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Weitere Erkrankungen, für die Schwergewichtige
anfällig sind: Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Erkrankungen des Bewegungsapparates, Gallenblasenbeschwerden, Gicht, Krebs
u.a. Die Behandlung dieser Erkrankungen sind meist langwierig, aufwendig und
mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden. So bezifferte die deutsche
Bundesregierung Ende April 2007 die jährlichen Kosten für
ernährungsabhängige Krankheiten auf 70 Mrd. – Tendenz steigend. Man rechnet
in den nächsten Jahren mit Kosten bis zu 100 Mrd. Euro.
Wer überwichtig ist, tut also gut daran abzunehmen – nicht nur, um die
deutsche Gesundheitskasse zu entlasten, sondern für das eigene
gesundheitliche Wohlergehen.
Als besonders
gesundheitsschädlich
ist das Fettgewebe im Bauchraum einzustufen,
das so genannte viszerale Fett.
Hier werden zahlreiche
entzündungsfördernde Signalstoffe gebildet, die in die Blutbahn gelangen und
weiter ihr Unwesen treiben. Diese chronisch entzündliche Stoffwechsellage
ist gefährlich für die Gefäße und kann eine Arteriosklerose auslösen, was
dann u.U. einen Schlaganfall oder Herzinfarkt nach sich ziehen kann. Aber
auch Nervenzellen, Gelenke, Schleimhäute - nahezu alle Zellen können bei
chronisch verlaufenden Entzündungsreaktionen betroffen sein und zu weiteren
lebensbedrohlichen Zivilisationskrankheiten führen.
Einer dieser entzündungsfördernden Stoffe ist der Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-Alpha),
der nicht nur eine Insulinresistenz fördert, sondern auch die Entstehung des
metabolischen Syndroms begünstigt. Das metabolische Syndrom ist die
gefährliche Kombination aus Adipositas, Bluthochdruck,
Fettstoffwechselstörung und Diabetes mellitus.
Neben dem TNF-Alpha werden bei einer Überernährung noch weitere
entzündungfördernde Stoffe gebildet wie das C-reaktive Protein (CRP).
Letzteres ist ebenfalls eng mit einer drohenden Insulinresistenz verknüpft.
Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte werden ebenfalls mit erhöhten
CRP-Spiegel assoziiert. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass die
CRP-Konzentration im Blut umso mehr ansteigt, je höher der BMI und der
Körperfettanteil sind.
Es entstehen
Mikronährstoffmängel trotz kalorischer Überernährung. Ausgerechnet die
Mikronährstoffe fehlen,
die die gefährliche Stoffwechselsituation entschärfen könnten
Einerseits entstehen bei Übergewicht zuviel
gesundheitsschädliche Stoffwechselprodukte, andererseits zeigt sich bei
Übergewichtigen im Vergleich zu Normalgewichtigen ein erheblicher Mangel an
Antioxidantien und Mikronährstoffen, was die gesundheitsgefährdende
Situation noch weiter verschärft.
Oftmals fehlen ausgerechnet jene Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine,
die eine entzündungshemmende, antioxdative oder immunsystemstärkende Wirkung
oder andere gesundheitsschützende Effekte aufweisen, wie z.B. Selen, Zink,
Vitamine E und C oder Vitamin D.
Bei vielen Übergewichtigen ist ein erheblicher Vitamin-D-Mangel
feststellbar. Eine Minderversorgung mit Vitamin-D gilt inzwischen auch als
Risikofakor für das metabolische Syndrom, da Vitamin D die Insulinsekretion
der Bauchspeicheldrüse erniedrigt und die Insulinresistenz erhöht.
Schwergewichtige sollten auch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Chrom
achten. Dieses Spurenelement erhöht die Effizienz des Insulins.
Mit der Versorgung von Vitamin E sieht es bei vielen Übergewichtigen auch
nicht besonders rosig aus: In der amerikanischen CDS-Studie wurden bei
beleibteren Personen vermehrt niedrige Vitamin-E-Spiegel gemessen, was
äußerst negative Folgen für den Zustand der Blutgefäße haben kann.
Schließlich wirkt Vitamin E antientzündlich, gefäßschützend und
antithrombotisch.
Zahlreiche Aminosäuren können trotz kalorischer Überernährung vermindert
sein, wie z.B. Arginin und Citrullin. Diese Aminosäuren sind u.a. für die
Weitstellung der Blutgefäße wichtig, da via Arginin Stickoxid gebildet wird
und Citrullin die Argininverfügbareit erhöht. Eine Argininsupplementierung
kann beim metabolischen Syndrom auch für die Verbesserung der
Insulinsensivität sinnvoll sein.
Ein besonderes Augenmerk im Hinblick auf die Gesundheitsprävention und auf
Übergewicht verdient die Aminosäure Cystein: Cystein ist Bestandteil des
Tripeptides Glutathion. Glutathion trägt wesentlich zu einem guten
Zellmillieu bei. Es gibt Hinweise aus Studien, dass niedrige
Glutathionkonzentrationen die Entwicklung von Übergewicht fördern.
Außerdem vermag die Gabe von Cystein in Form von N-Acetylcystein
entzündungsfördernde Prozesse zu mildern.
Mikronährstoffe helfen auch beim Abnehmen,
manche sind hierbei sogar unentbehrlich!
Bestimmte Mikronährstoffe haben nicht nur
eine gesundheitspräventive Wirkung, sondern können den Vorgang des
Abnehmens, natürlich immer im Zusammenhang mit einer kalorienreduzierten
Diät und ausreichender Bewegung, beschleunigen. Wer abnehmen möchte, muss
z.B. unbedingt auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Carnitin achten.
Dieses Transportmolekül transportiert die langkettigen Fettsäuen in die
Brennöfen der Zelle, in die so genannten Mitochondrien. Für die Aktivität
der Mitochondrien und für die Fettverbrennung wiederum wird Coenzym Q10
verstoffwechselt.
Arginin wird zur Ausschüttung des Wachstumshormons STH benötigt. Dieses
Hormon fördert den Fettabbau und ist bei vielen Übergewichtigen vermindert.
Vitamin C ist für die Biosynthese von Neurotransmittern erforderlich, die
für die Appetitregulation und das Sättigungsempfinden eine wesentliche Rolle
spielen. Ein Mangel an Selen kann Heißhunger auf Süßes auslösen, und wenn
der Tryptophanspiegel zu niedrig ist, kann das Sättigungsempfinden erheblich
gestört sein.
Die genannten Mikronährstoffe sind nur eine Auswahl, die bei Übergewicht
besonders beachtet werden sollte. Es gibt noch eine Reihe von weiteren
Aminosäuren, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen, die die
Risikofaktoren bei Übergewicht vermindern können und/ oder eine Hilfe für
das Abnehmen darstellen.
Diese Mikronährstoffe sowie die Risikofaktoren bei Übergewicht können im
Blut bestimmt werden; mit dem Ziel, den Mangelzustand auszugleichen und
dadurch das erhebliche Risikopotential bei Übergewicht zu reduzieren.
Der Vitalstoff-Check "Übergewicht" beinhaltet all jene Mikronährstoffe , auf die man ein besonderes Augenmerk legen sollte;
außerdem können die und Risikofaktoren bestimmt werden.
Infos - Laboranalyse
Weitere Infos über den Vitalstoff-Check "Übergewicht" wie z.B. Preise,
Vorgehensweise für die Durchführung der Mikronährstoffanalyse etc. können
Sie bei uns gerne telefonisch erfragen unter
0049/ (0)9394/ 9703-0
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