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| Entgiftung |
Taurin
ist an Entgiftungsreaktionen beteiligt: Bestimmte Chemikalien und
Medikamente kann diese schwefelhaltige Aminosäure in der Leber
neutralisieren. Taurin kann auch Gewebeschäden, z.B. in der Leber, die durch
bestimmte Umweltchemikalien ausgelöst werden, entgegenwirken.
| Fett- und Cholesterinstoffwechsel |
Taurin wird für die Bildung von Gallensäuren benötigt und ist damit in den Fettstoffwechsel involviert. Generell kann Taurin die Aufnahme von Fett und fettlöslichen Vitaminen aus der Nahrung erleichtern.
Außerdem kann diese Aminosäure die Cholesterinwerte senken und das Risiko
für Gallensteine verringern.
| Zellfunktionen, Antioxidans |
Taurin
stabilisiert die Zellmembranen: Es reguliert den osmotischen Druck in der
Zelle, den Ionenaustausch von Calcium und Magnesium u.a. Das ist besonders
wichtig für den Herzmuskel und für die Nervenzellen.
Des Weiteren ist Taurin in der Zelle ein Antioxidans: Es
verhindert die Lipidperoxidation, also die Oxidation der in der Zellwand
befindlichen Fettmoleküle.
Taurin reguliert die intra- und extrazellulären Calciumspiegel; dies dürfte
mit ein Grund sein, warum Taurin bei Migräne, Epilepsie oder
Herzrhythmusstörungen Linderung verschaffen kann; denn bei diesen
Beschwerden wurde ein verstärkter Calciumeinstrom in die Zelle beobachtet.
Taurin ist eine
vielversprechende Substanz bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Taurin
ist eine wichtige Substanz für den Herzmuskel: Aufgrund des
antiarrhythmischen Effektes kann Taurin bei Herzrhythmustörungen eingesetzt
werden; dieses Biomolekül wirkt positiv inotrop, d.h. es verstärkt die
Kontraktionskraft des Herzmuskels; in einer japanischen Studie wurde Taurin
erfolgreich bei Herzmuskelschwäche eingesetzt; die antioxidativen
Eigenschaften dieser Aminosäure schützen das Herzgewebe; durch seine
Regulierung des Calciumeinstroms verhindert Taurin das Absterben von
Herzmuskelzellen.
Da Taurin den Cholesterinspiegel senkt und antientzündliche und
antioxidative Eigenschaften besitzt, schützt es auch die Blutgefäße, indem
es der Arteriosklerose entgegenwirkt.
Ebenso kann Taurin die Verklebung der Blutplättchen, also die
Thrombozytenaggregation, verhindern und vermag den Blutdruck zu senken.
Taurin ist eine wichtige
Substanz für die Augen
Taurin
ist in hoher Konzentration in der Netzhaut des Auges vorhanden und schützt
die Augen vor freien Radikalen. Dadurch wirkt diese wichtige Aminosäure
vorbeugend gegen Katarakt und Makuladegeneration.
Taurin
hilft bei Diabetes mellitus
Es gibt
Hinweise, dass Taurin den Blutzuckerspiegel und den Insulinspiegel günstig
beeinflusst und die Synthese von Glykogen, einem weiteren Hormon zur
Regulierung des Blutzuckerspiegels, steigert. Aufgrund seines
blutverdünnenden und antioxidativen Effekts ist Taurin eine wertvolle
Substanz für den Diabetiker.
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Alzheimer-Krankheit |
Bei
Alzheimer-Patienten wurden erniedrigte Spiegel des Neurotransmitters
Acetylcholin und Störungen des Taurinstoffwechsels beobachtet –
Veränderungen, die vermutlich zu dem charakeristischen Gedächtnisverlust
beitragen.
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weiteres |
Untersuchungen deuten darauf hin, dass Taurin als Wachstumsmodulator wirkt; d.h. ein Mangel bei Kindern und Säuglingen führt zu Wachstumsstörungen, zu Störungen der Motorik und Hirntätigkeit und zu Netzhautdegeneration
Datum: 23.05.06