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Mikronährstoff-Therapie bei Burn-out

Unter „Burn out“ versteht man einen Zustand einer hohen psychischen und physischen Erschöpfung, die eine verminderte Leistungsfähigkeit, körperliche Symptome und eine eingeschränkte Lebensqualität nach sich zieht.

Eine gezielte Therapie mit Mikronährstoffen ist eine sehr gute therapeutische Möglichkeit, Erschöpfungszustände wie das Burn-out-Syndrom nachhaltig zu bessern. Mikronährstoffe beeinflussen verschiedene Fehlregulationen und krankhafte Veränderungen, die bei der Erschöpfung eine Rolle spielen. Die psychische Befindlichkeit des Menschen ist elementar mit dem Stoffwechsel der Nervenbotenstoffe im

Ausgeglichen und leistungsfähig
- mit einer optimalen Mikronährstoffversorgung
sind die Nerven viel stabiler!
Bild: Pressmaster, fotolia.de

Gehirn verknüpft, für deren Bildung verschiedene Mikronährstoffe erforderlich sind. Zu den ersten Symptomen eines Mikronährstoffmangels gehören z.B. Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Nervosität, Müdigkeit etc.

Eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen kann Stressfolgen vermindern, z.B. Gefäßschäden durch eine erhöhte Aktivität des Sympathikus. Von großer Bedeutung bei Erschöpfungszuständen ist eine Verbesserung der Energiebildung in der Zelle. Für eine optimale Funktion der Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle) ist eine gute Versorgung mit bestimmten orthomolekularen Substanzen notwendig. Darüberhinaus können Mikronährstoffe die antioxidative Kapazität des Organismus verbessern, die Entzündungsbereitschaft vermindern und das Immunsystem gezielt stärken.

 

Wirkung einzelner Mikronährstoffe bei Burn-out

Im Folgenden werden Vitamine und Vitaminoide, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren vorgestellt, die beim Burn-out-Syndrom oder anderen nervösen Erschöpfungszuständen erfolgreich eingesetzt werden können. Diese u.a. Mikronährstoffe werden im Blut bestimmt. Die Mikronährstoffanalyse des Blutes bildet die Grundlage für eine gezielte und effektive Mikronährstoff-Therapie:


Vitamin B1

Der Körper hat nur eine geringe Speicherkapazität für Vitamin B1, deshalb kann relativ leicht ein Mangelzustand entstehen, z.B. durch vermehrten Stress. Vitamin B1 ist von zentraler Bedeutung für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen. Bereits ein leichter Mangelzustand kann sich in Reizbarkeit, Müdigkeit und Schlaflosigkeit zeigen. Außerdem ist bei einem Vitamin-B1-Mangel die Schmerzgrenze herabgesetzt. In verschiedenen Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine erforderliche Vitamin-B1-Therapie häufig die psychische Befindlichkeit und die Hirnleistungsfähigkeit positiv beeinflusst.


Vitamin B2

Vitamin B2 ist erforderlich für die Bildung der Flavin-Coenzyme, die eine zentrale Rolle im Zellstoffwechsel spielen. Vitamin B2 ist an der Energiebildung in den Mitochondrien beteiligt und wird auch für die Entgiftung von Medikamenten und Umweltgiften benötigt; auch das Immunsystem, die Blutbildung sowie der Fettsäurestoffwechsel sind Vitamin-B2-abhängig. Eine unzureichende Vitamin-B2-Versorgung kann sich in Ermüdung, Depressionen und Persönlichkeitsveränderungen äußern. Insbesondere in Wachstumsphasen, also während der Kindheit und Jugend, sowie während der Schwangerschaft kommt ein Vitamin-B2-Mangel nicht selten vor. Bei starker beruflicher oder persönlicher Beanspruchung ist der Vitamin-B2-Bedarf ebenfalls erhöht.


Vitamin B6

Vitamin B6 ist an der Bildung verschiedener Nervenbotenstoffe beteiligt, u.a. Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Diese Nervenbotenstoffe regulieren maßgeblich die Stimmungslage, Motivation, Aktivität etc. Deshalb kann Vitamin B6 bei psychischen Störungen einen günstigen Effekt haben. Vitamin B6 hat auch einen positiven Einfluss bei der Prävention und Behandlung der Arteriosklerose. Bei einer unzureichenden Vitamin-B6-Versorgung kommt es auch zu einer eingeschränkten Funktion der weißen Blutkörperchen sowie zu einer verminderten Produktion von Antikörpern.


Vitamin B12

Vitamin B12 wird für die Bildung von Nervenbotenstoffen benötigt, außerdem für die Synthese von Myelin, der schützenden Schicht für viele Nervenstränge. Ein Vitamin-B12-Mangel kommt relativ häufig vor, besonders bei älteren Menschen, da altersabhängig die Vitamin-B12-Aufnahme vermindert ist. Ein ausgeprägter Vitamin-B12-Mangel kann zu schweren psychiatrischen und neurologischen Störungen führen, bis hin zu Verwirrungszuständen und Gedächtnisschwund. Eine Vitamin-B12-Supplementierung kann viele Symptome des Burn-out-Syndroms wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen vermindern.


Folsäure

Der Stoffwechsel von Folsäure und Vitamin B12 ist eng miteinander verknüpft, wobei das eine Vitamin nicht das andere ersetzen kann. Zur Vermeidung von psychischen Befindlichkeitsstörungen sollte man sowohl auf eine gute Vitamin-B12- als auch auf eine gute Folsäure-Versorgung achten. Bei depressiver Verstimmung sind sehr häufig Folsäuremängel nachweisbar. Folsäure ist das wichtigste Vitamin für den Homocysteinabbau. Homocystein ist nicht nur ein Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, sondern auch für neuropsychiatrische Störungen. Erhöhte Homocysteinkonzentrationen sind sehr oft mit einer schlechteren psychischen Befindlichkeit assoziiert. Eine Therapie mit Vitamin B12 und Folsäure wirkt meist auch sehr gut bei Erschöpfung, Abgeschlagenheit und Müdigkeit.


Vitamin C

Vitamin C ist das wichtigste wasserlösliche Antioxidans und als Vitamin an vielen biochemischen Reaktionen beteiligt. Es wird vor allem auch für die Biosynthese von Neurotransmittern benötigt, z.B. für die Bildung von 5-Htp aus Tryptophan und für die Bildung von Noradrenalin aus Dopamin. Es ist auch an der Carnitin-Biosynthese beteiligt sowie an der Bildung von Glucocorticoiden in der Nebenniere. Eine gute Vitamin-C-Versorgung schützt vor stressbedingten Gefäßschäden; sie führt auch zu einer Abschwächung der Stressreaktion und zu einer schnelleren Regenerierung nach Stresszuständen.


Vitamin D

Die Vitamin-D-Versorgung ist in weiten Teilen der Bevölkerung in den Industriestaaten völlig unzureichend. Die medizinisch wünschenswerten, sinnvollen Vitamin-D-Konzentrationen sind weit höher als bisher angenommen. In den letzten Jahren konnte gezeigt werden, dass Vitamin D über den Knochenstoffwechsel hinaus zahlreiche regulative Aufgaben hat. Es besitzt z.B. eine immunmodulierende Wirkung und kann das Risiko für Autoimmunerkrankungen und Allergien vermindern. Eine Vitamin-D-Supplementierung hat auch einen antientzündlichen Effekt und wirkt günstig bei Rückenschmerzen. Es gibt auch Hinweise, dass eine gute Vitamin-D-Versorgung die psychische Befindlichkeit bessern kann. Für ältere Menschen ist insbesondere von Bedeutung, dass Vitamin D das Risiko für Stürze reduziert.


Zink

Das Spurenelement Zink ist nicht nur für das Immunsystem wichtig, sondern auch für den Hirnstoffwechsel. Es wird für die Funktion verschiedener Neurotransmitterrezeptoren benötigt (Glutamat, GABA, Glycin). Ein Zinkmangel ist oft mit Apathie, Lethargie, Depressionen und Irritierbarkeit verbunden. Beim Burn-out-Syndrom oder bei Erschöpfung sollte auch immer der Zinkstatus überprüft und ggf. verbessert werden.


Ferritin

Die Bestimmung des Eisenspeicherproteins Ferritin eignet sich am besten zur Beurteilung der Eisenversorgung. Eine unzureichende Eisenversorgung geht häufig mit Müdigkeit und Erschöpfung einher. Eisen sollte aber nur dann zugeführt werden, wenn ein Eisenmangel nachgewiesen ist. Überhöhte Eisenspiegel wirken sich schädlich aus: Sie können einen oxidativen Stress erzeugen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.


Calcium

Niedrige Calcium-Spiegel führen zu einer erhöhten Erregbarkeit des Nervensystems sowie zu einer Krampfneigung der Muskulatur.


Magnesium

Der Antistress-Mineralstoff Magnesium zeigt seine Wirksamkeit häufig bei Übererregbarkeit, Schlaflosigkeit, Depressionen und Konzentrationsstörungen. Wichtig ist auch die Beteiligung des Magnesiums am Energiestoffwechsel. Eine unzureichende Magnesiumversorgung führt zu einer Verlangsamung der Energiebereitstellung und aller ATP-abhängigen Enzymreaktionen.


Arginin

Arginin ist an der Freisetzung verschiedener wichtiger Hormone beteiligt, z.B. des Wachstumshormons aus der Hypophyse, des Insulins aus der Bauchspeicheldrüse und des Noradrenalins aus der Nebenniere. Aus Arginin wird das Molekül Stickoxid gebildet, das der Körper sowohl für die Regulierung der Durchblutung wie auch für die Immunkompetenz und die Gedächtnisbildung benötigt. Argininsupplemente helfen, die Proteinspeicher im Körper zu erhalten.


Glutamin

Physischer und psychischer Stress erhöhen deutlich den Glutaminbedarf. Glutamin ist auch eine Ausgangssubstanz des dämpfenden Neurotransmitters GABA. Glutaminsupplemente haben meist einen psychovegetativ stabilisierenden Effekt.


Glycin

Glycin ist bei Störungen des Nervensystems in mehrfacher Weise hilfreich. Glycinsupplemente haben eine beruhigende und angstlösende Wirkung; außerdem regulieren sie den Muskeltonus. Es wurde ferner nachgewiesen, dass Glycin einen günstigen Effekt auf Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit hat. Forschungsergebnisse neuesten Datums haben auch gezeigt, dass Glycin auch schmerzstillende Eigenschaften haben kann.


Lysin

Eine schlechte Lysinversorgung kann zu einer erhöhten psychovegetativen Labilität und zu einer verminderten Stresstoleranz führen.
Lysin ist auch eine Vorläufersubstanz für die Bildung von Carnitin.


Leucin, Isoleucin, Valin

Diese verzweigtkettigen Aminosäuren sind besonders wichtig für den Muskelstoffwechsel. Leucin ist ein Signalgeber-Molekül für die Proteinsynthese. Eine gute Versorgung mit diesen Isoleucin, Leucin und Valin kann einen Eiweißabbau vermindern, und sie fördert insbesondere die Bildung von Muskelprotein.


Phenylalanin/ Tyrosin

Tyrosin kann bei normalen Stoffwechselverhältnissen aus Phenylalanin gebildet werden und ist die Ausgangssubstanz für die Synthese wichtiger Neurotransmitter: Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin sowie für die Schilddrüsenhormone. Phenylalanin- und/ oder Tyrosin-Supplemente können den Noradrenalin- und Adrenalinspiegel im Gehirn erhöhen, wodurch eventuell die Stimmung verbessert werden kann. In mehreren Studien konnte auch nachgewiesen werden, dass Tyrosinsupplemente Konzentrationsfähigkeit, Wachheit und Aufmerksamkeit in Stresssituationen zu erhöhen vermögen.


Taurin

Taurin ist ein Aminosäuren-Abkömmling, der an der Regulierung der Nervenerregbarkeit beteiligt ist. Außerdem besitzt Taurin verschiedene Eigenschaften, die bei Stress und Erschöpfung nützlich sind, z.B. eine Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems, eine Verbesserung der antioxidativen Kapazität, eine antientzündliche sowie immunstimulierende Wirkung.


Tryptophan

Tryptophan ist die Ausgangssubstanz für die Bildung des Botenstoffs Serotonin, der für die Stimmung des Menschen von zentraler Bedeutung ist. Eine unzureichende Tryptophanversorgung kann zu zahlreichen körperlichen Störungen führen, z.B. Nervosität, Depressionen, Schlafstörungen, Stimmunsschwankungen, Kopfschmerzen, Reizdarmsyndrom etc.


Carnitin/ Coenzym Q10


Beide Vitaminoide sind von zentraler Bedeutung für die Energiebildung in den Kraftwerken der Zelle (Mitochondrien). Deshalb ist eine Supplementierung von Carnitin und/ oder Coenzym Q10 bei Erschöpfungszuständen und Müdigkeit häufig sehr gut wirksam. Beide Substanzen verbessern auch den Energiestoffwechsel der Herzmuskelzellen und unterstützen die Regulierung des Blutzuckerspiegels sowie der Blutfettwerte.


Grundsätzlich muss festgestellt werden, dass Mikronährstoffmängel nur durch eine entsprechende Laboruntersuchung objektiviert werden können. Eine gezielte Zufuhr fehlender Mikronährstoffe ist wesentlich sinnvoller und effektiver als eine Pauschal-Supplementierung. Besonders von einer ungezielten Einnahme von Aminosäuren wird abgeraten, da diese unter Umständen auch nachteilige Folgen haben kann. Ohne Laboranalyse kann nicht beurteilt werden, welche Aminosäuren tatsächlich fehlen oder sogar im Überschuss vorhanden sind.

Aufgrund unserer langjähriger Erfahrung können wir bestätigen, dass sich die Vorgehensweise „zuerst Diagnostik, dann Therapie“ im Bereich der Orthomolekularen Medizin mit Erfolg bewährt hat.
 

Infos - Laboranalyse

Weitere Infos über unsere Mikronährstoffanalyse bei Burn-out sowie z.B. Preise, Vorgehensweise für die Durchführung der Mikronährstoffanalyse etc. können Sie bei uns gerne telefonisch erfragen unter
0049/ (0)9394/ 9703-0
oder per E-Mail: diagnostisches-centrum@t-online.de

 

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