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NAC beeinflusst
hämatologische Parameter
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Eine Forschergruppe aus Polen untersuchte den Einfluss der
Thiolverbindungen NAC und Alpha-Liponsäure auf hämatologische Parameter
sowie auf Marker für oxidativen Stress. An der Untersuchung nahmen 28
männliche Probanden teil, die entweder 1200 mg N-Acetylcystein, 600 mg
Alphal-Liponsäure oder ein Placebo täglich über einen Zeitraum von acht
Tagen erhielten. NAC und Alpha-Liponsäure erhöhten signifikant die
antioxidative Kapazität des Plasmas und reduzierten die
Proteincarbonylierung und Lipidperoxidation um mehr als 30 Prozent. Die
GSH-Konzentrationen und hämatologischen Parameter veränderten sich nur
bei der NAC-Supplementierung. NAC erhöhte signifikant die
Konzentrationen von GSH, EPO, Hb und Hämatokrit im Vergleich zum
Placebo. Auch MCV und NCHC stiegen nach einer NAC-Gabe an. |
Referenz:
Zembron-Lacny A et al.: The comparison of antioxidant and haematological
properties of N-acetylcysteine and alpha-lipoic acid in physically active
males; Physio. Res. 2008 Dec 17
| Dezember 2008, Nr. 50 |
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Arginin verbessert Endothelfunktion nach fettreichen Mahlzeiten
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| Bild: Rolf
Handke,, pixelio.de |
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In einer Studie der Universität Magdeburg wurde der Einfluss
verschiedener Aminosäuren auf die postprandiale Lipidämie untersucht. 15
gesunde Probanden erhielten entweder 2,5 g Arginin, 2,5 g Phenylalanin,
5 g Leucin oder ein Placebo zu einer fettreichen Mahlzeit.
Ausschließlich die Einnahme von 2,5 g Arginin verhinderte eine
lipämische endotheliale Dysfunktion nach drei und vier Stunden.
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Referenz:
Addition of 2,5 g l-arginine in a fatty meal prevents the lipemia-induced
endothelial dysfunction in healthy volunteers; Atherosclerosis, 2008 Nov 6
| Dezember 2008, Nr. 49 |
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Vitamin A und Schenkelhalsbrüche
In der Vergangenheit gab es verschiedene Hinweise aus Studien, dass eine
Vitamin-A-Zufuhr eine schädliche Wirkung auf das Skelettsystem hat. In einer
Studie der University of Arizona wurde nun ein möglicher Zusammenhang
zwischen der Vitamin-A-Aufnahme und dem Risiko für Schenkelhalsbrüche bei
postmenopausalen Frauen untersucht. An der Studie nahmen 75.747 Frauen der
Women´s Health Initiative Observational Study teil. Es wurde kein
Zusammenhang zwischen der Vitamin-A-Aufnahme und dem Risiko für
Schenkelhalsbrüche gefunden. Eine hohe Vitamin-A-Zufuhr bei gleichzeitig
schlechter Vitamin-D-Versorgung führte zu einem leicht erhöhten Risiko für
Frakturen.
Referenz:
Caire-Juvera G et al.: Vitamin A and retinol intakes and the risk of
fractures among participants of the Women´s Health Initiative Observational
Study; Am J Clin Nutr. 2008 Dec 3
| Dezember 2008, Nr. 48 |
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Vitamin-D-Mangel
in Pubertät führt zu Übergewicht
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Forscher in Kalifonien untersuchten die Vitamin-D-Konzentration bei 90
weiblichen Jugendlichen zwischen 16 und 22 Jahren. Parallel dazu wurde
der Body-Mass-Index, der Körperfettanteil und die Körpergröße bestimmt.
Die jungen Frauen mit einer niedrigen
Vitamin-D-Konzentration wogen mit ihrem höheren Body-Mass-Index und
Bauchfettanteil signifikant schwerer als die Frauen mit normalen
Vitamin-D-Spiegeln. Das Ergebnis dieser Studie ist deshalb auch
überraschend, da die Studienteilnehmerinnen allesamt aus |
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Bild: by-Sassi, pixelio.de |
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Kalifornien stammten, einem Land, das ja
als sonnenreiche Region gilt. Generell sollte bei Jugendlichen die
Vitamin-D-Konzentration routinemäßig bestimmt werden. |
Referenz:
Science Daily, Dec. 11, 2008: Lack of vitamin-D causes weight gain and
stunts growth in girls.
| Dezember 2008, Nr. 47 |
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Vitamin B1 und Diabetes
Wissenschaftler der Universität of Warwick untersuchten den Effekt einer
hochdosierten Thiaminsupplementierung auf die Mikroalbuminurie bei
Diabetespatienten. An der Studie nahmen 21 männliche und 19 weibliche
Typ-2-Diabetes-Patienten teil, die über einen Zeitraum von drei Monaten
entweder drei mal 100 mg Thiamin oder ein Placebo erhielten.
Bei den Patienten der Verumgruppe kam es zu einer signifikanten Verminderung
der Albuminausscheidung. Eine hochdosierte Thiaminsupplementierung könnte
deshalb eine sinnvolle Behandlungsmöglichkeit für die Frühformen der
diabetischen Nephropathie sein.
Referenz:
Rabbani N et al.: High-dose thiamine therapy for patients with type 2
diabetes and microalbuminuria: a randomised, double-blind placebo-controlled
pilot study; Diabetologia 2008 Dec 5
| Dezember 2008, Nr. 46 |
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Zytokine und Tryptophan
Proinflammatorische Zytokine führen zu Veränderungen des
Tryptophanstoffwechsels. Sie aktivieren die Indoleamin 2,3-Dioxygenase (IDO)
unter Stressbedingungen und begünstigen den Tryptophanabbau über den
Kynurenin-Weg. Außerdem wird die Synthese von 5-HTP vermindert, wodurch auch
weniger Serotonin gebildet werden kann. Proinflammatorische Zytokine können
auch die HPA-Achse aktivieren, deren Daueraktivierung bekanntlich eine
wichtige Rolle bei der Entwicklung von Depressionen spielt.
Referenz:
Hideki Miura et al.: A link between stress and depression: Shifts in the
balance between the kynurenine and serotonin pathways of tryptophan
metabolism and the etiologiy and pathophysiology of depression; Stress,
Volume 11, Issue 3 2008, pages 198 - 209
| Dezember 2008, Nr. 45 |
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Tryptophan und das
Reizdarmsyndrom
Es ist schon länger bekannt, dass das Reizdarmsyndrom mit einem abnormen
Serotoninstoffwechsel und mit einer Immunaktivierung einhergeht. Das Zytokin
Interferon-gamma induziert IDO und aktiviert dadurch den Tryptophanabbau
über den Kynurenin-Weg. In einer Studie der Universität Cork wurden bei 41
Frauen mit Reizdarmsyndrom und bei 33 Kontrollpersonen Plasma-Kynurenin,
Tryptophan und Interferon-gamma bestimmt. Die Patienten mit Reizdarmsyndrom
hatten im Vergleich zu den Kontrollpersonen höhere Kynureninkonzentrationen.
Das Verhältnis Kynurenin/ Tryptophan war mit dem Schweregrad der
Krankheitsymptomatik assoziiert.
Referenz:
Fitzgerald P et al.: Tryptophan catabolism in females with irritable bowel
syndrome: relationship to interferon-gamma, severity of symptoms and
psychiatric co-morbidity; Neurogastroenterol Motil 2008 Sep 17
| Dezember 2008, Nr. 44 |
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Elektrolyte und Stimmung
Australische Wissenschaftler untersuchten den Einfluss des
Elektrolytegehalts in der Nahrung auf die Stimmung von Versuchspersonen.
Dabei zeigte sich, dass eine kaliumreiche und natriumarme Diät zur besseren
Werten in einem Stimmungstest führte als eine kalziumreiche Diätform. Bei
der kaliumreichen Diät kam es zu einer größeren Verbesserung bezüglich
Depression und Spannungszuständen als bei der kalziumreichen Ernährung.
Referenz:
Susan J. Torres et al.: Dietary electrolytes are related to mood; British
Journal of Nutrition (2008), 100: 1038-1045
| Dezember 2008, Nr. 43 |
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Vitamin C senkt Entzündungswerte
In einer Studie der University of California wurde untersucht, ob die
Einnahme der Vitamine C oder E die CRP-Kozentration beeinflussen kann. An der Studie nahmen 396 gesunde Probanden
teil, die in drei Gruppen eingeteilt wurden. Sie erhielten entweder 1000
mg Vitamin C täglich oder 800 IE Vitamin E oder ein Placebo über einen
Zeitraum von zwei Monaten. Bei den Probanden mit einer CRP-
Konzentration größer oder gleich 1 mg pro
Liter kam es durch die Vitamin-C-Einnahme zu einer deutlichen
Verbesserung der CRP-Werte: Die Senkung von CRP durch Vitamin C glich
annährend jener, wie sie bei der Einnahme von Statinen nachgewiesen
wurde. Vitamin E hatte keinen signifikanten Effekt auf die
CRP-Konzentration. In dieser Studie zeigte sich auch ein sehr enger
Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und der CRP-Konzentration. Von
den Übergewichtigen wiesen 50 Prozent erhöhte CRP-Konzentrationen auf,
von den adipösen Personen sogar 75 Prozent.
Referenz:
Block G et al.: Vitamin C treatment reduces elevated C-reaktive protein; Free
Radic Biol. Med. 2008 Oct 10.
| November 2008, Nr. 42 |
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Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu
sterben
Wissenschaftler der Universität Graz untersuchten die
Vitamin-D-Konzentrationen bei 3.200 Männern und Frauen im
Durchschnittsalter von 62 Jahren, bei denen routinemäßig eine
Herzkatheteruntersuchung durchgeführt wurde. Die Patienten wurden dann
über einen Zeitraum von sieben Jahren weiter betreut. Innerhalb dieses
Zeitraums starben 116 Patienten an Herzversagen und 188 an einem
plötzlichen Herztod. Es zeigte sich, dass die Patienten mit einem
schweren Vitamin-D-Mangel (< 10 ng/ ml) im Vergleich zu den Patienten
mit einer Vitamin-D-Konzentration > 30 ng/ ml ein
knapp dreifach erhöhtes Risiko hatten, an Herzversagen zu sterben, und
ein fünffach erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herztod.
Referenz:
Pilz S et al.: Association of vitamin D deficiency with heart failure and
sudden cardiac death in a large cross-sectional study of patients
referred for coronary angiography; J Clin Endocrinol Metab. 2008 Oct;
93(10): 3927-35
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| November 2008, Nr. 41 |
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Zink vermindert nachteilige Effekte einer Eisensupplementierung
Durch die Einnahme von
Eisen wird bekanntlich der Antioxidantienstatus gestört, wohingegen Zink als
ein antioxidativer Mikronährstoff bekannt ist. In einer Studie aus Brasilien
erhielten 18 junge Frauen zunächst acht Wochen lang nur 50 mg Eisen und die
folgenden acht Wochen zusätzlich 25 mg Zink, wobei Zink und Eisen zeitlich
getrennt eingenommen wurden.
Das Ergebnis war, dass durch die Gabe von Zink die nachteiligen Effekte
einer Eisensupplementierung verhindert werden konnten. Dies wurde durch die
Messung verschiedener Laborparameter wie FRAP, Ferritin, Delta-ALAD usw.
nachgewiesen.
Referenz:
Kamp F., Donangelo C.F.: Supplementing young women with both zinc and
iron protects zinc-related antioxidant indicators previously impaired by
iron supplementation; American Society for Nutrition J. Nutr. 138:
2186-2189, November 2008 Referenz:
kdkd
| November 2008, Nr. 40 |
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Chrom
verbessert Glukosewerte bei Diabetes mellitus
In einer Studie aus Thaiwan wurde der Effekt einer
Mikronährstofftherapie bei Typ-2-Diabetikern mit einem HbA1c von größer
8,5 Prozent untersucht. Die Patienten wurden in drei Gruppen eingeteilt
und erhielten entweder ein Placebo oder 1000 µg Chrom oder 1000 µg Chrom
plus 800 IE Vitamin E plus 1 g Vitamin C. Während der sechsmonatigen
Studienperiode zeigte sich, dass, im Vergleich zur Placebogruppe,
sowohl Chrom als auch die Kombination Chrom/ C/ E die
Nüchternglucosespiegel HbA1c, Insulinresistenz und oxidative
Stressparameter deutlich besserte.
Referenz:
Lai MH: Antioxidant effects and insulin resistance improvement of chromium
combined with vitamin C and E supplementation for type 2 diabetes mellitus;
J. Clin Biochem Nutr. 2008 Nov; 43(3): 191-8.
| November 2008, Nr. 39 |
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Glycin
hat günstigen Effekt bei Diabetes mellitus
Übergewicht und Type-2-Diabetes gehen mit
einer „low-grade- inflammation“ einher, bei der Adiponektin
herunterreguliert ist; Entzündungsmediatoren wie Interleukin-6,
TNF-Alpha und CRP sind hochreguliert. Adiponektin ist ein Peptidhormon,
das in den Fettzellen gebildet wird. Ein niedriger Spiegel von
Adiponektin erhöht das Risiko von Diabetes mellitus und führt zu
Gefäßschäden.
Wissenschaftler aus Mexiko untersuchten jetzt in einer 3T3-L1-Zellkultur
die mRNA-Expression verschiedener Metabolite. Bei der 3T3-L1-Zellkultur handelt es sich
um Vorläuferzellen von Fettzellen, die dann zur Zelldifferenzierung
gebracht werden. Einem Teil der Zellkulturen wurde Glycin beigesetzt. Es
zeigte sich, dass bei den Zellkulturen mit Glycin die Expression von
Interleukin-6, Resistin und TNF-Alpha vermindert war - Adiponektin und
PPAR-Gamma waren hochreguliert. Aus diesem Ergebnis kann man schließen,
dass Glycin offensichtlich das Expressionsmuster von Fettzellen günstig
beeinflussen kann. |
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Bei der 3T3-L1-Zellkultur handelt es sich
um Vorläuferzellen von Fettzellen, die dann zur Zelldifferenzierung
gebracht werden. Einem Teil der Zellkulturen wurde Glycin beigesetzt. Es
zeigte sich, dass bei den Zellkulturen mit Glycin die Expression von
Interleukin-6, Resistin und TNF-Alpha vermindert war - Adiponektin und
PPAR-Gamma waren hochreguliert. Aus diesem Ergebnis kann man schließen,
dass Glycin offensichtlich das Expressionsmuster von Fettzellen günstig
beeinflussen kann. |
***
In einer weiteren Studie
aus Mexiko wurde untersucht, ob und in welchem Umfang Glycin bei
Typ-2-Diabetikern zu einer Veränderung von Entzündungsmakern führt. An der
Studie nahmen 74 Patienten mit Typ-2-Diabetes teil. Jeweils die Hälfte der
Gruppe erhielt 5 g Glycin täglich oder ein Placebopräparat über einen
Zeitraum von drei Monaten. Nach drei Monaten waren die Konzentrationen von
HbA1c in der Glycingruppe signifikant niedriger als in der Placebogruppe.
Auch die Konzentrationen des TNF-Rezeptor-1 waren in der Glycingruppe
signifikant vermindert. In der Glycingruppe kam es zu einem Anstieg des
Interferon-Gamma-Spiegels um 43 Prozent, in der Placebogruppe um 38 Prozent.
Autoren der Studie schlossen daraus, dass die Behandlung mit Glycin
wahrscheinlich ein vorteilhafter Effekt auf das angeborene und erworbene
Immunsystem hat, und Glycin Gewebeschäden durch chronische Entzündung bei
Patienten mit Typ-2-Diabetes verhindern kann.
Referenzen:
Garcia-Macedo R et al.:
Glicine increases mRNA adiponectin and diminishes pro-inflammatory
adipokines expression in 3T3-L1-cells; Eur J Pharmacol. 2008 Jun 10;
587(1-3): 317-21
Cruz M et al.: Glycine treatment decreases proinflammatory cytokines and
increases interferon-gamma in patients with type 2 diabetes; J Endocrinol
Invest. 2008; 31(8): 694-9
| Oktober 2008, Nr. 37,
38 |
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Glycin
vermindert die Freisetzung von ROS in Leukozyten
Forscher aus Argentinien untersuchen den Einfluss über den Effekt von Glycin
auf die Freisetzung von Cytokinen bei neutrophilen Granulozyten.
Glycin verhinderte nach entsprechender Stimulation der Leukozyten die
Freisetzung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS). Dieser hemmende Effekt
wurde sogar dann beobachtet, wenn Glycin bereits nach einer Freisetzung von
ROS der Zellkultur zugesetzt wurde. Aus dieser Studie geht hervor, dass
Glycin die Aktivierung des „oxidative burst“ stört, unabhängig von
glycinabhängigen Chloridkanälen.
Referenz:
Giambelluca MS, Gende OA: Effect of glycine on the release of reactive
oxygen species in human neutrophils; Int Immunopharmacol. 2008 Sep 30.
| Oktober 2008, Nr. 36 |
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Melatonin und Tryptophan verhindern Magenschleimhautschäden durch Aspirin
In einer Studie der Universität Erlangen konnte nachgewiesen werden, dass
die Verabreichung von Melatonin oder Tryptophan vor der Einnahme von Aspirin
signifikant Schleimhautläsionen des Magens vermindert. Dies wurde an 21
gesunden Versuchspersonen nachgewiesen. Der Zustand der Magenschleimhaut
wurden gastroskopisch untersucht. Es ist durchaus möglich, dass der Effekt
von Tryptophan durch Melatonin vermittelt wird, welches im
Gastrointestinaltrakt gebildet wird.
Referenz:
Konturek PC et al.: Melatonin and its precursor L-tryptophan prevent acute
gastric mucosal damage induced by aspirin in humas; J Physiol Pharmacol.
2008 Aug; 59 Suppl 2: 67-75
| Oktober 2008, Nr. 35 |
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Geschmacksverstärker
Glutamat und Übergewicht
Schon längere Zeit wird angenommen, dass es einen Zusammenhang
zwischen Glutamat und Übergewicht geben könnte. Dieser wurde jetzt in
einer Studie der University of North Carolina nachgewiesen.
Wissenschaftler untersuchten die Ernährungsgewohnheiten von 750
chinesischen Männern und Frauen in ländlichen Gebieten in Nord- und
Südchina. 82 Prozent der Studienteilnehmer verwendeten Natriumglutamat
in ihrer Nahrungszubereitung. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt – in
Abhängigkeit von der |
konsumierten Dosis. Die Gruppe mit dem
höchsten Glutamatverbrauch zeigte eine dreifach höhere
Wahrscheinlichkeit, übergewichtig zu sein, als diejenige, die zum Würzen
kein Glutamat verwendete.
Das Ergebnis dieser Studie ist angesichts der weltweiten
Übergewichtsepidemie von erheblicher Bedeutung. |
Referenz:
MSG Use Linked To Obesity; Science Daily, Aug. 14, 2008-09-24
| September 2008, Nr. 34 |
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Vitamin D kann
Depressionen beeinflussen
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In einer Studie aus Norwegen wurden bei 441 Übergewichtigen und adipösen
Frauen die Vitamin-D-Konzentrationen bestimmt, außerdem wurde das Beck
Depression Inventory, ein international üblicher Test für Depressionen,
durchgeführt. Die Studienteilnehmer mit einer Vitamin-D-Konzentration <
40 nmol/ l (< 16 ng/ ml) zeigten eine signifikant höhere Depressivität
als die Studienteilnehmer mit einer Vitamin-D-Konzentration > 40 nmol/
l. Durch die Gabe von 20.000 bzw. 40.000 IU Vitamin E pro Woche kam es
zu einer deutlichen Verminderung der Test-Scores. |
In der Placebogruppe kam es zu keiner
Veränderung der Depressivität. Es scheint also ein Zusammenhang zwischen
der Vitamin-D-Konzentration und Symptomen der Depression zu bestehen.
Eine Supplementierung mit einer hohen Dosis Vitamin D vermag
möglicherweise die Symptome zu bessern.
Referenz:
Jorde R et al.: Effects of Vitamin D supplementation on symptoms of
depression in overweight and obese subjects: randomized double blind
trial; J Intern Med. 2008 Sep 10
|
| September 2008, Nr. 33 |
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Vitamin
B12 und
Gedächtnis
Eine Studie der University of Oxford hat nachgewiesen, dass ältere Menschen
mit einem unterdurchschnittlichen B12-Wert sechsmal eher an einer
Schrumpfung des Gehirns leiden als die mit höchsten B12-Konzentrationen. An
der Studie nahmen 107 gesunde Freiwillige im Alter von 61 bis 87 Jahren
teil, die über fünf Jahre begleitet wurden. Die Studienteilnehmer wurden
entsprechend ihrer B12-Werte in drei Gruppen aufgeteilt, wobei keiner der
Studienteilnehmer einen labormedizinischen B12-Mangel hatte.
Die Studienteilnehmer mit den niedrigsten B12-Konzentrationen zeigten am
ehesten Anzeichen einer Hirnschrumpfung, die kernspintomographisch
nachgewiesen wurde.
Die Studie wurde am 8. September 2008 in der Zeitschrift Neurology
publiziert.
Referenz:
Vitamin B12 key to aging brain; Medline Plus, 08.09.2008
| September 2008, Nr. 32 |
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Glutamin und körperliche Aktivität
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Die Glutaminbildung und Glutaminverwertung sind eng mit dem
Energiestoffwechsel und der physischen Aktivität verbunden. In einer
Studie der Universität von Triest wurde untersucht, wie sich Bettruhe
auf die Glutaminkonzentration auswirkt. Dabei zeigte sich, dass Bettruhe
die Plasmaglutaminkonzentration signifikant verminderte. Eine
Aminosäuren-Infusion verbesserte die Glutaminneusynthese und die
Plasmaglutaminkonzentration in allen Bedingungen. Die Autoren schlossen
daraus, dass körperliche Inaktivität mit einer
verminderten Glutaminverfügbarkeit assoziiert ist, weil die körpereigene
Glutaminsynthese herunterreguliert wird. |
Referenz:
Agostini F et al.: Physical inactivity decreases whole body glutamine
appearance independently from changes in proteolysis; J Physiol. 2008 Jul
31.
Kommentar:
Glutamin ist bekanntlich ein wichtiges Nährsubstrat für alle sich schnell
teilenden Zellsysteme wie z.B. die Enterozyten und die Immunzellen.
Zur Stabilisierung des Immunsystems und zur Vermeidung von Infektionen bei
längerer Bettlägrigkeit sollte deshalb auf eine ausreichende
Glutaminverfügbarkeit geachtet werden.
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August 2008, Nr.
31 |
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Vitamin E und CFS
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Bei 50 Patienten mit der Diagnose CFS wurden die
Vitamin-E-Konzentrationen bestimmt und mit den Ergebnissen von 40
Kontrollpersonen verglichen. Die CFS-Patienten wiesen signifikant
niedrigere Vitamin-E-Konzentrationen als die Kontrollpersonen auf.
Die Autoren der Studie vermuten, dass bei CFS-Patienten ein erhöhter
oxidativer Stress vorliegt, unabhängig von koronaren Risikofaktoren.
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Bild: Digital image content © 1997-2007 Hemera Technologies Inc. |
Referenz:
Miwa K, Fujita M: Increased oxidative stress suggested by low serum vitamin
E concentrations in patients with chronic fatique syndrome; Int J Cardiol.
2008 Aug 4
|
August 2008, Nr.
30 |
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Glycin und
Diabetes
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Übergewicht und Typ-2-Diabetes sind mit
einer chronischen low-grade inflammation verbunden; dabei wird
Adiponectin herunter- und proinflammatorische Marker wie IL-6, TNF-Alpha
und CRP hinaufreguliert. Es ist schon länger bekannt, dass Glycin einen
antiinflammatorischen Effekt hat. Eine Forschergruppe aus Mexiko
untersuchte jetzt in einer Kultur von Fettzellen den Einfluss von Glycin
auf die Expression verschiedener Cytokine. Die Zugabe von Glycin zum
Zellkulturmedium führte zu einer Verminderung der Expression von IL-6,
Resistin und TNF-Alpha. Überraschend wurden Adiponectin und PPAR-Gamma
vermehrt gebildet. Diese Ergebnisse zeigen, dass Glycin das Profil der
Entzündungsmediatoren verbessern kann und dass diese Aminosäure deshalb
für die Veränderung der proinflammatorischen Informationslage nützlich
sein könnte, zu die sich bei Übergewicht und Typ-2-Diabetes beobachten
lässt. |
Referenz:
Garcia-Macedo R et al.: Glycine increases mRNA adiponectin and diminishes
pro-inflammatory adipokines expression in 3T3-L1 cells; Eur J. Pharmacol.
2008 Jun 10; 587(1-3): 317-21.
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August 2008, Nr.
29 |
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Vitamin K verbessert
Blutzuckerregulation
Wissenschaftler der Harvard Medical School und der Tufts University
untersuchten einen möglichen Einfluss der Vitamin-K1-Aufnahme auf die
Insulinsensivität. Dabei wurden Daten der Framingham Offspring Cohorte
verwendet. Eine höhere Vitamin-K1-Zufuhr war mit einer größeren
Insulinsensivität assoziiert, so dass die Forscher davon ausgehen, dass
Vitamin-K1 für die Blutzuckerregulation bei Männern und Frauen eine günstige
Auswirkung zeigt.
Referenz:
Makiko Yoshida et al.: Phylloquinone intake, insulin sensitivity, and
glycemic status in men and women; American Journal of Clinical Nutrition,
Vol. 88, No. 1, 210-215, July 2008
|
August 2008, Nr.
28 |
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Schilddrüse und oxidativer Stress
In einer Studie türkischer Wissenschaftler wurde der Einfluss der
Schilddrüsenfunktion auf die Marker für oxidativen Stress untersucht.
Drei Gruppen wurden verglichen: 20 Patienten mit
Schilddrüsenunterfunktion infolge einer Hashimoto Thyreoiditis, 20
Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion und 20 Kontrollpersonen.
Dabei zeigte sich, dass sowohl bei Patienten mit Hyperthyreose als auch bei solchen mit Hypothyreose ein
oxidativer Stress vorliegt, der bei Patienten mit
Schilddrüsenunterfunktion sogar noch ausgeprägter war. Offensichtlich
haben die Schilddrüsenhormone einen erheblichen Einfluss auf den
oxidativen Stress und das Antioxidantiensystem. |
Referenz:
Erdamar H et al.: The effect of hypothyreoidism, hyperthyreoidism, and their
treatment on parmeters of oxidative stress and antioxidant status; Clin Chem
Lab Med. 2008; 46(7): 1004-10
|
August 2008, Nr.
27 |
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Antioxidative Vitamine vermindern Hirnleistungsstörungen bei Diabetikern
In einer Studie der
Universität von Toronto wurde überprüft, inwieweit die Einnahme von Vitamin
C und E postprandiale Hirnleistungsstörungen bei Typ-2-Diabetikern
vermindern kann.
Nach einer fettreichen Mahlzeit traten bei Typ-2-Diabetikern
Hirnleistungsstörungen auf. Die kognitiven Defekte, die in diesen Studien
beobachtet wurden, waren zwar nur subtil, aber doch groß genug, um die
Hirnleistung zu stören. Das Gehirn von Fünfzigjahrigen verhielt sich dann
etwa so wie das von Fünfundsiebzigjährigen. Zukünftig soll mit Hilfe
bildgebender Verfahren nachgewiesen werden, was in den Gehirnen bei
Diabetespatienten passiert.
Durch die Einnahme von einem Gramm Vitamin C und 800 Einheiten Vitamin E
konnte die cerebrale Störung verhindert werden.
Referenz:
Medline Plus, Juily 3, 2008; Vitamins block post-meal grogginess in diabetics
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Juni 2008, Nr 26 |
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Guter
Vitamin-D-Status erleichtert Gewichtsreduktion
In
einer spanischen Studie wurde bei 60 übergewichtigen Frauen im gebärfähigen
Alter der Einfluss des Vitamin-D-Status auf eine Gewichtsreduktion
untersucht. Die Probandinnen erhielten hypokalorische Diäten, in denen
entweder der Verzehr von Gemüse oder Verzehr von Getreideprodukten erhöht
wurde. Außerdem wurde bei den Versuchsteilnehmern die
Vitamin-D-Konzentration bestimmt. Die Reduktionsdiät führte zu einer
verminderten Energieaufnahme und zu einer Gewichtsreduktion in beiden
Gruppen, wobei die Probandinnen mit einer Vitamin-D-Konzentration mit über
50 nmol/ l besser abschnitten als die andere Gruppe mit einer
Vitamin-D-Konzentration unter 50 nmol/ l. Dieser Vitamin-D-abhängige Effekt
der Gewichtsreduktion war aber nur signifikant in der Gruppe mit einem
vermehrten Verzehr von Getreideprodukten.
Referenz:
Rosa M. Ortega et al.: Preliminary data about the influence of vitamin D
status on the loss of body fat in young overweight/ obese women following
two types of hypocaloric diet; British Journal of Nutrition (2008); 100:
269-272
Juni 2008, Nr 25 |
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Ozonbelastung
erhöht Risiko für Vitamin-D-Mangel
In einer belgischen
Studie wurde bei 249 orthopädischen Patientinnen die Vitamin-C-Konzentration
untersucht und mit der Exposition zu troposphärischem Ozon in Verbindung
gesetzt.
Obwohl sich die Stadtbewohnerinnen mehr in der Sonne aufhielten als die
Bewohner auf dem Lande, traten bei ihnen signifikant vermehrt niedrigere
Vitamin-D-Spiegel auf als bei der Landbevölkerung.
Die Stadtbewohnerinnen waren dabei wesentlich höheren Ozonkonzentrationen
ausgesetzt als die Bewohnerinnen in ländlichen Gegenden. Offensichtlich ist
Luftverschmutzung ein bisher vernachlässigter Risikofaktor für eine
D-Vitaminose.
Referenz:
Manicourt DH, Devogelaer JP et al.: Urban tropospheric ozone increases the
prevalence of vitamin D deficiency among Belgian postmenopausal women with
outdor activities during the summer; J. Clin Endocrinol Metab. 2008 Jul 15
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Juni 2008, Nr 24 |
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Vitamin
D und Herzinfarkt
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Im Rahmen der Health Professionals
Follow-up Study in Bosten mit 18225 männlichen Teilnehmern wurde
untersucht, inwieweit die Vitamin-D-Konzentration mit dem Auftreten von
Herzinfarkten zusammenhängt. In 10 Jahren Beobachtungszeitraum trat bei
454 Männern ein Herzinfarkt auf. Männer, bei denen eine
25-Hydroxy-Vitamin-D-Konzentration unter 15 ng/ ml festgestellt wurde,
hatten ein deutlich höheres Herzinfarktrisiko als die Probanden mit
einer Konzentration von höher als 30 ng/ ml. Selbst noch in einem
Konzentrationsbereich von 15 bis 22,5 ng/ ml war das Herzinfarktrisiko
erhöht. Niedrige Vitamin-D-Konzentrationen sind also dosisabhängig mit
einem erhöhten Herzinfarktrisiko assoziiert, auch unabhängig von anderen
bekannten Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit.
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Referenz:
Giovannucci E et al.: 25-hydroxyvitamin D and risk of myocardial infarction
in men: a prospective study; Arch Intern Med. 2008 Jun 9; 168(11):1174-80
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Juni 2008, Nr 23 |
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Vitamin-D-Spiegel und Rückenschmerzen
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Wissenschaftler der Universität of
Delaware in Newark untersuchten die Vitamin-D-Spiegel von 980 Menschen,
die 65 Jahre oder älter waren. 58 Prozent der Frauen in dieser Studie
und 27 Prozent der Männer klagten über Schmerzen in wenigsten einer
Körperregion. Bei den männlichen Studienteilnehmern wurde kein
Zusammenhang zwischen den Vitamin-D-Spiegeln und den Schmerzen
festgestellt; wohl aber hatten die Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel im
Vergleich zu den Frauen mit einem normalen Vitamin-D-Spiegel doppelt so
häufig Rückenschmerzen. |
Daraus kann allerdings
nicht geschlossen werden, dass Vitamin D ein Schmerzmittel wäre; vielmehr
könnte der festgestellte Zusammenhang mit degenerativen
Knochenveränderungen, z.B. Osteomalazie, zusammenhängen, die bei Frauen
öfter auftreten als bei Männern.
Referenz:
Medline Plus, 26.05.2008: Low vitamin D tied to back pain in older women
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Juni 2008, Nr 22 |
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Histidin und chronische Niereninsuffizienz
Ein Forscherteam des Karolinska Instituts in Stockholm bestimmte die
Plasmahistidinkonzentration bei Patienten mit chronischer
Niereninsuffizienz. Es wurde festgestellt, dass bei diesen Patienten
niedrige Histidinkonzentrationen mit einer erhöhten Entzündungsaktivität,
oxidativem Stress, Proteinverlusten und erhöhter Sterblichkeit assoziiert
waren. Histidin wird bekanntlich als antientzündlicher und antioxidativer
Faktor angesehen. Es besteht schon länger die Vermutung, dass ein
Histidinmangel zu dem gestörten Ernährungsstatus einer Niereninsuffizienz
beiträgt.
Referenz:
Makoto Watanabe et al.: Consequences of low plasma histidine in chronic
kidney disease patients: associations with inflammation, oxidative stress,
and mortality; American Journal of Clinical Nutrition; Vol. 87. No. 6,
1860-1866, June 2008
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Juni 2008, Nr 21 |
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Serotoninmangel
verschlechtert Stimmung
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Amerikanische und britische Forscher
setzten Versuchspersonen auf eine Diät, die den Serotoninspiegel senkte,
und beobachteten deren Verhalten im Verlaufe eines Strategiespiels
(Ultimatumspiel). Bei den Probanden mit niedrigem Serotoninniveau wurden
deutliche Verhaltensveränderungen festgestellt. Sie reagierten
impulsiver und aggressiver, wenn sie die Handlungen anderer als unfair
empfanden. Diese Studie wurde Anfang Juni 2008 in der Fachzeitschrift
Science publiziert.
Referenz:
Spiegel-online, 06.06.08: Hunger macht aggressiv
Wissenschaft.de, 06.06.08: Warum Hunger aggressiv macht |
Kommentar:
Es ist sicherlich nicht das erste Mal, dass ein Zusammenhang zwischen
psychischer Befindlichkeit, Verhalten und dem Serotoninniveau nachgewiesen
wurde. Die Serotoninsynthese im ZNS ist unmittelbar von der
Tryptophankonzentration im Blutplasma/ Serum abhängig.
Generell ist zu empfehlen, dass bei psychischen Befindlichkeitsstörungen die
für den Neurotransmitterstoffwechsel notwendigen Mikronährstoffe bestimmt
werden, um eine gezielte orthomolekulare Therapie durchführen zu können.
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Juni 2008, Nr 20 |
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Pharmawerbung und
Aussagen zu Nahrungsergänzungsmitteln
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Wissenschaftler der Wake Forest
University School of Medicine, Winston-Salem, und der University of
Florida haben untersucht, welchen Einfluss Werbung für Medikamente auf
die Darstellung und Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln hat. Dabei
wurden die Ausgaben von 11 großen medizinischen Fachzeitungen (z.B. JAMA,
BMJ, American Family Physican, New England Journal of Medicine etc.) im
Zeitraum eines Jahres durchforstet. Es zeigte sich, dass die
Fachzeitungen mit der meisten Pharmawerbung signifikant weniger
Hauptartikel über Nahrungsergänzungsmittel publizierten als die
Fachzeitungen mit der wenigsten Pharmawerbung. |
Die medizinischen Fachzeitungen mit
der meisten Werbung für Pharmaka publizierten keine klinischen Studien
oder Kohortenstudien über Nahrungsergänzungsmittel. Diese Zeitungen
beurteilten auch zu 67 Prozent Nahrungsergänzungsmittel als „unsafe“.
Bei den Zeitungen mit der wenigsten Pharmawerbung zeigt sich diese
Einschätzung nur in 4 Prozent der Fälle. Die Schlussfolgerung, dass
Nahrungsergänzungsmittel uneffektiv seien, war bei den Zeitungen mit
viel Pharmawerbung im Vergleich zu jenen mit wenig um 50 Prozent höher.
Referenz:
Kathi J Kemper, Kaylene L Hood: Does pharmaceutical advertising affect
journal publication about dietary supplements; BMC Complementary and
Alternative Medicine, 9. April
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Juni 2008, Nr 19 |
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Vitamin D und
Depressionen
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In einer
niederländischen Studie wurden 1282 Bewohner von Seniorenheimen im Alter
zwischen 65 und 95 Jahren hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen der
Vitamin-D-Versorgung und Depressionen untersucht. Von den Probanden
hatten 26 eine Major-Depression, 169 hatten leichtere Depressionsformen.
Die Vitamin-D-Konzentrationen waren bei den depressiven Probanden um 14
Prozent niedriger als bei den nicht depressiven Studienteilnehmern.
Außerdem war die Konzentration des Parathormons bei den Personen mit
leichteren depressiven Störungen um 5 Prozent höher, bei den Personen
mit Major-Depression sogar um 33 Prozent höher als bei den gesunden
Testpersonen. |
Es ist
schon länger bekannt, dass eine überaktive Nebenschilddrüse mit Symptomen
von Depressionen assoziiert ist, die nach einer Therapie der Überfunktion
verschwinden.
Die
Ergebnisse dieser Studie gewinnen auch noch dadurch Gewicht, dass bei 38,8
Prozent der männlichen und bei 56,9 Prozent der weiblichen Teilnehmer ein
ungenügender Vitamin-D-Status festgestellt wurde.
In
weiteren Studien muss geklärt werden, ob die festgestellten Veränderungen
der Vitamin-D- und Parathormon-Spiegel einer Depression vorausgehen oder
eine Folge dieser Erkrankung sind.
Referenz:
Science Daily, Mai 6 2008: Low blood levels of Vitamin D may be associated
with depression in older adults.
Kommentar:
Es gibt bereits Hinweise aus Studien, dass eine Therapie mit Vitamin D zu
einer Stimmungsverbesserung führt, so dass dieses Vitamin wohl zukünftig
eine zunehmende Rolle für die Prävention und Behandlung depressiver
Störungen spielen dürfte.
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Juni 2008, Nr 18 |
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Selen und Stimmung bei Senioren
Von der University of
Reading in Großbritannien wurde untersucht, inwieweit eine Supplementierung
von Mikronährstoffen die Stimmungslage bei Bewohnern in Seniorenheimen
beeinflusst. Zur Beurteilung der Stimmungslage wurden zwei standardisierte
Fragebögen eingesetzt. Bei der Auswertung der Daten zeigte sich, dass
besonders Depressionen signifikant mit der Selenkonzentration assoziiert
waren, aber nicht mit der Folsäure- oder Vitamin-C-Konzentration. Nach
achtwöchiger Supplementierung von Mikronährstoffen kam es zu einem
deutlichen Anstieg der Selenkonzentration und zu einer Verbesserung der
Stimmungslage bei den betroffenen Testpersonen.
Referenz:
Gosney MA et al.: Effect of micronutrient supplementation on mood in nursing
home residents; Gerontology 2008, May 8
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Juni 2008, Nr 17 |
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Übergewicht und Folsäure
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Vom Beltsville Human Nutrition
Research Center in den USA wurde untersucht, inwieweit ein Zusammenhang
zwischen Übergewicht und der Folsäurekonzentration bei postmenopausalen
Frauen besteht. Dabei wurden die Daten von 51 Frauen ausgewertet.
Übergewichtige Frauen hatten um 12 Prozent niedrigere und adipöse Frauen
sogar um 22 Prozent niedrigere Folsäurekonzentrationen im Serum im
Vergleich zu normalgewichtigen Testpersonen. Es bestand eine
signifikante Assoziation zwischen einem erhöhten BMI und einem erhöhten
Körperfettanteil mit der Verminderung der Folsäurekonzentration.
Referenz:
S Mahabir et al.: Measures of adiposity and body fat distribution in
relation to serum folate levels in postmenopausal women in a feeding
study; EJCN (2008) 62,644-650
Bild: Fotolia |
Kommentar:
Es zeigt sich, dass Übergewicht/ Adipositas doch recht häufig mit einer
unzureichenden Mikronährstoffversorgung assoziiert ist, wodurch das Risiko
für entsprechende Folgeerkrankungen natürlich erhöht ist. Gerade
Übergewichtige sollten deshalb vermehrt auf eine ausreichende
Mikronährstoffversorgung achten, da häufig kalorienreiche aber
mikronährstoffarme Nahrungsmittel bevorzugt werden.
Juni 2008, Nr 16 |
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Aminosäuren beim komplexen
regionalen Schmerzsyndrom (CRPS1)
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Verschiedene Entzündungsmediatoren
konnten bereits beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom-1 (Morbus
Sudeck) nachgewiesen werden. Von Wissenschaftlern der Universität
Rotterdam wurden jetzt die Aminosäurenkonzentrationen bei 64
CRPS1-Patienten untersucht und mit einer Kontrollgruppe gesunder
Probanden verglichen. Im Vergleich zur Kontrollgruppe waren bei den
CRPS1-Patienten die Plasmaspiegel von Glutamat, Arginin, Taurin und
Glycin deutlich erhöht und die Plasmakonzentration von Glutamin sowie
das Verhältnis Citrullin zu Arginin zu Ungunsten des Citrullins
vermindert. |
Bemerkenswert war bei
diesen Patienten eine hoch signifikant inverse Korrelation zwischen Glutamin
und Glutamat, obwohl die Summe der Konzentrationen von Glutaminsäure und
Glutamin nicht verändert waren. Diese Studie zeigte erstmalig einen
ausgeprägten Anstieg von Aminosäurenkonzentrationen beim komplexen
regionalen Schmerzsyndrom, wobei die festgestellten Unterschiede bei
Glutamat, Glutamin, Glycin, Taurin und Arginin darauf hindeuten, dass bei
diesem Krankheitsbild die NMDA-Rezeptoren und das NO-System erheblich an der
Symptomatik und Pathophysiologie beteiligt sind.
Referenz:
Wasseldijk F et al.: Increases plasma glutamate, glycine, and arginine levels
in complex regional pain syndrome type 1; Acta Anaesthesiol Scan. 2008 May;
52(5): 688-94
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Mai 2008, Nr. 15 |
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Arginin beim allergischen
Asthma
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Ein Beitrag der Universität von
Groningen beschäftigte sich mit dem Argininstoffwechsel bei Asthma.
Veränderungen der Arginin-Homöosthase könnten zu verschiedenen Symptomen
bei Asthma bronchiale beitragen, z.B. zu der Überempfindlichkeit der
Atemwege, zu Entzündung und Umbau der Atemwege.
Es ist bekannt,
dass bei Asthma die Bioverfügbarkeit von Arginin für NOS vermindert ist,
wodurch ein Mangel an NO entsteht und vermehrt Peroxinitrit gebildet
wird, das wesentlich zu der allgergieinduzierten Überempfindlichkeit der
Atemwege beiträgt. |
Der Argininstoffwechsel
bei Asthmatikern ist einmal gestört durch eine Behinderung des kationischen
Aminosäurentransporters und durch eine vermehrte Aktivität des Enzyms
Arginase.
Verminderte Argininkonzentrationen können auch zur Entzündung der Atemwege
beitragen durch eine reduzierte Bildung von Stickoxid. Die erhöhte Aktivität
der Arginase kann bei chronischem Asthma zum Umbau der Atemwege beitragen,
weil die Arginase zu einer vermehrten Bildung von Ornithin führt, dem
Vorläufermolekül für Prolin und die Poliamine.
Referenz:
Maarsingh H et al.: Arginine homeostasis in allergic asthma. Eur J Pharmacol.
2008 Mar 18
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Mai 2008, Nr. 14 |
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N-Acetyl-Cystein (NAC)
und Schizophrenien
Es ist bekannt, dass die Glutathionkonzentrationen im Gehirn bei
schizophrenen Patienten vermindert sind. Von der Universität von Melburne
wurde eine Studie darüber durchgeführt, inwieweit eine Supplementierung mit
dem Glutathion-Vorläufermolekül NAC die Symptomatik bei schizophrenen
Patienten beeinflusst. Es handelte sich um eine randomisierte
placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 140 Patienten mit chronischer
Schizophrenie, die zusätzlich zu einer antipsychotischen Medikation entweder
2 x 1 g NAC oder ein Placebo erhielten. Die Studie erstreckte sich über
einen Zeitraum von 24 Wochen.
Zur Beurteilung der Wirksamkeit der Behandlung kamen verschiedene
diagnostische Werkzeuge zum Einsatz, wie die Positive and negative symptoms
scale (PANSS) und der Clinical global impression score (CGI) u.a.
Bei der Intent-to-treat-Analyse der Studie zeigte sich, dass die Verumgruppe
(2 x 1 g NAC) bei verschiedenen Testverfahren deutlich besser abschnitt als
die Placebogruppe: z.B. bei CGI, PANSS total, PANSS negativ. Außerdem war
die Behandlung mit N-Acetyl-Cystein mit einer signifikanten Besserung der
Sitzunruhe assoziiert. Bei der PANSS positive subscale gab es keinen
Unterschied zwischen der Verum- und der Placebogruppe. Die Autoren der
Studie kamen zu dem Schluss, dass mit NAC die Therapiemöglichkeiten bei
chronischer Schizophrenie verbessert werden können.
Referenz:
Berk M et al.: N-Acetyl-Cysteine as a glutathione precursor for schizophrenia
- a double-blind, randomized, placebo-controlled trial; Biol Psychiatry.
2008 Apr 22
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Mai 2008, Nr. 13 |
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Vitamin D und arterielle
Verschlusskrankheit (AVK)
Verschiedene amerikanische Universitäten untersuchten bei Teilnehmern der
NHANES-Studien 2001 - 2004 einen möglichen Zusammenhang zwischen der
Vitamin-D-Konzentration und dem Auftreten der peripheren arteriellen
Verschlusskrankheit. Dabei zeigte sich, dass niedrige
Vitamin-D-Konzentrationen mit einer höheren Prävalenz assoziiert waren, so
dass ein offensichtlich antiarteriosklerotischer Effekt von Vitamin D
angenommen werden muss.
Referenz:
Melamed ML et al.: Serum 25-hydroxyvitamin D levels and the prevalence of
peripheral arterial disease. Results from NHANES 2001 to 2004; Arterioscler
Thromb Vasc Bi
ol. 2008 Apr 16
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Mai 2008, Nr. 12 |
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Kakaoflavanole
vermindern den Abbau von Arginin
Die Verfügbarkeit der Aminosäure
Arginin ist häufig der entscheidende Faktor für die Bildung des
Signalgases Stickoxid. Arginin wird aber auch durch das Enzym Arginase
abgebaut. Die Aktivität der Arginase wiederum erhöht sich durch eine
vermehrte Argininzufuhr, d.h. die Abbaurate von Arginin beschleunigt
sich durch eine vermehrte Argininzufuhr.
Ein nicht unerheblicher Teil des zugeführten Arginins wird also mittels
der Arginase sofort wieder abgebaut. Deshalb ist eine Verminderung der
Arginaseaktivität ein sinnvoller Ansatz, um die |
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Argininkonzentration und damit auch
die Bildung von NO zu verbessern. Wissenschaftler der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf konnten jetzt nachweisen, dass
Kakaoflavanole die Arginaseaktivität vermindern. |
Referenz:
Schnorr O et al.: Cocoa flavanols lower vascular arginase activity in human
endothelial cells in vitro and in erythrocytes in vivo; Arch Biochem Biophys.
2008 Mar 6
Kommentar:
Es gibt immer mehr Studien, die die kardioprotektiven Effekte von
Kakaoprodukten nachweisen, wobei meist ein direkter pharmakologischer Effekt
der Flavonole angenommen wurde. Interessanterweise hängen aber die Vorzüge
des Kakaos auch mit dem Argininstoffwechsel zusammen.
Arginin ist ein sehr wichtiger Wirkstoff in der Orthomolekularen Medizin,
dessen Effektivität wie die oben genannte Studie zeigt, relativ einfach
durch flavonolreiche Kakaoprodukte, z.B. hochwertige Bitterschokolade,
verbessert werden kann.
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April 2008, Nr. 11 |
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Body-mass-Index und Vitamin D3
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In einer norwegischen Studie an 2.187
Patienten wurde der Body-mass-Index mit der Konzentration von
25-OH-Vitamin D und 1,25-Dihydroxy-Vitamin D verglichen. Dabei zeigten
sich verminderte Konzentrationen der beiden Vitamin-D-Parameter mit
zunehmendem BMI. Die Autoren der Studie schlossen daraus, dass es sehr
unwahrscheinlich ist, dass erhöhte Vitamin-D-Konzentrationen an der
Entwicklung von Adipositas beteiligt sind. Diese Hypothese war der
Anlass für die Untersuchung. |
Referenz:
Konradsen S et al.: Serum 1,25-dihydroxy vitamin D is inversely associated
with body mass index; Eur J Nutr. 2008 Mar 4
Kommentar:
In mehreren Studien, die mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
durchgeführt wurden, konnten niedrige Vitamin-D-Konzentrationen bei
Übergewicht/ Adipositas festgestellt werden. Wahrscheinlich ist die
Vitamin-D-Bildung bei Übergewicht beeinträchtigt.
Außerdem werden bei Übergewichtigen für einen angemessenen Wirkspiegel
höhere alimentäre Vitamin-D-Dosen benötigt.
April 2008, Nr.
10
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Übergewichtigen fehlt
Stickoxid (NO)
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Von Wissenschaftlern der Universität
Graz wurden 47 übergewichtige und 57 normalgewichtige Jugendliche
untersucht, wobei verschiedene Laborparameter und die Intima-Media-Dicke
gemessen wurde. Übergewichtige Jugendliche zeigten deutliche
Veränderungen im NO-Stoffwechsel. Die NO-bildenden Enzyme und Citrullin
waren bei den Übergewichtigen vermindert, und zwar umso stärker, je
höher der Body-Mass-Index war. Die Argininkonzentration war bei den
Übergewichtigen erhöht und korrelierte positiv mit dem Körpergewicht.
Die Auswertung der Daten zeigte auch einen Zusammenhang zwischen dem
Stickoxid-Metabolismus und GABA. Die Autoren der Studie kamen zu dem
Schluss, dass der NO-Stoffwechsel bei Übergewicht erheblich gestört ist
und dass diese Störung aufgrund der verminderten Bioverfügbarkeit von NO
zur Entwicklung einer Atherosklerose beitragen kann. |
Referenz:
Gruber H.J. et al.: Obesity reduces the biovailability of nitric oxide in
juveniles; Int J Obes (Lond). 2008 Jan 15
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Februar 2008, Nr.
9
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N-Acetylcystein und Folsäure wirken gleich bei Hyperhomocysteinämie
Von Wissenschaftlern der Universität von Istanbul wurden bei 60 Patienten
mit koronarer Herzerkrankung und Hyperhomocysteinämie eine Studie zur
Homocysteinsenkung durchgeführt.
30 Patienten erhielten täglich entweder 5 ml Folsäure oder 600 mg NAC über
einen Zeitraum von acht Wochen. Weitere 30 Patienten bekamen ein
Placebopräparat. Bei allen Patienten wurde die Endothelfunktion mittels
Ultraschall sowie die Homocysteinkonzentration bestimmt. Sowohl Folsäure als
auch NAC verminderten signifikant die Homocysteinkonzentration und
verbesserten die Endothelfunktion. Dabei ergab sich kein Unterschied
zwischen Folsäure und NAC.
Referenz:
Yilmaz H et al.: Effects of folic acid and N-acetylcysteine on plasma
homocysteine levels and endothelial function in patients with coronary
artery disease; Acta Cardiol. 2007 Dec; 62(6): 579-85
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Februar 2008, Nr.
8 |
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Erhöhte
Homocysteinkonzentrationen bei Athleten
In einer italienischen Studie wurden
bei 82 Athleten und 70 gesunden Vergleichspersonen verschiede Parameter
des Homocysteinmetabolismus bestimmt. Bei den Athleten hatten 47 Prozent
eine Homocysteinkonzentration größer als 15 mmol/ l; bei der
Kontrollgruppe waren es nur 15 Prozent mit vergleichbar hohen
Homocysteinkonzentrationen. Es wurde kein Zusammenhang zwischen der
Homocysteinkonzentration und anderen Parametern gefunden, insbesondere
Folsäure, Cholesterin, HDL-Cholesterin, LDH und Interleukin-6. Das
Resultat dieser Studie legt die Existenz einer Sport-assoziierten
Hyperhomocysteinämie nahe.
Die Studiendaten
zeigten keinen offensichtlicher Zusammenhang dieses Phänomens mit üblichen
Risikofaktoren, z.B. mit Folsäuremangel oder mit sportspezifischen
Laborparametern wie CPK, LDK.
Referenz:
Borrione P et al.: Sport-related hyperhomocysteinemia: a putative marker of
muscular demand to be noticed for cardiovascular risk; Br J Sports Med. 2008
Jan 23
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Februar 2008, Nr. 7 |
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Eisenspeicher
beeinflusst Verhalten bei ADHS
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In einer Studie der Universität
Ankara wurden bei 151 Kindern und Jugendlichen mit der Diagnose ADHD die
Ferritinspiegel bestimmt und verschiedene psychologische Testverfahren
durchgeführt. Die Resultate zeigten, dass niedrige
Ferritinkonzentrationen mit einem höheren Maß an
Verhaltensauffälligkeiten assoziiert waren. Allerdings lagen bei 45
Studienteilnehmer auch noch andere Krankheitsbilder vor, sodass
möglicherweise auch diese den Effekt niedriger Eisenspeicher auf
Verhaltensparameter beeinflusst haben. |
Kommentar:
Bereits in mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass bei der
ADHS-Symptomatik häufig niedrige Ferritinspiegel vorliegen.
Eisen ist für die Dopaminsynthese erforderlich und spielt deshalb auch eine
wichtige Rolle für die Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Motivation
etc.
Referenz:
Oner P, Oner O: Relationship of ferritin to symptom ratings children with
attention deficit hyperactivity disorder: effect of comorbidity; Child
Psychiatry Hum Dev. 2007 Dec 29
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Januar 2008, Nr. 6 |
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Phenylalaninstoffwechsel bei
Sepsis und Trauma gestört
Bekanntlich sind bei Patienten mit Trauma und Sepsis sehr oft erhöhte
Konzentrationen von Phenylalanin nachweisbar. Wissenschaftler der
Universität Wien und Innsbruck untersuchten jetzt bei einem Kollektiv von 18
Patienten einen möglichen Zusammenhang zwischen der
Phenylalaninkonzentration und Neopterin. Es zeigte sich, dass zwischen der Phenylalanin- und der Neopterinkonzenration ein positiver Zusammenhang
vorliegt. Zwischen der Neopterin- und der Tyrosinkonzentration konnte dieser
Zusammenhang
hingegen nicht nachgewiesen werden.
Erhöhte Phenylalaninkonzentrationen legen nahe, dass die Umwandlung von
Phenylalanin zu Tyrosin beeinträchtigt ist. Wahrscheinlich ist, dass
oxidativer Stress durch Entzündung und eine Aktivierung des Immunystems den
Cofaktor 5,6,7,8-tetrahydrobiopterin zerstört.
Referenz:
M. Ploder et al.: Serum phenylalanine in patients post trauma and with sepsis
correlate to neopterin concentrations; Amino Acids, published online: 28 Dec.
2007
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Januar 2008, Nr. 5 |
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Carnitin vermindert
Müdigkeit bei Hundertjährigen
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In
einer placebokontrollierten Doppelblindstudie erhielten 66
Hundertjährige entweder zwei Gramm Carnitin oder ein Placebo. Es
wurden verschiedene Laborparameter bestimmt und psychologische
Testverfahren durchgeführt. Am Ende der Studie waren bei der Verumgruppe
folgende Veränderungen festzustellen: Anstieg der Muskelmasse,
Verminderung der Fettmasse; Unterschiede wurden auch bei der
körperlichen und mentalen Verfassung festgestellt. Die Teilnehmer der
Verumgruppe hatten deutlich niedrigere Müdigkeit-Indices.
Referenz:
M. Malagurnera et al.: L-Carnitine treatment reduces
severity of physical and mental fatigue and inreases cognitive functions
in centenarians: a randomized an controlled clinical trial; American
Journal of Clinical Nutrition; Vol. 86, No. 6, 1738-1744 Dec. 2007 |
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Januar 2008, Nr 4 |
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Aluminium führt zu
mitochondrialer Dysfunktion
Wissenschaftler der Laurentian University in Canada konnten nachweisen,
dass eine Aluminiumbelastung den Mitochondrienstoffwechsel
beeinträchtigt. Insbesondere kommt es zu einer vermehrten Expression
lipogenetischer Enzyme auf Kosten des oxidativen Energiestoffwechsels in
Leberzellen. Eine Aluminiumbelastung könnte deshalb möglicherweise auch
ein Risikofaktor für die Entstehung von Übergewicht darstellen.
Kommentar:
Aluminium ist eines der häufigsten Elemente der Erdkruste und
außerordentlich weit verbreitet. Durch sauren Regen und eine
Übersäuerung der Böden kommt es auch zu einer vermehrten Freisetzung
von Aluminumionen, weshalb |
Aluminium
dann auch in größerem Umfang von Nahrungspflanzen aufgenommen werden
kann und so in den menschlichen Körper gelangt.
Referenz:
Mailloux R et al.: Aluminium-induced mitochondrial dysfunction leads to
lipid accumulation in human hepatocytes: a link to obesity; Cell Phyisol
Biochem. 2007; 20(5):627-38
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Januar
2008, Nr.
3 |
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Folsäure vermindert Arsenspiegel
Weltweit sind mehr als 100 Mio. Menschen durch eine chronisch hohe
Arsenzufuhr gefährdet. In einer Studie der Columbia University New York
konnte jetzt nachgewiesen werden, dass eine Folsäuresupplementierung bei
Versuchspersonen mit niedrigen Folsäure-Plasma-Konzentrationen zu einer
Verminderung der Arsen-Vollblutkonzentrationen führte - hauptsächlich
durch eine vermehrte Ausscheidung von Dimethylarsen im Urin und eine
Verminderung von Monomethylarsen im Vollblut.
Eine Methylierung von anorganischem Arsen erleichtert die
Arsenausscheidung. Folsäure ist bekanntlich ein wichtiger
Methylgruppendonator. |
Referenz:
Gamble MV et al.: Folic acid supplementation lowers blood arsenic; AM J
Clin Nutr. 2007 Oct; 86(4): 1202-9
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Januar
2008, Nr. 2 |
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Selbst niedrige Bleispiegel im Blut, die bisher noch als
ungefährlich galten, können zur Entstehung von ADS beitragen. Dies ist
das Ergebnis einer an 150 Kindern durchgeführten Studie der Michigan
State University. Kinder mit ADS hatten höhere
Vollblut-Blei-Konzentrationen als Kontrollpersonen; keines wies aber
eine Konzentration über 100 µg/ l auf. Diese Konzentration galt bisher
als oberer ungefährlicher Grenzwert für Kinder.
Die mittlere Bleikonzentration der ADS-Kinder in der MSU-Studie war
kleiner als 13 µg/ l. In dieser Studie konnte erstmals nachgewiesen
werden, dass bereits sehr geringe Bleikonzentrationen als eine Ursache
für die Entstehung von ADHS bei Kindern zu werten ist.
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Der als „sicher“ geltende Bleispiegel
sollte unbedingt nach unten korrigiert werden, auf wenigstens 50 µg/ l.
Referenz:
Science Daily (Dec. 6, 2007): Even low lead exposure linked to ADHD
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Januar
2008, Nr. 1 |
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