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Anfang Dezember 2009 wurde publiziert, dass amerikanische
Wissenschaftler einen Mechanismus entdeckt haben, wie sich Stress auf
das Immunsystem auswirkt. Bei einer hohen Aktivität des sympathischen
Nervensystems verringert sich die Anzahl regulatorischer T-Zellen, mit
denen der Körper ein Überschießen der Immunreaktionen verhindert.
Auf dem Jahrestreffen der American Psychological Society 2008 wurde
eine Studie von Janice Kiecolt-Glaser von der Ohio State University
über den Einfluss von Stress auf die allergische Reaktionsbereitschaft
vorgestellt. Janice Kiecolt-Glaser ist eine sehr renommierte
Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Psycho-Neuro-Immunologie und hat
zu diesem Thema auch zahlreiche Fachartikel publiziert.
In Stressexperimenten hatten Kiecolt-Glaser und ihre Kollegen bei
Heuschnupfen-Patienten das Ausmaß von allergischen Reaktionen mit
Hilfe von Hauttests untersucht. Wenn die Versuchspersonen einem
starken psychischen Stress ausgesetzt waren, wurden die Quaddeln bei
den Hauttests um 75 Prozent größer als unter Normalbedingungen.
Außerdem trat bei diesen Probanden auch am Tag nach dem
Stressexperiment sehr viel häufiger eine stärkere Hautreaktion auf.
Stress führt also zu einer Veränderung der Immunreaktionen. Im Mai
2008 wurde veröffentlicht, dass Stress offensichtlich ein wichtiger
Faktor für eine schlecht heilende Infektion sein kann. Amerikanische
Forscher des Fox Chase Centers konnten nachweisen, dass Frauen, die
sich mit humanen Papillomviren angesteckt hatten, diese Infektion
offenbar schlechter überwinden konnten, wenn sie täglichem Stress
ausgesetzt waren. Eine länger anhaltende Stresssituation führte auch
dazu, dass der Impferfolg bei der Impfung gegen HPV deutlich
schlechter ausfiel als bei psychisch ausgeglichenen Patientinnen.
Im September 2008 wurde publiziert, dass chronischer Stress offenbar
bestimmte Gene aktiviert, die das Immunsystem in einen permanenten
Alarmzustand versetzen. Diese Veränderungen der Genaktivität führen
dazu, dass die Immunzellen weniger stark auf das körpereigene Hormon
Cortisol reagieren, welches normalerweise Immunreaktionen dämpft. Im
September 2009 konnte man nachlesen, dass Depressionen die
Überlebenschancen von Krebspatienten beeinträchtigen können.
Bekanntlich führen Depressionen zu einer Veränderung des
Hormonstoffwechsels und der Aktivität des Immunsystems. Wer also ein
starkes und leistungsfähiges Immunsystem haben möchte, der muss auch
auf seine psychische Befindlichkeit achten.
In der Orthomolekularen Medizin sind zahlreiche Mikronährstoffe
bekannt, die sowohl auf das Immunsystem regulierend wirken als auch
auf das Nervensystem. Hier einige wenige Beispiele:
- Vitamin C stimuliert das zelluläre und humorale Immunsystem und
ist an der Bildung von Botestoffen des Nervensystems beteiligt.
- Vitamin B6 wird ebenfalls für die Synthese von Neurotransmittern
benötigt und hat auch eine wichtige Bedeutung für die
Immunkompetenz, insbesondere für die Vermehrung von Lymphozyten.
- Zink ist für die Funktionsfähigkeit verschiedener
Neurotransmittersysteme erforderlich (Glycin, GABA, Glutamat) und
hat eine zentrale Bedeutung für die Funktionsfähigkeit des
Immunsystems, z.B. für die Aktivität der NK-Zellen, die Synthese von
Thymushormonen etc.
- Glycin ist ein dämpfender Nervenbotenstoff mit beruhigender und
entspannender Wirkung. Glycin hat nachweislich auch einen
entzündungshemmenden Effekt.
Bereits der Mangel eines einzigen Mikronährstoffs, zu denen die
Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren gehören, kann
sowohl die Immunkompetenz als auch die psychische Befindlichkeit
stören. Die Zuführung fehlender Mikronährstoffe kann hingegen die
Funktion des Nervensystems und die Immunkompetenz erheblich
verbessern.
Um herauszufinden welche Mikronährstoffe im Defizit sind und um eine
optimale Mikronährstofftherapie einzuleiten, ist eine
Mikronährstoffanalyse des Blutes unerlässlich. Das Diagnostische
Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie bietet eine
Laboradiagnostik für das Nervensystem an, den
DCMS-Neuro-Check,
der mit weiteren Einzelparametern des
Immunsystems ergänzt werden kann. Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler,
© Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS
GmbH,
Januar
2010
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