Eine Fettleber kann in eine Steato-Hepatitis übergehen, bei der neben
der Fettablagerung auch Zeichen einer Entzündung nachweisbar sind. Im
April 2010 berichtete aerzteblatt.de über eine Studie aus den USA.
Dabei wurde bei 247 Patienten mit nichtalkoholischer Steato-Hepatitis
der Effekt von 30 mg Pioglitazon, 800 IE Vitamin E oder Placebo
untersucht. Die Studie erfolgte über einen Zeitraum von 96 Monaten.
Das Erfolgskriterium waren die Gewebeveränderungen in der Leber. Durch
die Einnahme von Vitamin E wurden bei 43 Prozent der Patienten
Verbesserungen beobachtet im Gegensatz zu nur 19 Prozent im
Placebo-Arm der Studie und zu 34 Prozent bei Einnahme von Pioglitazon.
Pioglitazon ist ein so genannter Insulinsensitizer, also ein
Medikament, das im Stoffwechsel die Insulinempfindlichkeit verbessert.
Damit könnte Vitamin E eine wirksame Therapie für die
nichtalkoholische Fettleber darstellen.
Bereits 2006 erbrachte eine türkische Studie den Nachweis, dass bei
Fettleberpatienten doch recht häufig ein Vitamin-E-Mangel vorliegt. Es
konnte auch nachgewiesen werden, dass bei einem Vitamin-E-Mangel
entsprechende Diäten schlechter ansprechen.
In einer weiteren Studie aus der Türkei, die im Jahr 2005 durchgeführt
wurde, erwies sich bei der Behandlung der Fettlebererkrankung eine
Therapie mit 600 IE Vitamin E und 500 mg Vitamin C als gut wirksam.
Dieses Behandlungsschema war ähnlich effektiv wie eine Behandlung mit
Ursodeoxy Desoxycholsäure, die man häufig zur Auflösung von
Cholesterin-Gallensteinen einsetzt. Die Fettlebererkrankung ist mit
einem oxidativen Stress assoziiert, der durch die Behandlung mit
Antioxidantien gebessert werden kann.
Referenz:
www.aerzteblatt.de, 29.04.2010
Cankurtaran M et al.: Serum vitamin E levels and its relation to
clinical features in nonalcoholic fatty liver disease with elevated
ALT levels; Acta gastro-enterologica belgica, 2006. vol. 69
Galip Ersöz et al.: Management of fatty liver disease with vitamin E
and C compared to ursodeoxycholic acid treatment; Turk J Gastroenterol
2005; 16 (3): 124-128
© Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS
GmbH,
September 2010