C oder 2 x 1000 I.E.
Vitamin D täglich auf die Stimmung von Patienten mit einem akuten
Krankenhausaufenthalt. Die Stimmungslage der Patienten wurde mit einem
validierten Fragebogen erfasst. Die Vitamin-D-Therapie erhöhte zwar die
Konzentration von 25-OH-D3, hatte aber keinen signifikanten Effekt auf
die Stimmungslage. Vitamin C hingegen führte zu einer Verminderung von
Stimmungsschwankungen um 34 Prozent. |
Referenz:
Zhang M et al.: Vitamin C provision improves mood in acutely hospitalized
patients; Nutrition, 2010 Aug
| August 2010, Nr. 63 |
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Erhöhte Homocysteinkonzentrationen bei Panikstörungen
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Wissenschaftler der Universität Bonn
verglichen 23 Patienten mit Panikstörungen mit einer Kontrollgruppe von
23 gesunden Personen in Bezug auf ihre Homocysteinkonzentrationen. Die
Patienten mit Panikstörungen hatten höhere Homocysteinkonzentrationen im
Blutplasma als die Kontrollgruppe. Außerdem korrelierte die
Homocysteinkonzentration mit dem Schweregrad der Symptomatik. Die
Wissenschaftler vermuten, dass das vermehrte Risiko für kardiovaskuläre
Erkrankungen bei ängstlichen Patienten auch über erhöhte
Homocysteinkonzentrationen erklärt werden kann. |
Referenz:
Christian Meier et al.: Relative Hyperhomocysteinemia in patients with panic
disorder: a case-control study; Neuropsychobiology; Vol. 62. No. 3, 2010
| August
2010, Nr. 62 |
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Vitamin-B-Bedarf höher
Wissenschaftler der Universität Bonn verglichen 23 Patienten mit
Panikstörungen mit einer Kontrollgruppe von 23 gesunden Personen in Bezug
auf ihre Homocysteinkonzentrationen. Die Patienten mit Panikstörungen hatten
höhere Homocysteinkonzentrationen im Blutplasma als die Kontrollgruppe.
Außerdem korrelierte die Homocysteinkonzentration mit dem Schweregrad der
Symptomatik. Die Wissenschaftler vermuten, dass das vermehrte Risiko für
kardiovaskuläre Erkrankungen bei ängstlichen Patienten auch über erhöhte
Homocysteinkonzentrationen erklärt werden kann.
als gedacht
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Der RDA-Wert für die Vitamin B12-Aufnahme
beträgt 2,4 µg täglich, wobei es zunehmend Zweifel an der Richtigkeit
dieser Empfehlung gibt. Dänische und US-amerikanische Forscher
untersuchten jetzt den Zusammenhang zwischen der B12-Aufnahme und
Biomarkern des B12-Status. Bei Personen mit normaler Aufnahme zeigten
die Daten, dass erst bei einer Aufnahme von 4 bis 7 µg Vitamin B12
täglich ein adäquater Vitamin-B12-Status erreicht wird. Die empfohlene
Aufnahme von 2,4 µg B12 ist selbst bei gesunden Personen zwischen 18 und
50 Jahren zu niedrig. |
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Bild: Rainer Sturm, pixelio.de |
Referenz:
Mustafa Vakur Bor et al.: Daily intake of 4 to 7 µg dietary vitamin B12 is
associated with steady concentrations of vitamin B12-related biomarkers in a
healthy young popultaion; Am J Clin Nutr. 91: 571-577, 2010, First published
January 13, 2010.
| August 2010, Nr. 61 |
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Der Einfluss körperlicher Aktivität auf
den Glutaminstoffwechsel
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Es ist bekannt, dass körperliche Aktivität einen Einfluss auf die
Glutaminbildung hat und auch die Glutaminaufnahme modulieren kann.
Starke körperliche Anstrengungen sowie entsprechend intensive
Trainingsprogramme führen zu einer Glutaminverarmung, weil im
Stoffwechsel dann weniger Glutamin gebildet wird und Glutamin vermehrt
von den Leber- und Immunzellen aufgenommen wird. Die Glutaminverarmung
nach körperlicher Anstrengung ist mit einer Immunschwäche assoziiert. |
Andererseits führt moderates Training zu
einer verbesserten Glutaminverfügbarkeit, weil die Glutaminsynthese in der
Muskulatur verbessert wird. Ebenso vermindert eine physische Inaktivität,
z.B. durch Bettruhe, die Glutaminbildung und Glutaminverfügbarkeit.
Bei intensivem Training kann eine
Glutaminsupplementierung die Immunkompetenz verbessern und die entzündliche
Aktivität herabsetzen.
Referenz:
Aostini, Francesco; Biolo, Gianni: Effect of physical activity on glutamine
metabolism; Current Opinion in Clinical Nutrition & Metabolic Care; January
2010 – Volume 12 – Issue 1
| Juli 2010, Nr. 60 |
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Glutamin in der Onkologie
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In einer Übersichtsarbeit wurden experimentelle und klinische Studien
über den Nutzen einer Glutaminsupplementierung bei Tumorerkrankungen
ausgewertet. Innerhalb der letzten 20 Jahre wurden 36 klinische Studien
über die Sicherheit und Effektivität von Glutamin bei verschiedenen
Patientengruppen publiziert. In den allermeisten klinischen Studien
konnten durch eine Glutaminsupplementierung bei Tumorpatienten der
Stoffwechsel und die klinische Situation deutlich verbessert werden, ohne das Tumorwachstum
zu beschleunigen. |
Die Wirksamkeit von Glutamin beruht auf
mehreren Prinzipien: Aufrechterhaltung der Permeabilitätsbarriere,
verbesserte Immunkompetenz, Verhinderung der Zellproliferation, erhöhte
Apoptoserate, vermehrte Synthese von Glutathion, Hitzeschockproteinen und
Glucagon-like Peptiden. Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass
eine angemessene Glutaminsupplementierung sicher ist und von Vorteil sein
kann, um die Risiken einer Hochdosis-Chemotherapie und Strahlentherapie zu
vermindern. Außerdem kann durch Glutamin die Regeneration bei Patienten
verbessert werden, die sich einer Knochenmarkstransplantation unterziehen
mussten.
Referenz:
Katharina S Kuhn et al.: Glutamine as indispensable nutrient in oncology:
experimental and clinical evidence; European Journal of Nutrition, Volume
49, Number 4/ Juni 2010
| Juli 2010, Nr. 59 |
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Glutamin ist für die intestinale Permeabilität von Bedeutung
Glutamin ist derzeit die meist bekannte Substanz für die Verminderung der
intestinalen Permeabilität. Es ist hinreichend bekannt, dass ein
Glutaminmangel die Durchlässigkeit des Darms erhöht. Eine
Glutaminsupplementierung konnte z.B. die Barrierefunktion des Darms bei
fehlernährten Kindern verbessern. Glutamin hat aber keinen Effekt auf die
Barrierefunktion, wenn es parenteral verabreicht wird. Glutamin ist ein
wichtiges Substrat für die Enterozyten; es wirkt zusammen mit anderen
Aminosäuren, wie z.B. Leucin und Arginin, für die Aufrechterhaltung der
Integrität und Funktion des Darms. Bei verschiedenen Störungen wurde
Glutamin mit Erfolg zur Verbesserung der intestinalen Permeabilität
eingesetzt. Es verminderte auch die Häufigkeit von Infektionen nach
bauchchirurgischen Eingriffen. Bei Säuglingen mit zu geringem Geburtsgewicht
verbesserte Glutamin die Allergiebereitschaft während der ersten
Lebensjahre.
Referenz:
Jean Robert Rapin, Nicolas Wiernsperger: Possible links between intestinal
permeability and food processing: A potential therapeutic niche for
glutamine; Clinics 2010; 65(6): 635-43
| Juli 2010, Nr. 58 |
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Spurenelemente bei ADHS-Kindern
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Wissenschafter der University of British
Columbia, Canada, untersuchten die Konzentration von Spurenelementen bei
44 Kindern mit der Diagnose ADHS. Die Untersuchung konnte die Ergebnisse
früherer Studien bestätigen, dass bei ADHS-Kindern niedrige
Zinkkonzentrationen vorliegen.
Neu an diesem Untersuchungsergebnis
ist, dass auch die Kupferkonzentrationen bei den ADHS-Kindern vermindert
waren. Die Bedeutung dieser Feststellung liegt darin, dass Zink und
Kupfer genauso wie Eisen essentielle Cofaktoren für die Bildung von
Dopamin und Noradrenalin sind, zwei Neurotransmittern, die für die
Entstehung dieser Erkrankung eine wichtige Rolle spielen. |
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Bild: S. Hofschläger, Pixelio.de |
Referenz:
Joy Y Kiddie: Nutritional status of children with attention deficit
hyperactivity disorder: A pilot study; International Journal of Pediatrics,
Volume 2010, Article ID 767318, 7 pages
| Juli 2010, Nr. 57 |
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Quecksilber im Meer ist gefährlich
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Häufig werden in Seen und anderen
Binnengewässern höhere Quecksilberkonzentrationen als im Meerwasser
gemessen. Trotzdem stellt der Verzehr von Salzwasserfischen wie
Thunfisch, Makreele und Hai ein gesundheitliches Risiko dar.
Wissenschaftler der Duke University haben jetzt herausgefunden, warum
Quecksilber im Meerwasser offensichtlich gefährlicher ist als in
Binnengewässern. In Binnengewässern wird das Methylquecksilber an
organische Partikel gebunden und relativ schnell durch das Sonnenlicht
abgebaut.
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Bild: CHEck,
Pixelio.de |
Das Methylquecksilber im Meerwasser bindet
sich stark an Chlorid, was einen Abbau durch Sonnenlicht deutlich erschwert.
Deshalb kann sich Methylquecksilber in Fischen anreichern.
Referenz:
Medical News Today, 29 Jun 2010: The Danger to humans of mercury in oceans
| Juli 2010, Nr. 56 |
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Kupfer
vermindert oxidativen Stress
Wissenschaftler der Ohio State University untersuchten bei jungen Frauen,
welchen Effekt eine Kupfersupplementierung auf verschiedene Laborparameter
hat. Bisher war zwar bekannt, dass ein Kupfermangel gar nicht so selten ist,
aber der Nutzen einer Therapie mit Kupfer war weitgehend ungeklärt. Acht
Studentinnen erhielten täglich zwei Milligramm Kupfer über einen Zeitraum
von acht Wochen. Erwartungsgemäß verbesserte die Kupfersupplementierung
sowohl die Kupferkonzentration wie auch die Aktivität zweier Enzyme. Die
Supplementierung führte u.a. auch zu einer 39-prozentigen Verminderung der
Plasmakonzentrationen der F2-Alpha-Isoprostane, die wichtige Marker des
oxidativen Stresses sind.
Referenz:
Rovert A DiSilvestro et al.: A pilot study of copper supplementation effects
on plasma F2 alpha isoprostanes and urinary collagen crosslinks in young
adult women; Journal of Trace Elements in Medicine and Biology, Volume 24,
Issue 3 July 2010, Pages 165 - 168
| Juli 2010, Nr. 55 |
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Homocystein und Ernährungsgewohnheiten
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Wissenschaftler aus Pakistan untersuchten bei 872 gesunden Erwachsenen
den Einfluss verschiedener Ernährungsmuster auf die
Homocysteinkonzentration. Bei den Studienteilnehmern wurden die
Ernährungsgewohnheiten per Ernährungsfragebogen erfasst sowie die
Konzentrationen von Homocystein, Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12
gemessen. Es wurden drei wesentliche Ernährungsmuster identifiziert:
eine so genannte vernünftige Ernährungsform (prudent diet), eine
tiereiweißreiche Ernährung und eine Ernährung mit einem hohen Anteil pflanzlicher Proteine. Eine hohe Zufuhr
pflanzlicher Eiweiße erwies sich als Schutzfaktor gegen die Bildung
einer Hyperhomocysteinämie, während ein hoher Verzehr tierischer Eiweiße
die Entstehung einer Hyperhomocysteinämie förderte. Darüber hinaus
konnte nachgewiesen werden, dass die Plasmahomocysteinkonzentrationen
mehr mit den Folsäurekonzentrationen korrelierten als mit den
Konzentrationen von Vitamin B6 oder Vitamin B12.
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Referenz:
Mohsin Yakub et al.: Dietary patterns are associated with
hyperhomocysteinemia in an urban pakistani population; J. Nutr. First
published May 12
| Juli 2010, Nr. 54 |
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Die
Bedeutung von Homocystein und Folsäure bei altersbedingtem Gehörverlust
Im Rahmen der Blue Mountains Hearing Study
untersuchten Wissenschaftler, welche Bedeutung die Serumkonzentrationen von
Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein auf die Entwicklung einer Presbycusis
(Altersschwerhörigkeit) hat. Studienteilnehmer mit erhöhten
Homocysteinkonzentrationen (> 20 µmol/ l) hatten ein um 64 Prozent erhöhtes
Risiko für einen Gehörverlust größer als 25 Dezibel. Niedrige
Folsäurekonzentrationen erhöhten das Risiko leicht, einen Hörverlust zu
erleiden. Die Serum-Vitamin-B12-Konzentration schien auf das Gehör keinen
Einfluss zu haben.
Referenz:
Gopinath B et al.: Serum homocysteine and folate concentrations are
associated with prevalent age-related haring loss; J.Nutr. 2010 Jun 23
| Juli 2010, Nr. 53 |
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Homocystein und Knochendichte
Italienische Forscher untersuchten bei 448 postmenopausalen Frauen einen
möglichen Zusammenhang zwischen der Knochendichte und den Konzentrationen
von Homocystein, Folsäure und Vitamin B12. Die Homocysteinkonzentration war
negativ mit der Knochendichte des Oberschenkels assoziiert, nicht aber mit
der Knochendichte des Schenkelhalses und der Lendenwirbelsäule. Es bestand
keine signifikante Assoziation zwischen der Knochendichte und den
Serumkonzentrationen von Folsäure und Vitamin B12. Insgesamt ist der
Einfluss des Homocysteins auf die Knochendichte eher gering, aber trotzdem
klinisch relevant, da die Osteoporose bei postmenopausalen Frauen ja sehr
häufig auftritt und erhöhte Homocysteinkonzentrationen auch relativ leicht
behandelt werden können.
Referenz:
Paolo Bucciarelli et al.: The relationship between plasma homocysteine levels
and bone mineral density in post-menopausal women; European Journal of
Internal Medicine
| Juli 2010, Nr. 52 |
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Homocysteinkonzentration korreliert mit Entzündungsmarkern bei KHK-Patienten
Eine Hyperhomocysteinämie gilt als unabhängiger Risikofaktor für
kardiovaskuläre Erkrankungen und Schlaganfall. Im Rahmen der Ludwigshafen
Risk and Cardiovascular Health (LURIC) Study wurden bei 1325 Patienten mit
nachgewiesener KHK verschiedene Laborparameter untersucht und im
Zusammenhang mit der Homocysteinkonzentration bewertet. Die
Homocysteinkonzentrationen korrelierten mit den Neopterinspiegeln, und
Patienten mit einer Hyperhomocysteinämie wiesen auch signifikant höhere
CRP-Konzentrationen auf. Insgesamt bestand ein enger Zusammenhang zwischen
der Verfügbarkeit der B-Vitamine, dem Ausmaß der Immunaktivierung und der
Homocysteinkonzentration. Ein Mangel an B-Vitaminen fördert eine
Homocysteinämie, was wiederum mit einer chronischen Immunaktivierung
verbunden ist.
Referenz:
Schroecksnadel K et al.: Total homocysteine in patients with angiographic
coronary artery disease correlates with inflammation markers; Thromb Baemost.
2010 May 3; 103(5): 926-35
| Juli 2010, Nr. 51 |
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Homocysteinstoffwechsel bei alkoholischer Lebererkrankung gestört
Bei 40 Patienten mit einer alkoholischen Lebererkrankung wurde der
Homocysteinmetabolismus untersucht. Dazu wurden neben den Vitaminen B6, B12
und Folsäure auch verschiedene andere Metabolite bestimmt wie Methionin,
SAM, Cystathion, Cystein, Glycin etc. Die Homocysteinkonzentrationen waren
bei allen Alkoholpatienten erhöht; bei den Patienten mit alkoholischer
Lebererkrankung fanden sich niedrige Vitamin B6-Konzentrationen, wodurch die
Vitamin-B6-abhängigen Stoffwechselwege wie die Bildung von Cystathion
gestört waren. Die Homocystein-Transsulfurierung erwies sich bei Patienten
mit alkoholischer Lebererkrankung als beeinträchtigt und korrelierte mit dem
Schweregrad der Leberfibrosierung.
Referenz:
Valentina Medici et al.: Impaired homocysteine transsulfuration is an
indicator of alcoholic liver disease; Journal of Hepatology, 2010
| Juli 2010, Nr. 50 |
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Vitamin
D zur größten Mahlzeit des Tages einnehmen!
Wissenschaftler der Cleveland Clinic untersuchten an 17 Patienten, unter
welchen Bedingungen die Einnahme von Vitamin D am effektivsten ist.
Dabei zeigte sich, dass die Einnahme von Vitamin D zur größten Mahlzeit
des Tages den höchsten Vitamin-D-Anstieg bewirkte.
Referenz:
Cleveland Clinic, news release, May 5, 2010 |
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| Bild: Klaus
Steves, pixelio.de |
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| Juni 2010, Nr. 49 |
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Häufiger Folsäuremangel bei Patienten mit Depressionen
Spanische Forscher bestimmten bei Patienten mit der Diagnose unipolaren
Depression die Konzentrationen von Folsäure und Vitamin B12 während ihres
ersten Besuches in einer psychiatrischen Einrichtung.
An der Studie nahmen 82 Patienten teil, die zwischen 20 und 86 Jahre alt
waren. 69 Patienten hatten niedrige Folsäurespiegel, das sind 84 Prozent
aller Studienteilnehmer. Nur 4,8 Prozent der Probanden wiesen niedrige
Vitamin-B12-Konzentrationen auf. Die Folsäurekonzentrationen lagen bei einem
Mittelwert von 2,2 ng/ ml teilweise sehr niedrig. Besonders häufig war der
Folsäuremangel bei therapieresistenten Patienten, so dass anzunehmen ist,
dass der Folsäuremangel ein wichtiger Faktor für das schlechte Ansprechen
der antidepressiven Therapie ist.
Referenz:
A. Doll et al.: P01-30 – Folate deficiency in outpatients with a diagnosis of
unipolar depression in mental health center; 18th European Congress of
Psychiatry. February 27, March 2, 2010
| Juni 2010, Nr. 48 |
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Manganspiegel beeinflusst kindliche Entwicklung
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Bei 484 mexikanischen Kindern wurde die Entwicklung von der Geburt bis zum
dritten Lebensjahr regelmäßig untersucht und beobachtet. Bestimmt wurden
auch die Vollblutkonzentrationen von Mangan. Es zeigte sich, dass Babys mit
relativ hohen oder niedrigen Manganspiegeln eine verzögerte Entwicklung
aufwiesen, die durch entsprechende Testscores ermittelt wurden. Allerdings
besagt das Ergebnis der Untersuchung nicht unbedingt, dass die
Mangankonzentration der Grund der langsameren Entwicklung ist. Jedenfalls
könnte diese Untersuchung aber ein Anlass sein, den Einfluss von Mangan auf
die Entwicklung des Nervensystems genauer zu untersuchen. Daten über die
gesundheitlichen Effekte erhöhter Mangankonzentrationen kamen bisher
ausschließlich von Studien mit Arbeitern, die beruflich mit diesem Element
vermehrt in Berührung kamen. |
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Bild: Alexandra H., Pixelio.de |
Referenz:
Army Norton: Low, high mananese levels may affect the infant brain; Reuters,
June 12, 2010
| Juni 2010, Nr. 47 |
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Hochdosierter Vitamin-B-/ Mineralstoffkomplex verbessert Stimmung bei
gesunden Männern
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Bei 215 berufstätigen Männern im
Alter von 30 bis 55 Jahren wurde in einer Doppelblindstudie der Effekt
einer erhöhten Mikronährstoffzufuhr untersucht. Dabei zeigte sich, dass
durch die Einnahme der B-Vitamine und Mineralstoffe bei verschiedenen
Testverfahren eine deutliche Verbesserung erreicht wurde. Unter anderem
kam es auch zu einer höheren Stresstoleranz, zu einer verbesserten
Hirnleistungsfähigkeit und Vitalität etc. |
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Bild: Wotan,
Pixelio.de |
Referenz:
Kennedy DO et al.: Effects of high-dose B vitamin complex with vitamin C and
minerals on subjective mood and performance in healthy males;
Psychopharmacology (Berl.) 2010 Jul; 211(1): 55-68
| Juni 2010, Nr. 46 |
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B-Vitamine
und Depressionen
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In einer Studie des Rush University
Medical Center wurde untersucht, inwieweit die Aufnahme der Vitamine B6,
B12 und Folsäure über einen längeren Zeitraum das Depressionsrisiko
beeinflusst. An der Studie nahmen 3.500 Erwachsene älter als 65 Jahre
teil. Die Studie lief über einen Zeitraum von etwa sieben Jahren. Die
Auswertung der Daten zeigte, dass eine höhere Aufnahme der Vitamine B6
und B12 auch aus Nahrungsergänzungsmitteln das Risiko für das Auftreten
von Depressionen verminderte. Bei zusätzlichen 10 Milligramm Vitamin B6
und 10 Mikrogramm Vitamin B12 war das Risiko für depressive Symptome
jährlich um zwei Prozent vermindert.
Referenz:
Skarupski KA et al.: Longitudinal association of vitamin B6, folate, and
vitamin B12 with depressive symptoms among older adults over time; Am J Clin
Nutr. 2010 |
| Juni 2010, Nr. 45 |
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Melatonin und Tryptophan schützen gegen aspirininduzierte Magenschäden
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Wissenschaftler der Thüringischen Klinik Georgius Agricola in Saalfeld
untersuchten, inwieweit Melatonin und Tryptophan ASS (Acetylsalicylsäure-)
-induzierte Schleimhautläsionen vermindern können. Dies wurde an 30
Freiwilligen untersucht, die 11 Tage lang entweder nur ASS erhielten
oder ASS in Kombination mit Melatonin oder Tryptophan. Die Magenschäden
wurden am dritten, siebten und elften Tag der ASS-Verabreichung
gastroskopisch untersucht. Erwartungsgemäß führte die Gabe von ASS zu
einem deutlichen Anstieg von Magenschäden und zu vermehrten
Blutverlusten. Die Zugabe von Melatonin oder Tryptophan reduzierte
deutlich die ASS-Schäden. |
Die Wissenschaftler
schlossen aus dieser
Untersuchung, dass Melatonin und seine Vorstufe Tryptophan in oraler Form
Magenläsionen durch ASS signifikant mit zwei möglichen Mechanismen
reduzieren können: Zum einen können Melatonin und Tryptophan einen direkten
Schutzeffekt auf die Magenschleimhaut haben, zum anderen kann der Schutz
dadurch erfolgen, dass durch Melatonin und Tryptophan vermehrt Gastrin
freigesetzt wird.
Referenz:
Konturek PC et al.: Role of melatonin in mucosal gastroprotection against
aspirin-induced gastric lesions in humans; J Pineas Res. 2010 May; 48(4):
318-23
| Juni 2010, Nr. 44 |
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Eisenmangel erhöht HbA1c-Spiegel
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Amerikanische Wissenschaftler
untersuchten bei Teilnehmern von NHANES 1999 den Zusammenhang zwischen
der Eisenkonzentration im Blutserum und der Konzentration von HbA1c. Von
den untersuchten Frauen litten 13,7 Prozent an einem Eisenmangel und 4
Prozent an einer Eisenmangelanämie. Der Eisenmangel war mit einem
erhöhten Risiko für einen HbA1c-Wert größer als 5,5 Prozent assoziiert.
Jetzt sind weitere Studien erforderlich, um den Grund dieses
Zusammenhangs herauszufinden.
|
Referenz:
Catherine Kim, M.D.M.P.H et al.: Association between iron deficiency and
HbA1c levels among adults without diabetes in the National Health and
Nutrition Examination Survey; 1999 – 2006; American Diabetes Association,
January 6, 2010
| Juni 2010, Nr. 43 |
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Eisen
beeinflusst psychomotorische Entwicklung bei Kindern
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Polnische Forscher aus Warschau
werteten die verfügbaren Doppelblindstudien über die Effekte einer
Eisensupplementierung bei schwangeren Frauen, Säuglingen und
Kleinkindern hinsichtlich der mentalen und psychomotorischen Entwicklung
aus. Drei der fünf Doppelblindstudien zeigten einen günstigen Effekt
einer Eisensupplementierung auf die psychomotorische Entwicklung der
Kleinkinder, was durch eine entsprechende Metaanalyse bestätigt wurde.
Eine Eisensupplementierung bei Säuglingen hat also wahrscheinlich einen
positiven Einfluss auf die psychomotorische Entwicklung der Kinder, die
mentale Entwicklung scheint dadurch aber nicht beeinflusst zu werden.
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Referenz:
Hania Szajewska et al.: Effects of iron supplementation in nonanemic pregnant
women, infants, and young children on the mental performance and psychomotor
development of children: a systematic review of randomized controlled trials;
Am J Clin Nutr, April 21, 2010
| Juni 2010, Nr. 42 |
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Zink
als protektiver Faktor gegen Atherosklerose
Oxidativer Stress und
chronische Entzündung gelten als Risikofaktoren für die Atherosklerose. Da
Zink antientzündliche und antioxidative Eigenschaften besitzt, liegt die
Vermutung nahe, dass es auch gegen die Arterienverkalkung schützen kann.
Dies wurde von Wissenschaftlern der Wayne State University Detroit
untersucht. Sie führten an 40 gesunden älteren Menschen im Alter zwischen 56
bis 83 Jahren eine randomisierte Doppelblindstudie durch. Eine Gruppe
erhielt 55 mg Zink täglich über einen Zeitraum von 6 Monaten, die andere
Gruppe ein entsprechendes Placebopräparat. Nach diesen 6 Monaten zeigten
sich in der zinkbehandelten Gruppe erhebliche Veränderungen verschiedener
Laborparameter: Anstieg der Zinkkonzentration und Verminderung der
Konzentration von HsCRP, Interleukin-6, MCP-1, VCAM-1, Malondialdehyd und
anderer Parameter. Statistisch ergab sich ein klarer Zusammenhang zwischen
der Plasma-Zinkkonzentration und der Konzentration der genannten
Laborparameter. In Zellkulturstudien konnten die Forscher nachweisen, dass
Zink die Bildung von TNF-Alpha und IL-1-Beta sowie die Aktivierung von
NF-Kappa-B vermindert, die Bildung antiinflammatorischer Proteine dagegen
erhöht. Die Ergebnisse dieser Studie legen also nahe, dass Zink aufgrund
seiner antiinflammatorischen und antioxidativen Eigenschaften einen
Schutzeffekt gegen Atherosklerose ausübt.
Referenz:
Bao B et al.: Zinc decreases C-reactive protein, lipid peroxidation,and
inflammatory cytokines in elderly subjects: a potential implication of zinc
as an atheroprotective agent.
| Juni 2010, Nr. 41 |
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Nervenschutz durch Vitamin E bei Cisplatintherapie
Italienische
Wissenschaftler untersuchten in einer Doppelblindstudie die Wirksamkeit von
Vitamin E gegen die Neurotoxizität von Cisplatin. 108 Patienten, bei denen
eine Cisplatin-Chemotherapie durchgeführt wurde erhielten entweder 400 mg
Vitamin E oder ein Placebopräparat. Die Therapie wurde vor der Chemotherapie
begonnen und über einen Zeitraum von drei Monaten nach der Cisplatingabe
fortgesetzt. Der Schweregrad der Neurotoxizität wurde durch
Neurotoxizitäts-Scores erfasst. Die Patienten, die Vitamin E erhielten,
hatten signifikant niedrigere Scores als die Patienten mit Placebo. Durch
die Studie konnte also nachgewiesen werden, dass eine
Vitamin-E-Supplementierung signifikant das Risiko von Nervenschäden durch
Cisplatin vermindert. Deshalb sollte eine Vitamin-E-Supplementierung
routinemäßig bei einer Cisplatin-Therapie durchgeführt werden.
Referenz:
Pace A et al.: Vitamin E neuroprotection for cisplatin neuropathy: a
randomized, placebo-controlled trial; Neurology. 2010 Mar 2; 74(9): 762-6
| Mai 2010, Nr. 40 |
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Niedrige Vitamin-D-Spiegel und Depressionen
Bei
älteren Menschen ist eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung häufig
anzutreffen, was mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche,
Gebrechlichkeit und einer ganzen Anzahl chronischer Erkrankungen verbunden
ist. In einer Studie des National Institute on Aging in Baltimore wurde nun
ein möglicher Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Konzentrationen und
Depressionen bei älteren Menschen untersucht. An der Studie nahmen 531
Frauen und 423 Männer im Alter von 65 und älter teil. Diese Personengruppe
wurde über einen Zeitraum von 6 Jahren beobachtet. Am Ende der Studie wurde
festgestellt, dass 42 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer während
der Zeit eine Depression entwickelten. Drei Viertel der Frauen und die
Hälfte der Männer hatten eine Vitamin-D-Konzentration unter 20 ng/ ml.
Frauen
mit niedrigen Vitamin-D-Konzentrationen, die zu Beginn der Studie keine
Depression aufwiesen, erkrankten während der sechs Jahre doppelt so häufig
an Depressionen als Frauen mit einem ausreichenden Vitamin-D-Spiegel. Frauen
mit einem Vitamin-D-Mangel zeigten nach drei bzw. nach sechs Jahren eine
Verschlechterung der Stimmungslage, was sich auch in den Scores eines
entsprechenden Testbogens niederschlug.
Auch
bei Männern führte eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung im beobachteten
Zeitraum zu einer Stimmungsverschlechterung, allerdings war dieser
Zusammenhang nicht signifikant. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die
Hypovitaminose-D ein Risikofaktor für die Entwicklung depressiver Symptome
bei älteren Personen darstellt, wobei bei Frauen die Assoziation stärker
ist.
Die
Studie beweist aber nicht, dass niedrige Vitamin-D-Konzentrationen
Depressionen verursachen, weil die Studienteilnehmer mit einem niedrigen
Vitamin-D-Spiegel auch andere Prädispositionsfaktoren für Depressionen haben
könnten.
Referenz:
Milanesch Y et al.: Serum 25-Hydroxyvitamin D an d depressive symptoms in
older women and men; J clin Endocrinol Metab. 2010 May 5
| Mai 2010, Nr.
39 |
 |
Arginin
verbessert Leistungsfähigkeit bei älteren Radfahrern
 |
Amerikanische Wissenschaftler untersuchten den Effekt eines Supplements,
bestehend aus Arginin und Antioxidantien, auf die körperliche
Leistungsfähigkeit bei älteren Radfahrern. Die Untersuchung wurde als
Doppelblindstudie über einen Zeitraum von drei Wochen durchgeführt. Nach
der ersten und dritten Woche absolvierten die Patienten verschiedene
Leistungstests auf dem Ergometer. Die anaerobe Schwelle war in der
Verumgruppe signifikant höher als in der Placebogruppe, sowohl nach der
ersten als auch nach der dritten Woche. |
|
Bild: Rainer Sturm, Pixelio.de |
Die Sauerstoffaufnahme war bei beiden
Gruppen unverändert. Das Ergebnis der Studie zeigt also die Wirksamkeit
einer Arginin- und Antioxidantiensupplementierung hinsichtlich einer
Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei älteren Menschen.
Referenz:
Steve Chen et al.: Arginine and antioxidant supplement on performance in
elderly male cyslists: a randomized controlled trial; J Int Soc Sports Ntur.
2010; 7: 13
| Mai 2010, Nr.
38 |
 |
Arginin
verändert antioxidative Kapazität bei KHK
In einer indischen Studie erhielten Patienten mit einer koronaren
Herzerkrankung über sieben Tage drei Gramm Arginin. Außerdem wurden
verschiedene Parameter bestimmt wie die Aktiviät der Superoxiddismutase
(SOD), die Konzentration des Malondialdehyds (MDA), die Konzentration der
Thiole, die Vitamin-C-Konzentration etc. Die Arginin-Supplementierung
bewirkte einen Anstieg der SOD-Aktiviät, der Thiol- und
Vitamin-C-Konzentrationen sowie eine Verminderung der Aktivität der
Xantin-Oxidase, der MDA-Spiegel und anderes. Offensichtlich verbessert
Arginin deutlich die antioxidative Kapazität des Stoffwechsels.
Referenz:
Tripathi P et al.: Therapeutic role of L-arginine on free radical savenging
system in ischemic heart diseases; Indian J Biochem Biophys. 2009 Dec;
46(6): 498-502
| Mai 2010, Nr.
37 |
 |
Arginin
verbessert körperliche Leistungsfähigkeit
 |
Amerikanische Wissenschaftler untersuchten den Einfluss von
Arginin-Suppelementen auf die körperliche Leistungsfähigkeit an der
Müdigkeitsschwelle. 50 männliche College-Studenten erhielten entweder
1,5 g Arginin oder 3 g Arginin oder 1 Placebopräparat über einen
Zeitraum von vier Wochen. Zusätzlich zu Arginin wurden 300 mg
Grapefruitkernextrakt verabreicht. Alle Studienteilnehmer führten auf
dem Fahrradergometer Belastungstests bis zur Müdigkeitsschwelle durch.
Bei den Probanden mit 1,5 und 3 g Arginin wurde eine deutliche
Steigerung der muskulären Belastbarkeit nachgewiesen. |
|
Bild: Hans-Peter Bolliger, pixelio.de |
Referenz:
Camic CL et al.: Effects of arginine-based supplements on the physical
working capacity at the fatigue threshold; J Strength 2010 Apr. 9
| Mai 2010, Nr.
36 |
 |
Aminosäuren bei chronischen Lebererkrankungen
Japanische Wissenschaftler untersuchten die Aminosäurenkonzentrationen bei
Patienten mit chronischer Hepatitis und bei Patienten mit Leberzirrhose. In
Abhängigkeit vom Schweregrad der Leberschädigung stieg die
Tyrosinkonzentration an, während die Konzentrationen der verzweigtkettigen
Aminosäuren im fortgeschrittenen Stadium einer Leberzirrhose abnahmen. Die
Tyrosinkonzentration ist bereits in einem frühen Stadium einer chronischen
Lebererkrankung typischerweise verändert.
Referenz:
Michitaka K et al.: Amino acid imbalane in patients with chronic liver
diseases; Hepatol Res. 2010 Apr 1; 40(4): 393-8
| Mai 2010, Nr.
35 |
 |
Eisenmangel kann Hirnleistungsfähigkeit beeinträchtigen
Dazu drei Studien:
1. Eisenmangel und kognitive Fähigkeiten
Eisen ist ein zweischneidiges Schwert
für das Gehirn. Ein Eisenmangel kann zu einer Beeinträchtigung von
Kognition und Lernprozessen führen, was mit großer Wahrscheinlichkeit
auf eine Veränderung der Dopaminrezeptoren-Empfindlichkeit
zurückzuführen ist.
Der genaue Mechanismus, wie die Dopaminrezeptoren durch den
Eisenmangel beeinflusst werden, ist noch nicht ausreichend verstanden,
möglicherweise kommt es zu Interaktionen mit den endogenen Opiaten,
Enkephalinen und Dynorphinen, die vor allem den Hippocampus und das
Striatum betreffen.
|
|
Unbestritten spielt jedoch
andererseits eine Akkumulation von Eisen eine wichtige Rolle bei der
Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen. Inzwischen konnten z.B.
auch die biochemischen Details der Eisenanhäufung bei der
Parkinsonerkrankung näher geklärt werden. Ungeklärt ist noch die
Frage, warum der Prozess der Neurodegeneration zu einer Eisenanhäufung
führt.
Referenz:
Moussa B.H. et al.: Iron Deficiency and Express in the Brain:
Implications for Cognitive Impairment and Neurodegeneration; 10. März
2010
|
2. Eisenmangel in jungen Jahren
Ein Eisenmangel in der Kindheit hat
einen
negativen Einfluss auf die Entwicklung des Nervensystems und kann zu
persistierenden Veränderungen des zentralen Nervensystems führen.
Amerikanische Wissenschaftler untersuchten junge Erwachsene mit 19
Jahren, die als Kind einen schweren Eisenmangel hatten. Bei diesen
Personen zeigten sich Veränderungen verschiedener Exekutivfunktionen
sowie eine Beeinträchtigung bei bestimmten Gedächtnistests.
|
|
Die Wissenschaftler vermuten, dass
ein Eisenmangel in der Kindheit den Hippocampus und das dopaminerge
System dauerhaft schädigt.
Referenz:
Lukowski et al.: Iron deficiency in infancy and neurocognitive
functioning at 19 years: evidence of long-term deficits in executive
function and recognition memory; Nutritional Neuroscience, Volume 13,
Number 2, April 2010, pp. 54-70(17)
|
3. Metaanalyse über Eisensupplementierung
Britische Wissenschaftler führten
eine Metaanalyse zur Klärung der Frage durch, ob eine
Eisensupplementierung kognitive Fähigkeiten verbessern kann, z.B.
Konzentration, Intelligenz, Gedächtnis, psychomotorische und
schulische Fertigkeiten. Man vermutet, dass 25 Prozent der
Weltbevölkerung an einer Anämie leiden und dass davon 50 Prozent auf
einen Eisenmangel zurückzuführen sind. Es ist bekannt, dass niedrige
Konzentrationen von Hämoglobin zu einer Reihe von Symptomen führen,
z.B. Schwäche, allgemeine Müdigkeit, verminderte Immunkompetenz etc.
|
 |
|
Bild: Designritter, pixelio.de |
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Im Alter von 6 – 12 Monaten besteht
ein erhöhtes Anämierisiko, dann wieder während der Pupertät, besonders
bei Mädchen, außerdem bei Frauen im gebärfähigen Alter und bei älteren
Menschen. Es besteht auch ein erhöhtes Anämierisiko im Zusammenhang
mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen, die ja bekanntlich bei
älteren Menschen auftreten. Man vermutet, dass 47 Prozent der
Vorschulkinder weltweit unter Anämie leiden. Langzeitstudien zeigten,
dass ein Eisenmangel in der Frühkindheit zu einer schlechteren
Hirnleistungsfähigkeit führt. Ältere Kinder und Erwachsene weisen ein
geringeres Risiko für eine Anämie auf, trotzdem dürften doch 25
Prozent der Kinder weltweit an einer Anämie leiden, 30 Prozent der
nichtschwangeren Frauen, 42 Prozent der schwangeren Frauen und 17
Prozent der älteren Menschen.
In die Metaanalyse wurden 14 randomisierte Doppelblindstudien
einbezogen, die bei Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Frauen
durchgeführt wurden. Mit einiger Evidenz kann gesagt werden, dass eine
Eisensupplementierung die Aufmerksamkeit, die Konzentration und den IQ
verbessert, was aber noch in Langzeitstudien verifiziert werden muss.
Die Verbesserung der Hirnleistungsfähigkeit nach einer
Eisensupplementierung zeigte sich unabhängig vom Ausgangswert der
Eisenkonzentration.
Referenz:
Martin Falkingham et al.: The effect of oral iron supplementation on
cognition in older children and adults: a systematic review and
meta-analysis; Nutrition Journal 2010; 9:4
|
| April 2010, Nr.
32, 33, 34 |
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Chrom
vermag Hirnleistung bei älteren Menschen zu verbessern
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Eine Insulinresistenz ist an den
pathophysiologischen Veränderungen der „mild cognitive impairment“ (MCI)
und der frühen Alzheimererkrankung beteiligt. Bekanntlich kann eine
Chromsupplementierung den Zuckerstoffwechsel bei Patienten mit
Insulinresistenz und Diabetes verbessern. Wissenschaftler der University
of Cincinnati untersuchten, ob eine Chromsupplementierung
Gedächtnisleistungen und andere Leistungen bei alten Menschen mit
kognitivem Abbau verbessern kann. In einer placebokontrollierten
Doppelblindstudie erhielten 26 ältere Menschen entweder Chrompicolinat
oder ein Placebopräparat über einen Zeitraum von 12 Monaten.
|
Bei der Chromgruppe konnte eine gewisse
Verbesserung bei verschiedenen Hirnleistungstests nachgewiesen werden. Im
Kernspintomogramm fand sich eine Aktivierung verschiedener Regionen im
Vergleich zur Placebogruppe. Die Ergebnisse der Studien zeigten Folgendes:
Bei Menschen mit beginnenden neurodegenerativen Erkrankungen ist eine
Chromsupplementierung zur Verbesserung der cerebralen Funktionen nützlich.
Referenz:
Krikorian Robert et al.: Improved cognitive-cerebral function in older adults
with chromium supplementation; Nutritional Neuroscience, Volume 13, Number
3, June 2010, pp. 116-122 (7)
| April 2010, Nr.
31 |
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Häufiger Vitamin B12-Mangel bei älteren
Menschen
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In einer chilenischen Studie bei 1000 älteren Menschen im Alter zwischen
65 und 87 Jahren wurde u.a. die Vitamin-B12-Konzentration bestimmt. Als
Vitamin-B12-Mangel definierten die Wissenschaftler eine Konzentration
kleiner als 148 pmol/ l, als grenzwertiger Mangel eine Konzentration
kleiner als 221 pmol/ l. Bei immerhin 12 Prozent der Studienteilnehmer
wurde ein ausgeprägter Vitamin-B12-Mangel nachgewiesen und bei 25,4
Prozent ein grenzwertiger Mangel. Es besteht also eine hohe Prävalenz
für einen Vitamin-B12-Mangel bei älteren Menschen.
Referenz:
Sánchez H et al.: Prevalence of vitamin B-12 deficiency in older adults; Rev
Med Chil. 2010 Jan; 138(1): 44-52 |
| April 2010, Nr.
30 |
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Folsäure vermindert Hitzewallungen
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Wissenschaftler aus Ägypten untersuchten den Effekt von Folsäure
bezüglich dem Auftreten von Hitzewallungen bei postmenopausalen Frauen.
Außerdem wurde die Konzentration von MHPG, einem Hauptabbauprodukt von
Noradrenalin, bestimmt. An der Studie nahmen 46 Frauen teil. Die Hälfte
davon erhielt täglich 5 mg Folsäure über einen Zeitraum von vier Wochen.
Die andere Hälfte ein entsprechendes Placebopräparat. In der
Folsäuregruppe kam es zu einer signifikanten Verminderung der
Plasmaspiegel von MHPG, außerdem berichteten wesentlich mehr Frauen über
eine Besserung der Hitzewallungen. Zwischen der MHPG-Konzentration und
der Verbesserung der Hitzewallungen wurde eine signifikante negative
Korrelation festgestellt. |
|
Eine Folsäuresupplementierung kann also
durch eine Verminderung der zentralen noradrinergen Aktivität
Hitzewallungen bessern. |
Referenz:
Gaweesh SS et al.: Folic acid supplementation may cure hot flushes in
postmenopausal women: a prospective cohort study; Gynecol Endocrinol. 2010
Mar 16
| April 2010, Nr.
29 |
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Schlechter Folsäurestatus bei Dänen
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Bei 6784 Personen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren aus Dänemark wurden
die Konzentrationen von Folsäure und Vitamin-B12 im Serum bestimmt.
Niedrige Folsäurekonzentrationen wurden bei 31,4 Prozent der
Untersuchten nachgewiesen, wobei Männer häufiger eine schlechte
Folsäureversorgung hatten. Ein Vitamin-B12-Mangel (148 pmol/ l) stellten
die Wissenschaftler bei 4,7 Prozent der Probanden fest.
Referenz:
Betina H. Thuesen et al.: Lifestyle and genetic determinants of folate
and vitamin B12 levels in a general adult population; British Journal of
Nutrition 2010; 103: 1195-1204 |
| April 2010, Nr.
28 |
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Vitamin
D und rheumatoide Arthritis
In den nordöstlichen Bundesstaaten der USA tritt die rheumatoide Arthritis
bei Frauen häufiger auf als in den anderen Bundesstaaten. Forscher der
Bosten University School of Public Health sehen hierbei einen Zusammenhang
mit einem Vitamin-D-Mangel. Bekanntlich spielt ein Vitamin-D-Mangel bei
verschiedenen Autoimmunerkrankungen eine Rolle, so dass dies auch für die
rheumatoide Arthritis angenommen werden kann, obwohl die Ursache für diese
Erkrankung noch nicht abschließend geklärt ist. Interessanterweise zeigte
sich in den nordöstlichen Bundesstaaten der USA auch eine vermehrte
Krankheitshäufung bei Multipler Sklerose und Morbus Crohn. MS und M. Crohn
sind eindeutig Autoimmunerkrankungen, die mit einem Vitamin-D-Mangel in
Verbindung stehen.
Referenz
Medical News Today, 09 Apr 2010: Rheumatoid Arthritis linked to vitamin D
deficiency
| April 2010,
Nr.
27 |
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Vitamin E schützt gegen
Cisplatin-Neuropathie
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Bei der Cisplatin-Chemotherapie treten
sehr oft schwere Neuropathien auf, die die klinische Anwendung dieses
Wirkstoffs beschränken. Italienische Wissenschaftler untersuchten den
Nutzen einer Vitamin-E-Supplementierung gegen das Auftreten dieser
Komplikation. 108 Patienten, die mit Cisplatin-Chemotherapie behandelt
wurden, erhielten entweder 400 mg Vitamin E täglich oder ein
Placebopräparat. Die Behandlung wurde vor der Chemotherapie begonnen und
noch drei Monate nach Beendigung der Chemotherapie weitergeführt. |
|
Bild: Schnappschuss; Pixelio.de |
Das Auftreten von Neurotoxizität war in der
Vitamin-E-Gruppe signifikant niedriger als in der Placebogruppe. Auch der
Schweregrad der neurotoxischen Symptome war in der Vitamin-E-Gruppe
signifikant niedriger. Diese Phase III-Studie bekräftigt die neuroprotektive
Rolle des Vitamin E gegen die neurotoxischen Effekte des Displatin. Bei
Patienten, die sich einer entsprechenden Chemotherapie unterziehen müssen,
sollte eine Vitamin-E-Supplementierung unbedingt miteinbezogen werden.
Referenz:
A. Pace te al: Vitamin E neuroprotection for cisplatin neuropathy; Neurology
2010; 74: 762-766
| März 2010,
Nr.
26 |
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Metformin kann Polyneuropathie verursachen
Eine langfristige Metformin-Einnahme führt bei 30 Prozent der Patienten zu
einem Vitamin-B12-Mangel. Bekanntlich wird Metformin sehr häufig
Typ-2-Diabetikern verordnet. Ein Vitamin-B12-Mangel, der sich durchaus ohne
Anämie aber als Polyneuropathie zeigen kann, wird oft als diabetische
Polyneuropathie fehldiagnostiziert. Dies ist umso schlimmer, da ein
unerkannter Vitamin-B12-Mangel zu einem Fortschreiten der Nervenschädigung
führt, die mit einer Vitamin-B12-Therapie aufgehalten, aber nicht rückgängig
gemacht werden könnte.
Referenz:
Bell, David S.H. MD: Metformin-induced vitamin B12 deficiency presenting as
al peripheral neuropathy; Southern Medical Mounal; March 2010 – Volume 103 –
Issue 3 pp 265-267
| März 2010,
Nr.
25 |
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Zink- und Ferritinspiegel
bei ADS/ ADHS
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Erstmals wurde jetzt der Zusammenhang
zwischen Zink- und auch Ferritinspiegeln mit ADS/ ADHS-Symptomen in
einer Studiengruppe überprüft. In die Studie wurden 118 Kinder und
Jugendliche im Alter zwischen 7 und 14 Jahren einbezogen. Die
Untersuchung ergab, dass die Studienteilnehmer mit einem niedrigen
Zinkspiegel folgende höhere Scores aufwiesen: Conners Parent
Rating Scale (CPRS), Conners Teacher Rating Scale (CTRS) und Verhaltens-
und Ängstlichkeits-Scores. Dieses Ergebnis zeigt eine schwere
Problematik an. |
|
Bild: Erysipel, Pixelio.de |
Die Überaktiviät im CPRS
war sowohl mit niedrigen Zink- als auch niedrigen Ferritinspiegeln
assoziiert. Die Conners Teacher Rating Scale war weder signifikant mit dem
Zink- noch mit dem Ferrtin-Spiegel verbunden.
Aus der Studie können
folgende Schlüsse gezogen werden: Sowohl niedrige Zink- als auch niedrige
Ferritinkonzentrationen sind mit einer erhöhten Hyperaktivität verbunden.
Der Zinkspiegel war auch mit Ängstlichkeits- und Verhaltensproblemen
assoziiert. Wahrscheinlich führt eine Kombination aus niedrigen Zink- und
Eisenspiegeln zu einer signifikanteren Störung des Dopaminstoffwechsels bei
ADS/ ADHS.
Referenz:
Oner O et al.: Effects of zinc and ferritin levels on parent and teacher
reported symptom scores in attention deficit hyperactivity disorder; Child
Psychiatry Hum Dev. 2010 Mar 18
| März 2010,
Nr.
24 |
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Selenkonzentration und
Blutzuckerwert
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Die Rolle von Selen in Bezug auf Diabetes
mellitus ist etwas widersprüchlich, da zum einen eine insulinähnliche
Aktivität von Selen beschrieben wurde, andererseits eine hohe
Selenkonzentration auch das Typ-2-Diabetes-Risiko erhöhen könnte. In
einer französischen Studie wurde nun untersucht, ob die
Selenkonzentration einen Einfluss auf pathologische Blutzuckerwerte oder
gar Typ-2-Diabetes bei älteren Menschen hat. An der Studie nahmen 1389
Menschen im Alter von 59 bis 71 Jahren teil, die über einen Zeitraum von
9 Jahren beobachtet wurden. |
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Bild: Knirpseline,
Pixelio.de |
Mehrfach wurden die
Selenkonzentrationen und Blutzuckerkonzentrationen bestimmt. Das Risiko für
pathologische Glukosewerte war bei Männern mit Selenkonzentrationen im
höchsten Tertil im Vergleich zu denen im niedrigsten Drittel signifikant
niedriger. Bei Frauen wurde kein signifikanter Zusammenhang beobachtet.
Selen scheint also einen geschlechtspezifischen protektiven Effekt auf das
Auftreten einer Dysglykämie zu haben.
Referenz:
Akbaraly TN et al.: Plasma Selenium and risk of dysglycemia in an elderly
french population: Results from the prospective epidemiology of vascular
ageing study; Nutr Metab (Lond). 2010 Mar 18;7(1): 21
| März 2010,
Nr.
23 |
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Eisenstatus und Atherosklerose
Schon länger wird
vermutet, dass es einen Zusammenhang zwischen Ferritinkonzentrationen und
dem Frühstadium kardiovaskulärer Erkrankungen gibt. Wissenschaftler der
Universität Toulouse untersuchten jetzt in einer Fall-Kontrollstudie,
inwieweit die Ferritinkonzentration mit der Zahl atherosklerotischer Plaques
in den Carotiden zusammenhängt. Außerdem wurden die Entzündungsmarker hsCRP
und AGP bestimmt. Es zeigte sich, dass auch ohne eine entstehende Entzündung
das Atheroskleroserisiko mit einem Anstieg der Serum-Ferritin-Konzentration
zusammenhängt. Bei jedem 10 µg/ l-Anstieg erhöhte sich das Risiko für
Atherosklerose um drei Prozent.
Referenz:
Namanjeet Ahluwalia et al.: Iron status is associated with carotid
atherosclerotic plaques in middle-aged adults; J. Nutr. First published
February 24, 2010
| März 2010,
Nr.
22 |
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Zink und
Osteoporose
Ein Fachartikel der Emory
University beschäftigt sich mit der Rolle der Zinkversorgung für die
Prävention der Osteoporose. Schon länger ist bekannt, dass die
Zinkkonzentration der Knochen mit zunehmendem Alter abnimmt, so dass es nahe
liegt, dass Zink eine Rolle bei Störungen des Knochensystems spielt. Zink
hat einen stimulatorischen Effekt auf die Knochenbildung durch Osteoblasten
und auf die Mineralisation. Außerdem kann Zink die Knochenresorption durch
Osteoklasten verhindern, indem es reife Osteoklasten in die Apoptose treibt.
Zink hat auch einen suppressiven Effekt auf die Aktivierung von NF-Kappa-B
und der damit verbundenen Bildung von Osteoklasten. Die Einnahme von Zink
kann eine Zunahme der Knochenmasse bewirken. Derzeit werden verschiedene
Zinkverbindungen entwickelt und erprobt und auf ihre Wirksamkeit auf den
Knochenstoffwechsel untersucht, so dass zukünftig hochwirksame
Zinkverbindungen als neuer Therapieansatz zur Prävention und Therapie der
Osteoporose zur Verfügung stehen könnten.
Referenz:
Yamaguchi M: Role of nutritional zinc in the prevention of osteoporosis; Mol
Cell Biochem. 2009 Dec 25
| März 2010, Nr.
21 |
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Glutaminsäure in Nahrungsmitteln
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Wissenschaftler aus Deutschland und den
Niederlanden haben den Gehalt an Glutaminsäure in Nahrungsmitteln
untersucht. Bekanntlich steht Glutamat (Salz der Glutaminsäure) schon
länger im Verdacht, das Essverhalten im Sinne einer zu hohen
Kalorienzufuhr zu beeinflussen. Bekannt ist auch, dass Natriumglutamat
als Geschmacksverstärker zahlreichen Nahrungsmitteln und Fertiggerichten
zugesetzt ist. |
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Bild: Uli Kutting, Lebensmittelfotos.com |
Die Wissenschaftler untersuchten die
Aminosäuremuster von 17 häufig gekauften Fertigprodukten. Dabei stellten
sie fest, dass der Gehalt an Glutaminsäure häufig deutlich höher lag,
als von den Herstellern angegeben, so dass also die Annahme berechtigt
ist, dass den Gerichten möglicherweise Glutaminsäure zugegeben wurde.
Die Cysteinkonzentrationen waren durchweg sehr niedrig, was auf die
thermale Zerstörung dieser Aminosäure durch den Zubereitungsprozess
erklärt werden kann. Teilweise wurden auch hohe GABA-Konzentrationen
nachgewiesen, die signifikant zum Geschmacksempfinden beitragen.
Referenz:
M. Hermannussen et al.: Patterns of free amino acids in German
convenience food products: marked mismatch between label information and
composition; European Journal of Clinical Nutrition 2010, 64, 88-98
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| März 2010, Nr.
20 |
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Vitamin
D – Schlüsselmolekül des Immunsystems
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Wissenschaftler der Universität Kopenhagen
haben herausgefunden, dass Vitamin D für das Immunsystem unverzichtbar
ist. Nur wenn Vitamin D in ausreichender Menge vorhanden ist, werden die
Killerzellen des Immunsystems – die T-Zellen – in einem solchen Maß
mobilisiert, dass eindringende Viren oder Bakterien bekämpfen werden
können. Es wurde nachgewiesen, dass eine T-Zelle, wenn sie mit einem
Krankheitserreger konfrontiert wird, einen Rezeptor ausfährt, mit dem
sie nach dem Vitamin sucht. Wenn der Rezeptor feststellt, dass Vitamin D
verfügbar ist, läuft eine ganze Reaktionskaskade ab. Die T-Zellen
vervielfältigen sich und bilden so hunderte identische Zellen, die alle
auf den Krankheitserreger fokusiert sind. Wenn Vitamin D fehlt, kann
diese Mobilisierung der T-Zellen nicht stattfinden.
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Bild: Joujou, Pixelio.de |
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Referenzen:
Focus online, 08.03.2010: Schlüsselhormon des Immunsystems;
Wissenschaft.de, 08.03.2010: Vitamin D macht das Immunsystem scharf
| März 2010, Nr. 19 |
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Vitamin
D und Muskelstoffwechsel
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Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das
Sturzrisiko bei Senioren. Italienische Wissenschaftler untersuchten
jetzt, wie sich der Vitamin-D-Status auf den Muskelstoffwechsel
auswirkt. Bei 20 Patienten im Durchschnittsalter von 77,6 Jahren wurde
die Oberschenkelmuskulatur kernspintomographisch untersucht. Dabei
zeigte sich, dass bei niedrigen Vitamin-D-Konzentrationen eine fettige
Degeneration des Muskelgewebes vorlag. Bei 11 Patienten mit
Vitamin-D-Mangel wurde sogar eine komplette Atrophie von wenigstens
einem der Oberschenkelmuskeln nachgewiesen.
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Bild: Jürgen Reitböck, Pixelio.de |
Von der University of Southern California
wurde die Auswirkung eines Vitamin-D-Mangels auf den Muskelfettgehalt bei
jungen Frauen untersucht. Bereits früher konnte gezeigt werden, dass
niedrige Vitamin-D-Konzentrationen mit einem erhöhten Körperfettanteil
assoziiert sind. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass niedrige
Vitamin-D-Konzentrationen zu einer Zunahme von Fett im Muskelgewebe führten.
Ein höherer Fettanteil im Muskelgewebe ist ein Faktor, der die Muskelkraft
beeinträchtigt. Erstaunlich bei dieser Untersuchung war, dass immerhin ein
Viertel der jungen Frauen, die an der Studie teilnahmen, schwere
Vitamin-D-Mängel (kleiner als 20 ng/ ml) aufwiesen, obwohl sie im
Sonnenstaat Kaliforniern lebten.
Referenzen
- Tagliafico AS et al.: Relationship
between fatty degeneration of thigh muscles and vitamin D status in the
elderly: a preliminary MRI study; AJR Am J Roentgenol. 2010 Mar; 194(3):
728-34
- Medical News Today, 08.03.2010: Low
levels of vitamin D linked to muscle fat, decreases strength in young
people
| März 2010, Nr. 17. 18 |
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Oxidativer Stress bei Depressionen
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Depressive Episoden sind durch einen verminderten Antioxidantienstatus
charakterisiert. Belgische Wissenschaftler untersuchten bei depressiven
Personen zwei Marker des oxidativen Stresses: Plasmaperoxide und
Ox-LDL-Antikörper. Im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen wiesen die
depressiven Patienten signifikant höhere Konzentrationen von
Plasmaperoxiden und Ox-LDL-Antikörpern auf. Die Ergebnisse dieser Studie
zeigen erneut, dass depressive Episoden mit einem erhöhten oxidativen
Stress einhergehen. Die gemessenen Parameter Plasmaperoxide und
Ox-LDL-Antikörper haben auch eine Aussagekraft über das Risiko von KHK
und neurodegenerativen Erkrankungen. |
|
Bild: Knipseline, Pixelio.de |
Referenz:
Journal of Affective Disorder: Increased plasma peroxides and serum oxidized
low density lipoprotein antibodies in major depression: Markers that further
explain the higher incidence of neurodegeneration and coronary artery
disease.
| Februar
2010, Nr. 16 |
 |
Zink verbessert psychische Befindlichkeit bei jungen Frauen
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In einer Studie wurde der Einfluss einer Zinksupplementierung auf
psychologische Parameter bei jungen Frauen untersucht. 30 Frauen
erhielten entweder eine Multivitaminkapsel ohne Zink oder eine
Multivitaminkapsel mit 7 mg Zink täglich über einen Zeitraum von 10
Wochen. Bei den Studienteilnehmerinnen, die Zink eingenommen hatten, kam
es zu einer deutlichen Reduzierung der Ärger-Feindseligkeits-Scores und
der Depression-Niedergeschlagenheit-Scores. Bei den Frauen, die nur
Multivitamine eingenommen hatten, konnten diese Veränderungen nicht
beobachtet werden. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen also, dass eine
Zinksupplementierung offensichtlich effektiv Ärger und Depressivität
vermindern können. |
|
Bild: Paradizer, Pixelio.de |
Referenz:
T Sawada & K Yokoi: Effect of zinc supplementation on mood states in young
women: a piplot study: European Journal of Clinical Nutrition (20 January
2010)
| Februar
2010, Nr. 15 |
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Folsäure, Homocystein und depressive Symptome
 |
Bei 530 städtischen Angestellten in Japan wurden sowohl depressive
Symptome wie auch die Konzentrationen von Homocystein und Folsäure
bestimmt. Immerhin wiesen nach den Kriterien der „Center-of-Epidemiologie-Studies“
anhand einer „Depression scale“
36,1 Prozent der Männer und 36,4 Prozent der Frauen depressive Symptome
auf . Bei den Männern wurde ein positiver Zusammenhang zwischen der
Homocysteinkonzentration und depressiven Symptomen festgestellt. Höhere
Folsäurekonzentrationen waren mit einer verminderten Prävalenz
depressiver Symptome assoziiert. Dies wurde allerdings nur für die
männlichen Studienteilnehmer nachgewiesen, bei den Frauen zeigten sich
diese Zusammenhänge nicht. |
|
Bild: Joujou, Pixelio.de |
| |
Referenz:
A Nanri et al.: Serum folate and homocysteine and depressive symptoms among
Japanese men and women; European Journal of Clinical Nutrition (20 January
2010)
| Februar 2010, Nr. 14 |
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Endotheliale Dysfunktion bedingt Hitzewallungen
 |
Griechische Wissenschaftler untersuchten, inwieweit zu Beginn der
Menopause vaskuläre Parameter beeinträchtigt werden. Dazu wurden 120
Frauen mit beginnender Menopause mit einer Kontrollgruppe von 24
prämenopausalen Frauen verglichen. Es gab keinen Unterschied bezüglich
der Carotis-Intima-Dicke zwischen beiden Gruppen.
Die flussbedingte Vasodilatation (FMD) war bei den Frauen in der
Menopausegruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant niedriger.
Frauen mit Hitzewallungen hatten im Vergleich zu den Kontrollpersonen in
Abhängigkeit der Intensität deutlich größere Störungen der FMD.
|
|
Bild: Rainer Sturm, Pixelio |
Referenz:
Aris Bechlioulis et al.: Endothelial Function, but not carotid intima-media
thickness, is affected early in menopause and is associated with severity of
hot flushes; Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, January 15,
2010
Kommentar:
Eine endotheliale Dysfunktion gehört zu den Störungen, die sich mit einer
Mikronährstofftherapie häufig günstig beeinflussen lassen. Beispiele:
Vitamine C, E und Folsäure, Arginin, Cystein, u.v.m.
| Februar
2010, Nr. 13 |
 |
Eisen und
Blutdruck
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| Bild: tensiomètre,
fotolia.de |
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Französische Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen der
Aufnahme von Eisen - Hämeisen und Nicht-Hämeisen - und dem Blutdruck.
Dazu wurden 2895 Teilnehmer der Sumivax-Studie über einen Zeitraum von
fünf Jahren beobachtet. Eine niedrige Aufnahme von Nicht-Hämeisen war
mit einem größeren Anstieg des systolischen Blutdrucks in dieser Zeit
assoziiert. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Aufnahme an
Nicht-Hämeisen hatten ein um 37 Prozent geringeres Risiko für arterielle
Hypertonie im Vergleich zu den Probanden
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