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Bei ADHS:
Mikronährstoffmängel beheben und Störfelder erkennen
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Bild: Fotogeng, fotolia.com |
In Deutschland sind mehr als 5
Prozent der unter 17-Jährigen von einem ADHS-Syndrom betroffen, so ein
Bericht von Spiegel online vom 05.09.2011. Sie sind zappelig,
unkonzentriert, unaufmerksam, vorlaut oder verträumt, und aufgrund
ihres Chaos im Kopf können sie dem Unterricht nicht folgen. Darunter
leiden Erzieher, Lehrer und Mitschüler, doch am meisten natürlich die
betroffenen Kinder und Jugendlichen selbst.
Bei ADS/ ADHS gehen die Wissenschaftler von einer Veränderung des
Botenstoffwechsels, insbesondere von Dopamin, Noradrenalin und
Serotonin, aus. Botenstoffe sind Signalmoleküle, die z.B. die
Stimmung, die Aufmerksamkeit, die Kreativität oder die Lernfähigkeit
stark beeinflussen. Die Veranlagung für ein ADS-/ ADHS-Syndrom können
genetisch bedingt sein; zwischenzeitlich werden immer mehr Faktoren
bekannt, die ebenfalls mit einem ADHS-Syndrom in Zusammenhang gebracht
werden, wie z.B. Lebensmittelunverträglichkeiten, Umweltgifte und
Mikronährstoffmängel.
Umweltgifte/ Unverträglichkeiten
Nach Ulf Sauerbrey von der Friedrich-Schiller-Universität
Jena (Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Theorie der
Sozialpädagogik) verursachen einige Umweltgifte ähnliche
Symptome wie ADHS. Eine Belastung mit Umweltgiften kann demnach
zu neurobiologischen Auffälligkeiten und zu Verhaltensproblemen
führen. Zu den Umweltgiften zählen u.a. Tabakrauch, Pestizide,
polychlorierte Biphenyle (PCB) und Schwermetalle.
Das Schwermetall Blei steht hierbei schon länger im Focus: Es
soll die Entwicklung und das Verhalten des Kindes ungünstig
beeinflussen. Blei ist ein starkes Nervengift, das bereits in
geringen Konzentrationen hyperaktive Symptome hervorrufen und
die Intelligenz sehr stark beeinträchtigen kann. Auch
Quecksilber wird mit ADHS in Zusammenhang gebracht, es soll vor
allem die kognitive Entwicklung bei Kindern verzögern.
Ein weiteres Umweltgift, das mit einer ADHS-Symptomatik
diskutiert wird, sind die oben erwähnten polychlorierten
Biphenyle (PCB); diese findet man z.B. in Schulen oder
Kindergärten aus den 60er Jahren. Eine PCB-Belastung kann zu
einer gestörten Aufmerksamkeit und zu kognitiven Störungen
führen.
Auch Pestizide scheinen nach Sauerbrey bei der ADHS-Symptomatik
eine Rolle zu spielen: Spanische Forscher entdeckten 2006, dass
Kinder, wenn sie als Embryo im Mutterleib einer erhöhten
Belastung mit Hexachlorbenzol ausgesetzt waren, ADHS-Syndrome
entwickelten.
Zucker und künstliche Farbstoffe stehen ebenfalls im Verdacht,
die ADHS-Problematik zu verschärfen. Manche ADHS-Kinder leiden
an einer Lebensmittelunverträglichkeit, insbesondere von
Milcheiweiß oder Weizen.
Eine ausgeprägte ADS/ ADHS-Symptomatik kann aufgrund des lang
andauernden Stresses auch das Immunsystem beeinflussen. Deshalb
ist es nicht verwunderlich, dass Kinder mit ADS/ ADHS doppelt so
häufig an einer Allergien leiden als gesunde Kinder. Auf der
anderen Seite sind Kinder mit Neurodermitis, Heuschnupfen,
Bronchialasthma im Vergleich zu gesunden Kindern viel öfter von
einem ADS/ ADHS-Syndrom betroffen.
Mikronährstoffmängel
In unseren westlichen Industrienationen leiden die Kinder in der
Regel nicht Hunger, trotzdem sind auffallend viele Kinder
Mikronährstoff-mangelernährt. Schuld daran ist der Trend in
Richtung Fertiggerichte und Fast-Food-Erzeugnisse.
Ein Mikronährstoffmangel trägt in vielen Fällen dazu bei, die
ADHS-Symptomatik zu fördern, da einige der Mikronährstoffe
mittelbar und unmittelbar am Botenstoffwechsel beteiligt sind.
So ist für die Bildung von Dopamin die Aminosäure Tyrosin
erforderlich, und aus Tryptophan entsteht der
stimmungsaufhellende Botenstoff Serotonin.
Ein Mangel an Vitamin C oder Eisen kann ebenfalls den
Botenstoffwechsel sehr stark beeinträchtigen. Eisen ist auch
wesentlich für die kognitive Leistungsfähigkeit und die
Entwicklung des Gehirns. Auch ein Zinkmangel vermag
ADHS-Symptome zu verstärken. Es gibt noch eine ganze Reihe
anderer Mikronährstoffe, die am Stoffwechsel der Botenstoffe
maßgeblich beteiligt sind oder eine andere regulierende Funktion
für das Nervensystem ausüben.
Zudem muss berücksichtigt werden, dass viele Mikronährstoffe
auch für den Stoffwechsel des Immunsystems unabdingbar sind.
Deshalb sind ADHS-Kinder, bei denen die Mikronährstoffversorgung
unzureichend ist, häufig auch sehr stark infekt- oder
allergieanfällig.
Um festzustellen, welche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
und Aminosäuren oder Fettsäuren defizitär sind, ist eine genaue
Blutuntersuchung notwendig. Basierend auf dieser Laboranalyse
kann eine gezielte Therapie mit Mikronährstoffen durchgeführt
werden.
Blutausstrich-Ganzkörpertest
Im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts von ADS/ ADHS
ist es auch sinnvoll, einen Einblick über
Stoffwechselbelastungen zu bekommen, um etwaige Störfelder zu
beheben. Hier hat sich der Blutausstrich-Ganzkörper Test, wie
ihn die HG Naturklinik Michelrieth anbietet, bewährt, um weitere
Therapie- und Diagnosemaßnahmen einzuleiten. Dieser Test gibt
erste wertvolle Hinweise über den derzeitigen Gesundheitszustand
und zeigt verschiedene körperliche Störungen auf, die bei ADS/
ADHS unbedingt berücksichtigt werden sollten:
- Belastung und Verschlackungsgrad, z.B. durch
Stoffwechselrückstände, Schadstoffe und Toxine
- Belastung des Nervensystems
- Oxidative Belastung
- Hinweise auf Allergien und
Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
- Stoffwechselstörungen wie z.B. Neigung zu
Blutzuckerschwankungen
- Anzeichen von Darmdysbiose, Mykose, Reizung der
Darmschleimhaut
- Allgemeine Mangelerscheinungen und Zustand der Körperabwehr
und vieles mehr.
Bei dem Blutausstrich-Ganzkörpertest wird Blut aus der
Fingerbeere entnommen und ein spezieller Blut-Ausstrich gefertigt.
Nach dem Trocknen erfolgt zunächst eine grobe Beurteilung mit der
Lupenvergrößerung und anschließend eine mikroskopische
Untersuchung bei 820-facher Vergrößerung.
Fazit:
Der Blutausstrich-Test und eine gezielte Mikronährstoffanalyse des
Blutes wie der
DCMS-Neuro-Check ergänzen sich im Rahmen eines
Orthomolekularen Therapiekonzeptes in idealer Weise. Die
Ergebnisse dieser Diagnoseverfahren geben wichtige Impulse für ein
ganzheitliches Therapiekonzept bei ADHS.
Weitere Informationen wie z.B. Preise oder Terminvereinbarungen
können Sie gerne telefonisch erfragen unter 09394/ 9703-0.
Referenzen:
- Ulf Sauerbrey: ADHS durch Umweltgifte? Edition Paideia,
Jena 2010
- Spiegel online, 05.09.2011: Fast 40 Prozent der Europäer
sind psychisch krank
- Carmen Freire et al.: Hair mercury levels, fish
consumption, and cognitive development in preschool children
from Granada Spain; Science Direct, Environmental Research,
volume 110, issue 1, January 2010, pages 96-104
- Joel T. Nigg, Ph. D., et al.: Confirmation and extension
of association of blood lead with attention-deficit/
hyperactivity disorder (ADHD) and ADHD symptom domains at
population-typical exposure levels; J Child Psychol Psychiatry.
2010 January; 51(1): 58-65
- WDR.de, 21.10.2010: Farbstoffe in Lebensmitteln
- Gesundheitsseiten.de: Allergie und ADS - gibt es eine
Komorbidität?
November 2011
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