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Anti-Aging-Medizin - Mikronährstofftherapie
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Bild: Daniele Rennen, pixelio.de |
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Der Alterungsprozess betrifft in
unterschiedlichem Maß alle Organsysteme. Der Erhalt der Gesundheit
kann durch eine zweckmäßige Lebensführung wesentlich beeinflusst
werden. Dazu gehören u.a. ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung und
eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen. Vitamine, Spurenelemente,
Mineralstoffe, Aminosäuren, Fettsäuren etc. können bei gezielter
Einnahme der Entstehung altersabhängiger Erkrankungen vorbeugen oder
Funktionsverluste der Organe vermindern.
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Es gibt auch zahlreiche
Erkenntnisse aus Studien zum Thema Mikronährstoffstatus und
Altern. Einige Beispiele werden im Folgenden vorgestellt:
Im Februar 2009 wurde in der Ärztezeitung berichtet, dass alten
Menschen zur Stärkung des Immunsystems eine Erhöhung der
Zinkzufuhr empfohlen wird. Es wurde festgestellt, dass selbst
gesunde Alte im Vergleich zu jüngeren Menschen einen verminderten
Zinkgehalt im Serum aufweisen.
In den letzten Jahren erschienen auch vermehrt Publikationen über
die Bedeutung des Vitamin D für die Hirnleistungsfähigkeit und
psychische Befindlichkeit bei älteren Menschen. Im Mai 2009 wurde
berichtet, dass Vitamin D insbesondere die Gehirnleistung älterer
Männer verbessert. Dazu wurde die Hirnleistung von 3000 Männern in
acht europäischen Zentren verglichen. Diejenigen mit einem hohen
Vitamin-D-Wert schnitten in den Gehirntests besonders gut ab.
Schon länger ist bekannt, dass das Vitamin D auch zur Vorbeugung
von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr wichtig ist. Eine Analyse von
Daten einer großen amerikanischen Verzehrstudie (NHANES) zeigte,
dass niedrige Vitamin-D-Spiegel im Blutserum mit einem erhöhten
Puls und mit einem erhöhten systolischen Blutdruck einhergehen und
dass ein schlechter Vitamin-D-Status die Herzbelastung erhöht.
Bereits 2008 wurde publiziert, dass eine niedrige Konzentration
von Vitamin E im Blut den körperlichen Abbau im Menschen fördert.
Eine Studie der Yale Universität hat gezeigt, dass die
Wahrscheinlichkeit für einen körperlichen Abbau eindeutig mit dem
Vitamin-E-Spiegel assoziiert ist.
Die Versorgung mit Folsäure ist insbesondere wichtig im Hinblick
auf den Erhalt der Hirnleistungsfähigkeit. Der Folsäurestatus
beeinflusst signifikant neuropsychologische Funktionen beim
Menschen, z.B. die feine motorische Koordination, Gedächtnis und
viele andere Parameter.
Mit zunehmendem Lebensalter kommt es auch häufig zu Problemen mit
der Vitamin-B12-Versorgung, weil sich die Vitamin-B12-Resorption
verschlechtert.
Vitamin B12 ist neben Folsäure und Vitamin B6 für den
Homocysteinabbau erforderlich, so dass mit zunehmendem Lebensalter
auch das Risiko für erhöhte Homocysteinkonzentrationen zunimmt.
Erst vor kurzem wurde publiziert, dass höhere
Homocysteinkonzentrationen mit einer Abnahme der Beweglichkeit bei
älteren Menschen assoziiert sind.
Coenzym Q10 ist ein wichtiges Antioxidans und spielt auch eine
zentrale Rolle für die Energiebildung in der Zelle. Coenzym Q10
hat vor allem einen Schutzeffekt gegen neurodegenerative
Erkrankungen, weil es als fettlösliche Substanz leicht ins Gehirn
gelangen kann.
In mehreren Fachartikeln hat sich das deutsche
Krebsforschungszentrum mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung
die Aminosäure Cystein für den Alterungsprozess hat. Tatsache ist,
dass die Cysteinkonzentration mit zunehmendem Lebensalter abfällt,
wodurch es auch zu Fehlregulationen des Stoffwechsels kommen kann.
Insbesondere ist die Bildung von Glutathion beeinträchtigt, da die
Synthese dieses Moleküls meist von der Cysteinverfügbarkeit
abhängt. Niedrige Cysteinkonzentrationen fördern auch einen
Muskelproteinabbau. Eine Argininsupplementierung kann die
Wundheilung und die Immunkompetenz bei älteren Menschen
stimulieren. Bekanntlich kann es im Alter zu einer verzögerten
Wundheilung und erhöhten Infektanfälligkeiten kommen. Eine weitere
wichtige Aminosäure ist Taurin, das verschiedene Funktionen des
Herz-Kreislauf-Systems positiv unterstützt, z.B. Herzmuskelkraft,
Herzreizleitung etc.
Lysin kann bei der Vorbeugung der Osteoporose hilfreich sein, da
es vor allem die Calciumaufnahme im Darm deutlich steigern kann.
Eine gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen ist eine ausgezeichnete
präventive Maßnahme zur Verminderung von Gesundheitsrisiken im
Alter. Auch bei bereits bestehenden Erkrankungen hat eine
Mikronährstofftherapie häufig günstige Effekte.
Referenzen
- Ärzte Zeitung, 18.02.2009:
Zink stärkt Abwehr alter Menschen
- Onmeda, 25.05.2009: Vitamin D
gut für Gehirn älterer Männer
- Bartali B et al.: Serum
micronutrient concentrations and decline in physical function
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- Chang N et al.: Folate
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- Kirk SJ et al.: Arginine
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© Diagnostisches Centrum für
Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH, März 2010
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