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Proteine und Entgiftung
Eine niedrige
Proteinaufnahme ist mit einer niedrigen Entgiftungskapazität
assoziiert. Ein Proteinmangel kann z.B. zu einer verminderten
Bildung von P450-Enzymen führen. Auch die Plasmabildung der
Xenobiotika kann dadurch beeinträchtigt werden. Andererseits ist
auch eine sehr hohe Proteinzufuhr ungünstig für die
Entgiftungskapazität.
Hinsichtlich der Herkunft der Proteine sollte man Folgendes
beachten: Tierische Proteine enthalten zwar sehr viel
schwefelhaltige Aminosäuren, die für die
Phase-2-Konjugationsreaktionen notwendig sind, aber in der Regel
auch höhere Methioninmengen als pflanzliche Proteine. Trotz der
Bedeutung der schwefelhaltigen Aminosäuren für
Entgiftungsreaktionen konnte nicht nachgewiesen werden, dass
tierische Proteine in irgendeiner Form Konjugationsreaktionen
verbessern würden. Ganz im Gegenteil: Einige Studien legen nahe,
dass niedrige Methioninspiegel die Glycinverfügbarkeit verbessern.
Glycin wiederum hat eine wesentliche Funktion für
Phase-2-Reaktionen. Methioninreiche Ernährungsformen können zu
einer Glycinverarmung führen. Eine niedrigere Methioninaufnahme,
z.B. durch eine pflanzenbetonte Ernährung, scheint auch den
mitochondrialen oxidativen Stress zu vermindern. In Bezug auf die
Ausscheidung von Giften ist auch die Tatsache interessant , dass
pflanzliche Proteine eine verminderte Säurebelastung hervorrufen
und dadurch einen größeren alkalisierenden Effekt ausüben, der mit
einer vermehrten Ausscheidung von Toxinen einhergeht.
Quelle:
Lorraine Nicolle and Ann Woodriff Beirne: Biochemical imbalances
in Disease; 2010
© Diagnostisches Centrum für
Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH, Februar 2010
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