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| NO – Molekül mit herausragenden Eigenschaften |
Die Synthese von NO, einem körpereigenen Botenstoff, ist eine der medizinisch bedeutendsten Aufgaben von Arginin. Die Funktionen von Stickoxid sind so herausragend, dass es im Jahre 1992 zum Molekül des Jahres ernannt wurde.
Es gibt heute kaum mehr eine Krankheit, bei der nicht NO, und damit Arginin, einen Einfluss auf das Krankheitsgeschehen ausübt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind immer noch die Krankheit Nr. 1. Arginin ist hier eine Aminosäure, die wesentliche Verbesserungen bringen könnte.
| Herz-Kreislauf-Erkrankungen |
Arginin übt in vielerlei Hinsicht einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System aus. Das von Arginin gebildete NO ist eine gefäßprotektive Substanz, d.h. es schützt die Blutgefäße vor Arteriosklerose:
NO kann der Oxidation des LDL-Cholesterins entgegenwirken und senkt die
LDL-Cholesterinspiegel in den Blutgefäßen. Man hat auch festgestellt, dass
bei erhöhten Cholesterinwerten im Blut die NO-Konzentration vermindert ist,
und dass eine Arginingabe die NO-Konzentration dann wieder erhöht.
Arginin stabilisiert die Wände der Blutgefäße, d.h. deren Durchlässigkeit, z.B. für Fettmoleküle (Lipoproteine), wird verhindert. Außerdem hat diese Aminosäure einen positiven Einfluss auf die Fließeigenschaften des Blutes; sie schützt vor einer Verklebung der Blutblättchen, der so genannten Thrombozytenaggregation.
Generell verbessert NO die kardiale und periphere Durchblutung. Aufgrund
seiner gefäßerweiternden Funktion kann Arginin auch zur Senkung des
Blutdrucks und bei Angina pectoris eingesetzt werden. Der bei Angina
pectoris auftretende Schmerz wird durch eine Verengung der Blutgefäße
ausgelöst.
| Immunsystem |
Arginin ist auch eine wichtige Substanz für das Immunystem. Es ist eine der Aminosäuren, die am stärksten immunstimulierend wirkt. Bestimmte Immunzellen und Botenstoffe des Immunsystems werden durch Arginin aktiviert, z.B. Lymphozyten oder Makrophagen.
| Weitere Funktionen und Einsatzmöglichkeiten |
Auch im Sport wird Arginin eingesetzt: Es kann eine vermehrte Ausschüttung des Wachstumshormons und eine verbesserte Proteinsynthese bewirken und den Fettabbau beschleunigen.
Datum: 12.06.06