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Bei größerem Vitamin-B12-Mangel keine Folsäure verabreichen!
Cystein und Knochendichte Niedrige Vitamin-C-Konzentrationen häufiger als vermutet
Referenz:
Vitamin-B1-Mangel häufig bei Diabetikern
Referenz:
Taurin schützt vor endothelialer Dysfunktion
Die endotheliale Dysfunktion gilt als ein
Frühstadium in der Entwicklung von Atherosklerose und diabetischer
Angiopathie. Von der Universität Bonn wurde eine Zellstudie
durchgeführt, bei der Endothelzellen unterschiedlichen Konzentrationen
von OX-LDL und Glukose ausgesetzt waren. Außerdem wurde untersucht,
inwieweit die Zufuhr von Taurin einen protektiven Effekt ausübt. Die
durch die Hyperglykämie ausgelöste Apoptose und Expression von
Adhäsionsmolekülen wie ICAM und VCAM wurde durch Taurin komplett
rückgängig gemacht.
Niedriger Vitamin-B-Status beeinträchtigt Hirnleistungsfähigkeit bei älteren Erwachsenen
Referenz:
Zink schützt die Lunge
Vitamin-E-Studien weitgehend wertlos
Unzureichende Vitamin-D-Versorgung verstärkt Schmerzen
Referenz:
Glycin möglicherweise nützlicher Mikronährstoff bei Tumorerkrankungen Es gibt zunehmend Hinweise, dass Glycin eine Aminosäure mit
immunmodulierenden Eigenschaften ist. Inzwischen liegen auch erste
Hinweise vor, dass Glycin das Tumorwachstum vermindern kann. Der „Vascular
endothelial growth factor“ (VEGF) spielt eine kritische Rolle bei der
Tumorentwicklung, weil er die Bildung neuer Blutgefäße fördert. Glycin
kann die biochemischen Effekte von VEGF herabsetzen; außerdem verhindert
Glycin signifikant die Proliferation und Wanderung von Endothelzellen.
Die vorhandenen Daten weisen darauf hin, dass dieser Effekt durch eine
Aktivierung von Chloridkanälen zustande kommt. Durch diese wird die
Zellmembran hyperpolarisiert und dadurch der Calciumeinstrom blockiert.
Aus diesem Grund könnte Glycin nicht nur sinnvoll zur Behandlung von
Entzündungen sein, sondern auch hilfreich bei der Behandlung von
Tumoren.
Erhöhtes Homocystein sowie ein Mangel der Vitamine B2 und B6 erhöhen das Risiko für Schenkelhalsfrakturen
Referenz:
NAC-Gabe hilfreich bei Spielsucht!
Selen und Anämie
Taurin vermindert Leberschäden bei chronischer Hepatitis
Vitamin E und NF-Kappa-B
Referenz:
Niedrige Vitamin-B1- und Magnesium-Konzentrationen verstärken die Neurotoxizität von Blei
Niedrige Vitamin-B-Konzentrationen stimulieren Osteoklasten
Referenz:
Vitamin-B1-Mangel fördert diabetische Folgeschäden
Referenz:
Citrullin erhöht effektiv den Argininspiegel und verbessert NO-Signalwege Von der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf wurde der Einfluss einer Citrullinsupplementierung auf die Parameter des Argininstoffwechsels untersucht. Citrullin hat gegenüber Arginin den Vorteil, dass durch eine Therapie keine Stimulierung abbauender Enzyme erfolgt. In der Studie konnte gezeigt werden, dass Citrullin dosisabhängig die Argininkonzentrationen erhöht. Außerdem verbesserte eine Citrullintherapie (2 x 1 g tgl.) deutlich das Arginin/ ADMA-Verhältnis, wodurch es auch zu einer Förderung der Durchblutung kam.
Referenz:
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August
2007, Nr.37 |
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Lysin und Arginin vermindern Ängstlichkeit
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Schon länger ist bekannt, dass eine Lysin-Supplementierung chronische Ängstlichkeit bei Personen mit einer niedrigen alimentären Lysinzufuhr bessert. In einer Studie erhielten 180 gesunde Japaner täglich eine Aminosäuren-Kombination bestehend aus Arginin und Lysin (jeweils 2,64 g pro Tag), um herauszufinden, in wieweit die Aminosäurenmischung Stressparameter beeinflussen kann. Diese Studie wurde als placebokontrollierte Doppelblindstudie durchgeführt. Es zeigte sich, dass sich durch die Aminosäurenbehandlung sowohl bei Männern als auch bei Frauen Ängstlichkeitsparameter in psychologischen Testverfahren besserten. Außerdem verminderte die Aminosäurenmischung die basalen Spiegel des Speichel-Cortisols und von Chromagranin-A. Letzteres ist ein Marker für das sympatho-adrenale System. Das Resumee der Studie ist, dass die Supplementierung einer Kombination aus Lysin und Arginin eine nützliche Maßnahme zur Verminderung von mentalem Stress und Ängstlichkeit ist. |
Referenz:
Miro Smriga et al.: Oral treatment with L-lysine and L-arginine reduces
anxiety and basal cortisol levels in healthy humans; Biomedical
Research, Vol. 28 (2007), No. 2. April pp. 85-90
| August 2007, Nr.36 |
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Glycin beeinflusst akustisch evozierte Potentiale
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Die Bestimmung akustisch evozierter Potentiale ist seit einigen Jahren eine interessante und aussagekräftige Messmethode zur Beurteilung des Neurotransmitterstoffwechsels. Dazu werden die Hirnstromveränderungen bei verschiedenen Lautstärken gemessen. Bei einer Unterfunktion des Botenstoffs Serotonin kommt es mit Erhöhung der Lautstärke zu einer besonders deutlichen Zunahme der Reizantwort. In einer Doppelblindstudie wurde jetzt bei 14 gesunden Versuchspersonen dieses Phänomen untersucht, wobei ein Teil der Probanden hochdosiert Glycin erhielt, der andere Teil ein Placebopräparat. Durch die Einnahme von Glycin kam es zu einer signifikanten Verminderung der Lautstärkeabhängigkeit. |
Diese Ergebnisse legen nahe, dass Glycin einen inhibitorischen Effekt in der Hirnrinde hervorruft, z.B. durch Aktivierung von GABA-Interneuronen oder durch Aktivierung von Glycin-Rezeptoren. Offensichtlich können akustisch evozierte Potentiale durch verschiedene Neurotransmittersysteme beeinflusst werden.
Referenz:
O´Neill BV et al.: High-dose glycine inhibits the loudness dependence of
the auditory evoked potential (LDAEP) in healthy humans;
Psychopharmacology (Berl), 2007 Jul 24
| August 2007, Nr.35 |
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Die
Prolinkonzentration könnte ein aussagekräftiger Marker für den Schweregrad
von Hirnschäden sein.
Referenz:
Louin G et al.: Plasma concentrations of arginine and related amino acids
following traumatic brain injury: Proline as a promising biomarker of
brain damage severity; Nitric Oxide 2007 Jun 7
Eine
Supplementierung von verzweigtkettigen Aminosäuren während eines
Langstreckenlaufs reduzierte deutlich die Freisetzung von LDH. Dies kann
als eine Verminderung der anstrengungsbedingten Muskelschäden gedeutet
werden.
Referenz:
Koba T
et al.: Branched-chain amino acids supplementation attenuates the
accumulation of blood lactate dehydrogenase during distance running; J
Sports med Phys Fitness. 2007 Sep; 47(3): 316-22
Während einer Sepsis besteht im Vergleich zu anderen essentiellen
Aminosäuren ein deutlich erhöhter Threoninbedarf, hauptsächlich für die
Synthese von Proteinen der Darmwand und von Plasmaproteinen.
Referenz:
Magali Faure et al.: Threonine utilization for synthesis of acute phase
proteins, intestinal proteins, and mucins is increased during sepsis in
rats; 2007 American Society for Nutrition J. Nutr. 137: 1802-1807, July
2007
| August 2007, Nr.34 |
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Tropenbrände setzen große Mengen an Quecksilber frei.
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Quecksilber ist ein
hochgiftiges Schwermetall, dass sich in der Nahrungskette anreichert.
Zunehmend zeigt sich auch eine mitunter erhebliche Quecksilberbelastung
bei Fischen. Weltweit gehen etwa drei Viertel des Quecksilbers, das in
die Atmosphäre gelangt, auf menschliche Tätigkeiten zurück. Deutsche
Forscher haben nun eine wichtige, bislang wenig erforschte
Quecksilberquelle identifiziert. Das Mainzer Max-Planck-Institut für
Chemie konnte nachweisen, dass Waldbrände auf der Südhalbkugel dort
zeitweilig mehr Quecksilber freisetzten als Kohlekraftwerke und die
Müllverbrennung. Die Biomasseverbrennung führt zu einem
Quecksilberausstoß von 210 bis 750 Tonnen pro Jahr. Quelle: Spiegel Online, 2. Juli 2007-07-09 |
Kommentar:
Quecksilber kann eine Vielzahl von gesundheitlichen Störungen hervorrufen,
insbesondere sollte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhter
Infektanfälligkeit sowie bei neuropsychiatrischen Störungen die
Quecksilberkonzentration überprüft werden.
| Juli 2007, Nr.33 |
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Selenkonzentrationen beeinträchtigen die Stärke des Händedrucks
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In einer amerikanischen
Studie wurde bei 676 weiblichen Altenheimbewohnern die Kraft beim
Händedruck mit der Selen-Serumkonzentration verglichen. Dabei zeigte
sich, dass der Händedruck bei niedrigen Selenkonzentrationen auch am
schwächsten war. Daraus kann geschlossen werden, dass die
Selenkonzentration wichtig ist für die Muskelstärke älterer Frauen.
Referenz: Beck J et al.: Low serum selenium concentrations are associated with poor grip strength among older women living in the community; Biofactors 2007; 29 (1): 37-44 |
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Juli 2007, Nr.32 |
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Citrullin – wichtigster Biomarker für Dünndarmfunktion
Es ist schon länger bekannt, dass Citrullin sozusagen das Endprodukt des Glutamin- und Prolinstoffwechsels der intestinalen Enterozyten darstellt. In einer kürzlich erschienen Arbeit im World Journal of Gastroenterology wird betont, dass die Plasma- oder Serumkonzentration von Citrullin der beste Biomarker ist zur Beurteilung der funktionellen Epithelzellmasse des Dünndarms.
Durch die Bestimmung von Citrullin können auch sehr gut Bestrahlungsschäden im Dünndarmbereich nachgewiesen werden.
Referenz:
Ludy Lutgens, Philippe Lambin: Biomarkers for radiation-induced small bowel
epithelial damage: an emerging role for plasma citrulline; World
Gastroentrol 2007, June 14
| Juli 2007, Nr.31 |
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ACTH verstärkt die Vitamin-Freisetzung aus den Nebennieren
In einer Studie in den USA wurde bei 26 Patienten mit Hyperaldosteronismus ACTH intravenös verabreicht und anschließend die Vitamin-C-Konzentration und Cortisolkonzentration in der Nebennieren-Vene und den peripheren Venen gemessen. Durch die ACTH-Gabe kam es zu einem deutlichen Anstieg der Vitamin-C-Konzentration in der Nebennieren-Vene, die einem Cortisolanstieg vorausging. In den peripheren Venen wurde kein Anstieg der Vitamin-C-Konzentration nachgewiesen. Damit ist erstmals der Nachweis gelungen, dass eine Vitamin-C-Freisetzung aus der Nebenniere Teil der Stressantwort darstellt. Zu vermuten ist, dass lokal erhöhte Vitamin-C-Konzentrationen eine parakrine Funktion haben könnten.
Referenz:
Sebastian J Padayatty et al.: Human adrenal glands secrete vitamin C in
response to adrenocorticotropic hormone; American Journal of Clinical
Nutrition, Vo. 86, No. 1, 145-149, Juli 2007-07-09
Kommentar:
Vitamin C ist eines der wichtigsten Mikronährstoffe bei Stress wegen seiner
Beteiligung am Katecholamin- und Cortisolstoffwechsels. Da psychischer
Stress auch mit einem vaskulären oxidativen Stress assoziiert ist, ist eine
ausreichende Vitamin-C-Verfügbarkeit auch sehr wichtig zum Schutz des
Gefäßendothels.
| Juli 2007, Nr.30 |
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Schlechter Vitamin-D-Status der Deutschen
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Trotz regelmäßigem Aufenthalt im Freien leiden viele Deutsche an Vitamin-D-Mangel - und der ist nicht zu unterschätzen! |
In der Mai-Ausgabe des European Journal of Clinical Nutrition wurde eine Studie des Robert-Koch-Instituts publiziert, die sich mit der Vitamin-D-Versorgung der Deutschen beschäftigt. An dieser Studie nahmen 1763 Männer und 2267 Frauen teil. 57 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen hatten Vitamin-D-Spiegel unter 20 ng/ ml. Bei den 65- bis 79-jährigen Frauen erhöhte sich dieser Anteil auf 75 Prozent. Bei Frauen mit arterieller Hypertonie, kardiovaskulären Erkrankungen und Typ-2-Diabetes wurden signifikant geringere Vitamin-D-Konzentrationen festgestellt als bei gesunden Probanden. Bei Männern bestand ein enger Zusammenhang zwischen insulinabhängigem Diabetes und der Vitamin-D-Konzentration. Die Schlussfolgerung lautet sinngemäß: Der Vitamin-D-Mangel ist in Deutschland ein gesundheitliches Problem von öffentlichem Interesse.
Referenz:
Hintzpeter B et al.: Vitamin D status and health correlates among German
adults; Eur J Clin Nutr. 2007 May 30
| Juni 2007, Nr. 29 |
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Höhere Vitamin-D-Spiegel schützen vor
kardiovaskulärem Risiko
Kalifornische Forscher haben Blutproben von 7186 Männern und 7902 Frauen
hinsichtlich Vitamin-D-Konzentration, Cholesterin, Triglyceride,
Glukosekonzentration und anderer Faktoren ausgewertet. Außerdem wurden
der Body-Mass-Index und der Blutdruck in die Auswertung miteinbezogen.
Die Daten stammten von der großen US-amerikanischen Untersuchung NHANES
III. Das Forscherteam fand einen signifikanten Zusammenhang zwischen
niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und der Präsenz kardiovaskulärer
Risikofaktoren. Die Studienteilnehmer mit den niedrigsten
Vitamin-D-Konzentrationen hatten deutlich erhöhte Krankheitsrisiken: 30
Prozent für arterielle Hypertonie und 98 Prozent für Diabetes mellitus;
es zeigte sich außerdem ein mehr als doppelt so hohes Risiko für
Übergewicht. Die Autoren kamen zu der Schlussfolgerung, dass vermehrt
prospektive Studien über den Vorteil einer Vitamin-D-Supplementierung
bei kardiovaskulären Erkrankungen durchgeführt werden sollten.
Referenz:
David
Martins et al.: Prevalence of cardiovascular risk factors and the serum
levels of 25-hydroxyvitamin D in the United States; Arch Intern Med.
2007; 167: 1159-1165
| Juni 2007, Nr. 28 |
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Übergewicht schützt nicht vor
Nährstoffmängeln In Welt Online erschien am 8. Juni 2007 ein Fachartikel, der sich mit der Ernährungssituation in England beschäftigt. Es leiden zwar Millionen Briten an Übergewicht, dennoch gehen Fachleute davon aus, dass bis zu vier Millionen, also rund sechs Prozent der britischen Bevölkerung, unterernährt sind. Der Professor für klinische Ernährung und Metabolismus an der Universität Southampton Marinos Elia erklärte: „Die Leute essen vielleicht zu viel, aber nicht genügend Obst und Gemüse.“ In den vergangen Jahren stieg die Zahl der Krankenhauspatienten, bei denen Mangelernährung festgestellt wurde, um mehr als vierzig Prozent. Nach Meinung von Fachleuten war die Versorgung mit nahrhaftem Essen selbst zur Zeit der Lebensmittelrationierung |
| während des zweiten Weltkriegs besser als heute. Fertiggerichte und Fastfood enthalten häufig nicht ausreichend Vitamine und Spurenelemente. Der Vorsitzende der britischen Aktionsgruppe für Mangelernährung Alastair McKinlay bezeichnete es als einen weitverbreiteten Irrglauben, dass dicke Menschen nicht unterernährt sein können. | |
Referenz:
Welt
Online, 8. Juni 2007
| Juni 2007, Nr. 27 |
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Homocystein und Feindseligkeit
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In einer Studie aus Südkorea wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen Feindseligkeit und der Homocysteinkonzentration im Serum untersucht. Eine feindselige Grundhaltung gilt als psychosozialer Risikofaktor für die Entstehung der koronaren Herzerkrankung; erhöhte Homocysteinkonzentrationen erweisen sich zunehmend als biochemischer Risikofaktor für diese Erkrankung. In der genannten Studie nahmen 84 Patienten mit koronarer Herzerkrankung teil, bei denen die Feindseligkeit durch ein entsprechendes Punktesystem erfasst und die |
| Homocysteinkonzentrationen wie üblich bestimmt wurden. Interessanterweise zeigte sich, dass die Serum-Homocysteinkonzentrationen mit dem Grad der Feindseligkeit anstiegen. Daraus kann man schließen, dass ein hoher Level an Feindseligkeit das kardiovaskuläre Risiko durch einen Anstieg der Homocysteinkonzentration erhöht. | |
| Juni 2007, Nr. 26 |
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Citrullin ist beteiligt an der Proteinbilanz
Citrullin ist bekanntlich eine Aminosäure, die zwar nicht an der Proteinsynthese beteiligt ist, aber einen starken Bezug zum Arginin-Stoffwechsel hat. Außerdem ist die Serum-Citrullin-Konzentration ein guter Marker für die Dünndarm-Funktion. Neuere Daten zeigen, dass Citrullin in Situationen, in denen die Verdauungsleistung beeinträchtigt ist, eine essentielle Aminosäure sein könnte.
Durch eine Citrullinsupplementierung kann nämlich die Stickstoffbilanz wiederhergestellt werden. Es erhöht sich die Argininmenge, außerdem kann eine Zunahme der Muskelproteinmasse und der Muskelsynthese beobachtet werden. Insofern dürfte sich Citrullin besonders für Patienten mit einer eingeschränkten Verdauungsleistung zu einer wichtigen therapeutischen Substanz entwickeln.
Referenz:
Christoph Moinard and Luc Cynober: Citrulline: A new player in the control
of nitrogen homeostasis; J. Nutr. 137: 1621S-1625S
| Juni 2007, Nr. 25 |
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Eine Antioxidantien-Supplementierung beeinträchtigt nicht die Wirksamkeit der Chemotherapie
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In einer systematischen
Übersicht wurde der Einfluss einer Antioxidantien-Supplementierung auf
die Wirksamkeit von Chemotherapien untersucht. Dazu wurden 19
hochwertige Studien ausgewertet. Die Antioxidantien, die untersucht
wurden, waren: Glutathion, Melatonin, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E
und N-Acetylcystein. In keiner dieser Studien wurde über eine Verminderung der Wirksamkeit der Chemotherapeutika berichtet. Vielmehr ergab sich der Hinweis, dass eine Antioxidantien-Supplementierung |
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| zu erhöhten Überlebenszeiten führte, zu einer besseren Ansprechbarkeit des Tumors auf die Chemotherapie und zu weniger toxischen Effekten. | ||
| Juni 2007, Nr. 24 |
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Vermehrter Tryptophanabbau bei Übergewicht
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Von der Universität Innsbruck wurde im April 2007 eine Arbeit publiziert, die sich mit dem Thema Übergewicht und Tryptophankonzentration beschäftigte. Bekanntlich sind bei erheblichem Übergewicht die Plasma-Tryptophankonzentrationen vermindert. Es konnte jetzt nachgewiesen werden, dass bei stark Übergewichtigen ein vermehrter Tryptophanabbau stattfindet, der durch das Enzym IDO (Indoleamin-2,3-dioxygenase) bewerkstelligt wird. IDO wird hauptsächlich durch das Cytokin Interferon gamma aktiviert. |
| Daraus ergibt sich ein enger Zusammenhang zwischen der erhöhten entzündlichen Aktivität bei Übergewichtigen und einer niedrigen Tryptophankonzentration. Letzteres führt wiederum zu einer verminderten Bildung von Serotonin und kann Stimmungsschwankungen, Depressionen und ein gestörtes Appetitverhalten hervorrufen. Bekanntlich können niedrige Serotoninkonzentrationen zu Heißhungerattacken und zu einer vermehrten Kalorienaufnahme führen. | |
Kommentar:
Anscheinend besteht hier ein gewisser Teufelskreis, der auch verständlich
macht, warum sich viele Menschen beim Abnehmen so schwer tun.
Referenz:
Brandacher G et al.: Chronic immune activation unterlies morbid obesity: Is
IDO a key player?; Curr Drug Metab. 2007 Apr; 8(3): 289-95
| Mai 2007, Nr. 23 |
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Tryptophangehalt des Frühstücks beeinflusst die Schlafqualität und die Stimmung bei Kindern
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Bei mehr als 2000 Vorschulkindern, Grundschülern und Gymnasiasten wurde der Einfluss der Tryptophanaufnahme beim Frühstück auf die Schlafqualität und auf die psychische Befindlichkeit untersucht. Dabei zeigte sich, dass Schüler mit der höchsten Tryptophanaufnahme beim Frühstück am seltensten Einschlafprobleme und über den Tag auch eine bessere Stimmung hatten. Die Kinder und Jugendlichen mit der geringsten Tryptophanzufuhr am Morgen hatten häufiger Einschlafprobleme oder Schwierigkeiten beim Aufstehen; außerdem ärgerten sie sich mehr und waren öfter depressiv. |
Referenz:
Harada T et al.: Correlation between breakfast tryptophan content and
morningness-eveningness in japanese infants and students aged 0 – 15 yrs.
| Mai 2007, Nr. 22 |
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Schlechte Vitamin-D-Versorgung trotz Sonne
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Ein Mangel an
Sonnenexposition wird normalerweise weltweit als der Hauptgrund für
einen niedrigen Vitamin-D-Status angesehen. Wie jetzt eine Studie aus
Hawaii gezeigt hat, ist die Länge der Sonnenbestrahlung keine Garantie
für eine gute Vitamin-D-Versorgung. Von 93 Erwachsenen hatten immerhin
51 Prozent Vitamin-D-Konzentrationen unter 30 ng/ ml, obwohl sie sich
durchschnittlich fast dreißig Stunden in der Woche in der Sonne
aufhielten. Interessant ist auch, dass die höchste
Vitamin-D-Konzentration, hervorgerufen durch Sonnenexposition, bei etwa
60 ng/ ml lag. Dieser Wert dürfte sich auch als sinnvolle Obergrenze bei
einer Vitamin-D-Supplementierung eignen.
Die Fähigkeit Vitamin D zu bilden, ist wahrscheinlich individuell sehr verschieden – jedenfalls ist ein längerer Aufenthalt in der Sonne keine Garantie für ausreichend hohe Vitamin-D-Spiegel.
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Referenz:
Binkley N et al.: Low vitamin D status despite abundant sun exposure; J Clin Endocrinol
Metab. 2007 Apr 10
| Mai 2007, Nr. 21 |
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Erstmals wurde mit Hilfe immunhistochemischer Verfahren von der University of Auckland eine präzise Kartierung der Glycinrezeptoren im menschlichen Gehirn vorgenommen. Glycinrezeptoren wurden in allen Basalganglien nachgewiesen, am häufigsten in der Substantia nigra. Die Autoren der Studie schließen aus den Ergebnissen ihrer Untersuchung, dass die Glycinrezeptoren eine bedeutende komplementäre Rolle zu anderen inhibitorischen Rezeptoren einnehmen. Sie modulieren cholinerge, dopaminerge und GABAerge Signalwege in den Basalganglien.
Kommentar:
Meist liest man in der Fachliteratur, dass die Glycinrezeptoren vorwiegend
im Rückenmark vorkommen und für die Regulierung der Willkürmotorik eine
wichtige Rolle spielen. In der Praxis zeigt sich, dass eine
Glycinsupplementierung oftmals einen günstigen Effekt auf Nervosität und
Übererregbarkeit hat.
Glycin ist ja bekanntlich auch Cotransmitter an NMDA-Rezeptoren und hat in
mehreren Studien einen positiven Einfluss auf Negativ-Symptome bei
schizophrenen Psychosen gezeigt.
Referenz:
Waldvogel HJ et al.: Glycine receptors in the striatum, globus pallidus, and
substantia nigra of the human brain: An immunohistochemical study; J Comp
Neurol. 2007 Apr 19; 502 (6): 1012-1029
| Mai 2007, Nr. 20 |
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In der Aprilausgabe der Fachzeitschrift „European Archives of
Psychiatry and Clinical Neuroscience“ wurde eine Studie des Ludwig
Boltzmann Instituts für experimentelle Endokrinologie in Wien über
den Effekt einer Aminosäurensupplementierung bei depressiven
Patienten publiziert. Versuchsteilnehmer waren 40 stationäre Patienten, die mit dem Psychopharmakon Mirtazapin behandelt wurden. In einer vierwöchigen randomisierten plazebokontrollierten Doppelblindstudie wurde überprüft, welchen Einfluss eine individuelle Aminosäurenmischung als adjuvante Therapie zum Antidepressivum auf den Krankheitsverlauf hatte. Die Aminosäurenmischung wurde aufgrund eines Aminogramms zusammengestellt und bestand aus essentiellen Aminosäuren plus Vitaminen und Spurenelementen. |
| Gut gelaunt - für viele keine Selbsterständlichkeit, weil sie unter Depressionen leiden. |
Die Ergebnisse zeigten, dass die Patienten mit der Aminosäurenmischung einen signifikant besseren Krankheitsverlauf hatten als die Patienten der Plazebogruppe.
Referenz:
Ille R et al.: „Add-On“-therapy with an individualized preparation
consisting of free amino acids for patients with a major depression;
Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci, 2007 Apr
Kommentar:
Dies ist eine sehr interessante Studie, die unsere langjährige
Erfahrung mit einer individuellen Aminosäurensupplementierung
bestätigt.
Wir konnten und können immer wieder feststellen, dass
eine gezielte Gabe von defizitären Aminosäuren bessere
therapeutische Ergebnisse bringt als eine ungezielte
Supplementierung.
| April 2007/ Nr. 19 |
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Im „Journal of Physiology“ ist vor kurzem ein Artikel der Universität Maastricht erschienen, der sich mit den Stoffwechselwegen von Glutamin beschäftigte. An acht Patienten, die sich einem gastrointestinalen Eingriff unterziehen mussten, wurden der intestinale und der hepatische Stoffwechsel von Glutamin und Citrullin untersucht. Es wurde nachgewiesen, dass die Darmzellen das Glutamin in Abhängigkeit vom Angebot aufnehmen. Ungefähr 13 Prozent des aufgenommenen Glutamins wird zu Citrullin verstoffwechselt. Glutamin ist quantitativ die einzig wichtige Ausgangssubstanz für die intestinale Citrullinfreisetzung. Das Plasmaglutamin ist zu 80 Prozent Ausgangssubstanz für Plasmacitrullin; und dieses wiederum wird zu 10 Prozent in Arginin umgewandelt.
Daraus kann man schließen, dass Glutamin nach intestinaler Umwandlung zu Citrullin eine wichtige Ausgangssubstanz für die Bildung von Arginin ist.
Referenz:
Marcel CG van de Poll et al.: Intestinal and hepatic
metabolism of glutamine and citrulline in humans ; The Journal of
Physiology, March 8, 2007
| April 2007/ Nr. 18 |
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In der Märzausgabe des „Journal of Nutrition“ wurde eine US-amerikanische Studie aus Oklahoma publiziert. Während drei Wochen erhielt ein Teil der Probanden 780, der andere Teil 1560 Gramm Wassermelonensaft täglich. Bekanntlich ist die Wassermelone eine Frucht mit hohem Citrullingehalt. Die aufgenommene Saftmenge entsprach einer Citrullinzufuhr von einem bzw. zwei Gramm täglich. Nach drei Wochen konnte bei den Probanden mit der kleineren Saftdosis eine Zunahme der Argininkonzentration um 12 Prozent festgestellt werden, bei den Probanden mit der größeren Saftmenge um 22 Prozent. |
| Interessanterweise blieben die Citrullinkonzentrationen während der gesamten Studie konstant. | |
Die Argininkonzentration lässt sich also effektiv durch eine vermehrte Zufuhr eines citrullinreichen Nahrungsmittels anheben, weil das Citrullin sehr effektiv zu Arginin umgewandelt wird.
Referenz:
Collins JK et al.: Watermelon consumption increases plasma arginine concentrations in
adults; Nutrition 2007 Mar, 23 (3): 261-6
| April 2007/ Nr. 17 |
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Schon länger ist bekannt, dass durch ein tryptophanfreies Aminosäurengetränk die Serotoninkonzentration im Gehirn effektiv gesenkt werden kann. In einer Untersuchung wurde bei 10 Probanden durch ein solches Getränk eine Veränderung der Plasmakonzentration von Tryptophan um 80 Prozent gemessen. Die Gehirnaktivität dieser Probanden wurde dann mit Hilfe der funktionellen Kernspintomographie untersucht, während sie verschiedene Gesichter betrachteten. Es
zeigte sich, dass die Aktivität verschiedener Hirnregionen auf die
Präsentation von Gesichtern signifikant durch Tryptophan/ Serononin
beeinflusst werden kann. |
| Niedrige Tryptophan- und Serotoninkonzentrationen im Blutserum sind relativ häufig und fast immer mit einer schlechteren psychischen Befindlichkeit im weitesten Sinne assoziiert. | |
Referenz:
Fusar-Poli P: Modulation of neural response to happy and sad faces by acute
tryptophan depletion; Psychopharmacology (Berl). 2007 Mar 21
| April 2007/ Nr. 16 |
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Quelle:
American Journal of Clinical Nutrition, März 2007
| April 2007/ Nr. 15 |
Eine Studie der Universität Bonn hat gezeigt, dass durch Zugabe von Vitamin C zu entsprechenden Zellkulturen die Proliferation von Gefäßendothel-Zellen beschleunigt werden kann.
Vitamin C aktiviert mitogen-aktivierte Protein-Kinasen (MAPK) und fördert dadurch eine schnellere Reifung der Endothelzellen. Damit konnte nachgewiesen werden, dass Vitamin C die Blutgefäße nicht nur durch seine antioxidativen Mechanismen schützt, sondern auch die Regeneration von Endothelzellen fördert.
Referenz:
G. Ulrich-Merzernich et al.: Vitamin C promotes human endothelial cell growth
via the ERK-signaling pathway; European Journal of Nutrition, March,
2007-03-05
| März 2007/ Nr. 14 |
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| März 2007/ Nr. 13 |
Referenz:
Tan B et al.: Taurine protects against low-density lipoprotein-induced
endothelial dysfunction by the DDAH/ ADMA pathway; Vascul Pharmacol. 2007
Jan 19
| März 2007/ Nr. 12 |
Im Rahmen der MONICA/KORA Augsburg study, in die 2045 Frauen und 2172 Männer zwischen 25 und 74 Jahren einbezogen waren, zeigte sich, dass eine Supplementierung von Vitamin E erhöhte CRP-Konzentrationen bei Frauen senkte. Das gleiche galt für eine Vitamin B-/ Vitamin E-/ Selen-Kombination. Bei Männern konnte dieser Effekt nicht nachgewiesen werden. Man kann davon ausgehen, dass oben erwähnte Mikronährstoffe den Entzündungsprozess günstig beeinflussen, der für die Entwicklung der Atherosklerose eine wesentliche Rolle spielt.
Referenz:
Scheurig AC et al.: Association between the intake of vitamins and trace
elements from supplements and C-reaktive protein: results of the MONICA/
KORA Augsburg study; Euro J Clin Nutr. 2007 Feb 21
| März 2007/ Nr. 11 |
In einer neuen epidemiologischen Studie der Tuffs University konnte nachgewiesen werden, dass die Vitamin-B12-Konzentration einen erheblichen Einfluss auf die Hirnleistungsfähigkeit bei Senioren hat. Eine gute Folsäurekonzentration hat nur dann einen günstigen Einfluss auf die Gehirnfunktionen, wenn die Vitamin B12-Konzentration zumindest normal ist. Als schlechteste Kombination erwiesen sich erniedrigte Vitamin-B12-Konzentrationen und hohe Folsäurekonzentrationen. Bei dieser Konstellation kam es fünfmal häufiger zu kognitiven Störungen als bei normalen Folsäure- und B12-Konzentrationen. Daraus folgt, dass bei Senioren unbedingt auf eine ausreichende B12-Versorgung geachtet werden sollte, weil sie nur dann auch von einer höheren Folsäurezufuhr profitieren.
Referenz:
Science
Daily: Folate and B12 may influence cognition in seniors; February 12, 2007
| Februar 2007/ Nr. 10 |
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Zwei Metaanalysen konnten nachweisen, dass eine optimale Vitamin-D-Versorgung ein erhebliches tumorpräventives Potential hat. Eine Studie der University of California konnte zeigen, dass das Risiko für Brustkrebs um 50 Prozent sinkt, wenn 2000 IE Vitamin D täglich eingenommen werden - bei gleichzeitigem 10 bis 15-minütigem Aufenthalt in der Sonne.
Die zweite Studie wurde im American Journal of Preventive Medicine publiziert. Die Metaanalyse ergab, dass bei einer Vitamin-D3-Konzentration von 34 ng/ ml das Risiko für das colorektale Karzinom um die Hälfte sinkt. Die Autoren der Studie prognostizierten eine Zwei-Drittel-Reduktion des Tumorrisikos bei Serumkonzentrationen von 46 ng/ ml., was einer täglichen Einnahme von 2000 IE Vitamin D3 entspricht.
Referenz:
Science
Daily: Vitamin D backed for cancer prevention in two new studies; February
8, 2007
| Februar 2007/ Nr. 9 |
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Umweltgifte wie Blei oder Quecksilber können schon in geringen Mengen Entwicklung und Funktion von Gehirn und Rückenmark beeinträchtigen. Der molekulare Mechanismus wurde nun von amerikanischen Forschern nachgewiesen. Die Anwesenheit von Schwermetallen zerstört Signaleiweiße, die für die Zellteilung und für das Überleben der Zellen zuständig sind. Dies geschieht hauptsächlich über eine Störung des Redoxgleichgewichts der Zelle. Besonders problematisch sind Schwermetallbelastungen für Ungeborene und für kleine Kinder, denn bei ihnen sind funktionierende Vorläuferzellen essentiell für die Entwicklung von Gehirn und Rückenmark.
Referenz:
Wissenschaft.de: Warum Schwermetalle und Co schlecht fürs Gehirn sind;
06.02.2007
| Februar 2007/ Nr. 8 |
Bekanntlich ist Stickoxid ein Molekül mit sehr vielfältigen biologischen Wirkungen, und eine Beeinträchtigung des NO-Metabolismus stört auch die anderen bekannten Regulationssysteme, z.B. das Endokrinum. NO spielt eine homöostatische Rolle gegenüber den blutdruckerhöhenden Effekten der Mineralkortikoide, Schilddrüsenhormone und Insulin. Ein NO-Mangel betrifft nicht nur den Blutdruck, sondern auch die Glukose- und Lipidhomöostase im Sinne eines metabolischen Syndroms. Es spricht einiges dafür, dass ein Stickoxidmangel ein Bindeglied zwischen Stoffwechselerkrankungen und kardiovaskulären Erkrankungen ist.
Referenz:
Vargas F et al.: The endocrine system in chronic nitrix oxide deficiency;
Euro J. Endocrinol. 2007 Jan; 156(1): 1-12
| Februar 2007/ Nr. 7 |
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In einer Studie der Universität Osaka wurde untersucht, welchen Einfluss ein mentaler Ermüdungszustand auf die Aminosäurenkonzentrationen im Blutplasma hat. Zu diesem Zweck wurden bei neun gesunden Probanden acht Stunden lang verschiedene Tests durchgeführt, die zu einer mentalen Ermüdung führten. Unmittelbar danach erfolgte eine Blutabnahme für die Bestimmung der Aminosäuren. Bei den gleichen Testpersonen wurde die Blutabnahme nach einer achtstündigen Erholungsphase wiederholt. Es zeigte sich, dass bei einem mentalen Ermüdungszustand die Spiegel der verzweigtkettigen Aminosäuren, Tyrosin, Cystein, Methionin, Lysin und Arginin deutlich niedriger waren als nach der Erholungsphase. Andere Blutparameter einschließlich Gesamtprotein, Albumin, Glukose und Cholesterin waren nicht verändert. Daraus kann geschlossen werden, dass die mentale Müdigkeit einen Abfall der oben erwähnten Plasmakonzentration bewirkt.
| Februar 2007/ Nr. 6 |
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Bekanntlich erhöht eine Argininsupplementierung die NO-Verfügbarkeit und ist therapeutisch wirksam bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die auf einer endothelialen Dysfunktion beruhen, wie z.B. Atherosklerose, arterielle Hypertonie, Herzinsuffizienz, diabetische Gefäßerkrankungen etc. Die Effektivität einer langfristigen Arginintherapie wird allerdings dadurch vermindert, dass Arginin die Expression und Aktivität der Arginase erhöht. Die Arginase katalysiert die Umwandlung von Arginin zu Ornithin. Auch im Darm und in der Leber unterliegt Arginin einer erheblichen Abbaurate. Eine erfolgsversprechende Alternative zu Arginin könnte Citrullin darstellen, da dieses von den Darmzellen nicht verstoffwechselt wird und auch nicht die Expression der Argninase stimuliert. Citrullin kann von der Niere und von dem Gefäßendothel schnell zu Arginin umgewandelt werden und erhöht dann effektiv die Serumspiegel von Arginin.
| Februar 2007/ Nr. 5 |
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63 Frauen erhielten während eines 15-wöchigen Diätprogramms entweder 1200 mg Calcium und 400 I.E. Vitamin D oder ein Placebopräparat pro Tag. Nach der 15-wöchigen Intervention wurde in der Verumgruppe eine signifikant ausgeprägtere Verminderung des LDL-Cholesterins nachgewiesen. Auch das LDL-/ HDL-Verhältnis war deutlich besser als in der Placebogruppe. Die Unterschiede bei den Blutfettwerten waren ergaben sich unabhängig von Veränderungen der Körperfettmasse und des Taillienumfangs
Referenz:
Geneviéve
C Major et al.: Supplementation with calcium and vitamin D enhances the
beneficial effect of weight loss on plasma lipid and lipoprotein
concentrations; American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 85, No. 1,
54-59, January 2007
| Januar 2007/ Nr.4 |
In einer Studie der Columbia-University New York wurden in einer Follow-up-Studie 965 Personen etwa sechs Jahre lang bezüglich des Auftretens der Alzheimererkrankung untersucht.
Dabei zeigte sich, dass das Risiko für die Alzheimererkrankung in der Studiengruppe mit der höchsten Folsäurezufuhr am geringsten war. Es wurde festgestellt, dass ausschließlich die Kombination von Supplementierung und hoher alimentärer Zufuhr von Folsäure diesen protektiven Effekt aufwies. Eine höhere Folsäurezufuhr korrelierte auch mit einer niedrigeren Homocysteinkonzentration. Die Autoren vermuten, dass letztlich die geringere Homocysteinkonzentration für das verminderte Alzheimerrisiko verantwortlich ist.
Referenz:
Jama and Arcieves Journals: Higher folate levels linked to reduced risk for
Alzheimer´s disease; JAMA and Archives Journal, January 9, 2007
| Januar 2007/ Nr.3 |
In einer Metaanalyse des Karolinska Instituts in Stockholm wurde untersucht, inwieweit eine höhere Folsäurezufuhr das Auftreten von Brustkrebs verhindern kann. Insgesamt ist die Datenlage noch nicht eindeutig. Nachgewiesen wurde aber, dass eine ausreichende Folsäurezufuhr ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen mit moderatem Alkoholkonsum vermindern kann.
| Januar 2007/ Nr.2 |
728 ältere Männer und Frauen mit einer Homocysteinkonzentration von mindestens 13 µmol/ l erhielten in einer randomisierten Doppelblindstudie Folsäure in einer Dosierung von 800 µg oder ein Placebopräparat über einen Zeitraum von drei Jahren. Bei der Verumgruppe zeigte sich beim Gehörtest eine geringerer Verlust des Hörvermögens im Bereich der Sprachfrequenzen
| Januar 2007/ Nr.1 |
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