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Glycin möglicherweise nützlicher Mikronährstoff bei Tumorerkrankungen


Es gibt zunehmend Hinweise, dass Glycin eine Aminosäure mit immunmodulierenden Eigenschaften ist. Inzwischen liegen auch erste Hinweise vor, dass Glycin das Tumorwachstum vermindern kann. Der „Vascular endothelial growth factor“ (VEGF) spielt eine kritische Rolle bei der Tumorentwicklung, weil er die Bildung neuer Blutgefäße fördert. Glycin kann die biochemischen Effekte von VEGF herabsetzen; außerdem verhindert Glycin signifikant die Proliferation und Wanderung von Endothelzellen. Die vorhandenen Daten weisen darauf hin, dass dieser Effekt durch eine Aktivierung von Chloridkanälen zustande kommt. Durch diese wird die Zellmembran hyperpolarisiert und dadurch der Calciumeinstrom blockiert. Aus diesem Grund könnte Glycin nicht nur sinnvoll zur Behandlung von Entzündungen sein, sondern auch hilfreich bei der Behandlung von Tumoren.

Referenz:
Yamashina S et al.: Glycine as a potent anti-angiogenic nutrient for tumor growth; J. Gastroenterol Hepatol. 2007 Jun; 22 Suppl 1: S62-4

 

November 2007/ Nr. 47