Patienteninfos

 

Gesundheitliche Gefahren bei Dauerstress und Depressionen

Neuere Ergebnisse aus verschiedenen Studien zeigen, dass depressive Erkrankungen derzeit zunehmen. Dauerstress, Depressionen schränken die Lebensqualität erheblich ein. Darüberhinaus bergen sie zahlreiche Gesundheitsrisiken: Dauerstress, Depression, Ärger und eine langanhaltende Angst können den Blutdruck erhöhen.

Bei depressiv Erkrankten wurden in mehreren Studien ein erhöhter Homocysteinspiegel im Blutserum festgestellt. Eine so genannte Hyperhomocysteinämie ist ein erheblicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkankungen. Durch eine Therapie mit den Vitaminen B6, 12 und Folsäure kann dieser Wert meist gesenkt werden. In einer Finnischen Studie konnte gezeigt werden, dass durch eine Supplementierung mit Folsäure sowohl den Homocysteinspiegel senkt als auch die depressive Symptomatik verbessert. Erhöhter Stress und Depressionen führen auch bei vielen Betroffenen zu einer ungesunden Lebensweise, z.B. zu Bewegungsmangel, zu gestörtem Essverhalten und zu starkem Rauchen. Dadurch hat dieser Personenkreis generell ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für Stoffwechselerkrankungen.

Dauerstress kann die Lebenszeit verkürzen. Es konnte auf molekularer Ebene nachgewiesen werden, dass Dauerstress DNA-Eiweise an den Chromosomenenden, den so genannten Telomeren, zerstört, sie also verkürzt. Die Telomere sind für das biologische Altern verantwortlich.

Es lohnt sich also, Depressionen rechtzeitig zu behandeln, bevor daraus schwerwiegende Folgeerkrankungen entstehen können.

DCMS-Profil "Nerven"