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Nach Aussage der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vom Mai 2008 leidet derzeit
eine halbe Millionen Kinder in Deutschland an ADHS. Die klassische
Behandlungsmethode ist seit vielen Jahren die Gabe von Stimulantien
wie Methylpenidat, einem Wirkstoff aus der Gruppe der Ampethamine. Die
Wirkung dieses Medikaments beruht auf einer Stimulierung des
dopaminergen und noradrenergen Neurotransmittersystems.
Die langfristige Gabe dieses
Medikamentes ist allerdings in vielen Kreisen umstritten. Von Seiten
der Politiker wird der hohe Anstieg des Einsatzes von Präparaten gegen
ADHS als bedenklich eingestuft. In der Altersgruppe der Elf- bis
Vierzehnjährigen liegen diese Mittel jetzt an der Spitze, noch vor
Arzneimitteln gegen Erkältung, zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung
– so die Aussage der Parlamentarischen Staatssekretärin im
Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk.
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Viele Menschen sind deshalb auf der
Suche nach alternativen Behandlungsformen. In der Orthomolekularen
Medizin, also in der Mikronährstoffmedizin, gibt es mehrere Ansätze
dafür, den Hirnstoffwechsel auf sanfte Art und Weise wieder ins
Gleichgewicht zu bringen. Die
biochemischen Zusammenhänge zwischen Mikronährstoffen und der Synthese
von Neurotransmittern sind hinreichend bekannt. Für den Stoffwechsel
der Katecholamine Dopamin und Noradrenalin spielen die Aminosäure
Tyrosin und der Mineralstoff Magnesium eine Schlüsselrolle, aber auch
weitere Mikronährstoffe wie Eisen, Vitamin C, Kupfer, Vitamin B6 und
andere müssen ausreichend verfügbar sein.
ADHS ist sicherlich keine Mikronährstoffmangelerkrankung im
klassischen Sinne wie eine Vitaminmangelerkrankung, z.B. Skorbut oder
Beriberi; dennoch sind Mikronährstoffmängel bei Kindern mit der
Diagnose ADHS recht häufig.
In der Orthomolekularen Medizin wird nicht ADHS an sich behandelt,
sondern es wird eine Brücke geschlagen von der ADHS-Symptomatik zu den
entsprechend möglichen Mikronährstoffmängeln. Ziel ist es, den
Hirnstoffwechsel auf allen Ebenen positiv zu beeinflussen. Nicht nur
das dopaminerge und noradrenerge System werden reguliert, sondern auch
alle anderen für den Hirnstoffwechsel und für das Verhalten relevanten
Neurotransmitter werden berücksichtigt: Dazu gehören z.B. Acetylcholin
und Glutaminsäure, die für die Hirnleistungsfähigkeit erforderlich
sind, oder Serotonin, der so genannte „Glücksbotenstoff“, oder
Gammaamino-buttersäure (GABA), die einen beruhigenden Effekt hat.
Aminosäuren spielen hierbei eine besondere Rolle: Bestimmte
Aminosäuren sind an sich schon wichtige Neurotransmitter wie Glycin,
Glutamin oder Glutaminsäure, und manche sind Vorläufersubstanzen von
wieder anderen Botenstoffen wie Serin (daraus Acetylcholin), Tyrosin/
Phenylalanin (daraus Dopamin und Noradrenalin), Tryptophan (daraus
Serotonin) oder Glutamin (daraus GABA).
Auch die Reizweiterleitung der Nervenzelle und das Milieu der
Nervenzelle ist mikronährstoffabhängig, z.B. von bestimmten Fettsäuren
und B-Vitaminen, und findet in der Orthomolekularen Medizin
Berücksichtigung.
Bei ADHS ist es sinnvoll, den Energiestoffwechsel der Zelle positiv zu
beeinflussen, was die Voraussetzung bildet, dass das Kind überhaupt
wach, konzentriert und aufmerksam sein kann. Auch hier haben bestimmte
Mikronährstoffe eine wesentliche Stoffwechselfunktion, wie z.B.
Carnitin, Coenzym Q10, Magnesium oder Vitamin B1.
Die Mikronährstofftherapie ist eine sanfte Therapie mit körpereigenen
Substanzen und kann den ganzen Stoffwechsel positiv beeinflussen. Ein
günstiger Nebeneffekt kann z.B. sein, dass das Immunsystem gestärkt
wird, dass die Allergieneigung abnimmt oder eine lang angestrebte
Gewichtsreduktion eintritt.
Bei Verdacht auf ADS/ ADHS ist es allemal einen Versuch wert, den
Hirnstoffwechsel des Kindes mit sanften Methoden zu regulieren, bevor
man auf stärkere Mittel zurückgreift. Die Voraussetzung für eine
effektive Mikronährstofftherapie ist allerdings, dass die
Mikronährstoffe, die dem Kind fehlen und gegeben werden sollten, exakt
herausgefunden werden - was nur anhand einer genauen Blutanalyse
möglich ist.
Das Diagnostische Centum für Mineralanalytik und Spektroskopie hat
einen genauen Check-up entwickelt, den
DCMS-Neuro-Check, der bei ADHS, bei Verdacht auf ADHS oder bei
Lernstörungen sinnvoll ist. Alle für den Hirnstoffwechsel und
Energiestoffwechsel relevanten Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
und Aminosäuren werden in dieser Laboranalyse getestet, und die
Analyse wird entsprechend ausgewertet, so dass sofort mit einer
zielführenden Mikronährstofftherapie begonnen werden kann. Diese
Therapie ist selbstverständlich auch für viele Erwachsene eine gute
Möglichkeit, das Nervensystem zu stabilisieren. |