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Sollte der
Erschöpfungszustand oder Leistungsknick allerdings längere Zeit ohne
erkennbaren trifftigen Grund anhalten, kann es sehr unangenehm werden.
Dann ist ärztliche Hilfe angebracht und ggf. anderweitige
Unterstützung von außen nötig.
Werden Sie aktiv, entwickeln Sie Strategien gegen
Ihren Erschöpfungszustand!
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Machen Sie mal eine Pause.
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Planen Sie weise. Ordnen Sie Ihre Aufgaben nach
Dringlichkeit.
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Beobachten Sie sich kritisch: Wo vergeuden Sie am
meisten Energie und Zeit?
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Sind Sie zufrieden? Was sind Ihre Ziele? Was können
Sie ändern oder verbessern?
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Wo sind Ihre Schwächen, z.B. am Arbeitsplatz? Sollten
Sie einen Zahn zulegen, z.B. etwas neues dazulernen?
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Schaffen sie sich einen Freiraum für Musestunden oder
für Dinge, die Sie gerne tun.
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Geben Sie Ihrem Körper auch die biochemische
Voraussetzung, damit er wieder Energie erzeugen kann.
Der letzte Punkt ist ein wesentlicher Baustein zur
Behebung des Erschöpfungszustandes, denn der Mensch ist ein
Energiekörper. Immerhin besteht er aus etwa fünfzigtausend Milliarden
Zellen, die alle regelmäßig mit Energie versorgt werden müssen, damit
die Körperfunktionen aufrecht erhalten werden können. Sie haben es in
der Hand, die Bedingungen zu schaffen, dass die Zellen wieder
ausreichend mit Energie versorgt werden, indem Sie Ihrem Körper all
die Biobausteine zuführen, die für einen gut funktionierenden
Energiestoffwechsel notwendig sind. Dazu gehören Vitamine,
Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren. All diese Biostoffe
müssen in einer ausgewogenen Konzentration vorhanden sein.
Es gibt mehrere Aspekte, warum Mikronährstoffe bei
Erschöpfungszuständen hilfreich sind:
Sie verbessern die Energieproduktion, vermindern die Stresssymptome,
stärken das Immunsystem, wirken antioxidativ und antientzündlich und
sind an der Synthese von Hormonen und Neurotransmittern beteilig.
Einige der wichtigsten Vitalstoffe, auf die Sie achten sollten,
stellen wir kurz vor:
Carnitin
Carnitin ist ein Aminosäurenderivat, das oft als die „Abnehm-Pille“
vermarktet wird. Ist es aber nicht – vielmehr bewirkt Carnitin, dass
die langkettigen Fettsäuren in die Brennkammern der Zelle, in die so
genannten Mitochondrien, gelangen. Dort werden die Fettsäuren in
Energie umgewandelt.
Coenzym
Q10
Auch Coenzym Q10 ist,
ähnlich wie Carnitin, ein wichtiger Mikronährstoff für die
mitochondriale Energiebereitstellung. Bei einem Mangel kommt es zu
einer verminderten Energiesynthese (ATP).
B-Vitamine
Die
Gruppe der B-Vitamine finden ebenfalls in der Behandlung von
Erschöpfungszuständen Beachtung:
Vitamin B1 ist für die Bildung mehrerer Neurotransmitter erforderlich.
Es ist in seiner aktiven Form zusammen mit Magnesium ein
lebenswichtiges Coenzym für die Energieproduktion.
Für den Energiestoffwechsel ist auch Vitamin B2 notwendig. Ein Mangel
kann sich in rascher Ermüdbarkeit und Depressionen auswirken.
Vitamin B6 wird für den Neurotransmitterstoffwechsel gebraucht;
Vitamin B12 kann die physische und psychische Befindlichkeit deutlich
verbessern. Biotin ist ein wesentliches Schlüsselenzym zur
Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels.
Auf eine ausreichende Folsäurekonzentration sollte ebenfalls geachtet
werden. In verschiedenen Studien wurden bei CFS-Patienten (Chronisches
Müdigkeitssyndrom) erniedrigte oder grenzwertige Folatkonzentrationen
festgestellt.
Vitamin
C
Ein
Mangel an Vitamin C kann zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit,
Depressionsneigung, Reizbarkeit und Gleichgültigkeit führen. Vitamin C
wird auch für die endogene Carnitin-Synthese und für die Umwandlung
von Tryptophan in Serotonin benötigt sowie für die Bildung der
Katecholamine Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Die Katecholamine
werden in physischen und psychischen Stresssituationen vermehrt
benötigt.
Aminosäuren
Eine
ganze Palette von Aminosäuren sind am Energiestoffwechsel beteiligt
oder an der Synthese von Neurotransmittern:
Zwei Aminosäuren, die dem Energiestoffwechsel dienen, sind Asparagin
und Asparaginsäure. Aus diesen Aminosäuren kann auf einfache Weise das
Schlüsselmolekül des Citratsäurecyklus gebildet werden; dieser ist für
den gesamten Energiestoffwechsel von zentrale Bedeutung.
Bei erhöhter körperlicher Belastung sind bestimmte Aminosäuren
vermindert, weil Sie zur Energiegewinnung herangezogen werden.
Hier ist auf eine ausreichende Verfügbarkeit der Muskelaminosäuren
Isoleucin, Leucin und Valin zu achten, aber auch auf die Aminosäuren
Cystein und Glutamin. Niedrige Cystein- und Glutaminkonzentrationen -
man spricht auch vom Glutamin-Cystein-Mangelsyndrom - wurden u.a. bei
CFS-Patienten nachgewiesen. Typisch sind erhöhte Infektanfälligkeit,
schnelle Ermüdbarkeit der Muskulatur und ein vermehrter
Muskelproteinabbau.
Eine weitere Aminosäure, die bei Erschöpfung ebenfalls ausreichend
vorhanden sein sollte, ist Tyrosin. Man hat in einigen Studien
festgestellt, dass eine Tyrosinsupplementierung in Phasen erhöhten
physischen und psychosozialen Stresses die kognitive
Leistungsfähigkeit aufrechterhält und die Müdigkeitssymptomatik
verhindert.
Bei langanhaltenden Erschöpfungszuständen sinkt der Stimmungsbarometer
meist auf den Nullpunkt. Die Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit
der Kreativität sind meist eingeschränkt. Deshalb ist es in der
Orthomolekularen Medizin logisch und sinnvoll, die Konzentrationen
aller Aminosäuren zu überprüfen, die aufgrund ihrer Beteiligung am
Neurotransmitterstoffwechsel einen positiven Einfluss auf die Psyche
haben. Dazu gehören u.a. Tyrosin als Augangssubstanz für die
Katecholamine, die Aminosäure Tryptophan, aus der der
stimmungsaufhellende Neurotransmitter Serotonin gebildet wird, sowie
die Aminosäure Glutamin, die an der Synthese des beruhigenden
Neurotransmitters GABA beteiligt ist.
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