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Britische Forscher des
University College London konnten nachweisen, dass Menschen, die viel
fettige, süße und stark verarbeitete Lebensmittel essen, ein
wesentlich höheres Risiko haben, an einer Depression zu erkranken.
Spanische Wissenschaftler konnten zeigen, dass die strikte Einhaltung
der Mittelmeerdiät das Risiko für Depression um 30 Prozent senkt.
Neben ungesunden Ernährungsgewohnheiten
kann auch ein Mangel an einzelnen Mikronährstoffen die Entstehung
einer Depression fördern. Dazu einige Beispiele zur Bedeutung von
Mikronährstoffen für die Regulierung der Stimmung:
Vitamin C wird vom Körper benötigt, um aus Tryptophan eine Vorstufe
von Serotonin zu bilden. Außerdem ist Vitamin C für die Synthese
verschiedener Neuropeptide und Hormone erforderlich und kann
Stressschäden vermindern. Verschiedene Studien zeigen einen
Zusammenhang zwischen einer Unterversorgung mit Folsäure und
Depressionen. Folsäure ist neben Vitamin B12 und B6 am Abbau von Homocystein beteiligt. Erhöhte Homocysteinkonzentrationen
beeinträchtigen biochemische Prozesse im ZNS und können zu einem
Mangel an Nervenbotenstoffen führen. Depressive Patienten haben häufig
erhöhte Homocysteinspiegel, die den Krankheitsverlauf ungünstig
beeinflussen können. Eine gute Versorgung mit B-Vitaminen ist nicht
nur für die Homocysteinsenkung wichtig, sondern dient auch zur
Verbesserung der Wirksamkeit von Psychopharmaka.
Es gibt auch zunehmend Hinweise, dass niedrige Vitamin D-Spiegel, wie
sie insbesondere während der Wintermonate auftreten, das
Depressionsrisiko erhöhen können. Dies trifft in besonderem Umfang auf
ältere Menschen zu, die ohnehin meist eine Vitamin-D-Unterversorgung
aufweisen.
Auch Zink und Magnesium spielen eine wichtige Rolle. Zink ist für die
Funktionsfähigkeit verschiedener Neurotransmittersysteme notwendig.
Ein Zinkmangel kann durchaus zu Depressionen führen oder zu
Hirnleistungsstörungen.
Sehr bedeutsam für die Regulierung der Stimmung ist auch eine
ausreichende Verfügbarkeit bestimmter Aminosäuren wie Tryptophan und
Tyrosin.
Mikronährstoffe sollten nicht ungezielt eingenommen werden, sondern
nur nach Abklärung mittels einer genauen Blutanalyse. Der
DCMS-Neuro-Check des Diagnostischen Centrums ist ein Laborprofil, bei
dem die wichtigsten für das Nervensystem relevanten Mikronährstoffe im
Blut bestimmt werden. Das Resultat ist die Basis für eine gezielte und
effektive Mikronährstofftherapie. Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler;
© DCMS GmbH
November 2009 |