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Lernstörungen bei Kindern und Jugendlichen
Können
Mikronährstoffe die kognitiven Fähigkeiten verbessern?
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Bild: Sashia, Fotolia.com |
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Viele Eltern sind ratlos, wenn ihre Sprösslinge immer wieder mit
schlechten Schulnoten nach Hause kommen. Allerdings muss bei Kindern
und Jugendlichen, die schlecht lernen, nicht zwangläufig eine
mangelnde Intelligenz vorausgesetzt werden. Ein Kind, das an einer
Lese-/ Rechtschreibschwäche leidet, kann auch hervorragende Leistungen
in Mathematik bringen und umgekehrt. Nicht selten haben Kinder gar
keine Lust zu lernen, weil sie sich lieber mit anderen Dingen
beschäftigen, oder sie sind einfach nur unkonzentriert. |
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Für die betroffenen Schüler ist eine vorübergehende bzw. andauernde
Lernstörung oder gar eine Lernbehinderung meistens eine sehr große
Belastung - selbst dann, wenn sie es herunterspielen.
Viele leiden
unter großem Leistungsdruck, weil sie mit dem Stoff in der Schule
nicht mehr mitkommen; sie resignieren, verlieren ihr Selbstwertgefühl
und kommen aus diesem Teufelskreis schwer ohne fremde Hilfe heraus.
Eine gute Planung gemeinsam mit dem Kind und eine Unterstützung beim
Lernen, z.B. in Form von Nachhilfeunterricht, sind sicherlich
wichtige Ansätze zur Hilfe. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten
eine Lernstörung nicht auf die leichte Schulter nehmen, sie aber auch
nicht überbewerten. Ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
kann die Situation am besten einschätzen.
Ernährungswissenschaftler machen in unseren Industrienationen auch das
Essverhalten mitverantwortlich für die mangelnde Leistungsfähigkeit
der Kinder: Fast-Food, Süssigkeiten, Cola & Co versorgen den jungen
Körper zwar ausreichend mit Makromolekülen, nicht aber unbedingt mit
lebensnotwendigen Mikronährstoffen.
Der sich im
Wachstum und in der Entwicklung befindliche Körper hat einen besonders
hohen Mikronährstoffbedarf, und auch bei einer gesunden, ausgewogenen
Ernährung kann die Mikronährstoffversorgung unzureichend sein. Der
Grund ist, dass manche Mikronährstoffe nicht mehr ausreichend in den
Böden vorhanden sind; lange Transportwege und Lagerzeiten und die Art
der Zubereitung bringen zudem einen Verlust an Vitaminen in Obst und
Gemüse mit sich.
Ein Mangel an
bestimmten Mikronährstoffen kann sich dahingehend auswirken, dass
bestimmte Verschaltungen im Gehirn nicht mehr richtig funktionieren:
Das Kind wird unkonzentriert, kann schlecht lernen, wird reizbar,
unruhig, aggressiv oder depressiv. Eine gute Versorgung mit Vitaminen,
Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren könnte hingegen für
das Schulkind oder den Jugendlichen eine große Unterstützung sein.
Dazu einige Studien der letzten Jahre:
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Die Wirkung von Mikronährstoffen auf die
kognitive Leistungsfähigkeit von Schulkindern wurde von einem
niederländischen Forscherteam untersucht. Bei der randomisierten
kontrollierten Studie wurden die Studiendaten der Jahre 1970 bis
2008 ausgewertet. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass eine
Supplementierung verschiedener Mikronährstoffe bei gesunden Schülern
zu verbesserten schulischen Leistungen führt und zu einem geringen
Anstieg der fluiden Intelligenz. Unter fluider Intelligenz versteht
man die genetisch bedingte Grundfähigkeit des Denkens; dazu gehören
z.B. eine schnelle Auffassungsgabe und die Fähigkeit, sich neuen
Situationen schnell anzupassen, ohne dass es früherer intensiver
Lernerfahrungen bedarf.
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Zink vermag die geistige Leistungsfähigkeit von
Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Das haben amerikanische
Wissenschaftler in einer Studie mit mehr als 200 Zwölf- und
Dreizehnjährigen festgestellt. Bei Kindern, die täglich 20
Milligramm Zink eingenommen hatten, steigerten sich eindeutig das
visuelle Gedächtnis, die Leistungen in einem Wortfindungstest und
die Konzentrationsfähigkeit.
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Ein englisches Forscherteam wertete 15
randomisiert durchgeführte Kontrollstudien hinsichtlich einer
Eisenversorgung und der kognitiven Fähigkeiten aus. Die
Studienteilnehmer waren Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Frauen
mit und ohne Anämie. Das Ergebnis war, dass durch eine
Eisensupplementierung bei allen Teilnehmergruppen eine Verbesserung
der Konzentration und der Aufmerksamkeit festgestellt werden konnte;
in der Anämie-Gruppe konnte eine positive Veränderung hinsichtlich
des IQs beobachtet werden.
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In einer israelischen Studie wurde bei
Grundschülern ein eindeutiger Zusammenhang zwischen einer
unzureichenden B12-Versorgung und schlechten Schulnoten
festgestellt.
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Forscher der University of Southern California
kamen nach einer Langzeitbeobachtung mit mehr als 1000 mauritischen
Kindern zu folgendem Konsens: Wenn Nährstoffe in frühen Lebensjahren
nicht ausreichend zur Verfügung stehen, werden die Kinder
aggressiver und weisen einen niedrigeren Intelligenzquotienten auf.
Entscheidend sei vor allem ein Mangel an Zink, Eisen, B-Vitaminen
und Eiweißen.
Fazit: Eine
ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen ist die
Grundvoraussetzung für eine gute körperliche und geistige Entwicklung.
Die Gabe von fehlenden Mikronährstoffen kann für Kinder eine große
Hilfe sein, die kognitiven Fähigkeiten zu entfalten und den
Schulalltag besser zu bewältigen.
Einen Mikronährstoffmangel sieht
man einem Kind allerdings nicht so ohne weiteres an. Dazu bedarf es
einer genauen Mikronährstoffanalyse des Blutes, wie es das
Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH
anbietet. Der
DCMS-Neuro-Check ist eine solche Analyse, bei der alle
Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren, die für den
Hirnstoffwechsel relevant sind, untersucht werden. Arzt und Patienten
erhalten einen ausführlichen ärztlichen Befundbericht sowie eine
konkrete Therapieempfehlung. Auf Wunsch wird auch ein
Ernährungsbericht mit den Lebensmitteln, die die festgestellten
Mikronährstoffmängeln am besten ausgleichen, erstellt.
Referenz:
-
Ans Eilander et al.:
Multiple micronutrient supplementation for improving cognitive
performance in children: systematic review of randomized controlled
trials; Am J Clin Nutr, Nov. 4, 2009
-
wissenschaft.de, 05.04.2005: Zink
macht Jugendliche geistig fit
-
Martin Falkingham et al.: The effects of oral iron supplementation on cognition in older
children and adults: a systematic review and meta-analysis; Nutr. J.
2010; 9: 4
-
Rafik Masalha et al.:
The impact of nutritional vitamin B12, folate and hemoglobin
deficiency on school performance of elementary school children;
Journal of Pediatric Neurology; Volume 6, Number3/ 2008
-
Focus-online.de; 23.11.2004: Nährstoffmangel
schlägt aufs Hirn
© Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS
GmbH,
April 2010
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