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Vor wenigen Tagen erschien ein
hochinteressanter Artikel in ´PNAS`, einer der bedeutendsten
wissenschaftlichen Fachzeitungen. US-Wissenschaftler der Tufts
University untersuchten den Einfluss der Folsäure- und B12-Konzentration
auf funktionelle Indikatoren des B12-Status, nämlich Homocystein und
Methylmalonsäure. Dabei wurden aus dem Pool der Untersuchungen NHANES
III und NHANES 1999 – 2002 über 10.000 Studienteilnehmer erfasst. Bei Versuchspersonen mit einer Vitamin-B12-Konzentration von kleiner als 200 ng/ l führte eine Folsäurekonzentration von über 8,8 µg/ l zu einem deutlichen Anstieg von Homocystein und Methylmalonsäure. Aus den Ergebnissen der Studie kann man |
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schließen, dass eine
Folsäuresupplementierung die Enzymfunktionen des Vitamin B12 deutlich
verschlechtert, wenn die Personen bereits einen Vitamin-B12-Mangel
haben. Kommentar: Es ist nicht selten, dass Patienten Vitamin-B12-Konzentrationen von unter 200 ng/ l aufweisen. Bei diesen Patienten sollte zunächst die B12-Konzentration verbessert werden, bevor man mit einer eventuell erforderlichen Folsäuretherapie beginnt, ansonsten kann eine Folsäure-Supplementierung sogar schädlich sein. Referenz: Jacob Selhub et al.: In vitamin B12 deficiency, higher serum folate is associated with increased total homocysteine and methylmalonic acid concentrations; PNAS, Dec. 11, 2007 |
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Dezember 2007/ Nr. 57 |