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ADHS-Symptome und
Mikronährstoffe
In Deutschland leiden ca. 4 bis 8 Prozent aller
Schulkinder unter ADHS/ ADS (engl. ADHD). Die ADHS-Symptome beeinträchtigen
nicht nur das betroffene Kind, sondern belasten nicht selten auch Eltern und
Lehrer schwer. Zu einigen der gravierenden ADHS-Symptome wie innere Unruhe,
Aggressivität, Konzentrationsstörungen oder Lernstörungen gibt es
interessante Studien im Zusammenhang mit Ernährung und
Mikronährstoffversorgung:
Anfang Februar 2006 fand unter Beteiligung verschiedener
Wissenschaftler und des schottischen Erziehungsministers in Edinburgh eine
Konferenz zum Thema Ernährung, Verhalten und Junk-Food-Generation statt. Man
geht heute davon aus, dass etwa ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in
irgendeiner Form Lernprobleme hat. Der Tenor der Konferenz war: Junk-Food
hat die Gehirne der Kinder geschädigt.
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Zum Themenkomplex Ernährung und Psyche wurden Anfang 2006 zwei umfangreiche
Untersuchungen aus Großbritannien publiziert: Eine
Arbeit stammt von der britischen Verbraucherorganisation Sustain, die andere
von der Mental Health Foundation; beide sind komplett auf der Homepage der
Mental Health Foundation verfügbar.
In dem Text „changing diets, changing minds“ finden sich zahlreiche Fakten
über den Einfluss der Ernährung und der Mikronährstoffversorgung auf die
psychische Befindlichkeit und auf die Hirnleistungsfähigkeit von Kindern und
Jugendlichen. Im Folgenden werden einige Fakten vorgestellt:
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Eine
Langzeitstudie
hat gezeigt, dass sich in den letzten 25
Jahren die psychische Befindlichkeit der Heranwachsenden deutlich
verschlechtert hat; z.B. ist ein Zunahme von Depressionen bei Jugendlichen
zu beobachten.
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Eine Supplementierung von
Spurenelementen und Vitaminen sowie von essentiellen
Fettsäuren führte bei Schulkindern zu
einer verminderten Aggressivität.
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Der Verzehr von Cholesterin und
gesättigten Fettsäuren ist mit Störungen der Hirnleistungsfähigkeit assoziiert.
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Emotionale Stresszustände besserten sich
durch Weglassen von Zucker.
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Der positive Einfluss von Tryptophan
auf die Stimmungslage ist ausreichend nachgewiesen. Experimentell kann man
durch Verabreichung entsprechender Eiweißgetränke leicht einen Tryptophan-
und Serotoninmangel erzeugen mit einer daraus resultierenden
Verschlechterung der Stimmungslage.
Tryptophan ist die Ausgangssubstanz
für die Bildung des Neurotransmitters Serotonin, der wesentlich an der Regulierung
der
Stimmungslage beteiligt ist. Durch
eine vermehrte Tryptophanzufuhr
in Verbindung mit Kohlenhydraten
lässt sich die Serotoninbildung
im Gehirn erhöhen, was sich meistens
auf die psychische Befindlichkeit des
Menschen positiv auswirkt.
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Auch eine Reduzierung der
Tyrosinkonzentration führte zu einer erhöhten Reizbarkeit und einem
entsprechendem Energiemangel.
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Bei einer unzureichenden Aufnahme von
Vitaminen und Mineralstoffen zeigen sich die ersten Symptome zuerst im
psychischen Bereich, z.B. in erhöhter Reizbarkeit oder depressiver
Stimmungslage. Diese konnten vor allem bei einem Mangel an Vitamin B12, B2
und C beobachtet werden. Zum Vitamin B1 wurde ebenfalls eine Reihe von
Studien durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass durch eine
Vitamin-B1-Supplementierung Symptome wie schlechte Stimmung, Reizbarkeit
und Müdigkeit verringert werden konnten.
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Zwischen der Selenversorgung und der
psychischen Befindlichkeit gibt es ebenfalls gewisse Zusammenhänge.
In der Juliausgabe 2005 des „Life Extension“-Magazins ist
ein umfangreicher Bericht über Ernährungs- und Mikronährstofftherapie bei
ADHS erschienen mit dem Titel
Advances in Nutrional Therapy for Attention Deficit Hyperactivity Disorder.
Ein kürzerer Artikel zu diesem Thema erschien im „Life Extension Magazine“
vom November 2006 mit dem Titel:
Important Nutritional Supplements for Managing ADHD.
In beiden Publikationen werden zahlreiche Referenzen über
den Zusammenhang zwischen Mikronährstoffen und ADHS aufgeführt.
März 2007
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