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Übergewichtige
Kinder mit Mikronährstoffmängeln
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Bild: Mühlberg, Fotolia.com |
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Weltweit sind heute etwa 1,4 Milliarden
Menschen übergewichtig oder sogar fettleibig. Betroffen sind zunehmend
auch junge Leute. Nach einer Studie des Centers for Disease Control
and Prevention der US-Regierung liegt der Anteil an übergewichtigen
Amerikanern im Alter von 6 bis 19 Jahren bei 20 Prozent.
Auch in Deutschland ist die Tendenz für Übergewicht bei jungen
Menschen erschreckend: Waren es 2001 noch 5,5 Prozent der 15-jährigen
Mädchen, die zu viel auf die Waage brachten, stieg der Anteil der
übergewichtigen 15-Jährigen im Jahr 2006 auf satte 11 Prozent an. Nach
einer Veröffentlichung des Landratsamts Fürstenfeldbruck sind
bayernweit 11,9 Prozent der Kinder übergewichtig.
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Für viele der Heranwachsenden stellt ihr Übergewicht nicht nur ein
Gesundheitsrisiko dar, sondern auch ein gesellschaftliches und
soziales Problem: dann, wenn die Betroffenen aufgrund ihrer Fülle von
anderen Kindern ausgegrenzt und gehänselt werden und ihr
Selbstbewusstsein auf den Nullpunkt sinkt. Die Folgen sind, dass Sie
sich immer mehr zurückziehen, sich noch weniger bewegen und Kalorien
über Kalorien in sich hineinfuttern.
Kinder und Jugendliche mit Übergewicht haben in späteren Jahren als
Erwachsene ein mehr als doppelt so hohes Risiko für einen vorzeitigen
krankheitsbedingten Tod. Aber das „junge Schwergewicht“ kann auch
schon in der Gegenwart an folgeschweren Erkrankungen leiden wie z.B.
Bluthochdruck, Erkrankungen des Bewegungapparates, Diabetes oder auch
Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Fest steht, dass bei Übergewicht vermehrt entzündungsfördernde Stoffe
gebildet werden, wie z.B. das C-reaktive Protein (CRP). CRP gilt als
erheblicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dieser
Entzündungsmarker wurde von Wissenschaftlern der Universität von North
Carolina in Chapell Hill bereits im Blut von übergewichtigen Drei- bis
Fünfjährigen festgestellt. Bei zu dicken Kindern im Alter von 6 - 9
Jahren haben die Forscher veränderte Ferritin-/ Transferrin-Spiegel
und bei neunjährigen Übergewichtigen erhöhte Spiegel weißer
Blutkörperchen verzeichnet.
In einer israelischen Studie mit 392 Kindern und Jugendlichen wurden
der Body-Mass-Index und die Vitamin-B12-Spiegel bestimmt. Übergewicht
war mit einem 4,3-fach erhöhten Risiko für niedrige
Vitamin-B12-Konzentrationen assoziiert. Bei übergewichtigen Kindern
sollte daher auch der Vitamin-B12-Status Beachtung finden.
Fettleibigkeit vermindert auch die Bioverfügbarkeit von
Stickstoffmonoxid bei Jugendlichen. Das wurde in einer klinischen
Studie der Universität Graz festgestellt.
In der Studie korrelierte das Übergewicht mit einer steigenden
Argininkonzentration im Serum sowie mit einer niedrigen Citrullin- und
NO-Verfügbarkeit. Daraus geht hervor, dass das NO nur unzureichend aus
Arginin synthetisiert wird. Stickstoffmonoxid (NO) ist ein gasförmiges
Molekül für das Herz-Kreislauf-System, das die Blutgefäße erweitert
und für eine bessere Durchblutung sorgt. Eine unzureichende
NO-Verfügbarkeit wirkt sich auch ungünstig in Bezug auf Bluthochdruck
und Diabetes aus.
Bei Übergewicht oder gar Adipositas im Kinder- und Jugendalter ist
auch der Diabetes Typ 2 eine schleichende Gefahr.
Nach einem Bericht vom Stern aus dem Jahr 2009 leiden 15 von 1000
Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren am Typ-2-Diabetes.
In einer US-amerikanischen Studie, die mit 12 übergewichtigen
Jugendlichen durchgeführt wurde, konnte die Insulinresistenz bei
Typ-2-Diabetes durch eine Verbesserung der NO-Verfügbarkeit via
Arginin vermindert werden.
Zink, ein essentielles Spurenelement und Bestandteil vieler Enzyme,
ist an der Synthese, Speicherung und Freisetzung von Insulin
beteiligt. In einer 2008 durchgeführten iranischen Studie mit 60
adipösen Kindern wurde eine Zink-Supplementierung als nützliche
begleitende Therapiemaßnahme in Bezug auf stoffwechselbedingte
Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingestuft.
In eine Studie der Universität Kalifornien an 55 fettleibigen, 15
übergewichtigen und 43 normalgewichtigen Kindern wurde der Einfluss
des BMI auf gesundheitliche Risikofaktoren wie Entzündungsparameter
und oxidativer Stress untersucht. Die Wissenschaftler kamen zu dem
Schluss, dass bereits in den ersten Lebensjahren, wenn Übergewicht
auftritt, Veränderungen von Stoffwechselparametern bei gleichzeitigem
Anstieg von Entzündungsparametern und des oxidativen Stress messbar
sind und dass sowohl übergewichtige Mädchen als auch Jungen einem
erhöhten Risiko für zukünftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgesetzt
sind.
Wissenschaftler des Jinhua Medical College in China untersuchten
ebenfalls den Einfluss der Fettleibikeit bei Kindern und Jugendlichen
auf Indikatoren des oxidativen Stresses. Gleichzeitig wurden noch
Parameter der antioxidativen Kapazität bestimmt. An der
Fall-Kontrollstudie nahmen 85 übergewichtige und fettleibige Kinder
teil und 85 gleichaltrige gesunde Kinder. Die Studienergebnisse
zeigen, dass die durchschnittlichen Werte von Vitamin C, Vitamin E,
Beta-Carotin, sowie der Enzyme Superoxid-Dismutase (SOD) und der
Katalase (CAT) bei den übergewichtigen Kindern signifikant niedriger
lagen als in der Gruppe der Normalgewichtigen. Außerdem korrelierte
das Malondialdehyd positiv mit dem BMI. Malondialdehyd ist ein
Parameter des oxidativen Stresses.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass bei Kindern und Jugendlichen,
die überernährt sind, durchaus Mikronährstoffmängel vorliegen können.
Ihnen fehlen oftmals jene Mikronährstoffe, die einem oxidativen Stress
infolge Übergewichts entgegenwirken können.
Eine ausreichende Verfügbarkeit von Mikronährstoffen, zu denen
Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren
gehören, vermag übergewichtsbedingten Folgeerkrankungen
entgegenzusteuern und kann auch eine bewusste und zielgerichtete
Gewichtsreduktion erleichtern.
Die Voraussetzung für eine optimierte Mikronährstofftherapie ist, erst
einmal festzustellen, wie es um die Mikronährstoffversorgung des
Kindes oder Jugendlichen bestellt ist. Dazu ist eine genaue
Blutuntersuchung erforderlich, wie sie das Diagnostische Centrum für
Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH anbietet. Der
Vitalstoff-Check „Übergewicht“ beinhaltet alle bei Übergewicht
relevanten Mikronährstoffe und bildet die Grundlage für eine effektive
Vitalstoff-Therapie.
Referenzen:
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© Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS
GmbH,
März 2010 |
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