| |
P s y c h e
Aminosäuren bei
Angsterkrankungen
|
Im Nutritional Journal wurde
eine große Übersichtsarbeit über die Behandlungsmöglichkeiten von
Angsterkrankungen mit pflanzlichen Medikamenten und Mikronährstoffen
publiziert. Bei Angsterkrankungen hat sich eine Arginin-/
Lysinkombination in zwei Doppelblindstudien als wirksam erwiesen. Es
ist bekannt, dass Lysin als ein partieller
Serotoninrezeptor-4-Antagonist wirkt, dadurch die Gehirn-/
Darmantwort auf Stress vermindert und den Blutcortisolspiegel senkt.
|
 |
Die erste der klinischen Studien wurde an
gesunden männlichen Versuchspersonen mit hoher Ängstlichkeit
durchgeführt.Die Supplementierung von Lysin und Arginin verbesserte die
Fähigkeit der Studienteilnehmer, mit Stress umzugehen, indem ein Anstieg
des Cortisolspiegels nachgewiesen wurde. Die Autoren dieser Studie
hielten es für wahrscheinlich, dass bei den ängstlichen Versuchspersonen
ein Stresshormon-Regulations-Defizit vorlag, das durch Arginin/ Lysin
gebessert wurde. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt konnte nämlich
gezeigt werden, dass bei sehr ängstlichen Personen auf einen Stressreiz
kein oder nur ein sehr geringer Cortisolanstieg erfolgte. Diese
Dysregulation der Cortisolantwort könnte zu dem stärksten
Ängstlichkeitsgefühl führen, wenn Stress ausgelöst wird.
Die zweite Studie wurde an 108 gesunden Versuchspersonen aus Japan
durchgeführt. Durch die Supplementierung von Lysin und Arginin kam es
bei den männlichen Versuchspersonen zu einer Verminderung der
Cortisolspiegel im Speichel, außerdem wurde eine signifiante
Verminderung von Stress- und Spannungszuständen erreicht. Die
Wissenschaftler der Global Neuroscience Initiative Foundation, Los
Angeles, die die Übersichtsarbeit publizierten, bewerteten die
Kombination aus Lysin und Arginin als effektiv zur Verminderung von
Ängstlichkeitssymptomen ohne bekannte Nebenwirkungen.
Aminosäurensupplemente können auch mithelfen, die Cortisolspiegel bei
Stress ins Gleichgewicht zu bringen.
Referenz:
Shaheen E Lakhan, Karen F Vieira et al.: Nutritional and herbal
supplements for anxiety and anxiety-related disorders: systematic review;
Lakhan and Vieira Nutrition Journal 2010, 9: 42
H e r z g e s
u n d h e i t
|
Citrullin senkt den
Blutdruck und verbessert die Blutgefäße
In einer Pilotstudie der
Florida State University wurde die gesundheitliche Wirkung der
Wassermelone näher untersucht. Im Focus hierbei stand die Aminosäure
Citrullin, die reichlich in der Wassermelone enthalten ist und der
ein präventiver Effekt gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachgesagt
wird. |
 |
|
Bild: ad,
pixelio.de |
| |
Citrullin wird im Stoffwechsel in Arginin
umgewandelt, eine Aminosäure, die für die Blutgefäße wichtig ist. Aus
Arginin entsteht nämlich Stickstoffmonoxid (NO), das die Gefäßregulation
wesentlich mitbestimmt.
In der Studie mit vier Männern und fünf
postmenopausalen Frauen im Alter zwischen 51 und 57 Jahren wurde täglich
ein Extrakt der Wassermelone mit etwa sechs Gramm Citrullin verabreicht.
Bei allen Probanden verbesserten sich die arteriellen Funktionen und der
Blutdruck. Die Forscher schließen daraus, dass dieses „Functional food“
einen gefäßerweiternden und blutdrucksenkenden Effekt aufweist und damit
auch Prozessen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen kann.
Dieses erfolgsversprechende Ergebnis gibt Anlass zu weiteren
Untersuchungen.
Referenz:
sciencedaily.com, Oct. 14, 2010
S t u d i e n
 |
Vitamin D wirkt auf zahlreiche Gene
Immer wieder ist es erstaunlich, welch vielfältige Wirkungen dem
Vitamin D zukommen. Britische und kanadische Wissenschaftler konnten
jetzt nachweisen, dass mehr als 200 Gene im menschlichen Genom durch
Vitamin D gesteuert werden...weiter |
 |
Vitamin D beeinflusst Erscheinungsbild der Haut
Amerikanische Dermatologen untersuchten einen möglichen Zusammenhang
zwischen der Vitamin-D-Konzentration und Hautschäden, Faltenbildung
etc. im Gesicht. Die Untersuchung wurde an 45 Frauen, die älter als
40 Jahre waren, durchgeführt...weiter |
 |
Luftverschmutzung beeinflusst Vitamin-D-Status
Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten die
Vitamin-D-Konzentrationen von 200 Hausfrauen zwischen 20 und 55
Jahren. Ein Teil der Studienteilnehmerinnen stammte aus Teheran,
einer Region mit hoher Luftverschmutzung, der andere Teil aus
Ghazvin, einer Region mit geringer Luftverschmutzung...weiter |
 |
Vitamin-D und rheumatoide Arthritis
Wissenschaftler der John Hopkins University School of Medicine,
Baltimore, untersuchten bei Patienten mit rheumatoider Arthritis die
Vitamin-D-Spiegel sowie verschiedene Marker der Krankheitsaktivität.
Außerdem wurden die Beschwerden mit verschiedenen Fragebögen
erfasst...weiter |
|
|
|