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Bessere
Gesundheit durch Lysin
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Es ist schon länger
bekannt, dass Lysin durch Effekte auf Serotoninrezeptoren Diarrhoen und
Ängstlichkeit vermindert. Außerdem verbessert Lysin die
Regenerationsfähigkeit des Darms. In einer randomisierten
Doppelblindstudie wurde der Effekt einer Lysinsupplementierung von einem
Gramm täglich bei zwei Gruppen von Männern, Frauen und Kindern in
unmittelbarer Umgebung von Accra (Ghana) untersucht. Dazu wurden
verschiedene Laborwerte bestimmt, u.a. C3-Komplement, CRP, Cortisol,
Transferrin und Ferritin; außerdem wurde die Morbidität
(Krankheitshäufigkeit) für Diarrhoen, Atemwegserkrankungen und
Ängstlichkeit beurteilt. |
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Bild: Rolf von
Melis, pixelio.de |
Die
Lysinsupplementierung verminderte signifikant die Morbidität für Diarrhoeen
bei Kindern und für Atemwegswerkrankungen bei Männern. Die Konzentrationen
von Ferritin und CRP reduzierte sich bei den lysinsupplementierten Frauen,
während sie bei der Placebogruppe anstieg.
Referenz:
Shibani Ghosh et al: Effect of lysin supplementation on health and morbility
in subjects belonging to poor peri-urban households in Accra, Ghana; Am J
Clin Nutr., Aug. 18, 2010
| August 2010, Nr. 65 |
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Zinkpartikel gehen durch die Haut
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Bisher wurde
ausgeschlossen, dass Nanopartikel aus Metalloxiden durch die Haut
penetrieren können. Zinkoxidpartikel werden in größerem Umfang in
Sonnenschutzmitteln verwendet. In einer Studie der australischen
Macquarie University wurde nun an Versuchspersonen untersucht, ob Zink
aus Sonnenschutzmitteln die gesunde Haut penetrieren kann. Dazu wurden
zwei verschiedene Arten von Sonnencremes mit einem radioaktiven
Zinkisotop versehen. Es konnte nachgewiesen werden, das der ganz
überwiegende Teil von Zink nicht durch die Haut geht.
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Bild: Oliver Haja,
pixelio.de |
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Ungeachtet dessen konnte das radioakive Zink aber im Blut nachgewiesen
werden und stieg mit Dauer der Anwendung der Sonnencreme an. Bei der
Sonnencreme mit den kleineren Zinkpartikeln wurde eine größere Aufnahmerate
festgestellt, besonders bei den weiblichen Versuchspersonen.
Referenz:
Gulson B et al: Small amounts of zinc from zinc oxide particles in
sunscreens applied outdoors are absorbed through human skin; Toxicol Sci.
2010 Aug 12
Kommentar:
Die wichtigste Aussage dieser Studie ist, dass Nanopartikel unzweifelhaft
durch die Haut gehen können. Dies mag im Fall von Zink harmlos und
medizinisch unbedeutend sein, allerdings wirft das die Frage auf, welche
anderen Nanopartikeln noch über die Haut aufgenommen werden und ob dies dann
wirklich gesundheitlich unbedenklich ist.
| August 2010, Nr. 64 |
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Vitamin C verbessert Stimmung
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Bei Krankenhauspatienten ist häufig
eine Hypovitaminose als Folge eines Mangels an Vitamin C und E
nachweisbar. Kanadische Wissenschaftler untersuchten in einer
Doppelblindstudie den Effekt von 2 x 500 mg Vitamin C oder 2 x 1000 I.E.
Vitamin D täglich auf die Stimmung von Patienten mit einem akuten
Krankenhausaufenthalt. Die Stimmungslage der Patienten wurde mit einem
validierten Fragebogen erfasst. Die Vitamin-D-Therapie erhöhte zwar die
Konzentration von 25-OH-D3, hatte aber keinen signifikanten Effekt auf
die Stimmungslage. Vitamin C hingegen führte zu einer Verminderung von
Stimmungsschwankungen um 34 Prozent. |
Referenz:
Zhang M et al.: Vitamin C provision improves mood in acutely hospitalized
patients; Nutrition, 2010 Aug
| August 2010, Nr. 63 |
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Erhöhte Homocysteinkonzentrationen bei Panikstörungen
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Wissenschaftler der Universität Bonn
verglichen 23 Patienten mit Panikstörungen mit einer Kontrollgruppe von
23 gesunden Personen in Bezug auf ihre Homocysteinkonzentrationen. Die
Patienten mit Panikstörungen hatten höhere Homocysteinkonzentrationen im
Blutplasma als die Kontrollgruppe. Außerdem korrelierte die
Homocysteinkonzentration mit dem Schweregrad der Symptomatik. Die
Wissenschaftler vermuten, dass das vermehrte Risiko für kardiovaskuläre
Erkrankungen bei ängstlichen Patienten auch über erhöhte
Homocysteinkonzentrationen erklärt werden kann. |
Referenz:
Christian Meier et al.: Relative Hyperhomocysteinemia in patients with panic
disorder: a case-control study; Neuropsychobiology; Vol. 62. No. 3, 2010
| August
2010, Nr. 62 |
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Vitamin-B-Bedarf höher
Wissenschaftler der Universität Bonn verglichen 23 Patienten mit
Panikstörungen mit einer Kontrollgruppe von 23 gesunden Personen in Bezug
auf ihre Homocysteinkonzentrationen. Die Patienten mit Panikstörungen hatten
höhere Homocysteinkonzentrationen im Blutplasma als die Kontrollgruppe.
Außerdem korrelierte die Homocysteinkonzentration mit dem Schweregrad der
Symptomatik. Die Wissenschaftler vermuten, dass das vermehrte Risiko für
kardiovaskuläre Erkrankungen bei ängstlichen Patienten auch über erhöhte
Homocysteinkonzentrationen erklärt werden kann.
als gedacht
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Der RDA-Wert für die Vitamin B12-Aufnahme
beträgt 2,4 µg täglich, wobei es zunehmend Zweifel an der Richtigkeit
dieser Empfehlung gibt. Dänische und US-amerikanische Forscher
untersuchten jetzt den Zusammenhang zwischen der B12-Aufnahme und
Biomarkern des B12-Status. Bei Personen mit normaler Aufnahme zeigten
die Daten, dass erst bei einer Aufnahme von 4 bis 7 µg Vitamin B12
täglich ein adäquater Vitamin-B12-Status erreicht wird. Die empfohlene
Aufnahme von 2,4 µg B12 ist selbst bei gesunden Personen zwischen 18 und
50 Jahren zu niedrig. |
| Bild: Rainer Sturm, pixelio.de |
Referenz:
Mustafa Vakur Bor et al.: Daily intake of 4 to 7 µg dietary vitamin B12 is
associated with steady concentrations of vitamin B12-related biomarkers in a
healthy young popultaion; Am J Clin Nutr. 91: 571-577, 2010, First published
January 13, 2010.
| August 2010, Nr. 61 |
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Der Einfluss körperlicher Aktivität auf
den Glutaminstoffwechsel
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Es ist bekannt, dass körperliche Aktivität einen Einfluss auf die
Glutaminbildung hat und auch die Glutaminaufnahme modulieren kann.
Starke körperliche Anstrengungen sowie entsprechend intensive
Trainingsprogramme führen zu einer Glutaminverarmung, weil im
Stoffwechsel dann weniger Glutamin gebildet wird und Glutamin vermehrt
von den Leber- und Immunzellen aufgenommen wird. Die Glutaminverarmung
nach körperlicher Anstrengung ist mit einer Immunschwäche assoziiert. |
Andererseits führt moderates Training zu
einer verbesserten Glutaminverfügbarkeit, weil die Glutaminsynthese in der
Muskulatur verbessert wird. Ebenso vermindert eine physische Inaktivität,
z.B. durch Bettruhe, die Glutaminbildung und Glutaminverfügbarkeit.
Bei intensivem Training kann eine
Glutaminsupplementierung die Immunkompetenz verbessern und die entzündliche
Aktivität herabsetzen.
Referenz:
Aostini, Francesco; Biolo, Gianni: Effect of physical activity on glutamine
metabolism; Current Opinion in Clinical Nutrition & Metabolic Care; January
2010 – Volume 12 – Issue 1
| Juli 2010, Nr. 60 |
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Glutamin in der Onkologie
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In einer Übersichtsarbeit wurden experimentelle und klinische Studien
über den Nutzen einer Glutaminsupplementierung bei Tumorerkrankungen
ausgewertet. Innerhalb der letzten 20 Jahre wurden 36 klinische Studien
über die Sicherheit und Effektivität von Glutamin bei verschiedenen
Patientengruppen publiziert. In den allermeisten klinischen Studien
konnten durch eine Glutaminsupplementierung bei Tumorpatienten der
Stoffwechsel und die klinische Situation deutlich |
|
verbessert werden, ohne das Tumorwachstum
zu beschleunigen. |
Die Wirksamkeit von Glutamin beruht auf
mehreren Prinzipien: Aufrechterhaltung der Permeabilitätsbarriere,
verbesserte Immunkompetenz, Verhinderung der Zellproliferation, erhöhte
Apoptoserate, vermehrte Synthese von Glutathion, Hitzeschockproteinen und
Glucagon-like Peptiden. Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass
eine angemessene Glutaminsupplementierung sicher ist und von Vorteil sein
kann, um die Risiken einer Hochdosis-Chemotherapie und Strahlentherapie zu
vermindern. Außerdem kann durch Glutamin die Regeneration bei Patienten
verbessert werden, die sich einer Knochenmarkstransplantation unterziehen
mussten.
Referenz:
Katharina S Kuhn et al: Glutamine as indispensable nutrient in oncology:
experimental and clinical evidence; European Journal of Nutrition, Volume
49, Number 4/ Juni 2010
| Juli 2010, Nr. 59 |
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Glutamin ist für die intestinale Permeabilität von Bedeutung
Glutamin ist derzeit die meist bekannte Substanz für die Verminderung der
intestinalen Permeabilität. Es ist hinreichend bekannt, dass ein
Glutaminmangel die Durchlässigkeit des Darms erhöht. Eine
Glutaminsupplementierung konnte z.B. die Barrierefunktion des Darms bei
fehlernährten Kindern verbessern. Glutamin hat aber keinen Effekt auf die
Barrierefunktion, wenn es parenteral verabreicht wird. Glutamin ist ein
wichtiges Substrat für die Enterozyten; es wirkt zusammen mit anderen
Aminosäuren, wie z.B. Leucin und Arginin, für die Aufrechterhaltung der
Integrität und Funktion des Darms. Bei verschiedenen Störungen wurde
Glutamin mit Erfolg zur Verbesserung der intestinalen Permeabilität
eingesetzt. Es verminderte auch die Häufigkeit von Infektionen nach
bauchchirurgischen Eingriffen. Bei Säuglingen mit zu geringem Geburtsgewicht
verbesserte Glutamin die Allergiebereitschaft während der ersten
Lebensjahre.
Referenz:
Jean Robert Rapin, Nicolas Wiernsperger: Possible links between intestinal
permeability and food processing: A potential therapeutic niche for
glutamine; Clinics 2010; 65(6): 635-43
| Juli 2010, Nr. 58 |
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Spurenelemente bei ADHS-Kindern
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Wissenschafter der University of British
Columbia, Canada, untersuchten die Konzentration von Spurenelementen bei
44 Kindern mit der Diagnose ADHS. Die Untersuchung konnte die Ergebnisse
früherer Studien bestätigen, dass bei ADHS-Kindern niedrige
Zinkkonzentrationen vorliegen.
Neu an diesem Untersuchungsergebnis
ist, dass auch die Kupferkonzentrationen bei den ADHS-Kindern vermindert
waren. Die Bedeutung dieser Feststellung liegt darin, dass Zink und
Kupfer genauso wie Eisen essentielle Cofaktoren für die Bildung von
Dopamin und Noradrenalin sind, zwei Neurotransmittern, die für die
Entstehung dieser Erkrankung eine wichtige Rolle spielen. |
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Bild: S. Hofschläger, Pixelio.de |
Referenz:
Joy Y Kiddie: Nutritional status of children with attention deficit
hyperactivity disorder: A pilot study; International Journal of Pediatrics,
Volume 2010, Article ID 767318, 7 pages
| Juli 2010, Nr. 57 |
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Quecksilber im Meer ist gefährlich
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Häufig werden in Seen und anderen
Binnengewässern höhere Quecksilberkonzentrationen als im Meerwasser
gemessen. Trotzdem stellt der Verzehr von Salzwasserfischen wie
Thunfisch, Makreele und Hai ein gesundheitliches Risiko dar.
Wissenschaftler der Duke University haben jetzt herausgefunden, warum
Quecksilber im Meerwasser offensichtlich gefährlicher ist als in
Binnengewässern. In Binnengewässern wird das Methylquecksilber an
organische Partikel gebunden und relativ schnell durch das Sonnenlicht
abgebaut.
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|
Bild: CHEck,
Pixelio.de |
Das Methylquecksilber im Meerwasser bindet
sich stark an Chlorid, was einen Abbau durch Sonnenlicht deutlich erschwert.
Deshalb kann sich Methylquecksilber in Fischen anreichern.
Referenz:
Medical News Today, 29 Jun 2010: The Danger to humans of mercury in oceans
| Juli 2010, Nr. 56 |
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Kupfer
vermindert oxidativen Stress
Wissenschaftler der Ohio State University untersuchten bei jungen Frauen,
welchen Effekt eine Kupfersupplementierung auf verschiedene Laborparameter
hat. Bisher war zwar bekannt, dass ein Kupfermangel gar nicht so selten ist,
aber der Nutzen einer Therapie mit Kupfer war weitgehend ungeklärt. Acht
Studentinnen erhielten täglich zwei Milligramm Kupfer über einen Zeitraum
von acht Wochen. Erwartungsgemäß verbesserte die Kupfersupplementierung
sowohl die Kupferkonzentration wie auch die Aktivität zweier Enzyme. Die
Supplementierung führte u.a. auch zu einer 39-prozentigen Verminderung der
Plasmakonzentrationen der F2-Alpha-Isoprostane, die wichtige Marker des
oxidativen Stresses sind.
Referenz:
Rovert A DiSilvestro et al: A pilot study of copper supplementation effects
on plasma F2 alpha isoprostanes and urinary collagen crosslinks in young
adult women; Journal of Trace Elements in Medicine and Biology, Volume 24,
Issue 3 July 2010, Pages 165 - 168
| Juli 2010, Nr. 55 |
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Homocystein und Ernährungsgewohnheiten
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Wissenschaftler aus Pakistan untersuchten bei 872 gesunden Erwachsenen
den Einfluss verschiedener Ernährungsmuster auf die
Homocysteinkonzentration. Bei den Studienteilnehmern wurden die
Ernährungsgewohnheiten per Ernährungsfragebogen erfasst sowie die
Konzentrationen von Homocystein, Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12
gemessen. Es wurden drei wesentliche Ernährungsmuster identifiziert:
eine so genannte vernünftige Ernährungsform (prudent diet), eine
tiereiweißreiche Ernährung und eine Ernährung mit einem hohen Anteil
|
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pflanzlicher Proteine. Eine hohe Zufuhr
pflanzlicher Eiweiße erwies sich als Schutzfaktor gegen die Bildung
einer Hyperhomocysteinämie, während ein hoher Verzehr tierischer Eiweiße
die Entstehung einer Hyperhomocysteinämie förderte. Darüber hinaus
konnte nachgewiesen werden, dass die Plasmahomocysteinkonzentrationen
mehr mit den Folsäurekonzentrationen korrelierten als mit den
Konzentrationen von Vitamin B6 oder Vitamin B12. |
Referenz:
Mohsin Yakub et al: Dietary patterns are associated with
hyperhomocysteinemia in an urban pakistani population; J. Nutr. First
published May 12
| Juli 2010, Nr. 54 |
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Die
Bedeutung von Homocystein und Folsäure bei altersbedingtem Gehörverlust
Im Rahmen der Blue Mountains Hearing Study
untersuchten Wissenschaftler, welche Bedeutung die Serumkonzentrationen von
Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein auf die Entwicklung einer Presbycusis
(Altersschwerhörigkeit) hat. Studienteilnehmer mit erhöhten
Homocysteinkonzentrationen (> 20 µmol/ l) hatten ein um 64 Prozent erhöhtes
Risiko für einen Gehörverlust größer als 25 Dezibel. Niedrige
Folsäurekonzentrationen erhöhten das Risiko leicht, einen Hörverlust zu
erleiden. Die Serum-Vitamin-B12-Konzentration schien auf das Gehör keinen
Einfluss zu haben.
Referenz:
Gopinath B et al: Serum homocysteine and folate concentrations are
associated with prevalent age-related haring loss; J.Nutr. 2010 Jun 23
| Juli 2010, Nr. 53 |
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Homocystein und Knochendichte
Italienische Forscher untersuchten bei 448 postmenopausalen Frauen einen
möglichen Zusammenhang zwischen der Knochendichte und den Konzentrationen
von Homocystein, Folsäure und Vitamin B12. Die Homocysteinkonzentration war
negativ mit der Knochendichte des Oberschenkels assoziiert, nicht aber mit
der Knochendichte des Schenkelhalses und der Lendenwirbelsäule. Es bestand
keine signifikante Assoziation zwischen der Knochendichte und den
Serumkonzentrationen von Folsäure und Vitamin B12. Insgesamt ist der
Einfluss des Homocysteins auf die Knochendichte eher gering, aber trotzdem
klinisch relevant, da die Osteoporose bei postmenopausalen Frauen ja sehr
häufig auftritt und erhöhte Homocysteinkonzentrationen auch relativ leicht
behandelt werden können.
Referenz:
Paolo Bucciarelli et al: The relationship between plasma homocysteine levels
and bone mineral density in post-menopausal women; European Journal of
Internal Medicine
| Juli 2010, Nr. 52 |
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Homocysteinkonzentration korreliert mit Entzündungsmarkern bei KHK-Patienten
Eine Hyperhomocysteinämie gilt als unabhängiger Risikofaktor für
kardiovaskuläre Erkrankungen und Schlaganfall. Im Rahmen der Ludwigshafen
Risk and Cardiovascular Health (LURIC) Study wurden bei 1325 Patienten mit
nachgewiesener KHK verschiedene Laborparameter untersucht und im
Zusammenhang mit der Homocysteinkonzentration bewertet. Die
Homocysteinkonzentrationen korrelierten mit den Neopterinspiegeln, und
Patienten mit einer Hyperhomocysteinämie wiesen auch signifikant höhere
CRP-Konzentrationen auf. Insgesamt bestand ein enger Zusammenhang zwischen
der Verfügbarkeit der B-Vitamine, dem Ausmaß der Immunaktivierung und der
Homocysteinkonzentration. Ein Mangel an B-Vitaminen fördert eine
Homocysteinämie, was wiederum mit einer chronischen Immunaktivierung
verbunden ist.
Referenz:
Schroecksnadel K et al: Total homocysteine in patients with angiographic
coronary artery disease correlates with inflammation markers; Thromb Baemost.
2010 May 3; 103(5): 926-35
| Juli 2010, Nr. 51 |
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Homocysteinstoffwechsel bei alkoholischer Lebererkrankung gestört
Bei 40 Patienten mit einer alkoholischen Lebererkrankung wurde der
Homocysteinmetabolismus untersucht. Dazu wurden neben den Vitaminen B6, B12
und Folsäure auch verschiedene andere Metabolite bestimmt wie Methionin,
SAM, Cystathion, Cystein, Glycin etc. Die Homocysteinkonzentrationen waren
bei allen Alkoholpatienten erhöht; bei den Patienten mit alkoholischer
Lebererkrankung fanden sich niedrige Vitamin B6-Konzentrationen, wodurch die
Vitamin-B6-abhängigen Stoffwechselwege wie die Bildung von Cystathion
gestört waren. Die Homocystein-Transsulfurierung erwies sich bei Patienten
mit alkoholischer Lebererkrankung als beeinträchtigt und korrelierte mit dem
Schweregrad der Leberfibrosierung.
Referenz:
Valentina Medici et al: Impaired homocysteine transsulfuration is an
indicator of alcoholic liver disease; Journal of Hepatology, 2010
| Juli 2010, Nr. 50 |
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Vitamin
D zur größten Mahlzeit des Tages einnehmen!
Wissenschaftler der Cleveland Clinic untersuchten an 17 Patienten, unter
welchen Bedingungen die Einnahme von Vitamin D am effektivsten ist.
Dabei zeigte sich, dass die Einnahme von Vitamin D zur größten Mahlzeit
des Tages den höchsten Vitamin-D-Anstieg bewirkte.
Referenz:
Cleveland Clinic, news release, May 5, 2010 |
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| Juni 2010, Nr. 49 |
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Häufiger Folsäuremangel bei Patienten mit Depressionen
Spanische Forscher bestimmten bei Patienten mit der Diagnose unipolaren
Depression die Konzentrationen von Folsäure und Vitamin B12 während ihres
ersten Besuches in einer psychiatrischen Einrichtung.
An der Studie nahmen 82 Patienten teil, die zwischen 20 und 86 Jahre alt
waren. 69 Patienten hatten niedrige Folsäurespiegel, das sind 84 Prozent
aller Studienteilnehmer. Nur 4,8 Prozent der Probanden wiesen niedrige
Vitamin-B12-Konzentrationen auf. Die Folsäurekonzentrationen lagen bei einem
Mittelwert von 2,2 ng/ ml teilweise sehr niedrig. Besonders häufig war der
Folsäuremangel bei therapieresistenten Patienten, so dass anzunehmen ist,
dass der Folsäuremangel ein wichtiger Faktor für das schlechte Ansprechen
der antidepressiven Therapie ist.
Referenz:
A. Doll et al: P01-30 – Folate deficiency in outpatients with a diagnosis of
unipolar depression in mental health center; 18th European Congress of
Psychiatry. February 27, March 2, 2010
| Juni 2010, Nr. 48 |
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Manganspiegel beeinflusst kindliche Entwicklung
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Bei 484 mexikanischen Kindern wurde die Entwicklung von der Geburt bis zum
dritten Lebensjahr regelmäßig untersucht und beobachtet. Bestimmt wurden
auch die Vollblutkonzentrationen von Mangan. Es zeigte sich, dass Babys mit
relativ hohen oder niedrigen Manganspiegeln eine verzögerte Entwicklung
aufwiesen, die durch entsprechende Testscores ermittelt wurden. Allerdings
besagt das Ergebnis der Untersuchung nicht unbedingt, dass die
Mangankonzentration der Grund der langsameren Entwicklung ist. Jedenfalls
könnte diese Untersuchung aber ein Anlass sein, den Einfluss von Mangan auf
die Entwicklung des Nervensystems genauer zu untersuchen. Daten über die
gesundheitlichen Effekte erhöhter Mangankonzentrationen kamen bisher
ausschließlich von Studien mit Arbeitern, die beruflich mit diesem Element
vermehrt in Berührung kamen. |
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Bild: Alexandra H., Pixelio.de |
Referenz:
Army Norton: Low, high mananese levels may affect the infant brain; Reuters,
June 12, 2010
| Juni 2010, Nr. 47 |
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Hochdosierter Vitamin-B-/ Mineralstoffkomplex verbessert Stimmung bei
gesunden Männern
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Bei 215 berufstätigen Männern im
Alter von 30 bis 55 Jahren wurde in einer Doppelblindstudie der Effekt
einer erhöhten Mikronährstoffzufuhr untersucht. Dabei zeigte sich, dass
durch die Einnahme der B-Vitamine und Mineralstoffe bei verschiedenen
Testverfahren eine deutliche Verbesserung erreicht wurde. Unter anderem
kam es auch zu einer höheren Stresstoleranz, zu einer verbesserten
Hirnleistungsfähigkeit und Vitalität etc. |
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Bild: Wotan,
Pixelio.de |
Referenz:
Kennedy DO et al: Effects of high-dose B vitamin complex with vitamin C and
minerals on subjective mood and performance in healthy males;
Psychopharmacology (Berl.) 2010 Jul; 211(1): 55-68
| Juni 2010, Nr. 46 |
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B-Vitamine
und Depressionen
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In einer Studie des Rush University
Medical Center wurde untersucht, inwieweit die Aufnahme der Vitamine B6,
B12 und Folsäure über einen längeren Zeitraum das Depressionsrisiko
beeinflusst. An der Studie nahmen 3.500 Erwachsene älter als 65 Jahre
teil. Die Studie lief über einen Zeitraum von etwa sieben Jahren. Die
Auswertung der Daten zeigte, dass eine höhere Aufnahme der Vitamine B6
und B12 auch aus Nahrungsergänzungsmitteln das Risiko für das Auftreten
von Depressionen verminderte. Bei zusätzlichen 10 Milligramm Vitamin B6
und 10 Mikrogramm Vitamin B12 war das Risiko für depressive Symptome
jährlich um zwei Prozent vermindert. |
Referenz:
Skarupski KA et al: Longitudinal association of vitamin B6, folate, and
vitamin B12 with depressive symptoms among older adults over time; Am J Clin
Nutr. 2010
| Juni 2010, Nr. 45 |
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Melatonin und Tryptophan schützen gegen aspirininduzierte Magenschäden
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Wissenschaftler der Thüringischen Klinik Georgius Agricola in Saalfeld
untersuchten, inwieweit Melatonin und Tryptophan ASS (Acetylsalicylsäure-)
-induzierte Schleimhautläsionen vermindern können. Dies wurde an 30
Freiwilligen untersucht, die 11 Tage lang entweder nur ASS erhielten
oder ASS in Kombination mit Melatonin oder Tryptophan. Die Magenschäden
wurden am dritten, siebten und elften Tag der ASS-Verabreichung
gastroskopisch untersucht. Erwartungsgemäß führte die Gabe von ASS zu
einem deutlichen Anstieg von Magenschäden und zu vermehrten
Blutverlusten. Die Zugabe von Melatonin oder Tryptophan reduzierte
deutlich die ASS-Schäden. |
Die Wissenschaftler
schlossen aus dieser
Untersuchung, dass Melatonin und seine Vorstufe Tryptophan in oraler Form
Magenläsionen durch ASS signifikant mit zwei möglichen Mechanismen
reduzieren können: Zum einen können Melatonin und Tryptophan einen direkten
Schutzeffekt auf die Magenschleimhaut haben, zum anderen kann der Schutz
dadurch erfolgen, dass durch Melatonin und Tryptophan vermehrt Gastrin
freigesetzt wird.
Referenz:
Konturek PC et al: Role of melatonin in mucosal gastroprotection against
aspirin-induced gastric lesions in humans; J Pineas Res. 2010 May; 48(4):
318-23
| Juni 2010, Nr. 44 |
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Eisenmangel erhöht HbA1c-Spiegel
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Amerikanische Wissenschaftler
untersuchten bei Teilnehmern von NHANES 1999 den Zusammenhang zwischen
der Eisenkonzentration im Blutserum und der Konzentration von HbA1c. Von
den untersuchten Frauen litten 13,7 Prozent an einem Eisenmangel und 4
Prozent an einer Eisenmangelanämie. Der Eisenmangel war mit einem
erhöhten Risiko für einen HbA1c-Wert größer als 5,5 Prozent assoziiert.
Jetzt sind weitere Studien erforderlich, um den Grund dieses
Zusammenhangs herauszufinden.
|
Referenz:
Catherine Kim, M.D.M.P.H et al: Association between iron deficiency and
HbA1c levels among adults without diabetes in the National Health and
Nutrition Examination Survey; 1999 – 2006; American Diabetes Association,
January 6, 2010
| Juni 2010, Nr. 43 |
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Eisen
beeinflusst psychomotorische Entwicklung bei Kindern
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Polnische Forscher aus Warschau
werteten die verfügbaren Doppelblindstudien über die Effekte einer
Eisensupplementierung bei schwangeren Frauen, Säuglingen und
Kleinkindern hinsichtlich der mentalen und psychomotorischen Entwicklung
aus. Drei der fünf Doppelblindstudien zeigten einen günstigen Effekt
einer Eisensupplementierung auf die psychomotorische Entwicklung der
Kleinkinder, was durch eine entsprechende Metaanalyse bestätigt wurde.
Eine Eisensupplementierung bei Säuglingen hat also wahrscheinlich einen
positiven Einfluss auf die psychomotorische Entwicklung der Kinder, die
mentale Entwicklung scheint dadurch aber nicht beeinflusst zu werden.
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Referenz:
Hania Szajewska et al: Effects of iron supplementation in nonanemic pregnant
women, infants, and young children on the mental performance and psychomotor
development of children: a systematic review of randomized controlled trials;
Am J Clin Nutr, April 21, 2010
| Juni 2010, Nr. 42 |
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Zink
als protektiver Faktor gegen Atherosklerose
Oxidativer Stress und
chronische Entzündung gelten als Risikofaktoren für die Atherosklerose. Da
Zink antientzündliche und antioxidative Eigenschaften besitzt, liegt die
Vermutung nahe, dass es auch gegen die Arterienverkalkung schützen kann.
Dies wurde von Wissenschaftlern der Wayne State University Detroit
untersucht. Sie führten an 40 gesunden älteren Menschen im Alter zwischen 56
bis 83 Jahren eine randomisierte Doppelblindstudie durch. Eine Gruppe
erhielt 55 mg Zink täglich über einen Zeitraum von 6 Monaten, die andere
Gruppe ein entsprechendes Placebopräparat. Nach diesen 6 Monaten zeigten
sich in der zinkbehandelten Gruppe erhebliche Veränderungen verschiedener
Laborparameter: Anstieg der Zinkkonzentration und Verminderung der
Konzentration von HsCRP, Interleukin-6, MCP-1, VCAM-1, Malondialdehyd und
anderer Parameter. Statistisch ergab sich ein klarer Zusammenhang zwischen
der Plasma-Zinkkonzentration und der Konzentration der genannten
Laborparameter. In Zellkulturstudien konnten die Forscher nachweisen, dass
Zink die Bildung von TNF-Alpha und IL-1-Beta sowie die Aktivierung von
NF-Kappa-B vermindert, die Bildung antiinflammatorischer Proteine dagegen
erhöht. Die Ergebnisse dieser Studie legen also nahe, dass Zink aufgrund
seiner antiinflammatorischen und antioxidativen Eigenschaften einen
Schutzeffekt gegen Atherosklerose ausübt.
Referenz:
Bao B et al: Zinc decreases C-reactive protein, lipid peroxidation,and
inflammatory cytokines in elderly subjects: a potential implication of zinc
as an atheroprotective agent.
| Juni 2010, Nr. 41 |
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Nervenschutz durch Vitamin E bei Cisplatintherapie
Italienische
Wissenschaftler untersuchten in einer Doppelblindstudie die Wirksamkeit von
Vitamin E gegen die Neurotoxizität von Cisplatin. 108 Patienten, bei denen
eine Cisplatin-Chemotherapie durchgeführt wurde erhielten entweder 400 mg
Vitamin E oder ein Placebopräparat. Die Therapie wurde vor der Chemotherapie
begonnen und über einen Zeitraum von drei Monaten nach der Cisplatingabe
fortgesetzt. Der Schweregrad der Neurotoxizität wurde durch
Neurotoxizitäts-Scores erfasst. Die Patienten, die Vitamin E erhielten,
hatten signifikant niedrigere Scores als die Patienten mit Placebo. Durch
die Studie konnte also nachgewiesen werden, dass eine
Vitamin-E-Supplementierung signifikant das Risiko von Nervenschäden durch
Cisplatin vermindert. Deshalb sollte eine Vitamin-E-Supplementierung
routinemäßig bei einer Cisplatin-Therapie durchgeführt werden.
Referenz:
Pace A et al: Vitamin E neuroprotection for cisplatin neuropathy: a
randomized, placebo-controlled trial; Neurology. 2010 Mar 2; 74(9): 762-6
| Mai 2010, Nr. 40 |
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Niedrige Vitamin-D-Spiegel und Depressionen
Bei
älteren Menschen ist eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung häufig
anzutreffen, was mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche,
Gebrechlichkeit und einer ganzen Anzahl chronischer Erkrankungen verbunden
ist. In einer Studie des National Institute on Aging in Baltimore wurde nun
ein möglicher Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Konzentrationen und
Depressionen bei älteren Menschen untersucht. An der Studie nahmen 531
Frauen und 423 Männer im Alter von 65 und älter teil. Diese Personengruppe
wurde über einen Zeitraum von 6 Jahren beobachtet. Am Ende der Studie wurde
festgestellt, dass 42 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer während
der Zeit eine Depression entwickelten. Drei Viertel der Frauen und die
Hälfte der Männer hatten eine Vitamin-D-Konzentration unter 20 ng/ ml.
Frauen
mit niedrigen Vitamin-D-Konzentrationen, die zu Beginn der Studie keine
Depression aufwiesen, erkrankten während der sechs Jahre doppelt so häufig
an Depressionen als Frauen mit einem ausreichenden Vitamin-D-Spiegel. Frauen
mit einem Vitamin-D-Mangel zeigten nach drei bzw. nach sechs Jahren eine
Verschlechterung der Stimmungslage, was sich auch in den Scores eines
entsprechenden Testbogens niederschlug.
Auch
bei Männern führte eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung im beobachteten
Zeitraum zu einer Stimmungsverschlechterung, allerdings war dieser
Zusammenhang nicht signifikant. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die
Hypovitaminose-D ein Risikofaktor für die Entwicklung depressiver Symptome
bei älteren Personen darstellt, wobei bei Frauen die Assoziation stärker
ist.
Die
Studie beweist aber nicht, dass niedrige Vitamin-D-Konzentrationen
Depressionen verursachen, weil die Studienteilnehmer mit einem niedrigen
Vitamin-D-Spiegel auch andere Prädispositionsfaktoren für Depressionen haben
könnten.
Referenz:
Milanesch Y et al: Serum 25-Hydroxyvitamin D an d depressive symptoms in
older women and men; J clin Endocrinol Metab. 2010 May 5
| Mai 2010, Nr.
39 |
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Arginin
verbessert Leistungsfähigkeit bei älteren Radfahrern
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Amerikanische Wissenschaftler untersuchten den Effekt eines Supplements,
bestehend aus Arginin und Antioxidantien, auf die körperliche
Leistungsfähigkeit bei älteren Radfahrern. Die Untersuchung wurde als
Doppelblindstudie über einen Zeitraum von drei Wochen durchgeführt. Nach
der ersten und dritten Woche absolvierten die Patienten verschiedene
Leistungstests auf dem Ergometer. Die anaerobe Schwelle war in der
Verumgruppe signifikant höher als in der Placebogruppe, sowohl nach der
ersten als auch nach der dritten Woche. |
|
Bild: Rainer Sturm, Pixelio.de |
Die Sauerstoffaufnahme war bei beiden
Gruppen unverändert. Das Ergebnis der Studie zeigt also die Wirksamkeit
einer Arginin- und Antioxidantiensupplementierung hinsichtlich einer
Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei älteren Menschen.
Referenz:
Steve Chen et al: Arginine and antioxidant supplement on performance in
elderly male cyslists: a randomized controlled trial; J Int Soc Sports Ntur.
2010; 7: 13
| Mai 2010, Nr.
38 |
 |
Arginin
verändert antioxidative Kapazität bei KHK
In einer indischen Studie erhielten Patienten mit einer koronaren
Herzerkrankung über sieben Tage drei Gramm Arginin. Außerdem wurden
verschiedene Parameter bestimmt wie die Aktiviät der Superoxiddismutase
(SOD), die Konzentration des Malondialdehyds (MDA), die Konzentration der
Thiole, die Vitamin-C-Konzentration etc. Die Arginin-Supplementierung
bewirkte einen Anstieg der SOD-Aktiviät, der Thiol- und
Vitamin-C-Konzentrationen sowie eine Verminderung der Aktivität der
Xantin-Oxidase, der MDA-Spiegel und anderes. Offensichtlich verbessert
Arginin deutlich die antioxidative Kapazität des Stoffwechsels.
Referenz:
Tripathi P et al: Therapeutic role of L-arginine on free radical savenging
system in ischemic heart diseases; Indian J Biochem Biophys. 2009 Dec;
46(6): 498-502
| Mai 2010, Nr.
37 |
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Arginin
verbessert körperliche Leistungsfähigkeit
 |
Amerikanische Wissenschaftler untersuchten den Einfluss von
Arginin-Suppelementen auf die körperliche Leistungsfähigkeit an der
Müdigkeitsschwelle. 50 männliche College-Studenten erhielten entweder
1,5 g Arginin oder 3 g Arginin oder 1 Placebopräparat über einen
Zeitraum von vier Wochen. Zusätzlich zu Arginin wurden 300 mg
Grapefruitkernextrakt verabreicht. Alle Studienteilnehmer führten auf
dem Fahrradergometer Belastungstests bis zur Müdigkeitsschwelle durch.
Bei den Probanden mit 1,5 und 3 g Arginin wurde eine deutliche
Steigerung der muskulären Belastbarkeit nachgewiesen. |
|
Bild: Hans-Peter Bolliger, pixelio.de |
Referenz:
Camic CL et al: Effects of arginine-based supplements on the physical
working capacity at the fatigue threshold; J Strength 2010 Apr. 9
| Mai 2010, Nr.
36 |
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Aminosäuren bei chronischen Lebererkrankungen
Japanische Wissenschaftler untersuchten die Aminosäurenkonzentrationen bei
Patienten mit chronischer Hepatitis und bei Patienten mit Leberzirrhose. In
Abhängigkeit vom Schweregrad der Leberschädigung stieg die
Tyrosinkonzentration an, während die Konzentrationen der verzweigtkettigen
Aminosäuren im fortgeschrittenen Stadium einer Leberzirrhose abnahmen. Die
Tyrosinkonzentration ist bereits in einem frühen Stadium einer chronischen
Lebererkrankung typischerweise verändert.
Referenz:
Michitaka K et al: Amino acid imbalane in patients with chronic liver
diseases; Hepatol Res. 2010 Apr 1; 40(4): 393-8
| Mai 2010, Nr.
35 |
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Eisenmangel kann Hirnleistungsfähigkeit beeinträchtigen
Dazu drei Studien:
1. Eisenmangel und kognitive Fähigkeiten
Eisen ist ein zweischneidiges Schwert
für das Gehirn. Ein Eisenmangel kann zu einer Beeinträchtigung von
Kognition und Lernprozessen führen, was mit großer Wahrscheinlichkeit
auf eine Veränderung der Dopaminrezeptoren-Empfindlichkeit
zurückzuführen ist.
Der genaue Mechanismus, wie die Dopaminrezeptoren durch den
Eisenmangel beeinflusst werden, ist noch nicht ausreichend verstanden,
möglicherweise kommt es zu Interaktionen mit den endogenen Opiaten,
Enkephalinen und Dynorphinen, die vor allem den Hippocampus und das
Striatum betreffen.
|
 |
Unbestritten spielt jedoch
andererseits eine Akkumulation von Eisen eine wichtige Rolle bei der
Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen. Inzwischen konnten z.B.
auch die biochemischen Details der Eisenanhäufung bei der
Parkinsonerkrankung näher geklärt werden. Ungeklärt ist noch die
Frage, warum der Prozess der Neurodegeneration zu einer Eisenanhäufung
führt.
Referenz:
Moussa B.H. et al: Iron Deficiency and Express in the Brain:
Implications for Cognitive Impairment and Neurodegeneration; 10. März
2010
|
2. Eisenmangel in jungen Jahren
Ein Eisenmangel in der Kindheit hat
einen
negativen Einfluss auf die Entwicklung des Nervensystems und kann zu
persistierenden Veränderungen des zentralen Nervensystems führen.
Amerikanische Wissenschaftler untersuchten junge Erwachsene mit 19
Jahren, die als Kind einen schweren Eisenmangel hatten. Bei diesen
Personen zeigten sich Veränderungen verschiedener Exekutivfunktionen
sowie eine Beeinträchtigung bei bestimmten Gedächtnistests.
|
 |
Die Wissenschaftler vermuten, dass
ein Eisenmangel in der Kindheit den Hippocampus und das dopaminerge
System dauerhaft schädigt.
Referenz:
Lukowski et al: Iron deficiency in infancy and neurocognitive
functioning at 19 years: evidence of long-term deficits in executive
function and recognition memory; Nutritional Neuroscience, Volume 13,
Number 2, April 2010, pp. 54-70(17)
|
3. Metaanalyse über Eisensupplementierung
Britische Wissenschaftler führten
eine Metaanalyse zur Klärung der Frage durch, ob eine
Eisensupplementierung kognitive Fähigkeiten verbessern kann, z.B.
Konzentration, Intelligenz, Gedächtnis, psychomotorische und
schulische Fertigkeiten. Man vermutet, dass 25 Prozent der
Weltbevölkerung an einer Anämie leiden und dass davon 50 Prozent auf
einen Eisenmangel zurückzuführen sind. Es ist bekannt, dass niedrige
Konzentrationen von Hämoglobin zu einer Reihe von Symptomen führen,
z.B. Schwäche, allgemeine Müdigkeit, verminderte Immunkompetenz etc.
|
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Bild: Designritter, pixelio.de |
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Im Alter von 6 – 12 Monaten besteht
ein erhöhtes Anämierisiko, dann wieder während der Pupertät, besonders
bei Mädchen, außerdem bei Frauen im gebärfähigen Alter und bei älteren
Menschen. Es besteht auch ein erhöhtes Anämierisiko im Zusammenhang
mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen, die ja bekanntlich bei
älteren Menschen auftreten. Man vermutet, dass 47 Prozent der
Vorschulkinder weltweit unter Anämie leiden. Langzeitstudien zeigten,
dass ein Eisenmangel in der Frühkindheit zu einer schlechteren
Hirnleistungsfähigkeit führt. Ältere Kinder und Erwachsene weisen ein
geringeres Risiko für eine Anämie auf, trotzdem dürften doch 25
Prozent der Kinder weltweit an einer Anämie leiden, 30 Prozent der
nichtschwangeren Frauen, 42 Prozent der schwangeren Frauen und 17
Prozent der älteren Menschen.
In die Metaanalyse wurden 14 randomisierte Doppelblindstudien
einbezogen, die bei Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Frauen
durchgeführt wurden. Mit einiger Evidenz kann gesagt werden, dass eine
Eisensupplementierung die Aufmerksamkeit, die Konzentration und den IQ
verbessert, was aber noch in Langzeitstudien verifiziert werden muss.
Die Verbesserung der Hirnleistungsfähigkeit nach einer
Eisensupplementierung zeigte sich unabhängig vom Ausgangswert der
Eisenkonzentration.
Referenz:
Martin Falkingham et al: The effect of oral iron supplementation on
cognition in older children and adults: a systematic review and
meta-analysis; Nutrition Journal 2010; 9:4
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| April 2010, Nr.
32, 33, 34 |
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Chrom
vermag Hirnleistung bei älteren Menschen zu verbessern
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Eine Insulinresistenz ist an den
pathophysiologischen Veränderungen der „mild cognitive impairment“ (MCI)
und der frühen Alzheimererkrankung beteiligt. Bekanntlich kann eine
Chromsupplementierung den Zuckerstoffwechsel bei Patienten mit
Insulinresistenz und Diabetes verbessern. Wissenschaftler der University
of Cincinnati untersuchten, ob eine Chromsupplementierung
Gedächtnisleistungen und andere Leistungen bei alten Menschen mit
kognitivem Abbau verbessern kann. In einer placebokontrollierten
Doppelblindstudie erhielten 26 ältere Menschen entweder Chrompicolinat
oder ein Placebopräparat über einen Zeitraum von 12 Monaten.
|
Bei der Chromgruppe konnte eine gewisse
Verbesserung bei verschiedenen Hirnleistungstests nachgewiesen werden. Im
Kernspintomogramm fand sich eine Aktivierung verschiedener Regionen im
Vergleich zur Placebogruppe. Die Ergebnisse der Studien zeigten Folgendes:
Bei Menschen mit beginnenden neurodegenerativen Erkrankungen ist eine
Chromsupplementierung zur Verbesserung der cerebralen Funktionen nützlich.
Referenz:
Krikorian Robert et al: Improved cognitive-cerebral function in older adults
with chromium supplementation; Nutritional Neuroscience, Volume 13, Number
3, June 2010, pp. 116-122 (7)
| April 2010, Nr.
31 |
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Häufiger Vitamin B12-Mangel bei älteren
Menschen
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In einer chilenischen Studie bei 1000 älteren Menschen im Alter zwischen
65 und 87 Jahren wurde u.a. die Vitamin-B12-Konzentration bestimmt. Als
Vitamin-B12-Mangel definierten die Wissenschaftler eine Konzentration
kleiner als 148 pmol/ l, als grenzwertiger Mangel eine Konzentration
kleiner als 221 pmol/ l. Bei immerhin 12 Prozent der Studienteilnehmer
wurde ein ausgeprägter Vitamin-B12-Mangel nachgewiesen und bei 25,4
Prozent ein grenzwertiger Mangel. Es besteht also eine hohe Prävalenz
für einen Vitamin-B12-Mangel bei älteren Menschen. |
Referenz:
Sánchez H et al: Prevalence of vitamin B-12 deficiency in older adults; Rev
Med Chil. 2010 Jan; 138(1): 44-52
| April 2010, Nr.
30 |
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Folsäure vermindert Hitzewallungen
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Wissenschaftler aus Ägypten untersuchten den Effekt von Folsäure
bezüglich dem Auftreten von Hitzewallungen bei postmenopausalen Frauen.
Außerdem wurde die Konzentration von MHPG, einem Hauptabbauprodukt von
Noradrenalin, bestimmt. An der Studie nahmen 46 Frauen teil. Die Hälfte
davon erhielt täglich 5 mg Folsäure über einen Zeitraum von vier Wochen.
Die andere Hälfte ein entsprechendes Placebopräparat. In der
Folsäuregruppe kam es zu einer signifikanten Verminderung der
Plasmaspiegel von MHPG, außerdem berichteten wesentlich mehr Frauen über
eine Besserung der Hitzewallungen. Zwischen der MHPG-Konzentration und
der Verbesserung der Hitzewallungen wurde eine signifikante negative
Korrelation festgestellt. |
|
Eine Folsäuresupplementierung kann also
durch eine Verminderung der zentralen noradrinergen Aktivität
Hitzewallungen bessern. |
Referenz:
Gaweesh SS et al: Folic acid supplementation may cure hot flushes in
postmenopausal women: a prospective cohort study; Gynecol Endocrinol. 2010
Mar 16
| April 2010, Nr.
29 |
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Schlechter Folsäurestatus bei Dänen
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Bei 6784 Personen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren aus Dänemark wurden
die Konzentrationen von Folsäure und Vitamin-B12 im Serum bestimmt.
Niedrige Folsäurekonzentrationen wurden bei 31,4 Prozent der
Untersuchten nachgewiesen, wobei Männer häufiger eine schlechte
Folsäureversorgung hatten. Ein Vitamin-B12-Mangel (148 pmol/ l) stellten
die Wissenschaftler bei 4,7 Prozent der Probanden fest.
Referenz:
Betina H. Thuesen et al: Lifestyle and genetic determinants of folate
and vitamin B12 levels in a general adult population; British Journal of
Nutrition 2010; 103: 1195-1204 |
| April 2010, Nr.
28 |
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Vitamin
D und rheumatoide Arthritis
In den nordöstlichen Bundesstaaten der USA tritt die rheumatoide Arthritis
bei Frauen häufiger auf als in den anderen Bundesstaaten. Forscher der
Bosten University School of Public Health sehen hierbei einen Zusammenhang
mit einem Vitamin-D-Mangel. Bekanntlich spielt ein Vitamin-D-Mangel bei
verschiedenen Autoimmunerkrankungen eine Rolle, so dass dies auch für die
rheumatoide Arthritis angenommen werden kann, obwohl die Ursache für diese
Erkrankung noch nicht abschließend geklärt ist. Interessanterweise zeigte
sich in den nordöstlichen Bundesstaaten der USA auch eine vermehrte
Krankheitshäufung bei Multipler Sklerose und Morbus Crohn. MS und M. Crohn
sind eindeutig Autoimmunerkrankungen, die mit einem Vitamin-D-Mangel in
Verbindung stehen.
Referenz
Medical News Today, 09 Apr 2010: Rheumatoid Arthritis linked to vitamin D
deficiency
| April 2010,
Nr.
27 |
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Vitamin E schützt gegen
Cisplatin-Neuropathie
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Bei der Cisplatin-Chemotherapie treten
sehr oft schwere Neuropathien auf, die die klinische Anwendung dieses
Wirkstoffs beschränken. Italienische Wissenschaftler untersuchten den
Nutzen einer Vitamin-E-Supplementierung gegen das Auftreten dieser
Komplikation. 108 Patienten, die mit Cisplatin-Chemotherapie behandelt
wurden, erhielten entweder 400 mg Vitamin E täglich oder ein
Placebopräparat. Die Behandlung wurde vor der Chemotherapie begonnen und
noch drei Monate nach Beendigung der Chemotherapie weitergeführt. |
|
Bild: Schnappschuss; Pixelio.de |
Das Auftreten von Neurotoxizität war in der
Vitamin-E-Gruppe signifikant niedriger als in der Placebogruppe. Auch der
Schweregrad der neurotoxischen Symptome war in der Vitamin-E-Gruppe
signifikant niedriger. Diese Phase III-Studie bekräftigt die neuroprotektive
Rolle des Vitamin E gegen die neurotoxischen Effekte des Displatin. Bei
Patienten, die sich einer entsprechenden Chemotherapie unterziehen müssen,
sollte eine Vitamin-E-Supplementierung unbedingt miteinbezogen werden.
Referenz:
A. Pace te al: Vitamin E neuroprotection for cisplatin neuropathy; Neurology
2010; 74: 762-766
| März 2010,
Nr.
26 |
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Metformin kann Polyneuropathie verursachen
Eine langfristige Metformin-Einnahme führt bei 30 Prozent der Patienten zu
einem Vitamin-B12-Mangel. Bekanntlich wird Metformin sehr häufig
Typ-2-Diabetikern verordnet. Ein Vitamin-B12-Mangel, der sich durchaus ohne
Anämie aber als Polyneuropathie zeigen kann, wird oft als diabetische
Polyneuropathie fehldiagnostiziert. Dies ist umso schlimmer, da ein
unerkannter Vitamin-B12-Mangel zu einem Fortschreiten der Nervenschädigung
führt, die mit einer Vitamin-B12-Therapie aufgehalten, aber nicht rückgängig
gemacht werden könnte.
Referenz:
Bell, David S.H. MD: Metformin-induced vitamin B12 deficiency presenting as
al peripheral neuropathy; Southern Medical Mounal; March 2010 – Volume 103 –
Issue 3 pp 265-267
| März 2010,
Nr.
25 |
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Zink- und Ferritinspiegel
bei ADS/ ADHS
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Erstmals wurde jetzt der Zusammenhang
zwischen Zink- und auch Ferritinspiegeln mit ADS/ ADHS-Symptomen in
einer Studiengruppe überprüft. In die Studie wurden 118 Kinder und
Jugendliche im Alter zwischen 7 und 14 Jahren einbezogen. Die
Untersuchung ergab, dass die Studienteilnehmer mit einem niedrigen
Zinkspiegel höhere bei den folgenden Tests höhere Scores: Conners Parent
Rating Scale (CPRS), Conners Teacher Rating Scale (CTRS) und Verhaltens-
und Ängstlichkeits-Scores. Dieses Ergebnis zeigt eine schwere
Problematik an. |
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Bild: Erysipel, Pixelio.de |
Die Überaktiviät im CPRS
war sowohl mit niedrigen Zink- als auch niedrigen Ferritinspiegeln
assoziiert. Die Conners Teacher Rating Scale war weder signifikant mit dem
Zink- noch mit dem Ferrtin-Spiegel verbunden.
Aus der Studie können
folgende Schlüsse gezogen werden: Sowohl niedrige Zink- als auch niedrige
Ferritinkonzentrationen sind mit einer erhöhten Hyperaktivität verbunden.
Der Zinkspiegel war auch mit Ängstlichkeits- und Verhaltensproblemen
assoziiert. Wahrscheinlich führt eine Kombination aus niedrigen Zink- und
Eisenspiegeln zu einer signifikanteren Störung des Dopaminstoffwechsels bei
ADS/ ADHS.
Referenz:
Oner O et al: Effects of zinc and ferritin levels on parent and teacher
reported symptom scores in attention deficit hyperactivity disorder; Child
Psychiatry Hum Dev. 2010 Mar 18
| März 2010,
Nr.
24 |
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Selenkonzentration und
Blutzuckerwert
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Die Rolle von Selen in Bezug auf Diabetes
mellitus ist etwas widersprüchlich, da zum einen eine insulinähnliche
Aktivität von Selen beschrieben wurde, andererseits eine hohe
Selenkonzentration auch das Typ-2-Diabetes-Risiko erhöhen könnte. In
einer französischen Studie wurde nun untersucht, ob die
Selenkonzentration einen Einfluss auf pathologische Blutzuckerwerte oder
gar Typ-2-Diabetes bei älteren Menschen hat. An der Studie nahmen 1389
Menschen im Alter von 59 bis 71 Jahren teil, die über einen Zeitraum von
9 Jahren beobachtet wurden. |
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Bild: Knirpseline,
Pixelio.de |
Mehrfach wurden die
Selenkonzentrationen und Blutzuckerkonzentrationen bestimmt. Das Risiko für
pathologische Glukosewerte war bei Männern mit Selenkonzentrationen im
höchsten Tertil im Vergleich zu denen im niedrigsten Drittel signifikant
niedriger. Bei Frauen wurde kein signifikanter Zusammenhang beobachtet.
Selen scheint also einen geschlechtspezifischen protektiven Effekt auf das
Auftreten einer Dysglykämie zu haben.
Referenz:
Akbaraly TN et al: Plasma Selenium and risk of dysglycemia in an elderly
french population: Results from the prospective epidemiology of vascular
ageing study; Nutr Metab (Lond). 2010 Mar 18;7(1): 21
| März 2010,
Nr.
23 |
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Eisenstatus und Atherosklerose
Schon länger wird
vermutet, dass es einen Zusammenhang zwischen Ferritinkonzentrationen und
dem Frühstadium kardiovaskulärer Erkrankungen gibt. Wissenschaftler der
Universität Toulouse untersuchten jetzt in einer Fall-Kontrollstudie,
inwieweit die Ferritinkonzentration mit der Zahl atherosklerotischer Plaques
in den Carotiden zusammenhängt. Außerdem wurden die Entzündungsmarker hsCRP
und AGP bestimmt. Es zeigte sich, dass auch ohne eine entstehende Entzündung
das Atheroskleroserisiko mit einem Anstieg der Serum-Ferritin-Konzentration
zusammenhängt. Bei jedem 10 µg/ l-Anstieg erhöhte sich das Risiko für
Atherosklerose um drei Prozent.
Referenz:
Namanjeet Ahluwalia et al: Iron status is associated with carotid
atherosclerotic plaques in middle-aged adults; J. Nutr. First published
February 24, 2010
| März 2010,
Nr.
22 |
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Zink und
Osteoporose
Ein Fachartikel der Emory
University beschäftigt sich mit der Rolle der Zinkversorgung für die
Prävention der Osteoporose. Schon länger ist bekannt, dass die
Zinkkonzentration der Knochen mit zunehmendem Alter abnimmt, so dass es nahe
liegt, dass Zink eine Rolle bei Störungen des Knochensystems spielt. Zink
hat einen stimulatorischen Effekt auf die Knochenbildung durch Osteoblasten
und auf die Mineralisation. Außerdem kann Zink die Knochenresorption durch
Osteoklasten verhindern, indem es reife Osteoklasten in die Apoptose treibt.
Zink hat auch einen suppressiven Effekt auf die Aktivierung von NF-Kappa-B
und der damit verbundenen Bildung von Osteoklasten. Die Einnahme von Zink
kann eine Zunahme der Knochenmasse bewirken. Derzeit werden verschiedene
Zinkverbindungen entwickelt und erprobt und auf ihre Wirksamkeit auf den
Knochenstoffwechsel untersucht, so dass zukünftig hochwirksame
Zinkverbindungen als neuer Therapieansatz zur Prävention und Therapie der
Osteoporose zur Verfügung stehen könnten.
Referenz:
Yamaguchi M: Role of nutritional zinc in the prevention of osteoporosis; Mol
Cell Biochem. 2009 Dec 25
| März 2010, Nr.
21 |
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Glutaminsäure in Nahrungsmitteln
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Wissenschaftler aus Deutschland und den
Niederlanden haben den Gehalt an Glutaminsäure in Nahrungsmitteln
untersucht. Bekanntlich steht Glutamat (Salz der Glutaminsäure) schon
länger im Verdacht, das Essverhalten im Sinne einer zu hohen
Kalorienzufuhr zu beeinflussen. Bekannt ist auch, dass Natriumglutamat
als Geschmacksverstärker zahlreichen Nahrungsmitteln und Fertiggerichten
zugesetzt ist. |
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Bild: Uli Kutting, Lebensmittelfotos.com |
Die Wissenschaftler untersuchten die
Aminosäuremuster von 17 häufig gekauften Fertigprodukten. Dabei stellten
sie fest, dass der Gehalt an Glutaminsäure häufig deutlich höher lag,
als von den Herstellern angegeben, so dass also die Annahme berechtigt
ist, dass den Gerichten möglicherweise Glutaminsäure zugegeben wurde.
Die Cysteinkonzentrationen waren durchweg sehr niedrig, was auf die
thermale Zerstörung dieser Aminosäure durch den Zubereitungsprozess
erklärt werden kann. Teilweise wurden auch hohe GABA-Konzentrationen
nachgewiesen, die signifikant zum Geschmacksempfinden beitragen.
Referenz:
M. Hermannussen et al: Patterns of free amino acids in German
convenience food products: marked mismatch between label information and
composition; European Journal of Clinical Nutrition 2010, 64, 88-98
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| März 2010, Nr.
20 |
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Vitamin
D – Schlüsselmolekül des Immunsystems
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Wissenschaftler der Universität Kopenhagen
haben herausgefunden, dass Vitamin D für das Immunsystem unverzichtbar
ist. Nur wenn Vitamin D in ausreichender Menge vorhanden ist, werden die
Killerzellen des Immunsystems – die T-Zellen – in einem solchen Maß
mobilisiert, dass eindringende Viren oder Bakterien bekämpfen werden
können. Es wurde nachgewiesen, dass eine T-Zelle, wenn sie mit einem
Krankheitserreger konfrontiert wird, einen Rezeptor ausfährt, mit dem
sie nach dem Vitamin sucht. Wenn der Rezeptor feststellt, dass Vitamin D
verfügbar ist, läuft eine ganze Reaktionskaskade ab. Die T-Zellen
vervielfältigen sich und bilden so hunderte identische Zellen, die alle
auf den Krankheitserreger fokusiert sind. Wenn Vitamin D fehlt, kann
diese Mobilisierung der T-Zellen nicht stattfinden.
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Bild: Joujou, Pixelio.de |
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Referenzen:
Focus online, 08.03.2010: Schlüsselhormon des Immunsystems;
Wissenschaft.de, 08.03.2010: Vitamin D macht das Immunsystem scharf
| März 2010, Nr. 19 |
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Vitamin
D und Muskelstoffwechsel
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Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das
Sturzrisiko bei Senioren. Italienische Wissenschaftler untersuchten
jetzt, wie sich der Vitamin-D-Status auf den Muskelstoffwechsel
auswirkt. Bei 20 Patienten im Durchschnittsalter von 77,6 Jahren wurde
die Oberschenkelmuskulatur kernspintomographisch untersucht. Dabei
zeigte sich, dass bei niedrigen Vitamin-D-Konzentrationen eine fettige
Degeneration des Muskelgewebes vorlag. Bei 11 Patienten mit
Vitamin-D-Mangel wurde sogar eine komplette Atrophie von wenigstens
einem der Oberschenkelmuskeln nachgewiesen.
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Bild: Jürgen Reitböck, Pixelio.de |
Von der University of Southern California
wurde die Auswirkung eines Vitamin-D-Mangels auf den Muskelfettgehalt bei
jungen Frauen untersucht. Bereits früher konnte gezeigt werden, dass
niedrige Vitamin-D-Konzentrationen mit einem erhöhten Körperfettanteil
assoziiert sind. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass niedrige
Vitamin-D-Konzentrationen zu einer Zunahme von Fett im Muskelgewebe führten.
Ein höherer Fettanteil im Muskelgewebe ist ein Faktor, der die Muskelkraft
beeinträchtigt. Erstaunlich bei dieser Untersuchung war, dass immerhin ein
Viertel der jungen Frauen, die an der Studie teilnahmen, schwere
Vitamin-D-Mängel (kleiner als 20 ng/ ml) aufwiesen, obwohl sie im
Sonnenstaat Kaliforniern lebten.
Referenzen
- Tagliafico AS et al: Relationship
between fatty degeneration of thigh muscles and vitamin D status in the
elderly: a preliminary MRI study; AJR Am J Roentgenol. 2010 Mar; 194(3):
728-34
- Medical News Today, 08.03.2010: Low
levels of vitamin D linked to muscle fat, decreases strength in young
people
| März 2010, Nr. 17. 18 |
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Oxidativer Stress bei Depressionen
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Depressive Episoden sind durch einen verminderten Antioxidantienstatus
charakterisiert. Belgische Wissenschaftler untersuchten bei depressiven
Personen zwei Marker des oxidativen Stresses: Plasmaperoxide und
Ox-LDL-Antikörper. Im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen wiesen die
depressiven Patienten signifikant höhere Konzentrationen von
Plasmaperoxiden und Ox-LDL-Antikörpern auf. Die Ergebnisse dieser Studie
zeigen erneut, dass depressive Episoden mit einem erhöhten oxidativen
Stress einhergehen. Die gemessenen Parameter Plasmaperoxide und
Ox-LDL-Antikörper haben auch eine Aussagekraft über das Risiko von KHK
und neurodegenerativen Erkrankungen. |
|
Bild: Knipseline, Pixelio.de |
Referenz:
Journal of Affective Disorder: Increased plasma peroxides and serum oxidized
low density lipoprotein antibodies in major depression: Markers that further
explain the higher incidence of neurodegeneration and coronary artery
disease.
| Februar
2010, Nr. 16 |
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Zink verbessert psychische Befindlichkeit bei jungen Frauen
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In einer Studie wurde der Einfluss einer Zinksupplementierung auf
psychologische Parameter bei jungen Frauen untersucht. 30 Frauen
erhielten entweder eine Multivitaminkapsel ohne Zink oder eine
Multivitaminkapsel mit 7 mg Zink täglich über einen Zeitraum von 10
Wochen. Bei den Studienteilnehmerinnen, die Zink eingenommen hatten, kam
es zu einer deutlichen Reduzierung der Ärger-Feindseligkeits-Scores und
der Depression-Niedergeschlagenheit-Scores. Bei den Frauen, die nur
Multivitamine eingenommen hatten, konnten diese Veränderungen nicht
beobachtet werden. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen also, dass eine
Zinksupplementierung offensichtlich effektiv Ärger und Depressivität
vermindern können. |
|
Bild: Paradizer, Pixelio.de |
Referenz:
T Sawada & K Yokoi: Effect of zinc supplementation on mood states in young
women: a piplot study: European Journal of Clinical Nutrition (20 January
2010)
| Februar
2010, Nr. 15 |
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Folsäure, Homocystein und depressive Symptome
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Bei 530 städtischen Angestellten in Japan wurden sowohl depressive
Symptome wie auch die Konzentrationen von Homocystein und Folsäure
bestimmt. Immerhin wiesen nach den Kriterien der „Center-of-Epidemiologie-Studies“
anhand einer „Depression scale“
36,1 Prozent der Männer und 36,4 Prozent der Frauen depressive Symptome
auf . Bei den Männern wurde ein positiver Zusammenhang zwischen der
Homocysteinkonzentration und depressiven Symptomen festgestellt. Höhere
Folsäurekonzentrationen waren mit einer verminderten Prävalenz
depressiver Symptome assoziiert. Dies wurde allerdings nur für die
männlichen Studienteilnehmer nachgewiesen, bei den Frauen zeigten sich
diese Zusammenhänge nicht. |
|
Bild: Joujou, Pixelio.de |
| |
Referenz:
A Nanri et al: Serum folate and homocysteine and depressive symptoms among
Japanese men and women; European Journal of Clinical Nutrition (20 January
2010)
| Februar 2010, Nr. 14 |
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Endotheliale Dysfunktion bedingt Hitzewallungen
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Griechische Wissenschaftler untersuchten, inwieweit zu Beginn der
Menopause vaskuläre Parameter beeinträchtigt werden. Dazu wurden 120
Frauen mit beginnender Menopause mit einer Kontrollgruppe von 24
prämenopausalen Frauen verglichen. Es gab keinen Unterschied bezüglich
der Carotis-Intima-Dicke zwischen beiden Gruppen.
Die flussbedingte Vasodilatation (FMD) war bei den Frauen in der
Menopausegruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant niedriger.
Frauen mit Hitzewallungen hatten im Vergleich zu den Kontrollpersonen in
Abhängigkeit der Intensität deutlich größere Störungen der FMD.
|
|
Bild: Rainer Sturm, Pixelio |
Referenz:
Aris Bechlioulis et al: Endothelial Function, but not carotid intima-media
thickness, is affected early in menopause and is associated with severity of
hot flushes; Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, January 15,
2010
Kommentar:
Eine endotheliale Dysfunktion gehört zu den Störungen, die sich mit einer
Mikronährstofftherapie häufig günstig beeinflussen lassen. Beispiele:
Vitamine C, E und Folsäure, Arginin, Cystein, u.v.m.
| Februar
2010, Nr. 13 |
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Eisen und
Blutdruck
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Französische Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen der
Aufnahme von Eisen - Hämeisen und Nicht-Hämeisen - und dem Blutdruck.
Dazu wurden 2895 Teilnehmer der Sumivax-Studie über einen Zeitraum von
fünf Jahren beobachtet. Eine niedrige Aufnahme von Nicht-Hämeisen war
mit einem größeren Anstieg des systolischen Blutdrucks in dieser Zeit
assoziiert. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Aufnahme an
Nicht-Hämeisen hatten ein um 37 Prozent geringeres Risiko für arterielle
Hypertonie im Vergleich zu den Probanden mit der niedrigsten
Eisenzufuhr. Die Aufnahme von Hämeisen war nicht mit Veränderungen des
Blutdrucks assoziiert, allerdings zeigte sich, dass der Verzehr von
Fleisch mit einem Anstieg des systolischen Blutdrucks |
|
verbunden war. Die Daten dieser Studie
veranschaulichen, dass zur Vermeidung einer arteriellen Hypertonie auch
die Aufnahme an Nicht-Hämeisen beachtet werden muss. |
Referenz:
Pilar Galan et al: Low total and nonheme iron intakes are associated with a
greater risk of hypertension; J. Nutr. First published November 18, 2009
| Januar 2010, Nr.
12 |
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Einfluss von Folsäure auf
Blutdruck
Italienische Wissenschaftler aus Modena führten eine kleine Studie mit
gesunden postmenopausalen Frauen durch, um zu überprüfen, welcher Effekt
eine dreiwöchige Therapie mit Folsäure auf den Blutdruck, auf die
Homocysteinkonzentration und auf den Insulinstoffwechsel ausübt. In der
Kontrollgruppe wurde keine Veränderung eines Messparameters festgestellt,
hingegen kam es in der Verumgruppe bei einer täglichen Aufnahme von 15 mg
Folsäure zu einer signifikanten Senkung des nächtlichen systolischen und
diastolischen Blutdrucks. Die Folsäuretherapie senkte auch die
Homocysteinkonzentration sowie die Insulinresistenz, die mit HOMA-IR
evaluiert wurde.
Referenz:
Cagnacci A et al: High-dose short-term folate administration modifies
ambulatory blood pressure in postmenopausal women. A placebo-controlled
study; Eur J Clin Nutr. 2009 Oct; 63(10): 1266-8
| Januar 2010, Nr.
11 |
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Folsäuretherapie
senkt Blutdruck bei Kindern
In einer Studie aus Griechenland wurde der Effekt einer Folsäuretherapie
hinsichtlich Homocysteinkonzentration und Blutdruck bei Kindern untersucht.
Dabei wurde in der Interventionsgruppe im Vergleich zu der Kontrollgruppe
der systolische und diastolische Blutdruck signifikant gesenkt. Eine
Folsäuretherapie ist deshalb eine sichere und effektive Möglichkeit, den
Homocysteinspiegel und wahrscheinlich auch den Blutdruck zu senken, was bei
Kindern die Bildung kardiovaskulärer Erkrankungen verhindern könnte.
Referenz:
Papandreou D et al: Homocysteine lowering with folic acid supplements in
children: effects on blood pressure; Int J Food Sci Nutr. 2010 Feb; 61(1):
11-7
| Januar
2010, Nr. 10 |
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Vitamin-D-Status und
arterielle Hypertonie
In einer Übersichtsarbeit der Universität Graz wurde der Zusammenhang
zwischen der Vitamin-D-Konzentration und dem Blutdruck dargestellt. Viele
Daten sprechen dafür, dass Vitamin D an der Pathogenese der arteriellen
Hypertonie beteiligt ist. Die antihypertensiven Eigenschaften von Vitamin D
lassen sich wie folgt darstellen: Schutz der Nieren, Unterdrückung des
Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, Beeinflussung der Gefäßzellen,
Vermeidung eines sekundären Hyperparathyreodismus. Ganz überwiegend
veranschaulichen die Resultate klinischer Studien, dass Vitamin D den
arteriellen Blutdruck senken kann. Die antihypertensiven Effekte waren
besonders ausgeprägt bei den Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel. Eine
Vitamin-D-Supplementierung könnte deshalb ein sicherer und preiswerter Weg
sein, um eine arterielle Hypertonie bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel zu
vermeiden.
Referenz:
Pilz S et al: Vitamin D status and arterial hypertension: a systematic
review; Nat Rev Cardiol. 2009 Oct; 6(10): 621-30
| Januar
2010, Nr. 9 |
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Vitamin-C-Mangel bei jungen
Kanadiern
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Von 2004 – 2008 wurde von der Universität
von Toronto eine Studie zur Bestimmung der Prävalenz eines
Vitamin-C-Mangels bei jungen kanadischen Erwachsenen durchgeführt.
Außerdem wurde die Assoziation der Vitamin-C-Konzentration mit Markern
chronischer Erkrankungen bestimmt. An der Studie nahmen 979 Frauen und
Männer zwischen 20 und 29 Jahren teil.
Die Ergebnisse der Studie waren, dass 53
Prozent der Studienteilnehmer ausreichende Vitamin-C-Konzentrationen
hatten, 33 Prozent suboptimale Vitamin-C-Spiegel und 14 Prozent einen
Vitamin-C-Mangel. |
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Bild: segovax, Pixelio.de |
Letztere wiesen erhöhte Konzentrationen von
CRP, einen höheren Body-Mass-Index sowie höhere Blutdruckwerte im Vergleich
zu den Studienteilnehmern mit normalen Vitamin-C-Konzentrationen auf.
Referenz:
Cahil L et al: Vitamin C deficiency in a population of young Canadian adults;
Am J Epidemiol. 2009 Aug 15; 170(4): 464-71
| Januar
2010, Nr. 8 |
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Folsäure ist Marker
für Hyperhomocysteinämie
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In einer Studie, die Wissenschaftler aus
Taiwan durchführten, erwies sich die niedrige Folsäurekonzentration im
Blutserum als zuverlässigster Indikator erhöhter
Homocysteinkonzentrationen bei jungen Erwachsenen. In der Studie wurden
unterschiedlich hohe Homocysteinkonzentrationen mit der
Serumkonzentration von Folsäure, dem Erythrozytenfolsäurespiegel, der
Vitamin-B12-Konzentration und der Vitamin-B6-Konzentration in Beziehung
gesetzt. Es zeigte sich, dass ausschließlich die Folsäurekonzentration
im Serum einen Einfluss auf die Homocysteinkonzentration hatte.
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Bild: Roger-Uwe Eichler, Pixelio.de |
Referenz:
Cheng CH et al: Serum folate is a reliable indicator of hyperhomocysteinemia
and borderline hyperhomocysteinemia in young adults; Nutr. Res. 2009; Oct,
29(10): 743-9
| Januar 2010, Nr. 7 |
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Carnitin
hilft bei nichtalkoholischer Steatohepatitis
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Italienische Wissenschaftler untersuchten
den Effekt einer Carnitinsupplementierung bei Patienten mit
nichtalkoholischer Steatohepatitis. Ein Teil der Patienten erhielt
zusätzlich zu einer Diät 2 x 1 g L-Carnitin nach dem Frühstück und nach
dem Mittagessen. Die andere Studiengruppe wurde nur mit der Diät
behandelt. Bei der Carnitin-Gruppe zeigten sich signifikante
Verbesserungen bei zahlreichen Stoffwechselparametern, insbesondere
hinsichtlich TNF-Alpha und CRP. Eine Carnitintherapie ist also eine
nützliche Maßnahme bei der Behandlung einer nichtalkoholischen
Steatohepatitis. |
| Bild: Archiv |
Referenz:
Malaguarnera M et al: L-Carnitine supplementation to diet: A new tool in
treatment of nonalcoholic steatohepatitis – a randomized and controlled
clinical trial; Am J Gastroenterol. 2010 Jan 12
| Januar 2010,
Nr. 6 |
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Coenzym Q10 und Depressionen
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In einer belgischen Studie wurden die
Plasmakonzentrationen von Coenzym Q10 bei 35 depressiven Patienten und
22 gesunden Kontrollpersonen bestimmt. Die Schwere der Erkrankung wurde
durch die Hamilton depression rating scale und durch die Präsenz eines
chronischen Müdigkeitssyndroms bestimmt.
Die Coenzym-Q10-Konzentrationen bei den depressiven Patienten waren
signifikant niedriger im Vergleich zur Kontrollgruppe. Über 50 Prozent
der depressiven Patienten hatten Q10-Konzentrationen, die niedriger
lagen als der niedrigste Q10-Wert bei den Kontrollpersonen. Die
Q10-Konzentrationen waren bei Patienten mit einer therapieresistenten
Depression und bei Patienten mit CFS im Vergleich zu anderen depressiven
Patienten signifikant niedriger. |
| Bild:
Oldskoolmann.de |
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Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass
niedrige Q10-Konzentrationen eine Rolle bei der Pathophysiologie der
Depression spielen könnten. Deshalb ist die Vermutung begründet, dass
depressive Patienten von einer Q10-Supplementierung zu profitieren vermögen.
Wichtig ist auch die Tatsache, dass niedrige Q10-Konzentrationen als
Risikofaktor für KHK und Herzinsuffizienz anzusehen sind und bei
Depressionen auch zu dem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen
beitragen könnten.
Referenz:
Maes M et al: Lower plasma coenzyme Q10 in depression: a marker for
treatment resistance and chronic fatique in depression and a risk factor to
cardiovascular disorder in that illness; Neuro Endocrinol lett. 2009,
30(40): 462- 9
| Januar 2010,
Nr. 5 |
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Selenstatus bei Alzheimerpatienten
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Brasilianische Wissenschaftler konnten in
einer Fall-Kontrollstudie zeigen, dass Patienten mit M. Alzheimer im
Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant niedrigere Selenspiegel im
Plasma, in den Erythrozyten und den Fingernägeln aufwiesen. Die
Wissenschaftler schließen daraus, dass M. Alzheimer in einem bedeutenden
Zusammenhang mit einem Selenmangel steht.
Referenz:
Cardoso BR et al: Nutritional status of selenium in alzheimer´s disease
patients; Br J Nutr. 2009 Dec 1:1-4 |
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Bild: Karin Jung, Pixelio.de |
Januar 2010, Nr. 4 |
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Zink und ADS/ ADHS
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In verschiedenen Studien wurde ein
Zusammenhang zwischen niedrigen Zinkkonzentrationen und dem Schweregrad
einer ADS/ ADHS-Symptomatik nachgewiesen. In einem Fachartikel von
Kinder- und Jugendpsychiatern aus Kroatien wurden mögliche
Wirkmechanismen des Zinks bei ADS/ ADHS diskutiert. Dopamin ist einer
der bedeutendsten Faktoren in der Pathophysiologie der
Hyperaktivitätsstörung. Das Hormon Melatonin hat eine bedeutende
Funktion für die Regulierung von Dopamin. Zink wiederum ist für den
Stoffwechsel von Melatonin erforderlich. |
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Bild: Jutta Rotter,
Pixelio.de |
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Zink ist ein Coenzym des Enzyms Delta-6
Desaturase, das für den Aufbau ungesättigter langer Fettsäuren benötigt
wird, die wiederum am Zusammenbau der Nervenzellmembranen mitwirken. |
Im Rahmen einer Zinktherapie bei ADHS
wurden 15 mg Zink verabreicht. Die Autoren des Artikels empfehlen die
Durchführung zusätzlicher Studien, um die richtige und effiziente Dosis von
Zink zu ermitteln.
Referenz:
Dodig-Curkovic K et al: The role of zinc in the treatment of hyperactivity
disoerder in children; Acta Med Croatica. 2009 Oct; 63(4): 307-13
| Januar 2010,
Nr. 3 |
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Vitamin K und Arthrose
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Japanische Wissenschaftler konnten
nachweisen, dass eine niedrige Vitamin-K-Aufnahme einen Risikofaktor für
eine Arthrose des Kniegelenks darstellt. Bei 719 Patienten wurde der
Schweregrad einer Kniegelenks-Arthrose radiologisch bestimmt. Parallel
wurde die Nährstoffaufnahme über den Zeitraum eines Monats erfasst.
Unter den Ernährungsfaktoren war ausschließlich die Vitamin-K-Aufnahme
mit der Prävalenz der Osteoarthrose assoziiert.
Referenz:
Oka H et al: Association on low diatary vitamin K intake with
radiographic knee osteoarthritis in the Japanese elderly population:
dietary survey in a population-based cohort of the ROAD study; J. Orthop
Sci; 2009 Nov; 14(6):687-92 |
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Bild: Rainer Sturm, Pixelio.de |
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| Januar 2010,
Nr. 2 |
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Selenkonzentration und Prognose für kardiovaskuläre Erkrankungen
Wissenschaftler der Universität Mainz und
der Harvard Medical School Boston untersuchten den Einfluss der
Selenkonzentration auf die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Bei der stabilen Angina pectoris wurde kein Zusammenhang zwischen der
Selenkonzentration und der späteren Sterblichkeit an
Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt. Ganz anders war es bei den
Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom. In dieser Patientengruppe
wiesen die Studienteilnehmer mit den höchsten Selenkonzentrationen die
geringste Zahl an Todesfällen auf.
Referenz:
Lubos E et al: Serum selenium and prognosis in cardiovascular disease:
results from the AtjerpGene study; Atherosclerosis. 2009 Sep 12 |
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Bild: Hans Snoek, Pixelio.de |
| Januar 2010, Nr. 1 |
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